Barbara Hammer (1939-2019) gehörte zu den ersten Regisseur*innen, die eine queere Perspektive in die Filmgeschichte einbrachten. Die lesbische Filmemacherin prägte mit Werken wie Dyketactics (1974) und Nitrate Kisses (1992) die Szene und lebte Selbstbewusstsein und Lebenslust vor in einer Zeit, in der patriarchale Rollenbilder und starre Vorstellungen einer braven, strikt heteronormativen Sexualität die Gesellschaft bestimmten und Andersfühlende bestraft wurden. Anhand von bisher unveröffentlichtem Archivmaterial, Barbaras Erzählstimme und Einblicken in ihr Leben mit Partnerin Florrie Burke zeichnet der Film das Werk und die Lebensgeschichte einer mutigen, einfühlsamen Pionierin eines emanzipierten Kinos nach.