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Leider war das angekündigte Filmerlebnis getrübt. Sicherlich tolle Aufnahmen und auch gute
Schauspieler die den Film getragen haben. Aber wie schon ein Kritiker bemerkt hat wurden sämtliche
Aktion Szenen mit einem entsetzlichen Lärm untermalt. Der Soundtrack sowie die Tonbegleitung
waren tatsächlich unerträglich laut. Hier wäre weniger Mehr gewesen. Es war einer Wohltat, wenn
zwischendurch mal ruhigere Szenen im Vordergrund standen. Ich hoffe, der Ton bzw. Soundtrack
wird nicht für den Oscar vorgeschlagen. Gesehen im Lumen Solingen.
Schauspieler die den Film getragen haben. Aber wie schon ein Kritiker bemerkt hat wurden sämtliche
Aktion Szenen mit einem entsetzlichen Lärm untermalt. Der Soundtrack sowie die Tonbegleitung
waren tatsächlich unerträglich laut. Hier wäre weniger Mehr gewesen. Es war einer Wohltat, wenn
zwischendurch mal ruhigere Szenen im Vordergrund standen. Ich hoffe, der Ton bzw. Soundtrack
wird nicht für den Oscar vorgeschlagen. Gesehen im Lumen Solingen.
Genau für sowas, für so ein Meisterwerk, gehe ich nur alle paar Jahre ins Kino!
Gänsehaut.
Tränen.
Minutenlang nach dem Ende im Kinosessel sitzen bleiben.
Wiedererkennung.
Nachwirken.
Seit vorgewarnt: Nach den knapp 3 Stunden wird dieser Film nachwirken. Er wird dich aufrütteln. Emotional. Er wird dich erinnern. An etwas aus deinem Leben gerade. In mir arbeitet der Film seit 4 Tagen innerlich nach. Ich sortiere, ich fühle, ich reflektiere.
Gute Filme waren für mich immer mehr als pure Unterhaltung. Sie waren immer ein Weckruf, die zum Teil große Weggabelungen in meinem Leben initiierten, einen letzten Anstoß gaben, was schon länger in mir arbeitete (zum Beispiel nach dem Film "Into the Wild" gab ich mein bürgerliches Leben auf und ging auf Reisen. Ich begann zu leben - statt weiter zu funktionieren!)
[/spoiler]Hier meine Reflexion zu dem Film (kleine Spoilerwarnung vorab):
Odysseus ist kein Held mehr – sondern ein Überlebender!
Die vielleicht stärkste Modernisierung in Nolans Erzählung besteht darin, die klassische Heldengeschichte aufzubrechen.
Dieser Odysseus ist nicht einfach der große Krieger, der nach vollbrachter Tat heimkehrt und dort den verdienten Lohn erhält.
Er ist ein Überlebender.
Ein Kriegsveteran.
Ein Trauma-Überlebender.
Er hat Männer in den Tod geführt. Er hat eine Stadt zerstört. Er hat Gräueltaten erlebt, zugelassen und selbst begangen.
Er trägt nicht nur das Trauma dessen, was ihm widerfahren ist.
Er trägt auch die Last dessen, woran er beteiligt war.
In der Traumaforschung gibt es dafür den Begriff der moralischen Verletzung, im Englischen Moral Injury.
Eine moralische Verletzung geht noch tiefer:Ich habe etwas getan, zugelassen oder überlebt, das mein inneres Bild von mir selbst und von der Welt zerstört hat.
Ein Mensch kann äußerlich siegreich aus einem Krieg zurückkehren und innerlich dennoch alles verloren haben. Gebrochen sein.
Seine Unschuld.
Seinen Glauben an das Gute.
Seine Überzeugung, im Sinne einer größeren Verantwortung gehandelt zu haben.
Vielleicht sogar das Gefühl, überhaupt noch ein Mensch zu sein.
Der Krieg endet nicht, wenn die Waffen schweigen. Für viele Menschen beginnt er erst danach.
Nach der Heimkehr ins Vertraute. spoiler:
Manche Menschen kehren aus einem wirklichen Krieg zurück.
