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Balticderu
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1,5
Veröffentlicht am 23. Februar 2023
Was für ein extremes Gegenteil. Teil 1 ist Kult und legendär. Dieser Teil ist einfach nur schlecht und kaum lustig. Hier ist absolut nichts vom ersten Teil übergeblieben . Definitiv nicht empfehlenswert.
Der Film erzählt im Gegensatz zum ersten Werner-Teil eine durchgehende Geschichte, welche aber weder besonders interessant noch witzig ist. Handwerklich ordentlich gemacht, aber verglichen mit dem genialen ersten Teil eine große Enttäuschung.
Das muss kesseln in den Ohren, das muss drücken im Gesicht...! Endlich komplett als Zeichentrick!
Werner und sein Bruder Andi verlieren ein Duell gegen "Nobel Schröder" und nebenbei geht es noch um eine Frau & ein Schwein! Ich mag den Kolbenfresser bzw. Kompressor von Nobel Schröder's Bentley!
Werner und Andi bauen sich ein Monster aus einem alten Flugzeugmotor zusammen - den Metülsator ! Das Rennen selber am Ende ist das Highlight - Zeitreise inkl. !
Im Nebenstrang braucht Röhrich dringend Aufträge und versucht Günzelsen abzufüllen, geht natürlich schief !
Garniert mit einem selbst gemachten, rockigen Soundtrack kesselt der Film ordentlich ! Ich mag den Teil! 落
Werner – Das muss kesseln wirkt wie ein aufgedrehter Schraubenschlüssel, der fröhlich durchs norddeutsche Lebensgefühl pflügt. Der Film feuert seinen Humor wie eine Birne, die zu lange im Stromkreis hing: flackernd, schräg und mit liebevoller Selbstironie. Man spürt in jeder Szene, dass hier niemand versucht, feingeistige Kinokost zu servieren. Stattdessen gibt es knatternde Mopeds, überzogene Figuren und Dialoge, die sich anfühlen wie ein Kneipengespräch, das zu laut geraten ist.
Die Animationsabschnitte tragen den unverkennbaren Brösel-Stempel. Sie sind rau im Strich, aber mit viel Herz gezeichnet, als hätte jemand seine besten Ideen auf Bierdeckeln gesammelt und dann direkt auf die Leinwand gespült. Die Realfilmteile wiederum tanzen irgendwo zwischen Slapstick und Provinzrockoper. Nicht alles sitzt, doch das Stolpern gehört hier zum Stil.
Höhepunkt bleibt der Wettkampf zwischen Werner und Holgi, ein Duell wie aus einer Welt, in der Benzin Geruch von Abenteuer ist. Dieser Abschnitt besitzt einen wunderbaren Sog: anarchisch, laut, aber niemals boshaft. Fast schon eine kleine Ode an die Kunst des Unperfekten.
Warum keine vollen fünf Sterne? Ab und zu dreht der Film seine eigene Spaßschraube zu weit, sodass der Witz kurz ins Leere läuft oder sich wiederholt. Trotzdem bleibt das Gesamtpaket ein Stimmungsturbo, der selbst verregnete Abende in norddeutliches Grinsen hüllt.
Fazit: Ein rauhgestricktes Kultstück, das nicht gefallen will, sondern Gas gibt. Sterne, weil es einfach herrlich knattert.