Undertone
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Michael Schraml
Michael Schraml

34 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 6. September 2026
Netflix—————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————
Horridus
Horridus

1 Follower 231 Kritiken User folgen

1,5
Veröffentlicht am 2. September 2026
Undertone – viel Atmosphäre, aber zu wenig Substanz

Undertone nimmt sich viel Zeit. Sehr viel Zeit. Erst nach rund 20 Minuten kommt überhaupt spürbar Bewegung in die Handlung. Zwar steigert sich die Spannung im weiteren Verlauf kontinuierlich, doch der Film bleibt über weite Strecken ein ausgesprochen langsamer Slow-Burn-Horror.

Das ist zunächst durchaus interessant. Die Kameraführung, lange Einstellungen und die gezielte Konzentration auf dunkle Räume und scheinbar belanglose Bildbereiche erzeugen immer wieder das Gefühl, dass gleich etwas passieren könnte. Genau dieses permanente Warten funktioniert stellenweise erstaunlich gut und sorgt für eine unterschwellige Anspannung.

Das eigentliche Konzept des Films ist jedoch schnell durchschaut: Geräusch – Andeutung – Geräusch – vielleicht eine übernatürliche Präsenz – erneute Andeutung – wieder ein Geräusch. Dieses Prinzip wird immer wieder variiert, ohne dass daraus über längere Zeit wirklich neue Erkenntnisse entstehen. Die Atmosphäre wächst, die Handlung dagegen nur sehr langsam.

Und genau hier liegt für mich die größte Schwäche von Undertone. Der Film möchte seine Geschichte bewusst nicht vollständig erklären und setzt stark auf die Vorstellungskraft des Zuschauers. Das kann im Horror hervorragend funktionieren. Hier bleibt mir jedoch zu wenig Substanz übrig. Die Geschichte rund um die Tonaufnahmen, die dämonische Präsenz und die persönlichen Konflikte der Hauptfigur wirkt zunehmend wie ein Mittel zum Zweck, um die nächste unheimliche Geräuschkulisse zu erzeugen.

Dadurch entsteht bei mir nicht das Gefühl eines besonders tiefgründigen oder verstörenden Horrors, sondern irgendwann eher das Gefühl, auf den nächsten Effekt zu warten.

Die große Stärke: der Ton

Wenn Undertone etwas wirklich beherrscht, dann ist es Sounddesign.

Die ist hervorragend. Geräusche kommen präzise aus unterschiedlichen Richtungen und werden gezielt eingesetzt. Gerade Geräusche von hinten oder von der Seite erzeugen immer wieder Momente, in denen man unwillkürlich aufhorcht und sich fragt, ob gerade tatsächlich etwas im Raum passiert ist.

Das funktioniert über eine gute Surround-Anlage besonders überzeugend. Der Film nutzt den Raumklang nicht einfach dazu, Geräusche spektakulär zu verteilen, sondern macht die Richtung des Tons selbst zu einem Bestandteil des Horrors. Auch die bewusste Verwendung von Stille und scheinbar alltäglichen Umgebungsgeräuschen trägt dazu bei. Das Sounddesign ist deshalb für mich eindeutig das stärkste Element des Films – und letztlich auch das, was ihn überhaupt von vielen anderen atmosphärischen Horrorfilmen abhebt. Auch andere Kritiken sehen gerade die Tonspur als zentrale Stärke von Undertone.

Bildqualität

Auch optisch macht Undertone einen guten Eindruck. Das Bild ist sauber und atmosphärisch, gerade die dunkleren Szenen profitieren von einer gelungenen Lichtgestaltung.

Von einem echten 4K-Referenzbild ist der Film allerdings weit entfernt. Die vorhandene Auflösung wird nicht in einer Weise ausgereizt, die mich permanent an 4K denken lässt. Für einen Film, der stark von dunklen Innenräumen und Schatten lebt, wäre gerade hier mehr Detailzeichnung wünschenswert gewesen.

Fazit

Undertone ist für mich kein schlechter Horrorfilm, aber auch kein besonders beeindruckender.

