Durchwachsener Abschluss der Trilogie mit teils furchtbar gealterten Witzen!
Die ersten beiden Teile von „Die nackte Kanone“ von David Zucker prägten das Parodie-Genre ganz neu. Während Teil 1 jedoch nicht ganz so gut gealtert ist, war Teil 2 deutlich kreativer und unterhaltsamer in seinen Witzen. 1994, drei Jahre nach Teil 2, erschien dann der dritte und finale Teil der Reihe: „Die nackte Kanone 33 1/3“. Ein wilder Titel und ein ebenso wilder Film, der die Trilogie groß und actionreich abschloss. Als Kind liebte ich die drei Filme, besonders den dritten Teil, doch mittlerweile betrachte ich das alles etwas anders. Während sich die erste Fortsetzung wirklich gut gehalten hat, ist Teil 3 doch überraschend unangenehm an manchen Stellen. Dabei hat der Film eine wunderbare Energie und viele tolle Momente, leidet aber an veralteten und diskriminierenden Witzen…
Frank Drebin ist im Ruhestand. Doch der gealterte Polizist vermisst seine Knarre und trauert den guten alten Tagen hinterher. Auch mit seiner Frau Jane läuft es nicht mehr gut. Doch als seine alten Kollegen von ihm verlangen sich für einen gefährlichen Fall ins Gefängnis einschleusen zu lassen, wittert Frank den Duft der Freiheit…
Eigentlich macht Teil 3 vieles richtig: Die Figuren werden (so gut es in dem Genre geht) weiter entwickelt und die Witze erreichen ein neues Level an Absurdität und Energie. Der Film ist voll von Stunts und visuellen Gags. Viele davon sind großartig, wie etwa, wenn wir ins Gefängnis wechseln und die Insassen fröhlich auf dem Klettergerüst herumturnen, während Frank darüber Monologe hält, wie gefährlich diese Männer doch sind. Auch die sprachlichen Gags sind toll (im Deutschen wieder wunderbar umgesetzt durch die Synchronregie von Arne Elsholtz), ebenso wie der Cast, der sichtlich viel Spaß an dem Ganzen hat. Leslie Nielsen sticht natürlich wieder hervor, aber auch Priscilla Presley als Jane hat sich zu einer wirklich tollen und witzigen Figur entwickelt.
Doch das Problem mit dem Film sind die vielen Jokes auf Kosten von Minderheiten. Egal ob rassistische, sexistische, homophobe oder transphobe Witze, alles ist dabei. Viele werden sicherlich sagen: „Es ist eine Komödie, mach dir nicht so viele Gedanken.“ oder „Da wird man doch drüber lachen dürfen!“. Aber im Jahre 2025 funktioniert das einfach nicht mehr. Comedy muss nicht auf dem Rücken der Schwächeren stattfinden, selbst Teil 2 ist ein guter Beweis dafür. Hier jedoch sind einige der Witze sogar noch geschmackloser als im ersten Teil, so als wollte man um jeden Preis alles toppen und schockieren. Vielleicht liegt es daran, dass David Zucker selbst nicht mehr Regie führte, sondern nur als Produzent dabei war. Die Regie übernahm Peter Segal, übrigens sein Regiedebüt…
Immerhin überzeugt der Score von Ira Newborn, denn der ist sogar noch etwas besser als Teil 2. Die Musik der Reihe ist mittlerweile für mich einer der besten Aspekte der Trilogie und besonders das Hauptthema ist ein Ohrwurm.
Fazit: Für viele ist „Die nackte Kanone 33 1/3“ sicherlich ein Klassiker der Parodie-Filme, für mich aber ein teils enttäuschender Abschluss mit einigen wirklich starken Gags. Man merkt dem Film jedoch an, in welche Richtung sich das Genre die nächsten Jahre und Jahrzehnte entwickeln sollte. Für mich bleibt Teil 2 der beste Film dieser durchwachsenen Trilogie!