Aus Archivaufnahmen, die zwischen 1970 und 1973 in der Sowjetunion entstanden sind, entsteht ein filmisches Porträt eines Vielvölkerstaates im Wandel. Die Bilder führen durch unterschiedliche Regionen der UdSSR und richten den Blick auf das Zusammenleben ihrer zahlreichen Bevölkerungsgruppen. Dabei treten die kolonialen Machtstrukturen innerhalb des sowjetischen Systems ebenso zutage wie die Formen des alltäglichen Widerstands und der Selbstbehauptung der Menschen. Aus historischem Filmmaterial entwickelt sich so ein Blick auf die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse jener Zeit.