Die Inszenierung ist handwerklich interessant, die Kameraführung erzeugt Spannung und das Sounddesign ist wirklich stark. Gerade mit einer guten Surround-Anlage kann der Film akustisch einiges ausrichten.

Das Problem ist für mich jedoch die Geschichte. Der Film verlangt sehr viel Geduld und setzt über weite Strecken auf immer neue Geräusche und Andeutungen, ohne daraus genügend erzählerische Substanz zu entwickeln. Die Spannung entsteht dadurch weniger aus dem tatsächlichen Geschehen als aus der Erwartung, dass endlich etwas passieren wird.

Mein Eindruck: technisch und akustisch interessant, atmosphärisch durchaus gelungen, erzählerisch aber zu dünn und insgesamt zu langatmig.

Das Beste an Undertone sind für mich letztlich nicht der Dämon, die Geschichte oder die Auflösung – sondern die Geräusche, die aus dem Dunkel plötzlich genau dort zu kommen scheinen, wo man sie am wenigsten erwartet.
Alinasaaaoswo
Alinasaaaoswo

1 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 17. August 2026
Guter Horrorfilm aufjedenfall gruselig, nicht zu viel Storyline und auch mal was anderes mit dem Podcast.
Fipsinger
Fipsinger

7 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 10. August 2026
Toll was hier mit Licht und Ton in einem Zimmer für Stimmung erzeugt wird. Langsam erzählt aber nie langweilig.
Casey 08
Casey 08

14 Follower 1.166 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 10. August 2026
Der Film hatte Anfang des Jahres einen kleinen Hype aber das nur in Amerika, denn auf dem Papier klingt es gut und das Studio A24 hat eh ein paar spezielle Filme auf Lager, so wie dieser. Der Film setzt auf seine Atmosphäre, Geräusche und viel auf das Kopfkino. Die Kamera ist auch richtig gut. Grund ist, die Hauptfigur ist nicht mittig auf dem Bild, sie ist rechts oder links vom Bild und die Kamera filmt so halb über sie drüber, sodass dort immer was swin kann. Das ist zwar spannend und kann gruselig sein aber dort ist halt fast nie was, was an sich schlecht aber acuh irgendwie gut ist. Denn Jumpscares sind hier nicht drin was ja im Grunde gut ist, denn Jumpscares sind heutzutage echt lahm und vorhersehar aberaber anstatt Jumpscares macht der Film einfach nichts. Er filmt dort hin wo was sein kann aber es ist nie was da und dann ist man schon in der nächsten Szene. Die letzten 10 Minuten sind zwar echt gut aber das Ende ist total schlecht und das Schauspiel ist auch nicht das beste. Aber das was im Podcast ist, ist wirklich gut und gruselig auch wenn man, da die Handlung so simpel ist, alles extrem lang zieht damit man auf eine vernünftige Laufzeit kommt.

Insgesamt ist es ein mittelmäßiger Film der überraschend wenig zu bieten hat aber der eine tolle Atmosphäre und viel Grusel auf Lager hat.
Lemmiblog
Lemmiblog

3 Follower 485 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 29. Juli 2026
GELUNGENE CREEPYPASTA

Evy und Justin betreiben einen Podcast über Schauergeschichten. Als Justin eine mysteriöse Mail mit 10 Audiologs erhält, beschließen die beiden, diese für ihre nächste Folge zu verwenden. Doch mit jedem abgespielten Log wirds unheimlicher. Gleichzeitig geschehen bei Evy, die zu Hause ihre kranke Mutter pflegt, plötzlich merkwürdige Dinge. Alles nur Zufall, der Alkohol oder steckt doch etwas mehr dahinter?

