1987 erhält Marlee Matlin als erste gehörlose Schauspielerin einen Oscar – mit gerade einmal 21 Jahren. In ihrer Muttersprache, der amerikanischen Gebärdensprache, blickt sie auf ihr Leben zurück und setzt sich mit der Verantwortung auseinander, die mit ihrer Rolle als Wegbereiterin verbunden ist. Regisseurin Shoshannah Stern, die sich als Kind von Matlins Auszeichnung ermutigt fühlte, selbst den Weg in die Schauspielerei zu wagen, tritt in einen Dialog mit der Schauspielerin. Entstanden ist ein nahbares Porträt, das persönliche Erinnerungen mit Stimmen aus Matlins Umfeld verbindet. Im Zentrum steht das vertrauensvolle Gespräch zwischen Matlin und Stern, das Raum schafft für differenzierte Einblicke – von frühen Erfolgen über öffentliche Beziehungen bis hin zu schwierigen Phasen der Ausgrenzung und persönlichen Umbrüche. Auch Matlins Einsatz für die gehörlose Community wird beleuchtet, mitsamt den Spannungen, die ihr Engagement teils auslöste.
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