Der Hobbit: Eine unerwartete Reise
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Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 19. Dezember 2012
Ich kann mich einigen Vorrednern nur anschließen und möchte daher Redundanz vermeiden. Daher nur kurz ein paar Stichpunkte: bin selber sehr kritisch, fand den Film trotzdem gut bzw. sehr gut; eigenständiger Film und Vergleich mit HdR finde ich persönlich nicht angebracht; hat mich an unsere Rollenspielrunde erinnert; Positiv, hatte das Buch gelesen aber bereits wieder vergessen und damit weniger Probleme mit Abweichungen gehabt; Landschaft genial und Kino-würdig. Zeit von ca 2,5 Stunden? verging wie im Flug - Pause dazwischen hat eher gestört. Langatmigkeit - vielleicht ja - aber angebracht um in die Welt einzutauchen und vielleicht sich zum HdR abzugrenzen - auf jeden nicht langweilig oder störend! Eher Charaktereinführung?

Wesentlich Besser als Dark Knight Rises (der wirklich etwas langatmig und zuweilen langweilig war) - hat vier,5 Sterne verdient - gebe 5 damit der Durchschnitt etwas gehoben wird.

P.S. Filmstartskritiken z.T. nicht mehr nachvollziehbar und werde mich auch nach ner Alternative umsehen
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 18. Dezember 2012
der hobbit, ich habe nicht viel erwartet da die herr der ringe trilogie das langweiligste und schlecht getrickste machwerk eines fetten alten rasierten neuseeländers war. Was kann man anderes von einer schlappen 94 millionen dollar produktion erwarten? wenn man bedenkt dass modernes abrakadabra wie avatar über 200 millionen gekostet hat dann ist dies schon hahnebüchener firlefanz. selbst das homoerotische liebesdreieck zwischen dem schüchternen frodo, dem dicken sam und dem sexy gollum kann nicht über die vielen inhaltlichen(z.B. warum schiebt sich frodo den ring nicht gleich über die vorhaut?! dann wäre er gleich seinen eichelkäse los und könnte den ring gut verstecken) und schauspielerischen schwächen(elias wud kraftlose darstellung führte dazu dass sich kein einziges mal mein schlaffer behaarter dick erhebte) hinweg täuschen.
Doch mit der zeit sind peter jakson einiges an arschhaaren gewachsen. und mit den arschaaren wuchs das budget auf stattliche 250 mille und damit wuchs auch die qualität. mit weltbekannten schauspielern wie adam brown als ori konnte auch nicht viel schiefgehen. die spezialen effekte bringen einen zum singen während man genüsslich seine cola durch den anus aufnimmt. die high frame rate ist überhaupt das tüpfelchen auf dem o. es erinnert mich so stark an die genialen sendungen mitten im leben und die geissens, einfach wundervoll.wähernd es 100 prozent sicher ist das man echte orks im film verwendete(welche gage sie wohl bekamen?) und das jakson endlich einen gollum ähnlichen schauspieler gefunden hat, ist der der kleine hobbit dildo eindeutig im motion capture verfahren entstanden Aber der absolute höhepunkt dieses bis zur letzten minute hochspannenden fantasythrillers ist der alte hurenbock gandalf. inzwischen schon eine kultfigur der schwulenszene läuft ian mckellen wieder einmal zur hochform auf. jeden moment wo gandalf im bild ist möchte man einfach nur an seinem behaarten kleinen zauberstab in der hose rubbeln um sich eine eine geballte ladung gandalfsches ejakulat in den mund zu zaubern.
Hannes Dentler
Hannes Dentler

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5,0
Veröffentlicht am 18. Dezember 2012
Der Titel für seinen ersten Teil der “Hobbit-Trilogie” von Peter Jackson “Eine unerwartete Reise” ist zugleich mein Fazit für diesen Film. Peter Jackson hat sein nächstes Meisterwerk geschaffen und dies in jeder Hinsicht. Bei einem Mann, der wohl selbst einer der größten Fans der Marterie ist, ist der Stoff eben auch am besten aufgehoben. Jackson schickt sich an, aus dem Jugendbuch “Der kleine Hobbit”, welches J.R.R. Tolkien einst für seine Kinder schrieb, ein vollwertiges Epos zu schaffen und versteht es dabei sich sorgsam an der Buchvorlage zu halten und sie mit zusätzlichen Hintergründen zu einer vollständigen, perfekten Handlung für seinen ersten Hobbit-Film zu machen.

