Home of the Brave
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3,1
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2,5
Veröffentlicht am 10. Juni 2026
Der Ansatz des Films ist gar nicht schlecht, es geht nicht um den Krieg als solches, auch gibt es hierzu keine politische Message, „Home oft the Brave“ beschäftigt sich viel mehr mit den Menschen, und damit, was der Krieg aus ihnen macht. Dazu verfolgen wir die Schicksale von vier USA-Soldaten, die alle auf eine andere Art und unterschiedlich schwer traumatisiert aus ihrem Irak-Einsatz zurückkehren. Dazu fällt als allererstes (unnagenehm) auf, wie maximal konstruiert das Alles ist: Nicht nur endet der Kriegseinsatz der vier nahezu zeitgleich, sondern sie leben alle auch zufällig in der gleichen Stadt und – was für eine Überraschung! – laufen sich dort zufällig über den Weg. Naja, kann man mal so machen, wär mir jetzt vielleicht auch nicht so direkt aufgefallen, wenn mich der Film . durch spannende oder dramatische Handlung, tolle Schauspieler oder interessante Dialoge davon abgehalten hätte, über solche Dinge nachzudenken.

Aber der Film bietet mir halt von all dem so gar nichts an, stattdessen langweilt er mich mit stereotypen Kriegsveteranen-Klischees, billigen Dialogen und wenig glaubhaften Alltagsproblemen dieser vier Menschen. Die eine hat nur noch eine Hand und hat zumindest eine vordergründig erkennbare und nachvollziehbare Traumatisierung. Der nächste hat einen Kumpel verloren, naja, jetzt auch nicht gerade ein besonders origineller Kriegsfilm-Topos. Ein Arzt hat Probleme, schlimme Bilder von verletzten Soldaten wieder loszuwerden und der vierte hat eine Zivilistin erschossen. Interessanterweise ist es eben jener Soldat, der ein wirkliches Kriegsverbrechen begangen hat (für das er übrigens nicht vor Gericht gestellt wurde!), der von den Vier am heftigsten durchdreht. Naja, wir wollen mal nicht zu streng urteilen, denn die Art des Traumas ist ja bekanntlich kein Anhaltspunkt für die Schwere einer Traumatisierung bzw. dem Ausmaß der damit verbundenen Beeinträchtigung.

Vielleicht haben diese vier Menschen hier tatsächlich so alle ihr Päckchen zu tragen, das sie aus dem Kriegseinsatz mitgebracht haben, aber unterm Strich ist „Home of the Brave“ doch nur ein Sammelsurium an uralten, maximal abgegrabbelten und schon zu oft gesehenen Kriegstrauma-Tropes, maximal uninteressant und langweilig präsentiert, ohne dass der Thematik zu irgendeinem Zeitpunkt irgendetwas Neues hinzugefügt wird. Und wenn sich dann Vanessa und Tommy in einer superpeinlichen Szene noch über ihre verordneten Medikamente austauschen und ein Wettstreit darüber ausbricht, wer das heftigere Medikament beim Namen nennen kann, dann haut’s bei mir (nicht nur aus fachlicher Sicht!) endgültig die letzte Feder raus. Denn hier wird ja wirklich alles durcheinandergeworfen: Antidepressiva, Antipsychotika, Schlafmittel, Schmerzmittel, Beruhigungsmittel, scheiß egal, Psychopharmaka sind doch eh alle gleich, oder was soll der Quatsch? (Für den interessierten Laien, hier die, die ich spontan rausgehört habe: Risperdal, Zoloft, Ambien, Vicodin, Prcocet, Valium)

FAZIT: Gut gemeint, schlecht ausgeführt. Nach einem furiosen Anfang, wirft uns der Film recht schnell zurück den Alltag von vier Kriegsveteranen, die sich mehr oder minder gut durch selbigen schlagen. Die Themen, die dann verhandelt werden sind maximal unoriginell und so uralt, dass wir sie aus zahllosen anderen Filmen schon zu genüge kennen. Zudem wird kaum ein Klischee ausgelassen, die Inszenierung ist dröge und langweilig. Aus ganz vielen Gründen ein Film, den man nicht gesehen haben muss.
ToKn
ToKn

