Eva (Nora Navas) hat gerade ihren 50. Geburtstag gefeiert. Seit über zwei Jahrzehnten ist sie verheiratet, ihre beiden Kinder stehen an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Ihr Leben verläuft in geordneten Bahnen – bis sie auf einer Geschäftsreise nach Rom Alex (Rodrigo de la Serna) begegnet. Der charismatische Drehbuchautor verbringt nur ein paar Tage in der Stadt, doch vom ersten Moment an spürt Eva eine ungeahnte Anziehung. Plötzlich sind da Schmetterlinge im Bauch, das Kribbeln einer neuen Möglichkeit, das Echo eines längst vergessenen Gefühls. Ohne es zu wollen, beginnt sie, ihr bisheriges Leben infrage zu stellen. Etwas in ihr erwacht – ein Feuer, das sie längst erloschen glaubte.
Cesc Gay interessiert in seinen Filmen vor allem ein Thema: die Komplexität zwischenmenschlicher Bindungen. Es geht ihm dabei in erster Linie um die Betrachtung dieser Beziehungen in der Lebensmitte – die meisten seiner Figuren, Haupt- wie Nebencharaktere, sind zwischen 40 und 60 Jahre alt. Wie gestalten sich Älterwerden, Freundschaften, Liebe und der Umgang mit Schicksalsschlägen in diesem Lebensabschnitt?Mit seiner Tragikomödie „Sentimental“ (2020) bewies Gay, selbst 57 Jahre alt, sein großes Talent für feinfühlige Beobachtungen und erzählerische Ausgewogenheit. Darin mussten sich zwei Paare die Frage stellen: Was macht eine „moderne“ Partnerschaft aus? In seiner vorherigen Arbeit, dem Drama „Freunde fürs Leben“ (Goya für den „Besten Film“ 2016), behandelte Gay die Themen Abschied und Tod. Weg von der Schwere und Last dieser Inhalte bewegt er sich mit der romantischen Komödie „Ein Lebe
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Ein Leben ohne Liebe ist mglich, aber sinnlos Trailer DF