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BrodiesFilmkritiken
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3,0
Veröffentlicht am 1. September 2017
Wein reift wenn man ihn lange weglegt, bei Filmen klappt das aber nu bedingt: dieses düstere Cop-Drama lag zwei Jahre auf Halde bevor man es rauskramte und ins Kino brachte. An der Besetzung kanns eigentlich nicht gelegen haben, immerhin trumpft der Film mit Colin Farrell, Edward Norton und Jon Voigt in den Hauptrollen auf. Aber wie so oft ist eine Bombenbesetzung kein Garant für einen Bombenfilm – in diesem Falle aber auch nicht für einen schlechten. Der Film ist ein bewußt tristes, düsteres und mit Absicht schlechte Laune verbreitendes Copdrama in dem es keine Helden gibt – alle sind zwar Polizisten, aber irgendwie doch kriminal, heimtücksich, drehen krumme Dinger und glauben mehr oder weniger über dem Gesetz zu stehen. Dementsprechend verheddern sie sich alle selbst in ihrem Lügengebilde und fallen – bis hin zum unvermeidlichen Ende. Action gibt’s dabei kaum, alles verläuft in eher ruhigen Bahnen und es wird nur hin und wieder mal geballert. Dem Film fehlen komplett die Schauwerte die einen großen Blockbuster ausmachen, aber wer einen kleinen, nüchternen Thriller möchte tut hier einen guten Griff.
Fazit: Spannender und sehr trockener Thriller, fernab von Kitsch, aber ebensofern von Ironie
Während der Film in einzelnen Actionszenen durchaus Spannung erzeugt, erweist sich das Drehbuch ungeachtet der auf komplex getrimmten Entwicklungen als ein unzusammenhängendes Flickwerk, in welchem jede Storywendung lediglich der Illustration der zugegebenermaßen oft eindimensionalen Figuren dient. Auch Colin Farrells Charakter sich in einer Zwickmühle befinden mag und auch wenn Nortons Cop ein beeindruckend aufrichtiger Mensch ist, sind dies nicht mehr als gut gemeinte, am Reißbrett entworfene Verkörperungen von Genreklischees. Schon von der ersten Szene des Football-Spiels stößt die gewollte Working-Class-Atmosphäre, die unmotiviert ziellose Draufhalterei der Kamera auf. ''Pride and Glory'' ist ein recht zahmer Streifen, der seine an der Oberfläche liegenden Konflikte nur der Koketterie halber auswalzt und mittels lautem Soundtrack, Action und Schnitt etwa Spannung zu erzeugen versucht. Dennoch zeigt ''Pride and Glory'' ungeachtet seiner Fixierung aufs Optische eine geradezu schülerhafte Fixierung auf die Dialoge, woraus sich eine nicht enden wollende Plapperei ergibt, in der jeder Charakter ständig mit den anderen über das Vorgefallene reden muss.
Endlich mal wieder ein richtig guter Film mit Edward Norton in einer der Hauptrollen. Die Geschichte ist sehr verworren, es geht um Korruption in einem Polizeirevier. Gleichzeitig wird dem Aspekt Zusammenhalt in der Polizistenfamilie, der viele der Charaktere angehören, große Aufmerksamkeit geschenkt. 8/10
Hab den Film gestern gesehen und bin echt enttäuscht, es war nämlich richtig langweilig. Fast die ganze Zeit. Hat man alles schon mal irgendwie gesehen... Die Schauspieler waren gut, keine Frage, aber ich war schon nach einer halben Stunde geistig nicht mehr ganz beim Film. Schade eigentlich.
Wieder mal ein Film, bei dem man das gefühl hat, dass man alles schonmal irgendwo gesehen hat. Hat mich jetzt nicht wirklich überzeugt. Der Film hat in meinen Augen aber eine sehr gute Besetzung und Schauspielerisch gibts auch nix einzuwenden. Stellenweise auch etwas langweilig. Eher ein durchschnittlicher Film...
Ich habe den Film als BluRay-Schnäppchen gesehen und fand die Inhaltsangabe auf der Hülle so ansprechend, dass der Film mir ein Kauf wert war. Und es hat sich in der Tat gelohnt.
Der Film nutzt zwar die bekannten Motive von Polizeifilmen wie Korruption und Drogendelikte, überzeugt aber durch Spannung und seine Darsteller. Die wirklich fesselnde Story lässt allerdings ein paar Fragen offen. Es ist aber rundum ein gelungener Thriller und Anhänger des Genres sollten sich nicht zu Schade sein ihn sich anzusehen.
ich nehms vorweg:der film ist lahm.und das auf allen ebenen.die story wirkt unausgegoren,die charaktere besitzen keinerlei tiefgang.zudem hapert es auch mit der logik und dem verständnis spannung aufzubauen.die "aktion" mit dem reporter war mehr als überflüssig und diente offensichtlich nur dazu,die geschichte künstlich am leben zu halten.oder die situation mit dem schnapsladen kurz vor schluss.wie lächerlich ist das denn ?? aber sowas völlig aus dem kontext gerissen und mehr als überflüssig.
naja,allein der konfuse und undurchsichtige einstieg in den film erweist sich ala ägerliches hindernis sympathien (in jedlicher hinsicht) entwickeln zu können.keiner weiss im grunde um was es geht,warum die cops korrupt sind und überhaupt.die film wirkt wie ne (ganz schlechte !!!) kopie einer folge der grandiosen copserie "The Shield". mann steigt mittendrinn ein und weiss im grunde garnet so recht um was es eigentlich geht.und das ganze auch noch 2std lang.den streifen können nichtmal die topstars aus dem acker ziehen.die,mit verlaub gesagt,mehr als hölzern agieren und wahrscheinlich nur ihre studioverträge erfüllen.direkt auf DVD wäre besser gewesen.glaubt es mir. 4/10
Der Film ist durchaus sehenswert, aber leider nicht frei von Ungereimtheiten und Macken. Die Charaktere handeln in den ersten zweit Dritteln zu „over the top“. Das letzte Drittel ist deutlich stärker und lässt den Film in einem weit aus besserem Licht dastehen. Die Szenen sind viel intensiver und endlich bekommt man die immensen schauspielerischen Fähigkeiten zu sehen. Collin Ferrell als der „Bad Cop“ steigert sich nach „The New World“ und „Brügge sehen…und Sterben?“ wieder. Edward Norton hat schon immer gezeigt, dass er ein ausgezeichneter Schauspieler ist, aber an erster Stelle steht für mich Jon Voight, der wie so oft als alter Cop und Familienoberhaupt zeigen kann was in ihm steckt.
Trotz großartiger Schauspielerleistungen kommen einem die Szenen im mittleren Teil übertrieben vor: Ray (Edward Norton) tritt nach nur einem kurzen Gespräch mit seinem Vater (Jon Voight), wieder den polizeilichen Dienst an usw.
Außerdem will der Film an manchen Stellen einfach zu viel sein. Charaktere werden mitten im Film eingeführt und nach kürzester Zeit wieder fallen gelassen (Reporter) und andere werden nur so beiläufig erwähnt, dass man drüber nachdenkt ob sie überhaupt notwendig sind (Rays Ex-Frau). Auch die todkranke Frau von Francis (Noah Emmerich) kommt in der zweiten Hälfte so gut wie gar nicht vor und verliert für mich damit die Bedeutung. Das könnte man sicherlich geschickter lösen.
Aber im Großen und Ganzen ist der Film sehr unterhaltsam und langweilt eigentlich nie. Wenn man noch nicht genug von „korrupte Polizei-Filmen“ hat sollte man sich diesen auf jeden Fall auch mal reinziehen.