Die Ungeheuer, Inseln und Stürme, die Odyssee erlebt, lassen sich natürlich als äußere Abenteuer in der Geschichte lesen.
Aber sie lassen sich auch als innere Bilder und seelische Symbole verstehen.
Poseidon ist dann nicht nur der rachsüchtige Gott des Meeres. Er wird zur Vergangenheit, die einen nicht loslässt. Zu einer Macht, die immer wieder neue Wellen erzeugt, sobald man glaubt, endlich festen Boden gefunden zu haben.
Die Sirenen sind nicht nur verführerische Wesen. Sie stehen für all das, was uns mit süßer Stimme für einen kurzen Moment aus unserem Schmerz herauslockt und dabei unsere Freiheit und Selbstachtung kostet.
Circe und Calypso können für jene Orte stehen, an denen wir festgehalten werden und dennoch bleiben wollen, weil Gefangenschaft manchmal sicherer erscheint als die nächste offene See.
Auch Trauma ist in gewisser Weise eine Irrfahrt.
Seit Jahren.
Die Geschichte des Odysseus passt erschreckend gut in unsere Epoche.
Noch immer feiern westliche Gesellschaften ihre Krieger, solange sie funktionieren.
Sie erhalten Orden von ihrem Präsidenten.
Man dankt ihnen mit Ehren für ihren Dienst.
Untereinander erzählt man sich Geschichten von Tapferkeit, Kameradschaft und Opferbereitschaft.
Doch was geschieht danach - nach ihrer Rückkehr zu ihren Familien?
Was geschieht mit den Menschen, die nachts schreiend aufwachen!
Die trinken, um schlafen zu können!
Die sich nicht mehr emotional berühren lassen können!
Die bei jedem Geräusch zusammenzucken!
Die ihre Wut gegen ihre Partnerinnen, Partner oder Kinder richten!
Die nicht ergreifen können, dass Sie zwar nun in Sicherheit wieder sind - sich aber im Vertrauten nicht mehr sicher fühlen!
Hunderttausende Kriegsveteranen leben mit den psychischen und körperlichen Folgen ihrer Einsätze. Auch deutsche Soldaten kehren aus Auslandseinsätzen mit Traumafolgestörungen zurück, wie der posttraumatischen Belastungsstörung, wenn auch zum Beispiel in deutlich geringerer Zahl als in den Vereinigten Staaten.
Vielleicht ist das eine der Botschaften des Films. Und für mich persönlich.
Odysee, der gebrochene Held, er kehrt voller Reue, Schuld und Liebe zurück.
Durch seine Reise hat er gelernt, anzuerkennen, was geschehen ist.
Auch was er verloren hat.
Was er angerichtet hat.
Man könnte sagen, er übernimmt Verantwortung.
Der Krieger in ihn lebt weiter, aber er erlaubt ihn nicht länger, sein ganzes Leben zu führen.
Er lässt diese Gefühle, wie man in den letzten Minuten des Films absolut eindrücklich sehen kann.
Heimkehr bedeutet nicht, dass wir wieder werden, wie wir einmal waren.
Heimkehr bedeutet, dass wir uns mit allem, was uns auf unserer Lebensreise geschehen ist, versöhnen.
Es anerkennen und ehren.
Vielleicht ist das die stärkste Botschaft, die dir der Film in einer Zeit der gefühlten Heimatlosigkeit geben kann!
Viel Spaß beim Schauen. [/spoiler]
Gänsehaut.
Tränen.
Minutenlang nach dem Ende im Kinosessel sitzen bleiben.
Wiedererkennung.
Nachwirken.
Seit vorgewarnt: Nach den knapp 3 Stunden wird dieser Film nachwirken. Er wird dich aufrütteln. Emotional. Er wird dich erinnern. An etwas aus deinem Leben gerade. In mir arbeitet der Film seit 4 Tagen innerlich nach. Ich sortiere, ich fühle, ich reflektiere.
Gute Filme waren für mich immer mehr als pure Unterhaltung. Sie waren immer ein Weckruf, die zum Teil große Weggabelungen in meinem Leben initiierten, einen letzten Anstoß gaben, was schon länger in mir arbeitete (zum Beispiel nach dem Film "Into the Wild" gab ich mein bürgerliches Leben auf und ging auf Reisen. Ich begann zu leben - statt weiter zu funktionieren!)