2.006 Follower 964 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 8. Februar 2017
Eins vorneweg, handwerklich ist der Film auf alle Fälle sehenswert. Auch schauspielerisch gibt es nicht viel zu meckern. Allen voran Samuel L. Jackson, Brian Presley und Jessica Biel, die hier durchaus glaubhaft überzeugen. Aber was will uns der Film sagen? Das Kriege Scheiße sind oder das man sich hinterher vielleicht mehr um die, in welchem Zustand auch immer zurückkehrenden Soldaten kümmern müsste? So gut und wichtig solche tiefergehenden Kriegsfilme auch sind, sie sind und bleiben Teil einer riesigen Propagandamaschinerie von „Uncle Sam“. Der Film stellt (wie viele andere auch) nur die amerikanische Sicht der Dinge dar und dabei fehlt mal wieder der erhobene Zeigefinger gegen die eigentlichen Ursachen. Der Krieg (hier der Irak-Krieg) wird von vorne rein als notwendige Tatsache dargestellt. Frei nach dem Motto: „Schaut euch an, was dieser Krieg für uns Amerikaner bedeutet.“ Leider vergisst das auch Regisseur Irwin Winkler deutlicher anzusprechen (vielleicht durfte er auch nicht mehr ansprechen). Ein T-Shirt mit der Aufschrift „Buck Fush“ als Synonym für „Fuck Bush“ reicht da nicht aus. Selbst Donald Trump hat ja am 17.01.2017 den Irak-Krieg als größten Fehler in der amerikanischen Geschichte bezeichnet und die zahlreichen „Youtube-Videos“ über heimkehrende Söhne, Töchter, Väter, Mütter und Geschwister, die im Irak gekämpft haben, belegen, dass das amerikanische Volk da nicht anders denkt. Man wird in „Home oft he Brave“ mal wieder automatisch in die Ecke gedrängt, nicht in allererster Linie den Krieg zu verurteilen, sondern (verständlicher Weise) Mitleid mit denen zu haben, die es ausbaden mussten. Es drängt sich mal wieder die Botschaft auf: „nicht die Sesselpuper im Pentagon sind schuld, sondern der Krieg ist schuld“. Das ist natürlich fadenscheinig und falsch. Wer traut sich denn schon, einen Soldaten den Respekt zu verweigern, weil er von seinem Land in einen Krieg geschickt wurde der nicht berechtigt ist. Womit wir dann mal wieder bei der Frage wären: „Wann ist ein Krieg berechtigt?“ Schade für den Film ist auch, dass natürlich ein dunkelhäutiger Irak-Rückkehrer (Curtis“50Cent“ Jackson) Amok läuft und erschossen wird, womit auch dieses Klischee bedient wird. Fazit: auf alle Fälle sehenswert, wenn man den Film als Film betrachtet. Ideologisch muss man allerdings Abzüge machen. (Muss hier mal ausdrücklich die Filmstarts-Kritik von Rene Schumacher loben.)
Alex08011988
Alex08011988

6 Follower 31 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 19. September 2012
Ein sehr guter Film über das Leben nach Einsätzen im Krieg
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 12. März 2010
"Home Of The Brave" ist ein insgesamt solides Irakkriegs-Drama geworden, das sowohl seine Stärken als auch seine Schwächen hat. Die Story selbst ist sehr interessant und arbeitet das Thema der psychischen Nachwirkungen des Irakkrieges auf. Dabei trägt Regisseur Irwin Winkler ab und an aber etwas zu dick auf und so wirken manche Dialoge und Szenen recht aufgesetzt. Dagegen kann Winkler mit anderen Momenten wieder punkten, beispielsweise in dem Therapiegespräch eines der Akteure. Schauspielerisch ist der Film auf durchschnittlichem Niveau, zwar kann Samuel L. Jackson in seiner souveränen Art und Weise durchaus überzeugen, aber 50 Cent und auch Jessica Biel liefern leider nur Durchschnittsleistungen ab.

Alles in allem ist "Home Of The Brave" ein zeitweise recht ordentliches Kriegsdrama geworden, das trotz seiner offensichtlichen Schwächen seine starken Momente hat. Zwar bei weitem kein großartiger Film, ist "Home Of The Brave" für einen verregneten DVD-Abend durchaus eine Überlegung wert.
freestyler95
freestyler95

29 Follower 140 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 12. März 2010
Home of the Brave gibt den Zuschauern einen guten Blick auf die Zeit nach dem Krieg. Der Film fängt an mit einer Kriegsszene, wo man denkt, "schon wieder so ein baller-Kriegsfilm", bis sich herrausstellt das dies die einzige Kriegs-Sequenz des ganzen Filmes ist. In jedem Fall sehenswert.

"Home of the Brave war besser als ich gedacht hätte.

Empfehlenswert.



7/10!
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 18. März 2010
Mein Mann war im Iraq 2003 für 17 Monate und nun zum zweiten Mal unfreiwillig seit 2 Monaten bis noch Ende 2008. Dieser Film ist ein Lehrmittel für alle Aussenstehenden. Ich kann mich selber, als Army Wife, in dieem Film sehen und erkenne meinen Mann und desen Kameraden wieder insbesondere nach Ihrer Heimkehr. Wenn ich all die Kritiken lese kann ich nur sagen, das nur Diejenigen es wirklich verstehen die es durchlebt haben und es wieder werden. Bisher das Beste Aufgebot an einer amerikanischen Produktion über den Iraq, den ich gesehen habe!!!
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