So wählt Jackson, wie Tolkien im Buch, einen behutsamen Einstieg, der dazu dient die Charaktere, allen voran natürlich Bilbo, vorzustellen. Dies gelingt hervorragend und das beinahe an Slap-Stick erinnernde Schauspiel bietet herrlich lustige Szenen, aber auch mit dem Zwergen-Lied den ersten von vielen Gänsehaut-Momenten. Das erste Filmdrittel mag einigen als zu bedächtig vorkommen, aber wer an diesem Roadtrip der Gemeinschaft durch Mittelerde mit der Bildgewaltigkeit Neuseelands keinen Gefallen findet, dem kann nicht geholfen werden. Denn was hier der Romanvorlage an Spannung etwas abgeht, gleicht Jackson mit dem Einsatz von geschickt gewählten Rückblenden und der Einbringung romanfremder Charaktere aus und verleiht seiner Version des “Hobbits” einen mystischen Hintergrund, der einen feinen Bogen zur chronologisch nachfolgenden “Herr der Ringe”-Trilogie zu spannen scheint.

Hier ist auch schon der richtige Moment gekommen, um auf die neue 3D-Technik mit der höheren Bildrate zu sprechen zu kommen, die eindeutig einen Mehrwert besitzt. Noch nie konnten so gestochen scharfe Bilder in 3D gezeigt werden und somit dem Zuschauer das Gefühl vermitteln, er befinde sich mittendrin im Geschehen. Mittendrin in Mittelerde! Ein herausragendes Beispiel stellt für mich dabei die Rückblende der Schlacht zwischen Orks und Zwergen dar. Hier schafft es diese beeindruckende Technik dem Zuschauer vorzugaukeln, er befinde sich in der ersten Reihe einer epischen Theateraufführung - so lebensecht kommt das Geschehen rüber. In solchen Actionsequenzen stechen die Vorteile dieser Technik natürlich am besten heraus und davon wimmelt es ab der Hälfte des Films nur so. Hier zeigt Jackson wieder sein Geschick für wirkungsvoll umgesetzte Kampfszenen, für die er schon so viele Lorbeeren einheimsen konnte. Perfekt choreographierte Schlachten mit maßgebend realistischen CGI-Effekten, die den Zuschauer einfach nur staunen lassen, reihen sich in einem Tempo aneinander, dass kaum Zeit zum Luftholen bleibt. Darin eingebettet die Schlüsselszene, in der Bilbo auf Gollum trifft, die vor Witz und Spannung strotzt. Hier spielt Andy Serkis wie immer eine herausragende Rolle, wobei ich dann schon bei den Darstellerleistungen angekommen wäre. Schnell wurde mir klar, warum Peter Jackson schon sehr früh Martin Freeman als jungen Bilbo Beutlin bekannt gab, denn dieser Brite weiß in jeder Sekunde seiner Leinwandzeit zu überzeugen und gibt seinem Charakter die nötige Tiefe. Ian McKellen als grauer Zauberer Gandalf rechtfertigt seine Oscar-Nominierung vor 9 Jahren erneut und mit Richard Armitage als Thorin Eichenschild tritt hier ein Newcomer auf den Plan, dessen Leistung derer eines Viggo Mortensen in “Der Herr der Ringe” in nichts nachsteht und der von sich noch so einiges hören lassen wird. Auch die Auftritte der bekannten Gesichter von Kate Blanchett (Galadriel), Hugo Weaving (Elrond), Elijah Wood (Frodo) und wie sie alle heißen sind sinnvoll in die Handlung eingebaut und quasi eine Hommage an Jacksons früheres Meisterwerk.