[/spoiler]Hier meine Reflexion zu dem Film (kleine Spoilerwarnung vorab):
Odysseus ist kein Held mehr – sondern ein Überlebender!
Die vielleicht stärkste Modernisierung in Nolans Erzählung besteht darin, die klassische Heldengeschichte aufzubrechen.
Dieser Odysseus ist nicht einfach der große Krieger, der nach vollbrachter Tat heimkehrt und dort den verdienten Lohn erhält.
Er ist ein Überlebender.
Ein Kriegsveteran.
Ein Trauma-Überlebender.
Er hat Männer in den Tod geführt. Er hat eine Stadt zerstört. Er hat Gräueltaten erlebt, zugelassen und selbst begangen.
Er trägt nicht nur das Trauma dessen, was ihm widerfahren ist.
Er trägt auch die Last dessen, woran er beteiligt war.
In der Traumaforschung gibt es dafür den Begriff der moralischen Verletzung, im Englischen Moral Injury.
Eine moralische Verletzung geht noch tiefer:Ich habe etwas getan, zugelassen oder überlebt, das mein inneres Bild von mir selbst und von der Welt zerstört hat.
Ein Mensch kann äußerlich siegreich aus einem Krieg zurückkehren und innerlich dennoch alles verloren haben. Gebrochen sein.
Seine Unschuld.
Seinen Glauben an das Gute.
Seine Überzeugung, im Sinne einer größeren Verantwortung gehandelt zu haben.
Vielleicht sogar das Gefühl, überhaupt noch ein Mensch zu sein.
Der Krieg endet nicht, wenn die Waffen schweigen. Für viele Menschen beginnt er erst danach.
Nach der Heimkehr ins Vertraute. spoiler:
Manche Menschen kehren aus einem wirklichen Krieg zurück.
Die Ungeheuer, Inseln und Stürme, die Odyssee erlebt, lassen sich natürlich als äußere Abenteuer in der Geschichte lesen.
Aber sie lassen sich auch als innere Bilder und seelische Symbole verstehen.
Poseidon ist dann nicht nur der rachsüchtige Gott des Meeres. Er wird zur Vergangenheit, die einen nicht loslässt. Zu einer Macht, die immer wieder neue Wellen erzeugt, sobald man glaubt, endlich festen Boden gefunden zu haben.
Die Sirenen sind nicht nur verführerische Wesen. Sie stehen für all das, was uns mit süßer Stimme für einen kurzen Moment aus unserem Schmerz herauslockt und dabei unsere Freiheit und Selbstachtung kostet.
Circe und Calypso können für jene Orte stehen, an denen wir festgehalten werden und dennoch bleiben wollen, weil Gefangenschaft manchmal sicherer erscheint als die nächste offene See.
Auch Trauma ist in gewisser Weise eine Irrfahrt.
Seit Jahren.
Die Geschichte des Odysseus passt erschreckend gut in unsere Epoche.
Noch immer feiern westliche Gesellschaften ihre Krieger, solange sie funktionieren.
Sie erhalten Orden von ihrem Präsidenten.
Man dankt ihnen mit Ehren für ihren Dienst.
Untereinander erzählt man sich Geschichten von Tapferkeit, Kameradschaft und Opferbereitschaft.
Doch was geschieht danach - nach ihrer Rückkehr zu ihren Familien?
Was geschieht mit den Menschen, die nachts schreiend aufwachen!
Die trinken, um schlafen zu können!
Die sich nicht mehr emotional berühren lassen können!
Die bei jedem Geräusch zusammenzucken!
Die ihre Wut gegen ihre Partnerinnen, Partner oder Kinder richten!
Die nicht ergreifen können, dass Sie zwar nun in Sicherheit wieder sind - sich aber im Vertrauten nicht mehr sicher fühlen!
