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Zach Braff
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3,5
Veröffentlicht am 11. Februar 2014
Die guten Schauspieler, sowie das ernste Thema, welches intensiv und emotional umgesetzt wird, machen "Ein einziger Augenblick" zu einem guten Drama über den Verlust eines Kindes und der Suche nach Gerechtigkeit.
Mir hat der Film ganz gut gefallen. Die Schauspieler sind ziemlich gut und setzen die Story in meinen Augen sehr gut um. Der Film hat mich stellenweise echt gepackt. Kann nur jeden mal empfehlen, sich den Film mal anzuschauen. Ich fand ihn trotz mini-kleinen Schwächen ziemlich gut.
Einbruch auf der Zielgerade und das ist gerade hier ausgesprochen schade: bis kurz vor Schluß ist dies ein echt grandioser Film. Ein schmerzliches und sehr bewegendes Drama über Schuld, Trauer und Leid, die Chronik über die scheußlichen Folgen eines unschönen Unfalles. Mit grandiosen Akteuren wie Mark Ruffalo, Jennifer Connelly, Joaquin Phoenix und Mira Sorvino und einer rabiaten, „ungeschliffenen“ und unsentimentalen Sichtweise auf die Ereignisse weiß man selber nicht ob man Haß oder Mitgefühl für den armen Mark Ruffalo empfinden soll und wie weit das Verständnis für Joaquin Phoenix auf seinem verzweifelten Rachefeldzug geht. Allerdings ist das alles arg kontruiert weil eben Täter und Suchender sich laufend begegnen und laufend aufeinandertreffen ohne zu ahnen wer der jeweils andere ist – und das kann logischerweise nicht gut gehen. Das mündet in ein bitteres, schweißtreibendes Herzschlagfinale, nur leider strauchelt der Film am Ende und läßt den Zuschauer mit einem überaus unbefriedigendem Abschluß zurück. Echt schade – aber das macht den Film kaum weniger empfehlenswert!
Fazit: Grausames Drama über einen Unfall und die Leiden der betroffenen mit krasses Psycho-Thriller Finale!
"Ein einziger Augenblick" - In diesem Film werden Dwight, ein nach außen hin unglücklicher Mann, der mit seiner Ex-Frau um das Sorgerecht für seinen Sohn kämpft, und Ethan, dessen Sohn bei einem Autounfall verursacht durch Dwight umkommt, welcher folgend Fahrerflucht begeht, beleuchtet.
Dwight ist sich im klaren darüber, dass er seinen Sohn nie wieder sieht, sofern er sich stellen würde.
Ethan fühlt sich von der Justiz im Stich gelassen, die den Täter (Dwight) immer noch nicht gefunden hat.
Etwas verbindet diese beiden Menschen, beide haben bei dem Unfall etwas verloren, beide lieben ihren Sohn. Diese "Verbindung" kommt im Film deutlich zu Tage, in einigen Sequenzen werden Dwight und Ethan nacheinander gezeigt, wie sie dasselbe tun. Dem Zuschauer wird klar, dass beide leiden. Dass beide nicht mehr wissen, wie es weiter geht. Dass dieser Augenblick ihrer beider Leben verändert hat.
Die Inszenierung fällt gut aus, wobei ich nicht mit Filmstarts.De übereinstimme, dass sie exzellent war. Man muss zugeben, dass die Rollen der sich verändernden Persönlichkeiten nicht leicht zu spielen sind, ich hätte sie mir gerade aber wegen dieser hochkarätigen Schauspieler besser vorgestellt.
Im Film "Ein einziger Augenblick" spielt der Zufall eine der Hauptrollen.
Er verursacht, dass Dwight den Sohn von Ethan versehentlich anfährt, er verursacht es, dass Dwight sich gerade zum Handlungszeitpunkt in einem Sorgerechtsstreit um seinen Sohn mit seiner geschiedenen Frau befindet, er verursacht es, dass eben seine Ex-Frau die Musiklehrerin von Ethans Kindern ist, er verursacht es, dass just Dwight von Ethan als Anwalt engagiert wird.
Leider wirkt der Film durch diese ganzen Zufälle etwas konstruiert, Hollywood eben.
Dass ganze zwei Leben in einer so alltäglichen Situation zerstört werden können, und dass alles innerhalb von einem Augenblick, kommt durch diese ganzen "Zufälle" leider nicht wirklich zur Geltung.
