Lee Cronin's The Mummy
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Lemmiblog
Lemmiblog

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2,5
Veröffentlicht am 17. April 2026
EINEN TOTEN TÖTEN? TOT IM QUADRAT?

Acht Jahre nach ihrer Entführung in Kairo taucht Katie plötzlich wieder auf. Die Familie lebt inzwischen in New Mexico und fällt aus allen Wolken. Sie lebt, mehr oder weniger. Denn Katie hat die ganze Zeit in einem uralten Sarkophag verbracht. Statt Klinik, Spezialisten oder irgendwas mit gesundem Menschenverstand heißt es, ab nach Hause, Familie regelt das schon.

Lee Cronins The Mummy geht ca. 135 Minuten und ist ab 18 Jahren freigegeben. Wir haben hier einen Horrorfilm, der atmosphärisch einiges richtig macht. Die Stimmung sitzt, die Mythologie hat Biss und das Übernatürliche funktioniert am besten, wenn man einfach sagt „Ja gut, schweben, Zehen unter Türen ablecken, Magie, wird schon so sein also Hirn aus.“
Leider gilt das nicht für den Rest. Denn der Film stapelt Logiklöcher wie andere Leute Bauklötze. Papa Charlie jagt jemanden durch einen Sandsturm, als hätte er Scheibenwischer auf den Augen. Im Haus wird unter dem Teppich Blut entdeckt und keinen juckts. Es wird sich durch die Decke gegraben und keinen juckts. Das Loch ist später übrigens weg. Dazu kommt ein extrem nerviger Erzähltrick, immer wenn etwas eskaliert oder spannend wird, Schnitt nächste Szene. Keine Reaktion, keine Auflösung, kein Nachhall.
Dabei ist das Familiendrama spannend. Der Vater will verstehen, was mit seiner Tochter passiert ist. Die Mutter glaubt, Liebe heilt alles. Die Oma setzt auf Jesus, blöd nur das die Mumie 3000 Jahre älter ist und offensichtlich nen stärkeren Pump hat als der Jung mit dem Kreuz.
Der Film braucht leider viel zu lange, um mal auf den Punkt zu kommen. Er deutet an, baut auf, schleicht herum und wenn es knallen könnte, stolpert er über sich selbst.
Das Finale serviert eine Expositionskeule per VHS, Finger im Halsloch erlaubt reden und einen Kreislauf-Twist, der auf dem Papier clever wirkt, in der Praxis aber eher nach Drehbuch in letzter Minute aussieht.
Unterm Strich ein Film mit starker Atmosphäre und interessanter Mythologie, der sich aber mit Fehlern, erzählerischen Brüchen und einem unrunden Ende selbst ausbremst.

5/10 Punkten. Ein uralter Dämon, der keine Familien mag? Vielleicht keine dunkle Macht sondern nur schwere Kindheit.
Kinobengel
Kinobengel

506 Follower 615 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 17. April 2026
EINGEWICKELTER FLUCH

Die kleine Katie (Emily Mitchell) wird in Kairo von einer Hexe (Hayat Kamille) entführt. Nach acht Jahren taucht sie wieder auf (nun Natalie Grace), mumifiziert, aber lebendig. Die Eltern (Laia Costa, Jack Reynor) kümmern sich aufopferungsvoll um ihre traumatisierte Tochter. Deren Zustand birgt ein schreckliches Geheimnis.

Lee Cronin inszeniert seinen Mumienfilm nach eigenem Drehbuch. Der Name des Iren muss gar nicht im Titel stehen, denn durch „Evil Dead Rise“ (2023) hat er genug Aufsehen erregt. Dort ist das Mutter-Tochter-Verhältnis besonders tief ausgeprägt. Wenn so etwas funktioniert, kann der Horror umso intensiver, einfach ergreifender sein. „Lee Cronin’s The Mummy“ kann diesbezüglich leider nicht mithalten. Trotz engagierter Stars wie Laia Costa und Jack Reynor mag das Familienband auf emotionaler Ebene nicht funktionieren. Die das Leben beschreibenden Dialoge haben den Klang von Stangenware, zum Teil sind die Einstellungen unbeholfen mit eintöniger Mimik gefilmt, die meist von einem Extrem ins andere wechselt. Da nützt selbst der eingestreute Humor von Oma (Veronica Falcón) nichts. So hängt die handlungs- wie abwechslungsreiche, eigentlich nicht langweilig aufgebaute Story auf dieser Ebene durch. Beeindruckend in Nebenrollen: May Calamawy (Detective Dalia Zaki) und May Elghety (Layla Khalil).

Die Auswirkungen des Hexenfluchs sind äußerst aufwendig umgesetzt, vor allem visuell und auf der Tonspur, doch ebenfalls über die Hinterlist der Katie, die nichts mehr selbst bestimmen kann. Ihr bedauernswertes Dasein ist eindringlich gestaltet. Irgendwann agieren alle Figuren nur noch im Wahn oder in der Not, bis in den wuchtigen Showdown. Erlaubt sei die Frage nach der Notwendigkeit einer Mumie, denn es dominiert eine teuflische Besessenheit, die bereits zahlreiche Drehbücher gefüllt hat. Nun denn, irgendwie muss die Hauptsache transportiert werden, gerne als Abrundung des Ägypten-Urlaubs. Schnell ist die vielleicht erlebte Rache des Pharao vergessen, denn Cronin orgelt auf allen Registern der gehäuft ekligen Grausamkeiten und verdient sich redlich das rot leuchtende FSK-18-Emblem.

„Lee Cronin’s The Mummy“ mag nicht wirklich eine neue Idee sein, liefert jedoch für 134 Minuten einen Inhalt, der sich sehen lassen kann. Den elementaren Rollen fehlt es dagegen an Form, was auch in diesem Genre einen entscheidenden Ausschlag geben kann, s. „Evil Dead Rise“.
challengesbya.d.2k
challengesbya.d.2k

25 Follower 378 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 16. April 2026
Ein heftiges Horrormeisterwerk. Komplett genial gestaltet. Der Film bietet eine sehr spannende Storyline mit Abenteuer, überwiegend Horror, sehr viele Jumpscares und einer guten Besetzung. Verglichen mit den anderen Mumien Filmen ist das der beste der Reihe. Ich habe den Film sehr genossen. Im Gesamtpacket ist der Film ein wahres Horrormeisterwerk.
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