Hunderttausende Kriegsveteranen leben mit den psychischen und körperlichen Folgen ihrer Einsätze. Auch deutsche Soldaten kehren aus Auslandseinsätzen mit Traumafolgestörungen zurück, wie der posttraumatischen Belastungsstörung, wenn auch zum Beispiel in deutlich geringerer Zahl als in den Vereinigten Staaten.
Vielleicht ist das eine der Botschaften des Films. Und für mich persönlich.
Odysee, der gebrochene Held, er kehrt voller Reue, Schuld und Liebe zurück.
Durch seine Reise hat er gelernt, anzuerkennen, was geschehen ist.
Auch was er verloren hat.
Was er angerichtet hat.
Man könnte sagen, er übernimmt Verantwortung.
Der Krieger in ihn lebt weiter, aber er erlaubt ihn nicht länger, sein ganzes Leben zu führen.
Er lässt diese Gefühle, wie man in den letzten Minuten des Films absolut eindrücklich sehen kann.
Heimkehr bedeutet nicht, dass wir wieder werden, wie wir einmal waren.
Heimkehr bedeutet, dass wir uns mit allem, was uns auf unserer Lebensreise geschehen ist, versöhnen.
Es anerkennen und ehren.
Vielleicht ist das die stärkste Botschaft, die dir der Film in einer Zeit der gefühlten Heimatlosigkeit geben kann!
Viel Spaß beim Schauen. [/spoiler]
Die Odyssee ist eine laute, grelle und plumpe Inszenierung einiger der bekanntesten Abenteuer des Odysseus. Überhaupt kein Vergleich zu Meisterwerken wie Pasolinis Medea oder Cocteaus Orpheus! Der Film setzt . auf maximale Gewalt, aber so, dass er gerade noch FSK12 bekommt und somit mehr Publikum. Erratisch eingestreute Phrasen, die ein oberflächliches Nachdenken über das Bedürfnis des Menschen nach Zivilisation suggerieren, machen den Film geradezu armselig. Er wird unweigerlich schon bald in der riesigen Motten- oder Müllkiste der Kinogeschichte verschwinden, sobald das Geschäft gemacht ist. Dieses Geschäft wäre ohne ein Heer gut bezahlter "Kritiker", die es besser wissen müssten, kaum möglich, denn das Publikum ist an sich nicht so blöd, wie die Mainstreamfilmbranche sich es wünscht.
Schöne Ausstattung, hübsch bebildert, tolle Darsteller. Leider zerhackt Christopher Nolan ohne Zweck seinen fertigen Film. Das macht "The Odyssee" für mich kaputt. Auch die Kernaussage des Schlussaktes ist löblich. Nur möchte er so gar nicht mit dem Rest harmonieren.
„Die Odyssee“ – 1/10
Christopher Nolan hat hier einen teuren IMAX-Witz abgeliefert. Statt Homers Epos authentisch zu verfilmen, gibt’s eine bunte Woke-Show mit absichtlich falsch besetzten Schauspielern: Lupita Nyong’o als „weißarmige“ Helena? Zendaya als Athene? Das hat mit dem antiken Griechenland mal genau gar nichts zu tun. Die Kostüme und Sets wirken billig und generisch statt mykenischer Pracht.
Statt epischer Irrfahrt nur überladene Action mit modernem Geschwafel („Dad“ im alten Griechenland, echt jetzt?). Die Promotion in Tagesschau & Co. und die gekauften Bewertungen können nicht kaschieren: Nolan hat hier seine Integrität für Quoten verkauft. Für Fans des Originals ein Witz, für alle anderen teurer Zeitverschwendung. Lieber nochmal die alte Kirk-Douglas-Version anschauen.
Christopher Nolan hat hier einen teuren IMAX-Witz abgeliefert. Statt Homers Epos authentisch zu verfilmen, gibt’s eine bunte Woke-Show mit absichtlich falsch besetzten Schauspielern: Lupita Nyong’o als „weißarmige“ Helena? Zendaya als Athene? Das hat mit dem antiken Griechenland mal genau gar nichts zu tun. Die Kostüme und Sets wirken billig und generisch statt mykenischer Pracht.
