Man Of Steel
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Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 25. Juni 2013
Seit ich vor mehr als einem Jahr erfahren habe, dass ein neuer Superman-Film gedreht wird, verfolge ich jedes einzelne Detail, das darüber veröffentlicht wurde. Ich war schon immer ein Superman-Fan, schon als Kind, als ich die alten Filme von Richard Donner gesehen habe.
Mit Superman Returns konnte ich mich dann später nicht so richtig anfreunden, einfach deshalb, weil Bryan Singer zu sehr auf Nostalgie setzte und nicht wirklich etwas Neues in das Genre einbrachte.

Jedoch: Mit Man of Steel ist meiner Meinung nach ein gelungener Neustart des Franchise entstanden. Ich persönlich war von den ersten Kritiken und der Wertung auf RottenTomatoes sehr irritiert und konnte es eigentlich nicht so richtig glauben, dass es so viele negative Meinungen über den Film gab, dass er auf RottenTomatoes sogar eine schlechtere Bewertung erhalten hatte als Superman Returns...
Jetzt aber, nachdem ich den Film gesehen habe, bin ich noch viel mehr irritiert über die vielen negativen Kommentare...

Durchwegs positiv finde ich die asynchrone Erzählweise und die Rückblenden in Clarks Kindheit. Dadurch konnten seine Stiefeltern und vor allem sein Stiefvater immer wieder in den Film eingebracht werden, was bei einer synchronen Weise ja nicht möglich gewesen wäre. Die erste Stunde des Films ist richtiggehend überfüllt mit Charakterzeichnung und deren Vertiefung, weshalb ich die Meinung nicht teilen kann, dass die Charaktere zu kurz kommen. Zugegeben, die Action nimmt am Ende des Films ein wenig zu sehr die Überhand. Dort hätten sicher einige Minuten weniger auch gereicht, weshalb ich nicht die vollen 5 Sterne gebe.
Aber der Rest des Films ist doch bitte sehr gut gelungen. Clarks Werdegang zum Superheld hat wesentlich mehr Anteil am Film. Zugegeben, der Werdegang, wie man ihn in in der Serie Smallville sieht, ist natürlich nicht möglich, da die Serie ja 10 Staffeln zu je 21 Folgen hat. Aber trotzdem hat man es geschafft, eine völlig neue Herangehensweise einzubringen.
Im Gegensatz zu den alten Filmen bekommt Lois Lane endlich und Gott sei Dank mehr Wesenszüge im Film, muss nicht immer nur gerettet werden (was mich immer immens gestört hat), hat sehr viel mehr Anteil an der Geschichte und die Tatsache, dass sie nie erkennt, dass Clark Superman ist, wird sehr elegant gebannt und kommt im Film überhaupt nicht vor.
Jor-El hat ebenfalls sehr viel mehr Anteil an der Geschichte und ist kein Marlon Brando, der nur ein paar Minuten vorkommt. Auch das hat mir sehr gut gefallen.
Und schließlich noch General Zod. Meiner Meinung nach die beste Darstellung dieses Charakters, die es je gegeben hat. In den alten Filmen und in der Serie Smallville war Zod immer nur das absolute Böse, die absolute Zerstörung. Hier jedoch ist der General ein Charakter, der, wie er betont, eine Verpflichtung gegenüber dem Überleben seines Volkes hat, während Clark für das Überleben der Menschheit eintritt. Deshalb ist Zod nicht wirklich der "Böse" in diesem Film, sondern nur ein Charakter, der absolut überzeugt ist, das Richtige zu tun und für den Schutz seines Volkes überhaupt erst geboren wurde.

Abschließend ist noch zu sagen, dass wir noch viele Überraschungen erleben werden. Durch den finanziellen Erfolg, der sich bereits abzeichnet, werden wir sicher eine Fortsetzung erleben. Der Wayne-Enterprises-Satellit und die beiden LexCorp-Lastwägen sind schon mal ein Hinweis, wie es weitergehen wird.