Wenn ich schon dabei bin, auch noch ein paar Worte zum leidigen Vergleich mit dem “Herr der Ringe”: Natürlich kommt “Der Hobbit” um einiges fröhlicher und bunter daher und besitzt an manchen Stellen weniger Spannung, aber hierbei muss der Hinweis gegeben werden, dass es sich bei der Romanvorlage eben um ein Jugendbuch handelt, welches genau das hergibt, was man zu sehen bekommt: eine schöne Abenteuergeschichte, die gerne auch mal lustig und nicht all zu ernst sein darf, um dann wieder mit überraschenden Wendungen Spannung verbreiten kann und einfach Spaß macht. Auch die Tatsache, dass nicht alle der 13 Zwerge beleuchtet werden und es somit bei einer Eindimensionalität der Charaktere bleibt ist nur verständlich und eben auch so dem Buch gerecht entnommen. Wir reden eben immernoch über “Der kleine Hobbit” und dass dieser nicht annähernd so viel Tiefe besitzt wie “Der Herr der Ringe” sollte nicht nur den Buchkennern klar sein. Aber was Peter Jackson aus dieser Vorlage herausgeholt hat, ist mehr als überraschend und erfreulich zu gleich und einfach meisterlich. Wahrlich ein Meisterwerk! Und die Hoffnung ist gespeist, dass noch zwei weitere folgen mögen. Eine Reise, die man so nicht erwartet hätte. Eine unerwartete Reise.

