Ohne die konstante Präsenz ihrer Eltern wächst Flavia auf und organisiert ihren Alltag weitgehend selbst. Die Mutter arbeitet als Pflegerin in Italien, der Vater ist auf Baustellen unterwegs, wodurch Verantwortung früh auf sie übergeht. Ihre Unabhängigkeit zeigt sich in einer direkten, teils rauen Art, die sie auch im Umgang mit Luca an den Tag legt, zu dem sich eine spürbare Annäherung entwickelt. Auch er lebt mit wenig elterlicher Unterstützung, da seine Eltern abwesend sind und die fragile Großmutter kaum Halt geben kann. So übernimmt Luca zunehmend die Rolle eines Erziehers für seine jüngere Schwester Tina. Als diese eines Tages zwei weitere Kinder mit nach Hause bringt, entstehen neue Konstellationen. Schrittweise lösen sich emotionale Abwehrhaltungen, während sich eine selbstgewählte Gemeinschaft formiert, die von Freiheit, gegenseitiger Fürsorge und komplexen Beziehungen geprägt ist.