Fazit: Gelungener Neustart für Superman mit einigen Überraschungen, viel Action und einer Dramatik, Charakterzeichnung und Detailfreude, die seinesgleichen sucht.
PS: Batman Begins war auch nicht so realistisch und erfolgreich wie The Dark Knight. Jedes Genre braucht eine gewissen Basis. Dieses Fundament hat Zack Snyder mit Man of Steel gesetzt.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 25. Juni 2013
Superman returns! Jedem Superman-Fan dürften bei diesem Satz nicht nur postive Gedanken in den Sinn kommen, war doch das aalglatte und zu konturlos geratene Werk von Bryan Singer aus dem Jahr 2006 allerhöchstens Durchschnittsware.

Dann aber übernahmen Zack Snyder („Watchmen“) und Christopher Nolan („The Dark Knight“) das Ruder. Snyders unvergleichbare Art, einen Blockbuster düster und dennoch unterhaltsam wie einen Mainstreamfilm zu gestalten – kombiniert mit der Genialität von Nolan als Autor, der schon der „Batman“-Reihe durch seinen realistischen Ansatz einen Kultstatus eingebracht hat. Diese ungewöhnliche Kombination der Filmemacher erweist sich als echter Volltreffer, die nach Jahren der Flaute (von der „Dark-Knight“-Reihe einmal abgesehen) wieder einen wirklich guten Superheldenfilm im DC-Universum hervorbringt.

Krypton steht vor dem Untergang. Bevor der Planet zerstört ist, bringt Jor-El (Russell Crowe) seinen Sohn durch eine Raumkapsel Richtung Erde in Sicherheit. Dort wächst der junge Kal-El unter dem Namen Clark Kent bei der Familie Kent (Diane Lane, Kevin Costner) auf einer Farm in Smallville auf. General Zod (Michael Shannon), der vor Kryptons Zerstörung die Macht an sich reißen wollte, wird durch ein Notsignal eines in der Arktis gestrandeten Raumschiffs auf Clark aufmerksam und fordert die Menschen auf, Clark auszuliefern…

Endlich - kein Kryptonit, kein Lex Luthor. Das mögen viele gedacht haben, als die Storyline für „Man of Steel“ feststand. Natürlich sind diese beiden Elemente mehr als zentral im Superman-Universum. Spätestens nach „Superman returns“ war das Thema allerdings ausgereizt. Ein neuer Ansatz musste her. Der von Michael Shannon verkörperte Bösewicht, General Zod, erweist sich dabei als durchaus gelungener Gegner für Superman. Seine Motive sind einleuchtend, und Shannon verleiht Zod dabei die Notwendige Grimmigkeit, um diese Motive glaubhaft darzustellen.

Hätte man wieder Brandon Routh als Superman ins Rennen geschickt, wäre dieser Film nicht aufgegangen. Zu blass, zu farblos, zu glatt war der vermeintliche Christopher-Reeve-Doppelgänger in Bryan Singers 2006er Werk. Henry Cavill, den meisten höchstens aus der TV-Serie „Die Tudors“ bekannt, verkörpert den Helden auf eine Art und Weise, bei der besonders seine zweifelnde, zerrissene Seite überzeugt. In manchen Momenten erinnert seine Mimik etwas an Tom Wellings Darstellung in „Smallville“.
Die Nebendarsteller überzeugen ebenfalls. Russel Crowe als Jor-El, Kevin Costner und Diane Lane als Adoptiveltern und Amy Adams machen ihren Job souverän.

Problematisch wird es leider, wenn Superman auf General Zod und dessen Gehilfin Faora trifft. Dort werden zwar ganze Städte auseinandergenommen und es kracht an allen Ecken und Enden – allerdings fällt das Mitfiebern mit Superman schwer, wenn zwei „gottgleiche“ Unverwundbare aufeinandertreffen. Man weiß instinktiv, dass nichts wirklich Schlimmes passieren kann. Diese kleine dramaturische Schwäche lässt sich ob der gigantischen Bilder allerdings verschmerzen. Die Panoramen von Krypton, die Zerstörung von Metropolis, und alles in überzeugendem 3D - dafür allein lohnt sich der Gang ins Kino. Dieser Film ist für die große Leinwand. Aber auch in den ruhigen Momenten, die sich passgenau ins Gesamtbild einfügen, hat man das Gefühl, dass dieser Superman genau jener ist, den die Welt braucht.

