Polizei
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Erich Fischer
Erich Fischer

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1,5
Veröffentlicht am 30. November 2025
Wir begleiten hier eine unsympathische, meist angefressen dreinschauende, vor Selbstmitleid zerfließende Dumpfbacke, einen Schulabbrecher, der alle, die es gut mit ihm meinen - seine nachsichtige Freundin, seine netten geschiedenen Eltern, seine bemühte Anwältin, seinen verständnisvollen Chef, seinen freundlichen Nachbarn - mürrisch bis frech und aggressiv behandelt und bei schlechter Laune auch vor sinnloser Sachbeschädigung nicht zurückschreckt. Der verzogene Jüngling hängt gerne mit asozialen, herumlungernden Typen ab, sein "bester Freund", der ihn dann prompt in Stich lässt, ist . ein jugendlicher Dealer. Am Rande einer gewalttätigen 1. Mai-Demo hat der unreife Bengel (sowas darf in Tu-felix-Austria ab 16 wählen!) nicht etwa politisch teilgenommen, sondern sich bei einer "Party" nebenan erinnerungslos gesoffen und dann einen eigentlich zwecks Inschachhalten der randalierenden Demonstranten auftauchenden Polizisten mit einem vollen Bierbecher beworfen und dafür zunächst eine etwas raue Festnahme und zwei Jahre später (???) eine zugegebenermaßen übertriebene Anzeige kassiert. Seine Behandlung war aus Gutmenschensicht natürlich empörend, die Polizei sollte sich doch gefälligst alles gefallen lassen. Und die einschränkenden Covid 19-Maßnahmen werden irgendwann auch als an seinem Leid schuld erwähnt, obwohl im ganzen Film keine einzige Person jemals eine FFP2-Maske trägt. Tja, "das System" ist eben böse und gemein zu hirnlosen, hedonistischen Jugendlichen.
Nicht, dass ich nicht auch schon ab und zu einen über den Durst getrunken hätte, aber ich habe dabei niemanden, schon gar nicht einen Polizisten, attackiert. Dieser Film ist ein weinerliches Machwerk und ich mag nun einmal keine Idioten.
Ich wurde übrigens im Zusammenhang mit der Coronakrise auch schon von zwei boshaften Schreibtisch-Polizistinnen jahrelang unberechtigt schikaniert (der Polizist vor Ort und die nette Polizeiamtsärztin reagierten auf meine Argumente hingegen verständnisvoll), sodass ich zuletzt erst vor einem objektiven Verwaltungsgericht Recht bekam - aber die Mehrheit der Polizisten ist OK, so eine generalisierende Hetze wie in diesem Film und anderen gegen "die Bullen", die für unsere Sicherheit Leib und Leben einsetzen müssen (oder zumindest sollten), ist Schwachsinn.
Rob T.
Rob T.

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4,0
Veröffentlicht am 29. November 2025
Plötzlich hat er diesen Brief bekommen. Von Gericht - eine Anklageschrift. es geht um "schweren Landfriedensbruch" und um "Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte".
Anton (Levy Rico Arcos) ist entsetzt. Denn er weiß nicht, worum es da genau geht. Erst mit Blick in die Prozessakten erfährt er: Es geht um den 1. Mai vor zwei Jahren. Er soll am Rand einer der Maidemos gewalttätig geworden sein.
Er streitet das ab. Gewalt? Kann er sich nicht vorstellen. Er weiß, dass er dort war, aber nicht dass er einen Polizisten angegriffen haben soll.
Dabei läuft sein Leben gerade recht gut. Er macht eine Ausbildung zum Koch, lebt in einer Gartensiedlung und hat eine Freundin.
Seine Anwältin Sabine Langweg (Luise Helm) ermuntert ihn, Zeigen zu suchen - und an die Orte zu gehen, wo es passiert sein soll. Vielleicht erinnert er sich?

Die Polizei hat immer recht, und die sind auch immer die Guten. Für viele ist das ein unumstößliches Gesetz. Es ist aber auch so, dass, wenn es zu unrechtmäßigen Taten durch Polizisten kommt, dies gern mal vertuscht wird, dass dann zig Zeugenaussagen auftauchen, die die Tat abstreiten oder decken sollen.
Buket Alakus erzählt in seinem Film "Polizei" - in der ARD-Mediathek - von einem Jugendlichen, der sicherlich nicht alles richtig gemacht hat. Der aber scheinbar in eine Falle getappt ist. Und er steht dem ganzen Vorgang scheinbar machtlos gegenüber. Denn handeln kann nur er. Nur er kann versuchen, zu beweisen, dass die polizeilichen Vorwürfe gegen ihn so nicht stimmen.
So zeigt dieser Film die Ohnmacht eines Jugendlichen gegenüber der Staatsmacht - aber eben auch einen Jungen, der die Ohnmacht überwindet und das Geschehen in die Hand nimmt.
"Polizei" macht nachdenklich, aber zeigt auch, dass man nicht allein dasteht.
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