Der Kinderflüsterer
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3,4
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Casey 08
Casey 08

14 Follower 1.188 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 30. August 2026
Auf dem Papier klingt es eigentlich sehr gut. Robert De Niro und Michael Keaton sind dabei und man jagt einen Kinder-Mörder. Doch wenn man mal alles durchgeht, wird einem Auffallen, dass alles genau so und ohne irgenwelche Änderungen 1991 schon mal passierte. Und zwar in "Das Schweigen der Lämmer". Man bedient sich halt immer bei den größten aber ein Remake soll es nicht sein. Wie es heutzutage so üblich ist, muss so ein Film einen extremen Grau-Ton haben. Robert De Niro ist einer der besten Darstller aller Zeiten und ist auch hier echt in Ordnung und es ist einfach schön ihn in diesem Alter noch vor der Kamera zu sehen. Auch Michael Keaton ist ein absoluter Kult-Schauspieler der aber hier extrem wenig zu sehen ist. Adam Scott ist dafür extrem schlecht und zu lang ist der Film ach. Es gibt trotzdem einige Szenen die echt gut sitzen und das Finale ist sehr gut wobei die letzte Szene totaler Quatsch ist. Ein richtiger Reinfall ist es überhaupt nicht aber eine sinnlose Kopie die man in einer Woche wieder vergessen hat, ist es definitiv.

Insgesamt ist es ein mittelmäßiger Film der eine reine Kopie von "Das Schweigen der Lämmer" ist aber trotzdem ein paar gute Momente bietet.
Horridus
Horridus

1 Follower 249 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 30. August 2026
Technisch präsentiert sich der Film zunächst auf einem überzeugenden Niveau: Im Streaming steht er mit Dolby Vision und Dolby Atmos zur Verfügung. Allerdings konnte mich die Bildqualität trotz der 4K-Ausgabe nicht vollständig überzeugen. Für meinen Geschmack wirkt das Bild häufig deutlich weniger scharf, als es die Auflösung erwarten ließe. Besonders in dunkleren Szenen fällt zudem ein teilweise störendes Grieseln auf. In manchen Momenten erscheint das Bild dadurch sogar weniger detailreich, als man es von einem guten HD-Transfer erwarten würde. Die Helligkeit musste ich bei Dolby Vision ebenfalls etwas anheben, da der Modus meiner Erfahrung nach häufig zu einem insgesamt dunkleren Bildeindruck führt.

Deutlich überzeugender ist die Tonspur. Dolby Atmos sorgt insbesondere bei Windgeräuschen und verschiedenen Umgebungs- und Effektgeräuschen für eine sehr schöne räumliche Darstellung. Leider wird die vertikale Ebene insgesamt viel zu selten wirklich spektakulär genutzt. Umso bemerkenswerter ist der Unterschied beim Score: Hier ist deutlich wahrnehmbar, wie sich der Klangraum durch Atmos nach oben öffnet und dadurch eine zusätzliche räumliche Tiefe erhält.

Auch schauspielerisch gibt es wenig auszusetzen. Scott Adams, Robert De Niro, Michelle Monaghan, Hamish Linklater und Michael Keaton liefern gewohnt starke Leistungen ab und verleihen ihren Figuren die notwendige Glaubwürdigkeit. Gerade das Schauspiel trägt dazu bei, dass der Film trotz einiger Schwächen über weite Strecken interessant bleibt.

Die Handlung selbst ist grundsätzlich gut erzählt und nachvollziehbar aufgebaut. Allerdings verschenkt der Film meiner Meinung nach einiges an seinem vorhandenen Potenzial. Gerade bei einem Stoff, der sich für Mystery und Thriller anbietet, hätte ich mir deutlich mehr mysteriöse Hinweise, rätselhafte Andeutungen und eine stärkere Atmosphäre gewünscht. Eine gezieltere musikalische Untermalung hätte dabei enorm helfen können. An vielen Stellen fehlt eine Musik, die Spannung aufbaut, etwas Unheilvolles ankündigt oder den Zuschauer bewusst im Ungewissen lässt.