Fazit: Der von Snyder und Nolan gewählte Ansatz überzeugt. Mit diesen Figuren können Warner und DC beruhigt in die Zukunft schauen – „Man of Steel 2“ steht für 2014 ja auch schon in den Startlöchern. Und vielleicht wird es danach ja auch etwas mit der „Justice League“…

"Man of Steel" Gewinnspiel
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 1. Juli 2013
Um es vorweg zu nehmen:
Meiner Meinung nach ist Man of Steel ein unterhaltsamer Film wenn man ihn sich mit den Erwartungen ansieht, die ich im Vorfeld an ihn hatte. Diese Erwartungen waren, dass sich ein Comicheld gegen einen bösen Schurken wehren muss und diesen am Ende bezwingen wird. Wenn man nicht mehr erwartet, kann man ihn sich getrost mal ansehen. Ob im echten, oder später im Heimkino ist dann am Ende nicht so wichtig.
Was mir an diesem Film absolut nicht gefallen hat:
1. Ob im Computerspiel oder in einem solchen Film kommt es immer zu einem letzten entscheidenden DUELL zwischen dem Oberbösen und dem Oberguten. Nun... wenn das so sein muss bitteschön, aber dann bitte nicht soooooooooo in die Länge gezogen. Sie fliegen hier durchs Gebäude dann schrappen sie dort über den Boden und das in endlosen Wiederholungen. Und dazu kommt dann noch:
2. ... die an die Schmerzgrenze gehende Lautstärke in einigen dieser Actionszenen. Dass es kracht und rumst und dabei auch laut wird ist ja OK, aber subjektiv war das schon mindestens an der oberen Grenze!!! Was mir durch Freunde auch bestätigt wurde.
3. Die Rolle der Faora-Ul hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich weiß nicht, ob es nur die Synchronisierung war, die mir nicht gefallen hat oder auch die gesamte Rolle. Ihre Figur war einfach verschwindend (wenn nicht beinahe lächerlich) z.B. in der Szene neben diesem Riesenkrypto-typen , in der sie beide auf der Erde gegen Kal-El kämpfen.
Sehr gut gefallen hat mir vor allem Jor-El. Crowe hat der Rolle einen starken Charakter gegeben, was bei mir auch voll gut rüber gekommen ist. Aber auch Adams, Caville und Shannon füllen ihre Figuren sehr gut aus.

Gut gefallen haben mir auch die Ruhephasen, in denen sich Kal-El erinnert und damit dem Zuschauer Teile seines Lebenslaufes erzählt. Diese hätten allerdings ein wenig ausführlicher sein dürfen (an Stelle der zu langen Kampfszenen ;

In diesem Zusammenhang wäre es auch mal witzig oder auch interessant gewesen, wenn er mal auf anderen Kontinenten gelebt hätte. Warum immer in den USA? Er hätte doch mal in Europa, Asien oder sonst wo leben können. In Anbetracht der Tatsache, dass die Distanz auf der Erde für ihn ein Klacks ist, waren mir die in dem Film dargestellten Szenen viel zu beschränkt!
Da ich den Film in 3D gesehen habe, muss ich dazu auch noch was sagen: In diesen Filmen macht der 3D-Effekt meines Erachtens gar keinen Sinn. In einigen Szenen waren ganz wirksame Bilder zu sehen aber wie auch in Star Trek – Into Darkness ist es eher hinderlich 1. die Brille auf der Nase zu haben und 2. “unbeendete” Effekte präsentiert zu bekommen, was wohl technisch bedingt ist. Ich möchte behaupten, dass jeder, der sich in den Universal Studios Los Angeles die Terminator 3D-Show angeschaut hat, allen Regisseuren der normalen 3D Kinowelt den Rat geben wird: Bitte nur noch in 2D drehen!
Zumindest gab es in Man of Steel nicht die schrecklichen Naheinstellungen wie es sie im letzten Star Trek gab.
Alles in allem ist der Film ganz unterhaltsam aber nicht umwerfend. Man muss ihn also nicht unbedingt gesehen haben!

