Marty Supreme
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Christian Trumpp
Christian Trumpp

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3,5
Veröffentlicht am 2. April 2026
unterhaltsamer, abwechslungsreicher Film, basiert lose auf dem realen Leben des Marty Reisman. Kevin O’Leary zu sehen, ist ein Highlight (gesehen in einer Vorpremiere)
Gringo93
Gringo93

357 Follower 441 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 23. Februar 2026
Fazit: Wilde und existenzielle filmische Odyssee; Eine Mischung aus Sportdrama und Kleinganoven-Krimi mit tragikomischen Elementen und einem oscarwürdigen Hauptdarsteller. Ein echter Sadfie.
Brodie1979 ..
Brodie1979 ..

169 Follower 582 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 23. Februar 2026
Ein Kotzbrocken mit zu großem Ego und einem wahnhaften Willen, sein Ziel zu erreichen kämpft sich mit allen erdenklichen Tricks nach vone - und der Zuschauer hängt an dieser
Figur, wünscht ihm Glück, Erfolg und ist gebannt, weil man nie weiß, welche neue Katastrophe hier gleich asugelöst wird. Ob das die ganzen krassen Lobeshymnen wert ist weiß ich nicht, einen großen Reiz hat es aber
in jedem Fall.

Fazit: Fiebriger, stressgier Film der viele faszinierende Momente bietet!
Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

11 Follower 354 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 10. März 2026
„I have an obligation to see a very specific thing through. And with obligation comes sacrifice.“

Seid 2008 sind die Safdie-Brüder (Josh und Benny) in der Filmbranche unterwegs und liefern energiegeladene und wilde Filme ab. Ich sah den ersten Film der Brüder 2019 („Der schwarze Diamant“ oder im Original „Uncut Gems“) und war beeindruckt von der pulsierenden und hektischen Atmosphäre des Films. Seid 2025 sind beide Brüder auch separat unterwegs an der Regiefront und so kam es, dass Josh Safdie sein erstes filmisches Werk drehte: „Marty Supreme“. Eine lose Verfilmung des Tischtennis-Spielers Marty Reisman, hier Marty Mauser genannt. Der Film ging schnell durch die Decke und wurde zur erfolgreichsten Produktion von A24 (dem Studio, welches den Film finanzierte). Zudem ist „Marty Supreme“ ein großer Anwärter auf die Oscars, wobei Timothée Chalamets Chancen auf die Trophäe als bester Hauptdarsteller deutlich gesunken sind, nach seiner unnötigen Aussage in einem Interview („Niemand interessiert sich für Ballett oder die Oper“)… Sehr schade, dass der Film auch dadurch in ein etwas negatives Rampenlicht gerückt wird, denn ohne dieses ganze Drama ist „Marty Supreme“ ein wirklich mitreißendes Filmerlebnis!

New York, in den 50ern: Der Tischtennisspieler Marty Mauser will ganz hoch hinaus. Sein Ziel ist der Weltmeistertitel. Doch dazu muss er am amtierenden Titelträger aus Japan vorbei. Ein fast noch größeres Problem ist die Teilnahme am Turnier, denn die kostet Geld. Doch Marty macht sich nicht viel aus Jobs. Er verfolgt nur sein Ziel und ist dafür bereit alles zu tun…

Wer ein klassisches Sport-Biopic erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht. „Marty Supreme“ erzählt zwar die Geschichte eines halb fiktiven, halb realen Tischtennisspielers, doch der Fokus liegt hier vielmehr auf den Abgründen, die mit der blinden Jagd nach Ruhm und Reichtum einhergehen. Marty selbst ist ein sehr unsympathischer und hinterhältiger Protagonist, der lügt, betrügt und zur Not einfach vom Tatort flieht. Er ist der Inbegriff eines Narzissten, hält sich für das Zentrum der Welt und denkt, dass er allein alles schaffen kann. Regisseur Josh Safdie und sein langjähriger Drehbuchautor Ronald Bronstein inszenierten den düsteren Trip durch die Hölle dieses unausstehlichen Charakters. Wie auch schon bei „Uncut Gems“ verfolgen wir vor allem den harten und gnadenlosen Weg zum Ziel der Hauptfigur. Und dieses Ziel scheint für Marty immer unmöglicher, er redet sich um Kopf und Kragen und ist immer öfter bereit seine Würde abzulegen. Und dieser wahnwitzige und teilweise erniedrigende Weg ist ein absoluter Fiebertraum und das im besten Sinne. Die Ereignisse werden immer verrückter und nicht selten steht das Leben einer oder mehrerer Menschen dabei auf dem Spiel. Und obwohl Marty ein teilweise widerlicher Typ ist, so kann er einem doch irgendwie nur Leid tun und man wünscht sich irgendwann sogar, dass er zumindest ein bisschen Glück in seinem Leben erfährt.

