Billy Elliot – I Will Dance
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Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

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4,5
Veröffentlicht am 20. Juli 2026
„I don't want a childhood. I want to be a ballet dancer.“

Selten hat ein Film klassische Geschlechterrollen so wundervoll aufgebrochen, wie „Billy Elliot“. Schon als junger Mann hat mich dieses Werk tief berührt und dass obwohl ich nach wie vor kein großes Interesse an Ballett habe. In 2026 (26 Jahre nach dem Release des Films) hat die Story um den kleinen Billy nach wie vor Relevanz und zeigt wie gefährlich konservatives Denken sein kann. „Billy Elliot“ war das Regiedebüt von Stephen Daldry („Der Vorleser“) und erntete drei Oscarnominierungen, sowie unzählige andere Preise. Und das vollkommen verdient. Kaum ein Film vermittelte eine wichtigere Botschaft im frischen Jahrtausend als „Billy Elliot“!

1984, irgendwo im Norden von Großbritannien: Der junge Billy Elliot geht regelmäßig zum Boxen, findet aber kein Interesse daran. Als jedoch eines Tages die Ballettklasse von Mrs. Wilkinson in der selben Sporthalle übt, entdeckt Billy eine neue Leidenschaft…

Aus heutiger Sicht, ist die Grundlage für den Film sicher nicht neu und etwas kitschig. Die Story vom unbekannten Supertalent, welches seine künstlerische Ader findet und groß hinaus will kennen wir alle zu Genüge. Doch „Billy Elliot“ ist so viel mehr als eine typisches Coming-of-Age-Werk. Regisseur Daldry zeigt auf wundervolle Art und Weise die verbitterte und festgeschnürte Gesellschaft der 80er Jahre in England, die von brutaler, harter männlicher Gewalt dominiert wird. Viele Männer können ihre Gefühle nur über Wut und Zorn zum Ausdruck bringen. Das Paradebeispiel sind Billys Vater und großer Bruder: Sie streiken, schreien und kennen außer dem rohen Umgang kaum etwas anderes und haben nie den kleinen Ort verlassen, in dem sie leben. Und inmitten dieser männlichen Gewalt möchte ein kleiner Junge Ballett tanzen. Doch Billy ist kein unschuldiger Junge: Er verfällt ebenfalls in Muster von Gewalt, beleidigt andere für Dinge, die er selber tut und ist oftmals sehr stolz. Man sieht wunderbar, wie seine Familie ihn geprägt hat. Doch trotzdem ist da dieses Verlangen sich frei und rhythmisch bewegen zu können. Und „Billy Elliot“ erzählt diese Geschichte mit viel Respekt für alle Figuren. Während Billy seine Macken hat, haben auch sein Vater und sein Bruder eine klar menschliche und verletzliche Seite. Zudem verliert sich der Film nicht in dem einfachen Klischee des sturen Vaters, der seinem Kind den großen Wunsch verweigert. Besonders das letzte Drittel der Geschichte hat eine unfassbar positive und lebensbejahende Atmosphäre, die ich wirklich liebe.

Im Gegensatz zur wirklich toxischen Männlichkeit, steht die weibliche Seite der Kleinstadt, die jedoch bewusst klein gehalten wird. Da ist die demente Oma von Billy, die eher wie ein Haustier gehalten wird und Mrs. Wilkinson, die sich versucht gegen ignorante Männer durchzusetzen, muss immer wieder einstecken, obwohl sie die Einzige ist, die Billys Talent erkennt und fördert. Und Billys Freund Michael zeigt seine „feminine“ Seite nur heimlich und nur gegenüber seinem Freund.

Über all dem steht aber auch eine sehr energetische und zugleich sensible Inszenierung, die mit sowohl tragischen Momenten als auch sehr humorvollen Schlagabtäuschen begeistern kann. Ebenfalls klasse ist der Cast mit einer wundervollen Julie Walters und einem charmanten Jamie Bell als Billy in seiner ersten Filmrolle!

Auch optisch besticht der Film durch einen starken Schnitt (John Wilson) und einer aufregenden Kameraarbeit (Brian Tufano). Abgerundet wird das Ganze durch einen sehr stimmigen Soundtrack, der besonders durch die starke Auswahl der zeitgenössischen Rocksongs von T. Rex eine mitreißende Energie hat.

Fazit: Filme wie „Billy Elliot“ sind nach wie vor selten und nach wie vor extrem wichtig. Sie zeigen, dass Geschlechterrollen nicht nur hinderlich, sondern auch gefährlich sein können. Sie schränken uns ein und zwängen uns in Rollen, die wir nicht spielen wollen. Ein wundervolles, herzerwärmendes, witziges und zugleich inspirierendes Werk!
Maddin
Maddin

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5,0
Veröffentlicht am 11. Juni 2026
Billy Elliot – I Will Dance ist ein berührendes und inspirierendes Drama, das mit viel Herz, Humor und Menschlichkeit erzählt wird. Regisseur Stephen Daldry gelingt ein Film über Mut, Selbstverwirklichung und das Überwinden gesellschaftlicher Erwartungen, der bis heute nichts von seiner Wirkung verloren hat.

