María Ángeles (Carmen Maura), 79 Jahre alt, lebt seit Jahrzehnten im spanischen Viertel von Tanger. Ihre Wohnung in der Calle Málaga, gefüllt mit Erinnerungen, Blumen und alten Möbelstücken, ist für sie weit mehr als ein Zuhause. Vom Balkon aus verfolgt sie das geschäftige Leben der Straßen, in denen Vergangenheit und Gegenwart ineinanderfließen. Als ihre Tochter Clara (Marta Etura) jedoch den Entschluss fasst, die Wohnung zu verkaufen, steht María Ángeles vor einer entscheidenden Veränderung. Ein Umzug in ein Seniorenheim kommt für sie nicht infrage. Mit Einfallsreichtum und unbeirrbarem Willen setzt sie alles daran, ihre vier Wände zu bewahren. Unerwartet eröffnet dieser Widerstand neue Begegnungen, weckt Lebensfreude und bringt eine Liebe zurück, die längst verloren schien.
Irgendwann, so sagt die 79-jährige Maria Angeles (Carmen Maura) einmal, komme der Punkt, an dem man seine Kinder einfach nicht mehr versteht. Das sei völlig unabhängig davon, ob man ihnen eine gute Mutter gewesen sei. Dass Maria Angeles ihrer Tochter Clara (Marta Etura) eine recht schöne Kindheit bereitet hat, daran lässt Maryam Touzanis Film „Calle Málaga – Ein Zuhause in Tanger“ eigentlich kaum einen Zweifel aufkommen. Und doch ist es jetzt zu dieser Situation gekommen: Clara, die inzwischen in Madrid lebt und schon lang nicht mehr zu Besuch war im heimischen Tanger in Marokko, sitzt da und eröffnet ihrer Mutter, dass sie ihr Haus zu verkaufen beabsichtigt. Fragen muss sie dafür nicht, denn der verstorbene Vater hinterließ ihr das Haus als Alleinerbin … … sicherlich, ohne über eine solche Konstellation jemals überhaupt nur nachgedacht zu haben, da ist sich Maria sicher. Und doch sieht
“Calle Málaga - Ein Zuhause in Tanger" hat eine Altersfreigabe ab 12 Jahren bekommen. Das bedeutet, dass nur Personen, die mindestens 12 Jahre alt sind, diesen Film im Kino sehen dürfen. Kinder, die zwischen 6 und 11 Jahre alt sind, dürfen laut FSK den Film allerdings auch im Kino sehen, wenn sie in Begleitung einer sorgeberechtigten Person oder eines Vormunds sind.
Marokkos Oscarhoffnung
Regisseurin Maryam Touzani ist die absolute Hoffnungsträgerin ihres Heimatlandes Marokko bei den Oscars. Ihr dritter Spielfilm „Calle Málaga - Ein Zuhause in Tanger“ ist auch bereits ihre dritte Teilnahme als Vertreterin Marokkos für den Besten internationalen Film bei den Oscars. Bis dato wartet das nordafrikanische Land aber noch auf die erste Oscar-Nominierung, zuletzt scheiterte Touzani mit „Das Blau des Kaftans“ (2022) knapp und schied in de
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Über 55 Jahre vor der Kamera
In der Rolle der in Marokko lebenden Rentnerin Maria Angeles ist mit Carmen Maura eine Legende des spanischen Kinos in „Calle Málaga - Ein Zuhause in Tanger“ zu sehen: Ihr erster Credit als Schauspielerin stammt aus dem Jahre 1969 und später erlangte Maura vor allem als häufig in Filmen von Pedro Almodóvar auftretende Darstellerin auch international Bekanntheit durch Klassiker der spanischen Kinos wie „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ (1
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