"Man Of Steel" Gewinnspiel
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 24. Juni 2013
Alles zurück auf Anfang!

Regisseur Zack Snyder (300, Watchmen) und Christopher Nolan (Batman- Trilogie) haben den größten Superhelden in der Comicgeschichte wieder zum Leben erweckt: „Man of Steel“ alias Superman. Im Gegensatz zu den Vorgängern, beginnt die Geschichte auf dem Heimatplaneten von Kal- El, gespielt von Henry Cavill, auf Krypton. Dieser wird nach einem bombastischen und fantastischen, jedoch kurzen Einstieg in die Welt von Krypton von seinem Vater Jor- El in eine Kapsel gesetzt und auf die Erde geschickt, denn Krypton ist dem Ende geweiht und wird bald nicht mehr existieren. Ein Farmerehepaar gespielt von Kevin Costner und Diane Lane ziehen Kal- El unter dem Namen Clark Kent auf. Ein bis dato solide erzählter Einstieg und eine nun aus Rückblicken bestehende Sinn- bzw. Existenzsuche von Clark beginnt. Wer bin ich und was mache ich? Den Sinn des Lebens haben sich ja schon einige gestellt, jedoch nicht unter dieser Ausgangssituation. Die Frage ist schwer zu beantworten, was auch die Rückblicke in die Kindheit von Clark im Laufe des Filmes nicht leichter machen. Sein irdischer Vater, gespielt von Kevin Costner, gibt sich alle Mühe seinem Sohn seine wichtige Rolle in der Gesellschaft näher zu bringen. Doch viel Zeit über seine Herkunft zu machen, bleiben ihm nicht. Superman ist gefragt, er muss die Welt retten. General Zod, einer der Überlebenden des Planeten Kryptons, greift die Erde an um diese zu unterwerfen. Bevor die große Schlacht jedoch beginnt, schafft es Lois Lane (Amy Adams) noch schnell in die Handlung, bevor es dann auch heißt: Möge der Stärkere gewinnen! Eine Zerstörungsorgie beginnt, mit der bisherige Comic- Verfilmungen nicht mithalten können. Nahezu alles wird in diesem Film auf imposante Art und Weise zerstört, bis man als Zuschauer nur noch auf den finalen Schlagaustausch wartet. Nach über 40 Minuten wird die große Endschlacht auch schon erschöpfend und inhaltlich ist man nahezu raus aus der Handlung. Nur der kurze Einstieg in seine Rolle als Reporter für den Daily Planet am Ende weist nochmal drauf hin, dass es sich um den biederen Reporter handelt, der jedem bekannt ist. Man of Steel lässt viele dramaturgische Lücken, schafft es eine bisher eher unbekannte Welt namens Krypton bildgewaltig in Szene zu setzen um damit sogar Star Wars neidisch werden zu lassen und stellt die dramatischen Folgen einer immer schneller werdenden Globalisierung dar, die immer mehr zum Thema wird. (Siehe Avatar) Die Liebesgeschichte bleibt im ersten Teil eher aus, was bei der Anzahl an Dialogen zwischen Lois und Clark auch nur logisch ist. Die Comicwelt von Superman hat nicht den Witz von typischen Marvelcomics, hier wird klar die Linie von DC Comic- Erfolg "Dark Knight" und seinem Schöpfer Christopher Nolan gehalten. Es ist nur zu hoffen, dass der zweite Teil die inhaltlichen Lücken schließt und den Charakter weiter entwickeln lässt, denn die Hoffnung der Menschheit liegt ja zumindest in Supermans Händen!
"Man Of Steel" Gewinnspiel*
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 24. Juni 2013
EINFACH SUPER GENIAL
Was für tolle Bilder, was für eine Action und der Endkampf war aller erste Sahne. Ein muss für jeden Supermann Fan
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 24. Juni 2013
Man of Steel aka Superman

Bisher hatte ich, da ich den Superman Charakter von allen Superhelden immer am uninteressantesten fand, mit den bisherigen Beiträgen zum Franchise nicht viel am Hut.
Aufgrund der Umstände, das dieses mal aber Verantwortliche zu Gange waren, deren bisherige Werke ich durchaus schätze, sollte das nun meine erste ernsthafte Annäherung an Clark Kent werden.
Snyder als Regisseur der sich als Mann der visuellen optischen Gewalt bereits einen Namen gemacht hatte und das Duo Nolan/Goyer als Storylieferanten … schlicht zu verlockend.

