Der Fluss Aksay dient Kristina Mikhailova als Leitmotiv, um in die bewegten Leben junger kasachischer Frauen hineinzuhorchen. Vor dem Hintergrund einer weitgehend konservativen Gesellschaft sprechen die Frauen über Sexualität, Emanzipation und einengende patriarchale Strukturen. Es geht um alltäglichen Sexismus, sexuelle Übergriffe, toxische Männlichkeit und auch der aufsehenerregende öffentliche Prozess gegen einen Ex-Wirtschaftsminister, der seine Ehefrau Saltanat Nukenova brutal ermordete, wird thematisiert. Aber es geht auch um Hoffnungen und Träume und die Möglichkeiten der (sexuellen) Selbstverwirklichung, die mit feministischer Solidarität und auf politischen Demonstrationen verteidigt werden. Ein Wandel hin zu Toleranz und Selbstbestimmung erscheint möglich, solange der Strom in die richtige Richtung fließt.