Statt epischer Irrfahrt nur überladene Action mit modernem Geschwafel („Dad“ im alten Griechenland, echt jetzt?). Die Promotion in Tagesschau & Co. und die gekauften Bewertungen können nicht kaschieren: Nolan hat hier seine Integrität für Quoten verkauft. Für Fans des Originals ein Witz, für alle anderen teurer Zeitverschwendung. Lieber nochmal die alte Kirk-Douglas-Version anschauen.
Ich bin nach 90 Minuten aus dem Kino gegangen...vielleicht sagt das schon alles? Ich finde dem Film fehlt einfach die Handlung. Es ist eine lose, austauschbare Aneinanderreihung von den Abenteuern von Odysseus und die Geschichte dazu von seinem Sohn...beides Top Schauspieler, die in diesem Film einfach nicht zur Geltung kommen...dazu die sehr dunkel gehaltenen Farben und Stimmung, langatmige langweilige Dialoge und unschöne Kostüme, die es so in dieser Zeit nicht gegeben hat. Griechen, die mit Wikingerschiffen von "Level" zu "Level" schippern...DIe Action? Kein Vergleich zu Gladiator und Co oder JA: Ich habe mich oft an Troja und seiner Action erinnert, wie gut war doch dieser Film im Gegensatz zu "Die Odysee". Der innerlich zerrissene Odysseus reisst es auch emotional nicht raus. Es ist mir total unverständlich, diesen Film als Meisterwerk zu titulieren. Fazit: Die 3 Stunden Lebenszeit kann man besser verplanen. Schade!
Waren die schlechten Kritiken überhaupt im Kino, oder wird nur getrollt?
Wir haben den im Imax angeschaut und müssen sagen: Brutal geil.... Jeder der irgendwas anderes erzählt, war nicht in diesem Film bzw. erst recht nicht in einem Imax...
Junge... Was sind das für mega Aufnahmen und was ballert der Sound einem vom Hocker....
Ja... ist KEIN "Popcorn" Kino mit dumm hau drauf und vielleicht sollte man die Odysee oder Ilias mal gelesen haben, bzw. deren Übersetzung...
Dann ergeben auch all die "Sprünge" einen Sinn... Ist nämlich im Original auch so.
Die Charaktere kommen wirklich etwas "flach" rüber, aber das kann Definitiv auch ein Stilmittel sein und hat weniger etwas mit den Schauspielern zu tun....
Die fast 3h vergehen auf jeden Fall wie im Flug...
Zu allen "ist Woke" Kasper Kommentare:
Meine Güte... Es ist und bleibt ein FILM und es gibt auch im normalen Leben dunkelhäutige und trans Menschen, die genauso Schauspielern dürfen....
Funfact: Nirgends im Original wurde die ethnische Herkunft und Hautfarbe von Helena jemals erwähnt... Sie kann genausogut eine Asiatin, eine Ägypterin oder eine Engländerin gewesen sein....
Da in der rechten Bubble gerne das Wort "Weißhäutig" zu Helena im Original erwähnt wird:
Das war/ist der damalige Ausdruck für "Adelige, reiche und Gottheit".... Genauso wie diese Personen nicht immer weiße Haut hatten/haben, so hatte unser "Adel" hier auch nie "blaues Blut", obwohl es überall in Schriften so geschrieben wurde.... Think about it... ;)
Wir haben den im Imax angeschaut und müssen sagen: Brutal geil.... Jeder der irgendwas anderes erzählt, war nicht in diesem Film bzw. erst recht nicht in einem Imax...
Junge... Was sind das für mega Aufnahmen und was ballert der Sound einem vom Hocker....
Ja... ist KEIN "Popcorn" Kino mit dumm hau drauf und vielleicht sollte man die Odysee oder Ilias mal gelesen haben, bzw. deren Übersetzung...
Dann ergeben auch all die "Sprünge" einen Sinn... Ist nämlich im Original auch so.
Die Charaktere kommen wirklich etwas "flach" rüber, aber das kann Definitiv auch ein Stilmittel sein und hat weniger etwas mit den Schauspielern zu tun....
Die fast 3h vergehen auf jeden Fall wie im Flug...
Zu allen "ist Woke" Kasper Kommentare:
Meine Güte... Es ist und bleibt ein FILM und es gibt auch im normalen Leben dunkelhäutige und trans Menschen, die genauso Schauspielern dürfen....