Augenscheinlich ist es auch das Mitwirken dieser drei, das dem Franchise einen neuen Stempel
aufgedruckt hat. So stehen Nolan/Goyer doch dafür, Drehbücher mit einer gehörigen Portition Tiefgang auszustatten. Genau das also, was Superman am dringendsten nötig hatte.
Im Film selbst wirkt sich das in erster Linie auf folgende zwei Aspekte aus: Superman steht nun in einem inneren Konflikt auf welche Seite er sich schlagen soll und er ist abseits von Kryptonit verwundbar geworden.
Zack Snyder, der Dritte im Bunde und bekennender Style over Substance Regisseur hat dann allerdings zu verantworten, das das Ganze nicht so wirklich aufgeht. Zuviel dessen was dem Film Tiefe verleihen würde, wird der Vorstellungskraft des Zusehers überlassen. Als Stoff für die eigenen Gedankengespinste bekommt man allerdings nur ein par grobe Brocken vorgeworfen.
Snyder bzw. seine Inszenierung sind aber auch die größte Stärke des Films. So wie es hier kracht, rummst und halb Metropolis in Schutt und Asche gelegt wird, so hat man das im Kino noch nicht zu sehen bekommen. Bombast und offenbar nicht mehr vorhandene inszenatorische Grenzen lassen vor allem die Actionsequenzen zu einem Fest für die Sinne werden.
Zumindest ich habe mich dabei mehrfach gefragt, was von dem gerade Gezeigtem, überhaupt noch im ursprünglichen Sinne mit einer Kamera gedreht wurde.

Persönlich am störendsten empfand ich aber Snyders Entscheidung viel mit kompakten Handkameras zu drehen. Für meinen Geschmack gibt es etliche Szenen in den der Kamera mehr Distanz zum Geschehen gut getan hätte. Die Wackelei tut ihr Übriges und lässt einen manches Mal mehr an eine Achterbahn denn einen Kinosahl erinnern.

Schauspielerisch gibt es nicht viel zu meckern, da werden aber auch keine großen Ansprüche an die Darsteller gestellt. Der einzige der es schafft dabei hervorzustechen ist Kevin Costner als Kal-El's menschlicher Ziehvater. Dieser sorgt für die emotionalen Momente in denen der innere Konflikts Supermans greifbar wird.

Ob man die Unstimmigkeiten bzw. nicht vorhandene Ausarbeitung essentieller Storyelemente nun Snyder oder bereits dem Autorenduo zu schreiben muss lässt sich leider von aussenstehender Position nur schwer beurteilen. Im Endeffekt bleibt ein Film mit vielen Stärken aber auch deutlichen Schwächen. Wie sich das nun auf die individuelle Beurteilung eines Jeden auwirkt ist
wohl davon abhängig ob man sich dem unbedingten Stilwillen Snyders sinnbefreit hingibt bzw hingeben kann oder ob einem, die ins Gesicht springenden Unzulänglichkeiten in Supermans Glaubwürdigkeit, dann doch den Spass verderben.
Ein Bezug auf die Auslegung der Figur im Vergleich zu anderen Publikationen um den Mann aus Stahl fehlt in meiner Beurteilung gänzlich. Wie eingangs erwähnt ist dies mein Einstieg in die Welt des Saubermanns unter Superhelden.

