Amanda Lear wurde in den 1970er Jahren als „weiße Königin des Disco“ bekannt, April Ashley galt in Großbritannien als Wegbereiterin für Transgender-Rechte. Regisseur Zackary Drucker verknüpft ihre Biografien und folgt dabei vor allem Ashleys Erinnerungen. Die beiden begegneten sich Ende der 1950er Jahre im Pariser Kabarett Le Carrousel, wo sie als Showgirls auftraten – Lear unter dem Namen Peki d’Oslo. Während Ashley später öffentlich für ihre Identität einstand, entschied sich Lear nach ihrer Geschlechtsangleichung für einen radikalen Neuanfang und brach mit ihrer Vergangenheit. Ashley hingegen wurde durch ein Gerichtsverfahren zwangsgeoutet und sah sich über Jahre gesellschaftlicher Ausgrenzung ausgesetzt. Drucker zeichnet ihre Geschichten nach und stellt Fragen nach Sichtbarkeit, Selbstbestimmung und Erinnerung.
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