Funfact: Nirgends im Original wurde die ethnische Herkunft und Hautfarbe von Helena jemals erwähnt... Sie kann genausogut eine Asiatin, eine Ägypterin oder eine Engländerin gewesen sein....
Da in der rechten Bubble gerne das Wort "Weißhäutig" zu Helena im Original erwähnt wird:
Das war/ist der damalige Ausdruck für "Adelige, reiche und Gottheit".... Genauso wie diese Personen nicht immer weiße Haut hatten/haben, so hatte unser "Adel" hier auch nie "blaues Blut", obwohl es überall in Schriften so geschrieben wurde.... Think about it... ;)
„Die Odyssee“ – Visuell gewaltig, aber emotional überraschend leer
Christopher Nolans „Die Odyssee“ ist ein ambitionierter Versuch, Homers Epos als psychologisches Kriegsdrama neu zu interpretieren. Statt eines listigen Helden auf einer mythischen Abenteuerreise zeigt Nolan einen traumatisierten Odysseus, der mit Schuld und den Folgen des Krieges kämpft.
Der Ansatz ist grundsätzlich spannend, doch der Film verliert dabei vieles, was die Vorlage ausmacht: Staunen, Magie und Abenteuerlust. Die legendären Stationen der Irrfahrt werden in hohem Tempo abgearbeitet, wodurch kaum emotionale Bindung zu Figuren oder Ereignissen entsteht. Besonders enttäuschend ist, dass ausgerechnet Odysseus – der große Stratege und Trickser – oft eher unbeholfen als genial wirkt.
Technisch bietet der Film beeindruckende Bilder und starke handgemachte Effekte, doch der monumentale Anspruch steht im Widerspruch zur eigentlich kleinen, persönlichen Geschichte. Statt wirklich tief in Schuld und Trauma einzutauchen, bleibt vieles oberflächlich erklärt.
Am Ende wirkt Nolans „Odyssee“ weder als großes Abenteuer noch als intensives Charakterdrama vollständig gelungen: ein visuell beeindruckendes, aber emotional distanziertes Werk, das mehr Konzept als Herz besitzt.
Christopher Nolans „Die Odyssee“ ist ein ambitionierter Versuch, Homers Epos als psychologisches Kriegsdrama neu zu interpretieren. Statt eines listigen Helden auf einer mythischen Abenteuerreise zeigt Nolan einen traumatisierten Odysseus, der mit Schuld und den Folgen des Krieges kämpft.
Der Ansatz ist grundsätzlich spannend, doch der Film verliert dabei vieles, was die Vorlage ausmacht: Staunen, Magie und Abenteuerlust. Die legendären Stationen der Irrfahrt werden in hohem Tempo abgearbeitet, wodurch kaum emotionale Bindung zu Figuren oder Ereignissen entsteht. Besonders enttäuschend ist, dass ausgerechnet Odysseus – der große Stratege und Trickser – oft eher unbeholfen als genial wirkt.
Technisch bietet der Film beeindruckende Bilder und starke handgemachte Effekte, doch der monumentale Anspruch steht im Widerspruch zur eigentlich kleinen, persönlichen Geschichte. Statt wirklich tief in Schuld und Trauma einzutauchen, bleibt vieles oberflächlich erklärt.
Am Ende wirkt Nolans „Odyssee“ weder als großes Abenteuer noch als intensives Charakterdrama vollständig gelungen: ein visuell beeindruckendes, aber emotional distanziertes Werk, das mehr Konzept als Herz besitzt.
Hier haben wir ihn wieder - den Film, der die Menge spaltet. Die einen feiern ihn schon jetzt als Opus magnum, die anderen halten ihn für allenfalls durchschnittlich, sehen ihn als Enttäuschung oder verreißen ihn gar. Ein eindeutiges Zeichen für seine Relevanz.
