Lars und die Frauen
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Flibbo
Flibbo

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4,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Höchstselten schafft es ein Film um eine Sexpuppe in die Nominiertenliste der Oscars. „Lars und die Frauen“ ist merklich etwas besonderes. Ryan Gosling spielt überzeugend und eindringlich. Seine Figur wirkt unter den ganzen Durchschnittstypen fast überzogen, ist aber absolut genial verkörpert.



Es ist zauberhaft, wie die Geschichte mit der Puppe erst völlig bizarr und zum schmunzeln ist, und dann immer emotionaler wird, wenn man sich daran gewöhnt hat. Das Drehbuch und die hervorragende Inszenierung schaffen eine glaubhafte und tiefgehende Entwicklung der Charaktere um die eigentlich leblose Bianca.



„Lars und die Frauen“ überzeugt mit einer ungewöhnlichen und komischen wie tragischen Geschichte, so warmherzig wie „Juno“ oder „Little Miss Sunshine“, nicht immer kurzweilig, aber hoffentlich länger im Gedächtnis verbleibend.
Philm
Philm

36 Follower 314 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 18. September 2021
Ein sehr schöner Film. Lustig und berührend zugleich. Eine schöne Geschichte in etwas märchenhafter Gestaltung, die eine wunderbare Wärme und Menschlichkeit ausstrahlt.
Jimmy v
Jimmy v

519 Follower 506 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 20. Februar 2012
Es handelt sich hierbei um einen wirklich sensiblen Film um einen sympathischen Einzelgänger, der mit gemütlichen Schneebildern und guten Schauspielerleistungen aufwartet. Ryan Gosling darf wieder einmal zeigen, dass er zu den großen Darstellern der Zukunft zählen darf. Besonders interessant ist an seinem Protagonisten, dass wir nicht genau wissen, womit wir es zutun haben. Ist Lars wirklich krank? Oder weiß er genau was er tut und will, dass sich alle um ihn kümmern? Das macht den Film sehr interessant.
Ohne Kritik ist gerade letzteres auch nicht. Denn: Man kümmert sich um ihn. Doch das die ganze Stadt mitmacht und man nur zweimal kritisch auftretende Charaktere im Film sehen (plus Lars' Bruder), lässt das ganze selbst für das Szenario doch etwas zu freundlich und unrealistisch wirken. Hier hätte ich mir mehr Konfliktpotenzial gewünscht. Letztlich ist der Film einfach etwas zu nett zu sich selbst. So haben wir einen sehenswerten, ruhigen Film vor uns, der aber weder soziologisch kritisch gegen das abweichende Verhalten von Verrückten bzw. für verrückt erklärte angeht, noch psychologisch die Möglichkeiten von Krankheiten und deren Bewältigung wirklich tiefergehend angeht.
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Mit "Lars und die Frauen" hat Regisseur Craig Gillespie eine wirklich gute und vor allem ernst zu nehmende Tragikomödie geschaffen, die aufgrund der etwas albern klingenden Geschichte so nicht zu erwarten war. Die Handlung selbst wird dabei Stück für Stück aufgebaut und entwickelt sich wie auch die einzelnen Charaktere im Verlauf stetig weiter. Der Film kann zudem einige wirklich lustige Momente aufweisen, bei denen Fremdschämen noch nie so witzig war. Vor allem Hauptdarsteller Ryan Gosling ist es zu verdanken, dass das Konzept auch wirklich funktioniert. Er meistert seine Aufgabe als stark introvertierter und sonderbarer Mensch einfach großartig und verleiht seiner Figur sowohl die nötige Tiefe als auch Glaubwürdigkeit. Aber auch die anderen Darsteller stehen ihm in nichts nach und wissen zu überzeugen. Kleinere Schwächen des Films offenbaren sich jedoch gegen Ende, in der die Handlungen mit der Puppe etwas Überhand nehmen und teilweise ins Unglaubwürdige abdriften (so z.B. als seine "Freundin" im Krankenhaus behandelt wird oder diese sogar eine offizielle Beerdigungszeremonie erhält).

Alles in allem ist "Lars und die Frauen" aber eine gelungene Tragikomödie geworden, die trotz der etwas lächerlich anmutenden Geschichte stets seriös und authentisch bleibt. Die originelle Story und die tollen Darsteller lassen den Film durchaus sehenswert werden und somit ist „Lars und die Frauen“ wunderbar für einen ruhigen und lustigen Filmabend zu empfehlen!
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

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3,5
Veröffentlicht am 30. August 2017
Ein kauziger Sonderling tut so als sei seine Plastikpuppe ein realer Mensch – und alle Leute in seiner Umgebung machen den Spuk mit. Das klingt wie gigantischer Stuß – ist aber zartes, sensibles Dramakino. Getragen von grandiosen und sympathischen Darstellern wird hier eine rührende Geschichte erzählt in der es um Toleranz und Verständnis geht und das uneingeschränkte Recht anders zu sein – und man kann nicht anders als den verschrobenden Helden Lars zu lieben und all den anderen mögenswerten Charakteren die seine Phantasiespiele mit der besagten Puppe mitmachen dankend auf die Schulter zu klopfen. Kein großes Kino also, dafür intelligent, sensibel und voller aufrechten Gefühlen. Mehr als viele andere Streifen zu bieten haben.