Diese Charakterstudie macht den Film so faszinierend und unterhaltsam. Dabei ist das Ganze sehr schnell und Energie-geladen inszeniert, typisch für die Safdies halt. Die Figuren schreien sich nicht selten an, reden übereinander und die Situationen eskalieren schnell mal. Das ist für manche Zuschauer*innen sicherlich anstrengend, aber genau dadurch vermittelt „Marty Supreme“ halt auch diesen konstanten Stress des Protagonisten. In der Hinsicht liebe ich auch den Rahmen des Films, der mit der Befruchtung einer Eizelle startet.

Der Cast ist großartig: Odessa A´zion als Martys Freundin ist klasse und Gwyneth Paltrow kehrt nach „Avengers Endgame“ das erste Mal wieder auf Leinwand zurück und liefert eine sehr beeindruckende Performance ab. Daneben brillieren auch Leute wie Abel Ferrara, der viele kontroverse Filme in den 80ern und 90ern drehte. Selbst der japanische Weltmeister, Koto Endo, wird von einem echten Spieler performed (Koto Kawaguchi). Was ich besonders liebe: Alle Darsteller*innen sehen abgenutzt, verschwitzt und einfach „normal“ aus. Der Film zeigt keine typischen Models, wie man sie sonst in den heutigen Hollywood-Produktionen sieht, sondern bietet Figuren, die nicht der klassischen Norm entsprechen. Das macht das ganze Erlebnis umso echter und greifbarer. Selbst Chalamet, der ja sonst als sehr attraktiv in seinen Filmen heraus sticht, zeigt hier auch mal seine „hässliche“ Seite. Ich finde auch, dass dies eine seiner besten Rollen ist. Man mag darüber streiten, dass er die Rolle so gut spielt, weil er selbst im echten Leben eher zur Arroganz tendiert, aber wenn ich nur seine Arbeit im Film betrachte, bin ich wirklich begeistert! Er selbst produzierte den Film auch mit.

Visuell ist „Marty Supreme“ ein absolutes Fest. Nicht nur die schicke Kameraführung von Darius Khondji ist umwerfend, auch der rasante Schnitt von Safdie und Bronstein ist der pulsierende Herzschlag des Films. Und auch wenn „Marty Supreme“ nicht unbedingt ein klassischer Sportfilm ist, so sind die Tischtennis-Szenen absolut mitreißend und atemberaubend inszeniert. Dabei zeigen Safdie und sein Team die Matches in einer recht klassischen und „realistischen“ Weise, doch die Energie der Spieler ist einfach fesselnd, ebenso die rasanten Ballwechsel!

Über dem Ganzen schwebt ein spannender Score von Daniel Lopatin, der einen hypnotisch, treibenden 80´s-Synth-Sound wählte. Ein starker Kontrast zum Setting der 50er, aber in gewisser Weise passt diese Entscheidung zur Thematik des Films: Was bedeuten deine einzelnen Erfolge in 20 Jahren? Und gibt es nicht andere Dinge, die vielleicht im großen Ganzen länger überdauern?

Fazit: „Marty Supreme“ ist ein wilder und mitreißender Trip, den man so schnell nicht vergisst. Eine spannende Charakterstudie, die trotz ihrer düsteren Momente eine positive Message bietet und filmisch gesehen unfassbar toll gemacht ist!
Breite Masse im Hintergrund
Breite Masse im Hintergrund

12 Follower 86 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 11. Dezember 2025
Vorneweg: Wer den schwarzen Diamanten mit Adam Sandler mochte, der wird wahrscheinlich auch Marty Supreme grandios finden. Mir hat der schwarze Diamant allerdings nur bedingt gut gefallen, und selbiges Gefühl stellt sich jetzt auch bei Marty wieder bei mir ein.