Fazit: Man nehme die drollige Romanvorlage “Der kleine Hobbit” und peppt sie mit ein wenig Tiefe und Mystik auf und schon hat man das nächste bildgewaltige, technisch maßgebende und einfach nur wunderschöne Meisterwerk aus der Hand von Peter Jackson. Ein “Muss”!
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 18. Dezember 2012
Der Hobbit ist nicht Herr der Ringe. Jeder der die Bücher gelesen hat, wird dem zustimmen. Wieso sollte also die Verfilmung des einstmalig als Kinderbuch verfassten Werks diese Ansprüche erfüllen müssen?
Lange haben die Fans der ersten Tolkien Verfilmung warten müssen, um nach Mittelerde zurückkehren zu dürfen. Peter Jackson hat sich letztendlich wieder persönlich getraut und sich damit selbst bestimmt nicht unbedingt einen Gefallen getan: Dass die Hobbit Filme von den Kritikern nach der unfassbar erfolgreichen Herr der Ringe Trilogie in der Luft zerrissen werden, war zu befürchten. Schließlich ist der Stoff ein völlig anderer. Keine Gut gegen Böse Endzeitepos, kein 1000 Seiten Schinken der jede Menge aufregenden Stoff für die Leinwand bietet. Und so ist es auch wirklich: dem Hobbit fehlen die emotionalen Momente, wie beispielsweise Gandalfs Sturz in Moria oder Borimirs Tod beim ersten Teil der Trilogie. Auch die Schlachtszenen wie im Kampf um Rohan (Die Zwei Türme) oder die Schlacht um Gondor im letzten Teil der Trilogie fehlen beim Hobbit. Aber wie bereits erwähnt: Der Hobbit ist nicht Herr der Ringe. Ein kleiner Trost: Trotz dieser Tatsache gelingt es Jackson einen Teil der düsteren Atmosphäre aus Herr der Ringe in die Vorgeschichte einzubauen. Man erfährt sogar ein paar Hintergründe zur Ringstory und trifft auf alte Bekannte.
Natürlich hat der Film Schwächen. Das hatten die Herr der Ringe Filme aber auch. Es zählt das Gesamtbild - und das ist erneut überragend. Die vielseits kritisierten Längen, vor allem am Anfang des Films, kann ich nicht teilen. Ehrlich gesagt ist es mir gar ein Rätsel, welche lange Einführung bei den Kritiken oftmals gemeint ist. Die Story baut sich langsam auf, wie schon bei den Gefährten. Dies ist langwierig aber nicht langweilig. Zudem sind mir die Slapstick-Szenen auch nicht negativ aufgefallen. Kleine Humorvolle Einlagen gab es auch schon in den Herr der Ringe Filmen und ich finde nicht, dass Sie hier besonders auffällig hervorstechen. Die Geschichte wird bestimmt in den kommenden zwei Teilen an Fahrt gewinnen, deshalb sollte sie hier nicht unbedingt als Schwachpunkt genannt werden. Dies ist definitiv die neue Bildtechnik mit 48 Bildern pro Sekunde. Sie ist nicht schlecht per se, jedoch wirklich gewöhnungsbedürftig. Besonders während Szenen in Räumen (Beutelsend) wirkt sie „komisch“, bei Landschaftsaufnahmen und Actionszenen ist sie hingegen ein definitives Plus.
Vielleicht hätte Jackson den Hobbit vor Herr der Ringe verfilmen sollen, um nicht Erwartungen zu enttäuschen. Ohne Herr der Ringe wäre die Hobbit Verfilmung jedoch nie das geworden, was sie ist. Der Film ist eine nahtlose Ergänzung zu der Herr der Ringe Trilogie und steht ihr in nichts nach. Dass die Story nicht so episch ist, sollte vorher bekannt sein. Vergleicht man den Hobbit mit anderen Verfilmungen, welche an erfolgreichen Serien angeknüpften sollten (Star Wars, Indiana Jones), ist es geradezu erstaunlich, wie gelungen die Verbindung zu den früheren Teilen gelungen ist. Man fühlt sich wieder in Mittelerde. Super von Peter Jackson, dass er es wieder gewagt uns auf diese Reise mitzunehmen. Der erste Teil vom Hobbit erinnert an den ersten Teil von Herr der Ringe. Es ist die Ruhe vor dem Sturm. Der Hobbit - Eine unerwartete Reise ist ein würdiger Herr der Ringe Vorgänger und auf jeden Fall sehenswert.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 18. Dezember 2012
Die Reise zurück nach Mittelerde beginnt mit tollen Charakteren, einer wunderbar aufgesetzten Story und zeigt tolle Schauplätze. Nicht ganz wie das Buch an einigen Stellen aber dies tut dem Film gut, denn der ein oder andere Charakter bekommt so Platz in Mittelerde und ist mit an Bord beisp. Galadríël. Ein toller Score, wunderbar besetzte Rollen, alte Bekannte und Humor machen diesen ersten Teil zu einer Heimkehr für Mittelerdefans. Die 48 Bilder pro Sekunde ziehen einen regelrecht mit ins Geschehen und zeigen wie einzigartig diese großartige Welt ist! Fazit: Anders als LotR aber eine ebenso tolle Geschichte aus Mittelerde und für Tolkien Fans ein Must-See!!!
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 18. Dezember 2012
Als Riesen-"Herr-der-Ringe"-Fan mochte ich den Film sehr. Natürlich kann er nicht mit der großen Saga mithalten, aber in Kombination mit den noch folgenden Filmen gewinnt er sicher noch zusätzlich an Stärke. Er hat mit einigen Problemen zu kämpfen, sicher, vor allem Albion-Ork Azog nervt mit jedem Auftritt mehr, aber für ein erstes Prequel, dass im Vorfeld mit derart vielen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, war es beachtlich. Teilweise nur okay, oft ziemlich gut und einige Szenen fantastisch und herausragend. Diese Kombination rechtfertigt meiner Meinung nach die 4 Sterne, ich hätte gerne mehr gegeben, doch für mich war es teilweise zu viel und teilweise zu wenig. Trotz allem, ein guter, teils echt toller Film. Und die letzte Szene macht unfassbar Lust auf den zweiten Film, der Sog packt! HFR und 3D waren ebenfalls recht ansehnlich. Ich hatte Spaß, den Problemen zum Trotz.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 17. Dezember 2012
Also ich habe mir den Film lediglich in 3D angesehen aber ohne die neue Technik die ja so kontrovers diskutiert wird. Viele hier beschweren sich darüber, dass der Film zu Humorlastig sei, der Film an manchen Stellen eher an Slapstick erinnere. Tja meine lieben dann rate ich euch mal eins- statt auf Peter Jackson rumzuhacken, lest das Buch! Peter hat sich 1 zu 1 an das Buch gehalten was die meisten Dialoge oÄ angeht. Der Film ist sehr nah am Buch, wenn auch mit ein paar kleinen Änderungen, die aber ja nie ausbleiben. Der Film ist wie das Buch schon vor ihm ein einziges Meisterwerk, dass von der ersten Minute an fesselt. Und es fühlt sich- wenn man sich darauf einlässt so sehr nach Herr der Ringe an, dass man ständig Gänsehaut bekommt. Wundervolle Story, wahnsinns Schauspieler- traumhafte Kulissen. Von den wahnsinns Effekten fang ich gar nicht erst an! Es ist und bleibt Mittelerde wie wir es lieben.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 17. Dezember 2012
also ich muss echt sagen, dass ich positiv überrascht gewesen bin. sowohl was die höhere bildrate von 48 pro sekunde, als auch vom film ansich.