Überhaupt bleibt die Inszenierung für meinen Geschmack zu nüchtern und steril. Einige Ereignisse hätten wesentlich gruseliger und atmosphärischer umgesetzt werden können. Der Film hätte durchaus die Möglichkeit gehabt, während bestimmter Szenen mehr Unbehagen und Bedrohlichkeit zu erzeugen. Stattdessen werden viele Situationen relativ sachlich präsentiert. Dadurch entsteht zwar ein sauber erzählter Thriller, aber nur selten die intensive Atmosphäre eines wirklich hochkarätigen Mystery-Thrillers.

Hinzu kommt, dass mir einige Elemente aus anderen Filmen bekannt vorkommen. Bestimmte Motive und Ansätze erinnern beispielsweise an „Das Schweigen der Lämmer“ oder „The Black Phone“. Das ist grundsätzlich nicht problematisch, da bekannte Genre-Elemente durchaus neu interpretiert werden können. Hier hatte ich jedoch gelegentlich den Eindruck, dass der Film daraus nicht genügend eigene Akzente entwickelt.

Positiv aufgefallen ist mir wiederum die Filmmusik, insbesondere zu Beginn und am Ende. Sie besitzt einen sehr markanten Charakter und erinnert in ihrer Klangwirkung deutlich an Koyaanisqatsi. Das verleiht dem Film an diesen Stellen eine besondere Atmosphäre und bleibt im Gedächtnis.

Fazit

Unterm Strich ist der Film für mich ein guter, sehenswert erzählter Thriller mit hervorragenden Darstellern und einer überzeugenden Dolby-Atmos-Tonspur. Gleichzeitig bleibt jedoch der Eindruck, dass hier wesentlich mehr möglich gewesen wäre.

Vor allem bei Atmosphäre, Spannung und Mystery verschenkt der Film meiner Meinung nach viel Potenzial. Mehr rätselhafte Hinweise, eine gezieltere und intensivere Musikuntermalung sowie eine teilweise deutlich unheimlichere Inszenierung hätten aus einem guten Film möglicherweise einen wirklich herausragenden Thriller machen können.

Meine Wertung: 7/10
Karsten N.
Karsten N.

1 Follower 78 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 29. August 2026
"Der Kinderflüsterer" erzählt eine fesselnde Geschichte über die Sünden von Vätern und ihr Versagen, ihre Söhne zu schützen, aber es wird keine bleibenden Auswirkungen haben, außer dass es der nächste Krimi ist, der bei Netflix zu sehen ist. Ein Film, dessen Kern ein Serienmörder von Kleinkindern ist, der eine gruselige akustische Signatur hinterlässt, um Ermittler und Angehörige weiter zu schockieren. Er hat alle Zutaten, die es für den Massenkonsum geeignet machen, ohne viel vom Zuschauer zu verlangen. Da alles gekaut, vorverdaut und bequem erklärt wird, bietet der Film für den Betrachter nur eine solide durchschnittliche Unterhaltung, die leider keinen besonderen großen Wert hat.
Brodie1979 ..
Brodie1979 ..

170 Follower 647 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 28. August 2026
Die 90er Jahre möchten ihren Film zurück: abgesehen von der Nutzung der Smartphones könnte dieser Film exakt in den Psychothrillern der 90er Jahre aufgezählt werden. Es gibt einen fiesen Psychopathen, Ermittlungsarbeit und nebenbei wird ein Vater/Sohn Konflikt aufgearbeitet. Der Film verlässt zu keinem Zeitpunkt die ausgelatschten Pfade, liefert aber auf bekanntem Wege gute Unterhaltung. Obendrein werden die banalen Rollen mit Robert DeNiro, Adam Scott, Michelle Monaghan und Michael Keaton prominent besetzt.



Fazit: Thrillerblaupause ohne eigene Ideen, aber solidem Abarbeiten funktionierender Punkte
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