Marty möchte im Amerika der 50er Jahre eigentlich nur eins: Erfolg. Marty besitzt nämlich nicht nur das Talent, Tischtennis zu spielen. Nein, er hat sich soweit professionalisiert, dass er zu den weltbesten Spielern gehört. Blöd für ihn nur, dass er seiner Zeit anscheinend voraus ist, denn weder ist "Ping Pong" in den USA großartig populär, noch hält es der Weltverband für nötig, die besten Spieler zur WM in Tokio einzuladen. Und so kämpft Marty nicht nur mit chronischen Geldproblemen, sondern überwiegend mit sich selbst und seiner Arroganz, die alle anderen in seinem näheren Umfeld in Mitleidenschaft zieht. Doch im Zuge einer weiteren sexuellen Affäre sieht Marty die Chance gekommen, doch noch an das begehrte WM-Ticket zu kommen.

Marty Supreme geht knapp 2,5h, von den 100 Minuten wie schon beim schwarzen Diamanten überwiegend laut, durcheinander und schnell sind. Wenn man diesen Stil mag, dann sieht man einen hervorragenden Film. Für alle anderen dürfte es sehr schnell nervig und unangenehm werden. Gerade das ältere Publikum in meiner Vorstellung schien schnell überfordert zu sein und eine handvoll Leute verlies sogar vorzeitig den Saal. Und ehrlich gesagt, ich kann es nachvollziehen. Hätte ich den Film zuhause angemacht, ich weiß nicht, ob ich ihn mir bis zum Ende angeschaut hätte. Zum Ende hin kriegt er zwar noch die Kurve, das entschädigt aber nicht die Zeit davor. Daher kann ich auf die Lobeshymnen zum Film nicht mit einsteigen.

Sehr gut sind jedoch das Schauspiel des gesamten Casts und die Ausstattung. Chalamets antrainierte TT-Skills sind bemerkenswert und hoch anzuerkennen, besonders hervorheben muss man aber Gwyneth Paltrow, die wirklich in jeder einzelnen ihrer Szenen abliefert und die Leute gnadenlos an die Wand spielt. Das wars dann aber auch schon an Highlights. Die Geschichte ist okay, aber keine Offenbarung. Daher für mich sehr weit entfernt von 5 Sternen und vor allem lange nicht so gut wie One Battle After Another!
Rob T.
Rob T.

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4,5
Veröffentlicht am 1. März 2026
Pingpong. Ein kleines sportlicher Zeitvertreib. Könnte man jedenfalls meinen. Dabei ist Tischtennis ein großer Sport.

Marty Mauser (Timothée Chalamet) ist Mitte zwanzig und hat einen Traum. Er will kein Schuhverkäufer mehr sein. Er will auch nicht Geschäftsführer des Ladens werden, obwohl ihm das angeboten wird. Nein, er will Weltmeister werden. Im Tischtennis. Er ist der festen Ansicht, dass er der beste ist.
Das Problem: Er hat nicht genug Geld, um zu den Wettbewerben zu reisen - er muss es sich pumpen. Oder ergaunern.
Beim Turnier in London ist er dann auch sehr erfolgreich. Im Finale aber scheitert er am Japaner Koto Endo (Koto Kawaguchi). Koto hat eine Spielweise, mit der Marty nicht klarkommt.
Um zur WM nach Japan fliegen zu können, braucht er nun noch mehr Geld. Er versucht, seine Leute anzuzapfen - bis hin zur Freundin eines möglichen Sponsors, der Schauspielerin Kay Stone (Gwyneth Paltrow).

"Marty Supreme" heißt der neuartige Tischtennisball, der Marty im gleichnamigen Film präsentiert wird. Er ist rot - das macht ihn im Spiel sichtbarer, wenn die Spieler weiße Kleidung tragen.
Der Film von Josh Safdie handelt vom Tischtennis - aber vor allem davon, wie Marty Mauser atemlos versucht, Geld zu bekommen.
Und atemlos - das ist auch ein gutes Stichwort für diesen Film. Er lässt einem kaum die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen. "Marty Supreme" ist rasant, unglaublich dicht und schnell - faszinierend und fesselnd.
Timothée Chalamet spielt fulminant - ist aber gar nicht zwingend ein Sympathieträger. Denn Marty wirkt liebevoll, ist aber durchaus ohne Skrupel. Leute, die ihm nützlich sind, nutzt er aus. Er zeigt wenig liebevolle Emotionen - er ist im Tunnel. Es gibt einen einzigen Moment, wo ihm die Emotionen übermannen.
Nach 15 Jahren kehrt zudem Gwyneth Paltrow auf die Leinwand zurück. Kay beginnt mit Marty eine merkwürdige Affäre, er nutzt sie aus. Sie nutzt ihn aus. Die mehr als 20 Jahre Altersunterschied spielen keine Rolle.
Als Zuschauer weiß man oft gar nicht genau, ob man diesem Marty wirklich alles Gute wünschen soll - so oder so ist es aber packend, diesem schnellen Treiben zuzuschauen.
Deubensklave
Deubensklave