und jetzt mal ernsthaft: dieser film ist doch um längen besser als TDKR. ich kann nicht verstehen, wieso der von manchen mit 10 sternen beurteilt wird (finde die alte bewertungs art besser)
ich sage da nur arme tarnnetz auf dem dach. und das dach ist SCHWARZ......

naja, zurück zum film. ich kann es jedem nur empfehlen, ihn sich anzuschauen. vielleicht kein meisterwerk, aber ein sehr guter film
Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 19. Dezember 2012
Der Hobbit Teil I – Filmkritik

Zuerst einmal, ich hatte an den Film sehr geringe Erwartungen, wäre es nicht um die technisches Aspekte gewesen, ich hätte ihn im Kino wohl nicht besucht, sondern auf den BD-Release gewartet und dann auch nur geliehen. Ich habe den Herrn der Ringe gelesen, auf deutsch und englisch, die Filme sowohl normal als auch extended mehrmals gesehen. Den Hobbit habe ich ebenfalls gelesen, konnte jedoch nie viel damit anfangen, es ist eben doch ein Kinderbuch und ich gehöre offenbar nicht zu den Menschen, die im Erwachsenenalter Kinderbücher noch immer genießen können, leider.

Ich habe den Hobbit vor längerer Zeit gelesen, daher werde ich mit Kritik zum Umsetzen des Buches an sich wohl eher sparsam verfahren, wobei ich glaube, dass man es nicht ignorieren kann (oder soll). Außerdem gehöre ich zu den Menschen, die der Meinung sind, dass eine Literaturverfilmung, um ein guter Film zu werden, eine gewisse Freiheit von der literarischen Vorlage benötigt. Einen Vergleich mit der Herr der Ringe Trilogie will ich dem Film nicht antun, auch wenn er seinen Erfolg zu großen Teilen aus dessen Erfolg beziehen wird, doch gibt es kaum einen Film, der bei solch einem Vergleich allzu gut da stehen würde. (Ihr merkt, ich bin großer Fan der HdR-Filme).

Technik

Zu den technisches Aspekten, die mich in den Saal gebracht haben: Der Film wurde mit der Red Epic 3D Kamera digital gefilmt und in ausgewählten Kinos in 48 fps gezeigt. 48 fps entspricht einer Verdopplung der gewohnten 24 fps Zahl, was helfen kann Probleme der 3D Filme zu kompensieren. Ich glaube diese Technik wird sich halten (Cameron will Avatar 2 in 60 fps zeigen), jedoch ist sie noch nicht ausgereift, was am Bild durchaus zu sehen ist. Zumindest gehe ich davon aus, ich habe die 24 fps Variante nicht gesehen, doch in 48 fps viel öfter ein störrendes Leuchten von Stirnen auf, das Kerzenleuchten war alles andere als überzeugend und teilweise sahen die Filmsets aus wie … nun, Filmsets … was sie im Film nicht sollten ;) Wer an den technischen Aspekten kein großes Interesse hat, sollte sich die normale 24 fps Variante in 2D göhnen und seinen Geldbeutel schönen. Auch sehr interessant war die neue Auflösung mit 5188 Pixeln in der Breite, was sogar höher als 4K ist. Und auch wenn ich immer noch ein Fan von normalem Film anstatt digitalem Material bin (wer auf Film gefilmte Filme sehen will, sollte einfach mal bei Christopher Nolan vorbeischauen, der immer noch den Großteil seiner Filme auf Film produziert) wird die digitale Videotechnik definitiv immer besser.

