Das Gasthaus an der Themse
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Maddin
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5,0
Veröffentlicht am 19. August 2026
Das Gasthaus an der Themse gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Filmen der klassischen Edgar-Wallace-Reihe. Regisseur Alfred Vohrer gelingt eine hervorragende Mischung aus Kriminalfilm, Mystery, Spannung und schwarzem Humor. Mit seiner düsteren Atmosphäre, dem geheimnisvollen „Hai“ und zahlreichen unvergesslichen Figuren bietet der Film genau das, was man sich von einem klassischen Wallace-Krimi wünscht.

Im Mittelpunkt steht eine Reihe mysteriöser Verbrechen, die Scotland Yard vor ein Rätsel stellt. Immer wieder taucht ein geheimnisvoller Mann auf, der seine Opfer mit einem Messer bedroht und eine auffällige Narbe im Gesicht trägt. Schnell wird klar, dass hinter den Verbrechen eine größere Organisation steckt. Die Ermittlungen führen schließlich in das titelgebende Gasthaus an der Themse, wo sich zahlreiche zwielichtige Gestalten treffen.

Die Geschichte ist spannend aufgebaut und hält den Zuschauer lange im Ungewissen. Immer wieder werden neue Verdächtige präsentiert und falsche Fährten gelegt. Besonders interessant ist die Frage, wer tatsächlich hinter dem geheimnisvollen „Hai“ steckt und welche Personen zu seiner Organisation gehören.

Ein großer Pluspunkt ist die Besetzung. Joachim Fuchsberger überzeugt als Inspektor Harry Wagger mit seiner gewohnt souveränen und sympathischen Darstellung. Brigitte Grothum sorgt als Leila Smith für eine sympathische weibliche Hauptfigur. Besonders hervorzuheben ist jedoch Eddi Arent, der mit seinem trockenen Humor zahlreiche Szenen auflockert.

Für den nötigen Gruselfaktor sorgt Klaus Kinski, dessen markante Präsenz hervorragend in die düstere Wallace-Welt passt. Auch die übrigen Nebenfiguren sind wunderbar zwielichtig und machen es dem Zuschauer schwer, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden.

Ein besonderes Highlight ist die Atmosphäre. Das Gasthaus, die Themse, dunkle Straßen und neblige Schauplätze verleihen dem Film ein wunderbar düsteres London-Flair. Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen und die unheimliche Musik verstärken den Eindruck zusätzlich. Gerade die Szenen rund um das Gasthaus besitzen einen ganz eigenen Charme.

Typisch für die Wallace-Reihe wird die Spannung immer wieder durch humorvolle Momente unterbrochen. Der Film nimmt sich selbst nicht zu ernst und schafft dadurch eine gelungene Balance zwischen Krimi und Unterhaltung. Gleichzeitig gibt es einige durchaus unheimliche und makabre Szenen, sodass auch die Freunde des Wallace-Grusels auf ihre Kosten kommen.

Aus heutiger Sicht wirkt die Inszenierung natürlich etwas altmodisch. Einige Dialoge sind sehr theatralisch und manche Wendungen lassen sich mit etwas Erfahrung im Wallace-Universum bereits erahnen. Trotzdem hat der Film kaum an Unterhaltungswert verloren. Gerade seine klassische Machart macht einen großen Teil seines Reizes aus.

Fazit:
Das Gasthaus an der Themse ist ein herausragender Edgar-Wallace-Klassiker und für mich einer der besten Filme der gesamten Reihe. Die spannende Kriminalgeschichte, das geheimnisvolle Gasthaus, die düstere Atmosphäre, die starke Besetzung und die gelungene Mischung aus Grusel und Humor machen den Film zu einem echten Klassiker.

Wer die Edgar-Wallace-Filme liebt, sollte an diesem Film definitiv nicht vorbeigehen. Der „Hai“ wartet bereits an der Themse!
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