Leyla begleitet Suna als stille Vertraute auf einer Fahrt durch die Landschaft ihrer anatolischen Heimat. Mit ihrem rötlich-weißen Fell und ruhigen Bewegungen fügt sich die Katze selbstverständlich in Sunas Reise ein, die sie im Mietwagen zur Hochzeit ihres Neffen führt. Der Weg endet an einem tiefen Kratersee, an dem sich einst ein tragisches Ereignis zutrug: Der Tod der Schwester blieb ungeklärt, zurück blieb lediglich ein einzelner Schuh. Aus der Rückkehr wird für Suna eine Aufgabe, die sich zunehmend zuspitzt. Während sie die Tage im Dorf verbringt, sucht sie nach Leyla ebenso wie nach Gesprächspartnern, die bereit sind, über Vergangenes zu sprechen. Doch sowohl der Bruder und seine Frau als auch viele andere Dorfbewohner halten an einem beharrlichen Schweigen fest, das nicht nur den Tod der Schwester umgibt.
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