Zum Team

Eigentlich war Guillermo del Toro für den Film als Zweiteiler vorgesehen und ich glaube es wäre ein wesentlich besserer Film geworden. Doch Peter Jackson hat beschlossen seinen Schatz nicht aufzugeben und Guillerme del Toro mehr oder weniger gefeuert, als letzter von vier Drehbuchschreibern hat er es sogar noch in die Credits geschafft. Als Kameramann hat Peter Jackson seinen Dauerangestellten Andrew Lesnie dabei, wobei er sich offenbar die Technik schneller Schnitte (leider) immer mehr zu eigen machte, diese gibt es im Hobbit ziemlich häufig und sind in meinen Augen auch ein negativer Punkt des Filmes, da sie gerade die Kampfszenen teilweise unansehnlich machen. Für den Soundtrack zeichnet wieder Howard Shore verantwortlich, der (wie eigentlich immer) hervorragende Arbeit leistet.

Zur Verfilmung

Der Hobbit ist ein Kinderbuch, mit einfacher gerader Geschichtsführung und einem Humor, für den mir im Deutschen traurigerweise immer ein passendes Wort fehlt, im englischen würde man goofy sagen, übersetzt “albern” oder “doof” aber irgendwie treffen es diese Wort nicht ganz, doch ich denke man weiß, was ich sagen will. Dieser Humor mag ganz nett sein, meiner ist er nicht. Sehr unpassend ist hierbei auch die Umsetzung, da Peter Jackson offenbar beschlossen hatte, die Stimmung von Herr der Ringe in den Film zu bringen, was ihn um diesen “goofy” Humor herum ziemlich düster erscheinen lässt und (neben anderen Aspekten, wie der Gewaltdarstellung) dafür sorgt, dass der Film für Kinder unter zehn/zwölf (für die das Buch normalerweise hervorragend geeignet ist) definitiv nicht zu empfehlen ist. (Vor mir saß passenderweise sogar ein Mädchen mit vielleicht sieben oder acht Jahren, dass sich in mehreren Szenen ängstlich an den Vater gekuschelt hat).

Der Hobbit ist kurz. Das ist wichtig. Etwa 350 Seiten für am Ende etwa neun Stunden Film. Man muss nicht mal ein schneller Leser sein um in dieser Zeit das Buch komplett zu lesen. Warum diese Länge als nötig empfunden wurde, kann ich nicht sagen, manche behaupten es gehe rein ums Geld, vielleich stimmt das. Ich fürchte viel mehr dass Peter Jackson einfach als Regisseur nicht in der Lage oder vielleicht auch einfach nicht bereit ist, sich “kurz zu fassen” und seine Filme einfach gerne ausufern lässt. Ich habe nichts gegen lange Filme, viele meiner Lieblingsfilme sind lang, doch nur wenn es sinnvoll lang ist. Der erste Hobbit-Teil dauert drei Stunden, in dieser Zeit hätte man ohne Probleme auch das gesamte Buch stecken können. Was entsteht daraus? Längen. Und Stoff, der eigentlich nicht im (Hobbit-)Buch vorkommt um eben diese Längen zumindest ansatzweise zu füllen, was allerdings nur selten gelingt.

Daraus folgt, dass der Film viel Zeit benötigt ohne wirklich wichtiges auf die Leinwand zu bringen, als wäre allein die jeweilige Kameraeinstellung genug um sie zu zeigen, unabhängig ihrer Bedeutung in der Handlung. Die Dinge, die für die Handlung wichtig sind, sind oft unnötig in die Länge gezogen, allein wie lange es dauert, bis Bilbo sich endlicht entschließt doch mitzukommen, wäre auch in der Hälfte der Zeit unterzubringen ohen ernsthaft etwas zu verlieren. Im Großen und Ganzen erscheint der Hobbit wie ein Rohschnitt, bevor sich der Regisseur und der Editor an den Tisch setzt und sagt: “Machen wir jetzt einen Film daraus”. Im Ende empfand ich den Film einfach als ziemlich langweilig. Es gab eine sehr schön umgesetzte Szene, das Treffen von Bilbo und Gollum, der wieder sehr toll mit Hilfe von Andy Serkis und der CGI umgesetzt wurde.