3,5/5 Sterne von mir

Man Of Steel Gewinnspiel
niman7
niman7

931 Follower 616 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 27. Juni 2013
Wie bei Spider-Man gibt es auch gerade mal nach 6 Jahren wieder ein Neuanfang für einen Superhelden. Dieses mal hat es Superman erwischt. Für mich persönlich einer der langweiligsten Superhelden überhaupt. Er kann fliegen, unheimlich stark, robust, Hitzblick...er kann einfach alles. Selbst sein Outfit ging selten kaputt! Doch einer meiner lieblings Regisseure schafft es endlich diesen Helden sowas von interessant zu gestalten. Dabei fängt Zack Snyder wirklich ganz von Vorne. Er zeigt Superman´s oder besser gesagt Kal-Els Geburt auf seinen Heimatplaneten Krypto. Die Ressourcen seines Planeten sind jedoch ausgeschöpft und er steht kurz vor dem Untergang. Hinzu kommt General Zod (Shannon) mit seiner Revolution. Nach einen harten Zweikampf mit Zod, schafft es Kal-Els Vater ihn doch noch in einer anderen Galaxy zu schicken. Unser zukünftiger Held landet auf unserer schönen Erde und wird dort von den Kents großgezogen. Währenddesen wird Zod verbannt und sein geliebtes Krypto samt Kal-Els Eltern sterben. Zod schafft es jedoch der Verbannung zu entfliehen und sucht von da an Kal-El- der mittlerweile ein Mann ist...Snyders Superman Version hat mir sehr gut gefallen. Gleich zu Beginn, haut er eine Grafik Bombe nach der anderen raus. Krypto sieht einfach unfassbar gut aus. Deteil verliebt wie eh und je. Ich hab mehr Zeit damit verbracht, mit viel Bewunderung, mir die Welt anzuschauen, als mich auf die Handlung zu konzentrieren. Natürlich ist der Film nicht nur optisch ein Augenschmauß. Er ist ebenfalls sehr Tiefgründig. Wenn Crowe und seine Frau ins Grass beißen, ist es einem nicht definitiv egal. Obwohl man die beiden gerade mal seit 10 Minuten kennt. Aber sowas konnte man ja erwarten wenn ein Nolan die Geschichte verfasst hat. Mit "Was ist das? Ist das ein Vogel? Ist das ein Flugzeug?- Nein das ist Superman" ist es entgültig vorbei. Auch wenn ich dies sehr mochte, gefällt mir der ernste Ton doch besser. Humor fehlt dem Film jedoch nicht. Es gibt einige Lache. Zum Beispiel demoliert Clark den Truck eines Fahrer mit Holzstämmen weil der Trucker sein Bier über ihn goß. Oder als Clark Lois mit seinen Hitzblick "heilt". Das ganze wirkt natürlich nie lächerlich. Die Darstellung von Crowe und Kostner (einer meiner lieblings Schauspieler) gefiehl mir äußerst gut. Crowe hatte deutlich mehr Spielzeit als erwartet. Er bleibt immer ruhig und kühl. Man merkt ihn immer an, dass er intelligent und von einen anderen Planeten ist. Dagegen wirkt Kostner viel "erdiger", samfter und er hat immer die passenden Worte für seinen Adoptiv-Sohn. Henry Cavill macht seinen Job nicht überragend aber denoch um einiges besser als sein Vorgänger. Ein wirklicher Schwachpunkt ist er nicht. Dagegen war ich von Shannon sehr enttäuscht. Ich hab eine neue Kultfigur wie den Joker erwartet. Shannon ist ein sehr guter Schauspieler und die bösen Figuren liegen ihn. Hier wird er meinen persönlichen Erwartungen leider nie gerecht. Von Amy Adams hätte ich mir ebenfalls mehr erhofft. Das zusammenspiel mit Cavill kam nicht gut an. Viel zu steif- einfach ein ungleiches Paar. Zum Finale lässt es Snyder nochmal ordentlich krachen. Superman trifft auf einen gleich starken Gegner und New York muss mal wieder dran glauben. Das waren alles fantastische Szenen. Ein unglaublich intensiver Zweikampf. Ich kam aus den staunen gar nicht mehr raus. Das war einfach nur Dragonball Z like!
FAZIT: Snyder ist ein tolles Comeback gelungen. Visuel ist ein Meisterwerk. Fantastische Bilder. Der ernste Ton gefiel mehr sehr gut.
Kino:
Anonymer User
1,0
Veröffentlicht am 24. Juni 2013
Der Film enttäuscht leider auf der ganzen Linie.
Die Handlung ist Mittel zum Zweck, trotzdem trauen die Drehbuchautoren dem Zuschauer wohl nicht zu, das bisschen zu verfolgen oder zu verstehen. Deshalb lassen sie regelmäßig ihre Darsteller erklären, was gerade warum wie passiert. Die "Entwicklung" von Clark zu Superman findet nicht statt. Anders als bei anderen aktuelleren Comicverfilmungen sind seine Fähigkeiten einfach da und er kann sie auch gleich voll benutzen.
Die Charaktere sind allesamt extrem holzschnittartig. Sie vertreten ihre Überzeugungen bedingungslos, teilen sich diese einfach nur gegenseitig mit und machen dann das, was sie für richtig halten. Konflikte? Sinnvolle inhaltliche Dialoge? Fehlanzeigen. Alle Mitteilungen werden mit unglaublichem Pathos gemacht, jeder Satz scheint besonderes Gewicht zu haben ("Hier ist es nicht sicher") - und so sagen alle am Ende eigentlich gar nichts. Dem gesunden Zynismus aus "Watchmen" tritt hier ein stumpfsinniger Patriotismus entgegen, der zwar auch manchmal kurz persifliert wird, dem aber die langweilige Figur des Superman keine clevere Gegenposition abgewinnen kann.
Die haarsträubenden Dialoge dienen in der Regel nur dazu, die ohnehin kaum vorhandene Handlung zu erklären und dem Zuschauer wirklich jede Möglichkeit zu nehmen, sich für Zusammenhänge zu interessieren oder zu versuchen, aus dem Mienenspiel der Schauspieler zu lesen. Um ja keinen Zweifel aufkommen zu lassen, sagt einer der Protagonisten in einer Szene, da er schon Blut spuckend am Boden liegt: "Mir geht es nicht gut". Phantastisch.
Die Action, die nach furiosem Beginn und einer kurzen Zwischenphase relativ genau mit dem letzten Drittel des Films erst beginnt, ist ebenso ermüdend wie die anderen zwei Drittel des Films, weil sie absolut offensichtlich nur dazu dient, das Millionenbudget in Szene zu setzen. Das sieht zwar teilweise nett aus, die Wackelkamera, die zu 100% des Films zum Einsatz kommt, schmälert den Spaß daran aber ziemlich krass.