Fazit: Witzige Story die voller Herz erzählt wird und mit grandiosen Darstellern besetzt ist!
CrixusM
CrixusM

4 Follower 17 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 23. März 2011
Überraschend guter Film. Zwar wird die Geschichte im Film immer alberner, doch alles in einem kann Lars und die Frauen überzeugen. Nicht umsonst wegen den Hauptdarsteller Ryan Gosling. Ich fühlte mich unterhalten und werde diesem Film auch weiterempfehlen.
Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Lars und die Frauen. Das Publikum der Sneak stöhnte schon beim Filmtitel. Zwei Zuschauer verschwanden gar. Man hat sie nie mehr wieder gesehen. Leider muss man den voreingenommenen Personen diesmal aber Recht geben. Sie haben nicht viel verpasst.



Sicher ist die Geschichte innovativ, tiefgründig und humorvoll. Der Film bringt diese drei Dinge aber nicht unter ein Dach. Für eine Komödie enthält der Film zu wenige, wenn auch gute Lacher. Tiefgründig (von Ryan Gosling super gespielt) ist die Story auch. Trotzdem bei aller Liebe, will man am Ende nicht Leute um eine Puppe trauern sehen, als wäre sie ein realer Mensch. Natürlich müssen die Leute des Dorfs in der Welt des Lars mitspielen, keine Frage, doch am Ende des Films gerät dieser, mit seiner Problematik, sich anzupassen, in den Hintergrund der Puppe. Das macht für mich den Film kaputt.



Sicher ist der Film nicht der "surreale Sch***", wie er von Mainstreamkinogängern bezeichnet wird. Aber er verschenkt zu viel Potential, wirklich in die Figur des Lars hineinzuschauen, und ist daher auch nicht weiter zu empfehlen.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 19. September 2019
Ein sehr schöner und lustiger Film mit ernstem Hintergrund. Ryan Gosling spielt umwerfend gut. Es war mir eine Freude.
Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 18. März 2010
"Lars und die Frauen" (Lars And The Real Girl) handelt von einem Mann, der versucht seine psychischen Defizite auszugleichen, indem er sich von einer Internetseite eine lebensgroße Puppe kauft. Diese Idee ist an sich reichlich skurill, zumal die Verwandten des Mannes das gesamte Dorf zum Mitspielen überreden können. Am Ende wird es auch noch etwas albern und zu abgedreht, wenn die Puppe ins Krankenhaus eingeliefert wird.

Der Film dreht sich nur um diese Person, weswegen auch versucht wurde, Ryan Gosling dafür einzusetzen. Es spielt an und für sich gut, es sind alersings deutliche Gemeinsamketien zu seiner Darbietung in "Half Nelson" zu sehen, sodass seine Leistungen im Kontext etwas unangenehm anzusehen sind. Die anderen SchauspielerInnen stechen weder hervor, noch enttäuschen sie.



Der Schwerpunkt des Films ist ganz eindeutig bei Lars. Er hat den Tod seiner Mutter, die fehlende Zärtlichkeit und menschliche Nähe nicht verkraftet. Dass er sich dann die Puppe zulegt ist DAS Mittel für die Gags. Allerdings geht dann etwas die Luft aus, denn es fgibt kein nennenswerter Fortschritt in der Geschichte.

Stattdessen wird versucht, kleine Fortschritte gegen die Kontaktscheu mit einem Händedruck zu symbolisieren.

Das soll dann wie großes Kino wirken, ist letztenendes jedoch albern.



Zum Anspruch, den der Film haben soll:

Es handelt sich zweifelohne ein Nicht-Mainstream-Film. Themen wie familiäre Verhältnisse und die prekäre Lage eines Kranken in der Gesellschaft werden angerissen. Hauptsächlich geht es dann aber trotzdem wieder um das Einzelschicksal und etwas warum Lars' Bruder nicht so psychisch krank geworden ist.

Sich etwa 90 Minuten einer psychisch kranken Person zu widmen, bedarf eines straffen Drehbuchs, das nicht unbedingt reißerisch, aber dezent symbolisierende Handlungen beinhalten sollte, um gas gesamte Spektrum einer Krankheit auszzuschöpfen, oder um eine präzise Charakterstudie eines Individuums darzustellen, die mit der Krankheit einhergehenden Probleme vollständig ausführt, aber auch das Einzelschicksal und zwischenmenschliche Beziehungen mit einberechnet. "Lars und die Frauen" ist jedoch nicht so durchgeplant.

