Mitten in der Nacht wird die 16-jährige Amanda (Emilie Neumeister) verletzt und sichtlich verstört im Zentrum Dresdens entdeckt. In ihrer Hand hält sie ein blutverschmiertes Skalpell, während sie wiederholt behauptet, ihr Vater sei hinter ihr her. Im Kommissariat wendet sie sich an Kommissarin Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) und schildert, in einem Keller groß geworden zu sein, in dem Hungerstrafen und eine dort verbliebene Schwester ihren Alltag bestimmten. Ihr Verhalten wirkt unberechenbar, weshalb Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel (Martin Brambach) und die Psychologin der Jugendanstalt Zweifel äußern. Trotz eines Angriffs durch Amanda hält Leonie Winkler an ihrem Eindruck fest, dass das Mädchen die Wahrheit sagt. Eine genaue Ortsbeschreibung kann Amanda jedoch nicht liefern; Eindrücke der Stadt verwirren sie zunehmend, und mehrere Verletzungen deuten auf einen Selbsttötungsversuch hin. Untersuchungen ergeben, dass sich auf dem Skalpell Blut von Familienmitgliedern befinden muss. Durch einen DNA-Abgleich wird schließlich ihr Vater identifiziert, der jedoch jede Verbindung zu ihr abstreitet. Während die Ermittler nach der Mutter suchen, beginnen Amandas Erinnerungsfetzen – Geräusche, Gerüche, kleine Beobachtungen – die Spur in Richtung eines anonymen Wohnblocks zu lenken. Als in dessen Nähe eine Ärztin erstochen aufgefunden wird, rückt Amanda plötzlich als mögliche Täterin in den Mittelpunkt.