Langweilige Figuren, null Tiefgang, keine Entwicklung der Charaktere, profane Action, dämliiche Dialoge. Superman ist das schwarze Schaf unter den Comicverfilmungen.
Flipnett
Flipnett

22 Follower 82 Kritiken User folgen

2,0
Veröffentlicht am 9. September 2014
Mhhhh ja was soll ich sagen. Der Film ist ganz gut aber leider weit weg vom erhofften Meisterwerk. Nach den Trailer hatte ich mir mehr versprochen als die nächte "Transformers"-CGI-Schlacht. Nicht falsch verstehen, das gehört dazu aber alles andere an dem Film ist eher lau. Der Prolog auf Krypton ist okay, doch danach wird ca. 45 Minuten die Geschichte von Clark Kent erzählt wie er Superman wird um dann 60 Minuten Action ab zu spulen. Ich hätte mir da einen besseren Mix gewünscht.
Auch bleiben sämtliche Charaktere eher flach. Nur Kevin Costner und Russel Crowe können glänzen. Henry Cavill macht seinen Job auch okay, aber aus Superman hätte man mehr rauskitzeln können. Wenn zum Ende hin seine Liebsten bedroht werden, läßt das den Zuschauer einfach kalt. Bei Batman fiebert man noch mit, aber hier nicht.

Was mich abseits von Story oder Action richtig gestört hat ist die Kamera. Hat Herr Snyder hier einen 99-jährigen Kameramann engagiert? 150 Minuten lang wackelt die Kamera. Selbst wenn Kevin Costner als Stiefvater seinen Sohn wichtige Tips gibt wackelt die Kamera als würde die Erde beben. Hätte ich den Film in 3D gesehen, wäre ich aus dem Saal gegangen. Das ist unerträglich. Dazu war das Bild sehr körnig und weit weg von digital oder HD. