Tina (Katja Inga Baldowski) prägte als Domina unter dem Namen Lady MacLaine in Berlin eine ganz besondere Nachbarschaft. In ihrem Domina-Studio im Parterre eines Wohnhauses begegnete sie über drei Jahrzehnte hinweg Menschen aus den unterschiedlichsten Lebenswelten. Mit Intelligenz, Selbstbewusstsein und einer Prise Humor schaffte es Tina, ihren Beruf in einer von Vorurteilen und Gefahren geprägten Branche auszuüben, persönliche Krisen zu überstehen und schließlich unbeschadet in den Ruhestand zu gehen. Inspiriert von ihren Memoiren „Dreißig Jahre an der Peitsche“ widmet sich Rosa von Praunheim in diesem Dokudrama Tinas außergewöhnlicher Geschichte.
Ein irreführendes Zerrbild von BDSM: Rosa von Praunheims neuer Film ist durchaus unterhaltend, zugleich aber eine Rolle rückwärts in den Mief der 1950er Jahre, in eben jenen Mief, den der Filmemacher zeitlebens bekämpft hat. Denn BDSM ist für ihn schlicht eine Art Krankheit oder jedenfalls krankheitsbedingt: ein untauglicher Versuch, mit Traumatisierungen umzugehen, statt sie therapieren zu lassen.
Die Hauptfigur, die Berliner Domina Lady ...
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