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5,0
Veröffentlicht am 9. Februar 2026
.
Lemmiblog
Lemmiblog

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5,0
Veröffentlicht am 27. Februar 2026
NIE WAR TISCHTENNIS SPANNENDER

Marty sieht sich zu Höherem berufen als Schuhverkäufer zu sein, er ist schließlich der beste Tischtennisspieler der Welt. Blöd nur, dass bei den British Open plötzlich die Japaner mit einer völlig neuen Technik auftauchen und ihm den Rang ablaufen. Also muss Marty nicht nur irgendwie zur Weltmeisterschaft kommen, sondern nebenbei auch sein komplett chaotisches Leben irgendwie sortieren.

Marty Supreme geht ca. 145 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Wir haben hier einen Oscarkandidaten mit Timothée Chalamet, der hier wirklich abliefert wie ein Wahnsinniger. Solche Rollen kann er einfach, arrogant, charmant, kaputt und gleichzeitig faszinierend. Man nimmt ihm jede Sekunde diesen selbstverliebten Tischtennis-Messias ab.
Die Tischtennispartien sind der absolute Hammer. Unglaublich dynamisch inszeniert, dazu Dialoge wie Maschinengewehrsalven und mittendrin Marty, der mit seiner großen Klappe jeden Raum sofort an sich reißt. Der Typ ist so überzeugt von sich selbst, dass man ihn gleichzeitig feiern und ohrfeigen möchte. Manche Sprüche würden heute ganze Twitterblasen kollabieren lassen, aber genau deshalb funktioniert die Figur.
Trotz der langen Laufzeit kommt keine Langeweile auf. Martys Leben wird mit so vielen Ideen, Einfällen und absurden Momenten gefüllt das es faszinierend ist.
Die Musik ist fantastisch erst triumphal, dann immer schräger und chaotischer, bis sie im Finale völlig eskaliert. Sie passt sich perfekt Martys mentalem Zustand an. Dazu kommen unzählige, richtige gute Moneyshots, bei denen Auge und Herz gleichzeitig applaudieren.
Das Finale liefert dann blanke Pobacken, ein Match bei dem man vom Sitz hochgeht und eine Heulerei bis in den Abspann.
Unterm Strich bleibt ein Werk, das durchgehend unterhält und Figuren bietet, die wirklich hängenbleiben. Seit Forrest Gump war Tischtennis nicht mehr so cool.
Einzig die Kussszenen sind unangenehm, als würde man Schlangen dabei zusehen, wie sie ihre Kiefer ausklappen.

9,5/10 Punkten. Ne freche Klappe ist ne einsame Klappe. Marty lernt das und bezahlt jede Lektion mit seinem Stolz.
David Willson
David Willson

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4,0
Veröffentlicht am 22. Februar 2026
Cineville Preview Lichtspiele Kalk
Wie ehrgeizig bist du und wie klar ist deine Vision von Dir selbst?
Marty (Charlemet) ist ein junger Mann, der voll überzeugt seiner Tischtennis Talent ist und opfert alles, wirklich alles mit der Weltspitze des Sports zu verkehren.
Charlemet ist einfach fantastisch und der Film ist SEHR kraftvoll gedreht.
Bereit über Leichen zu gehen um ein Ziel zu erreichen, passt hier wie Faust auf Auge, nur die Glaubwürdigkeit der Geschichte brückelt in dem es mehr um das Geld zusammen zu kriegen um an Tournees teilzunehmen als die Fähigkeit des Sports zu schleifen. Dementsprechend ist es oft langatmige abentuerliche Betrügerei, was das Ziel theoretisch rechtfertigen soll?
White Tiger
White Tiger

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1,5
Veröffentlicht am 10. März 2026
Echt jetzt Filmstarts 5 Sterne? Wofür?
Für Hauptdarsteller, die alle von Anfang bis Ende völlig unsympathisch und unangenehm sind?
Für eine völlig sinnlos in die Länge gezogene Story?
Zum Teil völlig sinnloses Szenen, wie die mit dem Hund)?‘
Und dann wird das Ganze doch für Oscars nominiert?
Da habe ich wohl einiges nicht verstanden…
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