Zu CGI ein weiterer Punkt: Sie wurde manchmal übertrieben eingesetzt, das Geschirrfrisbee war zum Beispiel sehr übertrieben. Und was ich nicht wirklich verstehe, warum mussten die Orks und Warge für den Hobbit neu und anders als in Herr der Ringe gemacht werden, die Unterschiede waren durchaus offensichtlich und ergeben für mich eigentlich wenig Sinn.

Die deutsche Synchronisation ist gewohnt gut gemacht (auch wenn es manche Leute, die wie ich fast alles im englischen O-Ton sehen, gerne verleugnen, Deutschland hat die wahrscheinlich beste Synchronisationsindustrie der Welt), sehr störrend empfand ich allerdings, dass die “Herr” und “Frau” Titel dauernd gesprochen worden sind, was im Deutschen eher unfreiwillig komisch erscheint, vor allem wenn es ein angsterfüllter Schrei um Hilfe nach “Herr Gandalf!” ist.

Die Schauspieler

Unabhängig vom negativen Urteil über den Film, die Schauspieler haben durchweg gute Arbeit geleistet, sehr schön war auch das Wiedersehen vieler alter Herr der Ringe Freunde, wobei Woods Cameo nicht wirlich nötig war. Martin Freeman konnte als Bilbo sehr überzeugen, Richard Armitage als Thorin ebenso. Die anderen Zwerge blieben etwas farblos und wenig aus der Masse hervortretend, was jedoch mehr an der Handlung als den Schauspielern liegen dürfte.

Fazit

Der Hobbit ist in meinen Augen zu lang für die kurze und wenig komplexe Geschichte und daher eher langweilig anzusehen. Viele Leute werden den Film trotzdem genießen können, entweder als ziemlich detaillierte Umsetzung des Buches für die Liebhaber, manche einfach als Wiederkehr in die immer noch wunderschöne Welt von Mittelerde, manche wegen der Wiederkehr bekannter Charaktere. Ich werde Teil II und Teil III jedoch definitiv nicht im Kino sehen, da für mich keines dieser Argumente weitere Kinogänge rechtfertigt, ich fürchte Peter Jackson hat es hier einfach mit drei Teilen übertrieben, mal ganz abgesehen davon, dass er damit eigentlich fast danach schreit mit George Lucas Star Wars Episoden I-III verglichen zu werden, was allerdings wenig Gutes hoffen lassen würde.

Am Ende bleibt zu sagen: Es wurde bereits eine Extended Cut Version des Hobbits angekündigt. Vielleicht sollte man sich nach den 48fps zu einem weiteren Novum überreden lassen: Einem “condensed” Cut, also einer wesentlich kürzer geschnittenen Version als der im Kino gezeigten.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 17. Dezember 2012
Dem Film an sich gebe ich 4 Sterne. Den 5. Stern erhält er er für die m.E. grandiose Technik + Sound. Ich war völlig überwältigt ob der optischen (dank dem neuen Verfahren mit 48 Bildern/ Sek.) Brillianz. Auch der 3D-Effekt hat mich seit langem wieder einmal überzeugt. Ansonsten kann ich die Kritik, dass der Film langsam in Fahrt kommt, nicht nachvollziehen. Auch die Ausweitung auf nunmehr 3 Teile finde ich sehr gut, da die neuen Elemente/ Personen/ Handlungen, die nicht im Buch vorkommen, sich sehr gut in den Film einfügen bzw. diesen bereichern. Großartig: spoiler: Gollum vs. Bilbo beim Rätselraten
, Gandalf, der diesmal deutlich stärker spielt und auch Thorin finde ich eine sehr gelungene Besetzung. spoiler: Bin hier auch auf dessen (wenn es dem Buch folgt) Wandlung gespannt...


Fazit: unbedingt im Kino anschauen, eines der Highlights diesen Jahres - ich freue mich schon auf Dezember nächsten Jahres spoiler: (ich war mit Öffnen des Auges gerade so richtig warm geworden)
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