Ich gehöre jedenfalls zur ersten Fraktion. Als ich das Kino verließ, war für mich klar, dass ich da eben etwas ganz Großes sehen, hören, erleben durfte. Das war Kino im besten Sinne: Haptisch, bildgewaltig, brachial. Fast drei Stunden lang bin ich in dieses inszenatorische Meisterwerk - und das ist es für mich - eingetaucht, ja schier hineingesogen worden. Auch dank des vereinnahmenden Scores, den ich keinesfalls als störend empfand. Und nicht einmal fiel es mir währenddessen ein, auf dem Handy die Uhrzeit zu checken. Was will man mehr erwarten?
Auch die Dramaturgie und die Botschaft des Films haben mich beeindruckt: Die nicht-lineare Erzählstruktur erlaubt es einem, gemeinsam mit Odysseus, der langsam die verdrängte Erinnerung zurückerlangt, Stück für Stück ein Puzzle zusammenzusetzen. Nolan schildert hier eben keine klassische Heldenreise, sondern eine Reise in die eigene Seele, zu den eigenen Sehnsüchten, Zweifeln, Fehlern und Verbrechen. Bis zum Moment der Erkenntnis: Dass das Böse, vor dem man sich fürchtet, oft in einem selbst wohnt. Einfach grandios!
Auch über die schauspielerische Leistung kann ich nicht viel Negatives sagen - allenfalls Tom Holland als Telemachos blieb ein bisschen blass. Matt Damon (seit Good Will Hunting ohnehin bei mir hoch im Kurs) spielt die Titelfigur großartig, Anne Hathaway ist eine fantastische Penelope, und Robert Pattinson gibt den ekelhaftesten aller Freier überaus überzeugend - wenn er auch am Ende etwas überzeichnet wirkt. Nicht zuletzt durch diese Leistungen gewinnt der Film für mich eine emotionale Tiefe, die ihm ja hier und da abgesprochen wird.
Ganz klar ein Film, den man gesehen haben muss. Und das zumindest einmal auf der großen Leinwand. Ob er für mich unter Nolans Werken ganz oben steht, muss die Zeit zeigen. Die Chancen stehen nicht schlecht.
Ich gehöre jedenfalls zur ersten Fraktion. Als ich das Kino verließ, war für mich klar, dass ich da eben etwas ganz Großes sehen, hören, erleben durfte. Das war Kino im besten Sinne: Haptisch, bildgewaltig, brachial. Fast drei Stunden lang bin ich in dieses inszenatorische Meisterwerk - und das ist es für mich - eingetaucht, ja schier hineingesogen worden. Auch dank des vereinnahmenden Scores, den ich keinesfalls als störend empfand. Und nicht einmal fiel es mir währenddessen ein, auf dem Handy die Uhrzeit zu checken. Was will man mehr erwarten?
Auch die Dramaturgie und die Botschaft des Films haben mich beeindruckt: Die nicht-lineare Erzählstruktur erlaubt es einem, gemeinsam mit Odysseus, der langsam die verdrängte Erinnerung zurückerlangt, Stück für Stück ein Puzzle zusammenzusetzen. Nolan schildert hier eben keine klassische Heldenreise, sondern eine Reise in die eigene Seele, zu den eigenen Sehnsüchten, Zweifeln, Fehlern und Verbrechen. Bis zum Moment der Erkenntnis: Dass das Böse, vor dem man sich fürchtet, oft in einem selbst wohnt. Einfach grandios!
Auch über die schauspielerische Leistung kann ich nicht viel Negatives sagen - allenfalls Tom Holland als Telemachos blieb ein bisschen blass. Matt Damon (seit Good Will Hunting ohnehin bei mir hoch im Kurs) spielt die Titelfigur großartig, Anne Hathaway ist eine fantastische Penelope, und Robert Pattinson gibt den ekelhaftesten aller Freier überaus überzeugend - wenn er auch am Ende etwas überzeichnet wirkt. Nicht zuletzt durch diese Leistungen gewinnt der Film für mich eine emotionale Tiefe, die ihm ja hier und da abgesprochen wird.
Ganz klar ein Film, den man gesehen haben muss. Und das zumindest einmal auf der großen Leinwand. Ob er für mich unter Nolans Werken ganz oben steht, muss die Zeit zeigen. Die Chancen stehen nicht schlecht.
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