"Ein einziger Augenblick" kann unterhalten, der Film bleibt aber weit hinter seinen Möglichkeiten, wie ich finde.
An einigen Stellen kommt die Story zum Erliegen: Wer keine Dramen mag und sich nicht mit ihnen befassen möchte, sollte sich diesen Film um seines eigen Willen nicht anschauen.
... reicht manchmal aus um mehrere Leben zu zerstören. Der Tod eines Kindes, ist wohl das schlimmste Schicksal, das Eltern zu erleiden haben. Derart glaubhaft dargestellt von Joaquin Phoenix, Jennifer Connolly und Mark Ruffalo, dass einem der bleischwere Stoff einigermaßen zusetzt. Leider wird das schwache Finale dem Anspruch des restlichen Films in keiner Form gerecht, sonst wäre auch eine höhere Wertung möglich gewesen.
Was für ein Brett! Es ist schon eine Weile her, seit mich ein Film so tief emotional berührt hat wie dieser hier! „Ein einziger Augenblick“ ist ein Film, der anhand einer schrecklichen Tragödie eine hochdramatische Geschichte über Schuld, Trauer, Verantwortung und auch über Vergebung erzählt. Die Geschichte liest sich natürlich auf dem Papier als extrem unwahrscheinliche, sehr arg konstruierte Hollywood-Geschichte (Ethan engagiert ausgerechnet Dwights Kanzlei für die rechtliche Vertretung!), da muss man aber drüber hinwegsehen, denn diese Konstruktion dient alleine als Vehikel um die beiden Protagonisten, Mark Ruffalo und Joaquin Phoenix in Stellung zu bringen.
Joaquin Phoenix, der definitiv einer der größten Schauspieler unserer Zeit ist (ja, ich bin Fanboy!), spielt Ethan als einen seelisch zerstörten Mann, dessen Schmerz und Verbitterung ihn nach und nach von seiner Familie entfremdet. Er ist wie besessen auf der Suche nach Gerechtigkeit (oder Rache!) und vergisst darüber die ganze Welt um ihn herum, incl. seiner Frau und seiner Tochter. Phoenix spielt hier so intensiv und eindringlich, dass man seinen Schmerz und seine Wut fast körperlich spüren kann, es tut weh, ihm auf seinem Weg in den Abgrund zuzuschauen. Ihm gegenüber steht Mark Ruffalo, der hier ebenfalls ein ganz großes Ausrufezeichen setzt und einmal mehr beweist, dass er mehr als nur der Hulk sein kann! Sein Dwight wird zerfressen von Schuldgefühlen und der gleichzeitigen Unfähigkeit, Verantwortung für seine Tat zu übernehmen. Aus Liebe zu seinem Sohn und aus Angst, ihn zu verlieren (es gibt ein nervenaufreibendes Gerangel mit seiner Ex-Frau) schiebt er die Entscheidung, sich zu stellen ständig vor sich hin und bewegt sich dadurch ebenfalls immer weiter auf den Abgrund zu.
Das Finale ist dann vielleicht nicht ganz so konsequent, wie man sich das gewünscht hätte, trifft aber genau deswegen nochmal so richtig heftig. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was würde ich tun, wenn ich auf diese Weise mein Kind verloren hätte? Wie würde ich reagieren? Würde ich auf die Polizeiarbeit vertrauen? Was würde ich dem Täter wüschen? Gefängnis? Den Tod? Was Schlimmeres? Das sind nur einige der Fragen, die der Film aufwirft und auf die er auch keine endgültigen Antworten liefert.
FAZIT: „Ein einziger Augenblick“ ist kein schöner Film. Er ist schwer und lastet wie ein tonnenschweres Gewicht auf der Brust, er ist wuchtig, brutal und schmerzhaft. Allerdings gibt es hier Schauspielkunst auf allerhöchstem Niveau zu sehen. Ganz im Zentrum stehen die unfassbaren Performances von sowohl Joaquin Phoenix als auch von Mark Ruffalo, sowie zwei Oscar-Preisträgerinnen (Jennifer Connelly und Mira Sorvino), die sich aber zugunsten der Männer deutlich zurückhalten. Mich hat der Film emotional schwer berührt und noch tagelang beschäftigt. Unbedingt anschauen!!!