Der anfangs noch beischwingende Humor verliert sich allmählich in makaberen und albernen Späßen.

"Lars und die Frauen" ist also eine Mischung aus Tragikomödie und Charakterstudie, aber zuwenig intensiv und künsterisch dürftig, um als guter Film zu gelten. Des weiteren ist die Kamera an manchen Momenten unangenehm eingestellt und der Film tut so, als hätte er etwas ganz Gewaltiges in allen Facettten beschrieben, sollte sich aber vielleicht doch eher mit dem Anspruch auf eine gute Darstellung Lars' begnügen.



Man sollte nicht verschweigen, dass es manchmal tatsächlich lustig ist und manche emotional auch berühren wird, aber ich finde, dass ein ganz falsches Konzept gewählt wurde, von der abwegigen, vorhersehbaren und am Ende zu abgedrehten Story und den sich verzettelnden Schauspielern, über den vernachlässigten Humor, bis hin zu dem an Intensität mangelnden Psychogramm und denn schlechten künstlerischen Mitteln.
No Use For A Name
No Use For A Name

14 Follower 1.209 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 9. Februar 2026
Ein wunderbarer, man möchte fast sagen, märchenhafter Film, den man (meiner Meinung nach) nicht konkretistisch so rezipieren darf, wie er daherkommt. Denn dann stößt man auf so manche Ungereimtheiten, die nicht viel Sinn ergeben. Angefangen bei den Reaktionen von Lars’ Umwelt, es ist kaum vorstellbar, dass wirklich alle Einwohner in diesem Dorf so seinen Wahn mitagieren – selbst wenn es von der Ärztin so empfohlen wurde. Und dann ist es doch (vor allem und gerade in den USA) vollkommen unrealistisch, dass ein Krankenwagen mit Blaulicht und Sirene eine Puppe ins Krankenhaus fahren würde und alle Ärzte und Pflegekräfte dort ebenfalls Lars’ Wahn mitagieren!

Ich glaube, man sollte den Film eher als Parabel verstehen, es geht um Toleranz gegenüber Menschen, auch gegenüber komischen Menschen oder Menschen mit eigenartigen Macken. Der Film ist ein Appell, andere Menschen so anzunehmen, wie sie sind, auch wenn wir andere Meinungen haben oder auch wenn wir die Handlungsweisen des anderen nicht verstehen. Und das ist doch eine ganz wunderbare Message, die hier von diesem warmherzigen Film präsentiert wird, oder nicht? Wenn man den Film aber zu konkretistisch annimmt, wird man wohl mit dem Film nicht so viel Spaß haben.

Ryan Gosling ist jetzt auch nicht mein Lieblingsschauspieler, aber die Rolle des Lars, der so große Probleme mit anderen Menschen hat, spielt er wirklich herausragend. Besonders am Schluss hat er mich mit seiner herzzerreißenden Performance besonders beeindruckt und es könnte sein, dass jemand anderes sich auch eine kleine Träne verdrücken musste. Auch toll finde ich hier Paul Schneider als sein Bruder Gus und vor allem Patricia Clarkson als Ärztin, die offenbar auch psychotherapeutisches Wissen hat. Und es ist schon eine besondere Leistung, dass der Film niemals ins Lächerliche oder Alberne abdriftet, oder sich gar über Lars lustig macht!

Fun Fact am Rande: In dem Booklet zum Film habe ich gelesen, dass es dem Regisseur Craig Gillespie sehr wichtig war, dass die Puppe (Bianca) von allen am Set auch als echter Mensch gesehen wird, um zu verhindern, dass es eben zu sehr ins Lächerliche ausartet. Damit der Film so wie beabsichtigt funktioniert, gab es eben auch bestimmte Regeln am Set: Bianca hatte ihren eigenen Stuhl, niemand hat über sie gesprochen, wenn sie nicht dabei war, sie sollte immer mit Namen direkt angesprochen werden, usw. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum das dann am Ende auch so gut funktioniert und Lars und seine Puppe eben zu keinem Zeitpunkt der Lächerlichkeit preisgegeben wird. Und der deutsche Titel “Lars und die Frauen” ist nicht nur total bescheuert, sondern auch irreführend, es geht doch überhaupt nicht um Lars und die Frauen! Im Original heißt der Film “Lars and the Real Girl”, was das Thema ja viel besser trifft.

FAZIT: Ein toller, bewegender Film mit einem fantastischen Ryan Gosling. Wenn man den Film auch eher als metaphorisches Märchen versteht, bekommt man einen wirklich wunderbaren, herzerwärmenden kleinen Film und ein starkes Plädoyer für mehr Toleranz. Sehenswert!
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