Lee Cronin's The Mummy
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Kinobengel
Kinobengel

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3,0
Veröffentlicht am 17. April 2026
EINGEWICKELTER FLUCH

Die kleine Katie (Emily Mitchell) wird in Kairo von einer Hexe (Hayat Kamille) entführt. Nach acht Jahren taucht sie wieder auf (nun Natalie Grace), mumifiziert, aber lebendig. Die Eltern (Laia Costa, Jack Reynor) kümmern sich aufopferungsvoll um ihre traumatisierte Tochter. Deren Zustand birgt ein schreckliches Geheimnis.

Lee Cronin inszeniert seinen Mumienfilm nach eigenem Drehbuch. Der Name des Iren muss gar nicht im Titel stehen, denn durch „Evil Dead Rise“ (2023) hat er genug Aufsehen erregt. Dort ist das Mutter-Tochter-Verhältnis besonders tief ausgeprägt. Wenn so etwas funktioniert, kann der Horror umso intensiver, einfach ergreifender sein. „Lee Cronin’s The Mummy“ kann diesbezüglich leider nicht mithalten. Trotz engagierter Stars wie Laia Costa und Jack Reynor mag das Familienband auf emotionaler Ebene nicht funktionieren. Die das Leben beschreibenden Dialoge haben den Klang von Stangenware, zum Teil sind die Einstellungen unbeholfen mit eintöniger Mimik gefilmt, die meist von einem Extrem ins andere wechselt. Da nützt selbst der eingestreute Humor von Oma (Veronica Falcón) nichts. So hängt die handlungs- wie abwechslungsreiche, eigentlich nicht langweilig aufgebaute Story auf dieser Ebene durch. Beeindruckend in Nebenrollen: May Calamawy (Detective Dalia Zaki) und May Elghety (Layla Khalil).

Die Auswirkungen des Hexenfluchs sind äußerst aufwendig umgesetzt, vor allem visuell und auf der Tonspur, doch ebenfalls über die Hinterlist der Katie, die nichts mehr selbst bestimmen kann. Ihr bedauernswertes Dasein ist eindringlich gestaltet. Irgendwann agieren alle Figuren nur noch im Wahn oder in der Not, bis in den wuchtigen Showdown. Erlaubt sei die Frage nach der Notwendigkeit einer Mumie, denn es dominiert eine teuflische Besessenheit, die bereits zahlreiche Drehbücher gefüllt hat. Nun denn, irgendwie muss die Hauptsache transportiert werden, gerne als Abrundung des Ägypten-Urlaubs. Schnell ist die vielleicht erlebte Rache des Pharao vergessen, denn Cronin orgelt auf allen Registern der gehäuft ekligen Grausamkeiten und verdient sich redlich das rot leuchtende FSK-18-Emblem.

„Lee Cronin’s The Mummy“ mag nicht wirklich eine neue Idee sein, liefert jedoch für 134 Minuten einen Inhalt, der sich sehen lassen kann. Den elementaren Rollen fehlt es dagegen an Form, was auch in diesem Genre einen entscheidenden Ausschlag geben kann, s. „Evil Dead Rise“.
challengesbya.d.2k
challengesbya.d.2k

25 Follower 355 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 16. April 2026
Ein heftiges Horrormeisterwerk. Komplett genial gestaltet. Der Film bietet eine sehr spannende Storyline mit Abenteuer, überwiegend Horror, sehr viele Jumpscares und einer guten Besetzung. Verglichen mit den anderen Mumien Filmen ist das der beste der Reihe. Ich habe den Film sehr genossen. Im Gesamtpacket ist der Film ein wahres Horrormeisterwerk.
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