Die Geschichte spielt im Nordosten Englands während des Bergarbeiterstreiks der 1980er-Jahre. Der elfjährige Billy Elliot, gespielt von Jamie Bell, soll eigentlich Boxen lernen. Doch statt sich für den Boxsport zu begeistern, entdeckt er seine Leidenschaft für das Ballett. Gegen die Vorurteile seines Umfelds, die finanziellen Sorgen seiner Familie und die traditionellen Rollenbilder seiner Heimat kämpft Billy darum, seinen eigenen Weg zu gehen.

Jamie Bell liefert in seiner ersten Filmrolle eine außergewöhnliche Leistung ab. Er verkörpert Billy mit einer Mischung aus Verletzlichkeit, Entschlossenheit und Lebensfreude, die den Zuschauer sofort für die Figur einnimmt. Seine Tanzszenen sind voller Energie und Ausdruckskraft und vermitteln glaubwürdig, wie wichtig das Tanzen für Billy ist.

Der Film überzeugt jedoch nicht nur durch seine Hauptfigur. Auch die Nebenrollen sind hervorragend besetzt. Besonders Julie Walters als strenge, aber engagierte Tanzlehrerin Mrs. Wilkinson sorgt für viele emotionale Höhepunkte. Ebenso gelingt es dem Film, die schwierige soziale Situation der Bergarbeiterfamilien glaubwürdig darzustellen.

Trotz ernster Themen bleibt Billy Elliot stets warmherzig und hoffnungsvoll. Der Film behandelt Vorurteile und gesellschaftliche Zwänge, ohne belehrend zu wirken. Stattdessen erzählt er eine universelle Geschichte über den Mut, seinen Träumen zu folgen – unabhängig davon, was andere davon halten.

Auch der Soundtrack und die Atmosphäre der 1980er-Jahre tragen viel zum Charme des Films bei. Die Verbindung von persönlicher Geschichte und gesellschaftlichem Hintergrund verleiht dem Werk zusätzliche Tiefe.

Fazit:
Billy Elliot – I Will Dance ist ein bewegendes, inspirierendes und hervorragend gespieltes Drama über Selbstfindung, Familie und die Kraft der eigenen Leidenschaft. Ein emotionaler Film, der zum Lachen, Nachdenken und Mitfiebern einlädt und völlig zu Recht als moderner Klassiker gilt.
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Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 21. Juni 2020
DIESER FIL IST SO GAY,DASS ICH LIEBER AN DEN FUß VON MEIN COUSIN LECKE ALS DIESEN GAYLORD ZU SEHEN.................
Kino:
Anonymer User
1,0
Veröffentlicht am 16. Oktober 2019
Ist schwul wie sam
Ssnsnsunusnusnusnsubzsbhsbhbshbsgvszvszbszvsgvsgvsgvsgstvstvtgstgstvszgszbszsbzsbhsnusnusnusnsunusnsunsunsunsunsunsuns
Sam ist Schwul
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 16. Oktober 2019
Dieser Fillm ist Gay und gefällt mir nicht
Nigggggggggggggggggggggggggggggggggggggeeeeeeeeeeeeeeeeeeerrrrrrrrrrr
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.859 Follower 5.069 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 3. Januar 2018
Wieder einmal die Briten – und wieder einmal kriegen sie es hin. Eine kleine, intime Geschichte eines starken Jungen, der sich nicht klein kriegen lässt und sich nach oben an sein Ziel durchboxt, allen Widerständen zum trotz – klar, eine altbekannte Geschichte, aber überaus glaubhaft und ernsthaft vermittelt und obendrein in äußerst glaubhafter Umgebung einzufangen. Ích war nie in Sheffield um die Zeit von 1984, aber so wie der Film das Umfeld (das Elend) und die Begleitumstände schildert, in denen der kleine Bily aufwächst, wirkt es ungemein glaubhaft (und deckt sich auch mit all dem Zeug, das ich im Englisch-LK darüber hören mußte). Abgesehen von Julie Walters ist zwar kein allgemein bekanntes Gesicht dabei (Jamie Bell wurde erst hier langsam populär), aber das macht nichts, es wirkt alles absolut glaubwürdig und echt – und gerade deshalb wird der Film auch so schön, wenn sich unter diesen harten Begleitumständen für den kleinen liebenswerten Billy ein Traum erfüllt!Fazit: Süße Geschichte in hartem Umfeld – voller Gefühl, Tragik und leisem Humor!
Cursha
Cursha

7.501 Follower 1.067 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 12. Juni 2015
Der Film bietet einen großartigen Jamie Bell, Julie Walters und fantastische Musik. Aber ansonst bleibt der Film leider er weniger im Gedächtnis verankert.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 12. August 2012
sehr guter film, endlich mal kein hollywood-pathos, sehr authentische und erfrischende charaktere, klasse darstellungen, kann ich uneingeschränkt empfehlen
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 16. Juni 2011
Der Film hat mir gut gefallen. Auch, wenn der Ausgang der Geschichte irgendwie voraussehbar war und die Szenen sehr zurückhaltend gemacht sind, fand ich ihn gut, da er gut gespielt und ebenso solide gemacht ist.
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