„Mission: Mäusejagd – Chaos unterm Weihnachtsbaum“ punktet mit wirklich liebevoll gestalteter Animation. Besonders die Mäuse wirken unglaublich süß und lebendig, und auch die Schauspieler liefern durchweg authentische Leistungen.
Allerdings wirkt der Film insgesamt deutlich derber, als es der gemütliche Weihnachtstitel vermuten lässt. Von Beginn an stehen die Konflikte im Vordergrund, oft mit überraschend harschen Tönen gegenüber den Menschen. Die Inszenierung ist an vielen Stellen sehr laut, aggressiv und dramatisch, was gerade für jüngere Zuschauende schnell überfordernd sein kann. Auch meinem Kind fiel es schwer, diese Intensität einzuordnen.
Das versöhnliche, warmherzige Finale kommt dagegen zu kurz und kann die vorherige Aufgewühltheit kaum ausgleichen. Die weihnachtliche Botschaft bleibt dadurch eher Randnotiz, statt das Herz des Films zu bilden.
Insgesamt hübsch gemacht – aber emotional unausgewogen und für ein Familien-Weihnachtserlebnis etwas zu heftig.
Der Filmtitel und das Plakat schüren eine gewisse Erwartungshaltung und der Film löst diese ein: man bekommt einen warmherzigen und wohlig weihnachtlich ausgeleuchteten Weihnachtsfilm, in dem eine Menschenfamilie und eine Mäusefamilie sich bekriegen. Dabei überraschen zwei Dinge: zum Einen begeistert der Look, denn auch wenn es sich hier um einen norwegischen Film handelt, muß er die Vergleiche mit den US Produktionen nicht scheuen. Zum zweiten ist es manchmal bemerkenswert, wie fies und heftig die gestellten Fallen ausfallen. Aber das ruiniert schon nicht das anvisierte Happy End, das nach kurzweiligen 80 Minuten erreicht ist. Und man verlässt den Film mit Weihnachtsstimmung.
Fazit: Kurzweiliger Weihnachtsfilm für Kinder, der auf seinem Sektor eigentlich alles richtig macht!