Underton geht ca. 95 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Wir haben hier einen Slow Burner Horror, der fast ausschließlich über seine Atmosphäre funktioniert und genau deshalb mich voll abgeholt. Am Ende ist das wahrscheinlich wieder so ein Film, den außer mir kaum jemand feiert, weil er exakt das liefert, was ich mich trifft.
Eine bedrückende Stimmung, ein fast leeres Haus, in dem klischeehaft irgendwo ein Licht angeht, und eine Geschichte, die weniger vom Zeigen als vom Zuhören lebt. Über weite Strecken sieht man Evy zu, wie sie sich nachts um 3 Uhr gemeinsam mit ihrem Kumpel diese Aufnahmen anhört, vor deren Wiedergabe sogar gewarnt wird.
Das Besondere ist dabei die Inszenierung. Während Evy einfach nur zuhört, bewegt sich die Kamera mal nach links oder rechts, verweilt in dunklen Ecken oder zeigt Bereiche des Hauses, in denen... eigentlich gar nichts passiert und genau das macht den Film so effektiv. Irgendwann wartet man auf den Jumpscare, der nicht kommt. Stattdessen fängt das eigene Gehirn an, in jeder Ecke Gestalten zu erkennen.
Die beiden größten Schwächen sind allerdings die Laufzeit und das Finale. Trotz der kurzen Laufzeit zieht es sich, weil die 10 Audiologs über drei Tage verteilt werden. Das Ende verpasst uns dann Blair Witch Project Vibes. Muss man mögen.
Unterm Strich bleibt ein kleiner, aber gelungener Horrorfilm, der weniger auf billige Schockeffekte als auf Atmosphäre setzt. Wer permanente Jumpscares oder Action erwartet, dürfte enttäuscht werden.

7/10 Punkten. Der Film beweist mal wieder, dass die schlimmsten Monster manchmal nicht im Bild zu sehen sind, sondern im eigenen Kopf entstehen.
AlKapone
AlKapone

1 Kritiken User folgen

1,0
Veröffentlicht am 19. Juli 2026
Der Film ist sehr langweilig. ewtl die letzten paar min halbwegs gute szenen. 1/10 Punkten. Zeitverschwendung
Das_Horn
Das_Horn

41 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 18. Juli 2026
Solider neuer Horrorfilm von A24 der auf Atmosphäre statt Jumpscares setzt. Ist definitiv nicht für jeden was da dieser Film größtenteils ohne viel Gewusel läuft. Man kann es sich als ein Podcast nur in gruselig vorstellen.
ZeBroa
ZeBroa

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4,0
Veröffentlicht am 13. Juli 2026
Wilder Ritt durch eine Stunde vierunddreißig!
Danny
Danny

139 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 11. Juli 2026
UNDERTONE Kritik Review (2026):
Die Moderatorin eines Podcasts, der sich mit unheimlichen Phänomenen befasst, zieht in das Haus ihrer sterbenden Mutter, um deren Pflege zu übernehmen. Kurz darauf erhält ihre Sendung eine Reihe von Tonaufnahmen eines jungen, schwangeren Paares, das von rätselhaften Geräuschen und paranormalen Ereignissen berichtet. Mit jeder neuen Aufnahme erkennt sie zunehmend Parallelen zwischen der geschilderten Situation und ihrem eigenen Leben. Die Überschneidungen wirken zunehmend verstörend und nagen an ihrer Wahrnehmung, bis sie sich unaufhaltsam in eine Entwicklung verstrickt, der sie sich nicht mehr entziehen kann. „Undertone“ überzeugt vor allem mit seiner ruhigen, düsteren Atmosphäre und einem konstanten Gefühl von Unbehagen. Der Film setzt eher auf subtile Spannung als auf große Schockmomente und versucht, seine Geschichte langsam aufzubauen.
Gerade diese zurückhaltende Erzählweise funktioniert nicht immer. Manche Szenen wirken etwas zu langgezogen und die Handlung verliert zwischendurch an Dynamik. Trotzdem gibt es einige starke Momente, die zeigen, welches Potenzial in der Idee steckt.
Visuell ist der Film gelungen und schafft es immer wieder, eine bedrückende Stimmung zu erzeugen. Insgesamt fehlt aber der letzte Funke, um wirklich nachhaltig in Erinnerung zu bleiben.
Fazit: Ein atmosphärischer Thriller mit guten Ansätzen, der jedoch nur teilweise überzeugen kann.
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐☆☆☆☆☆
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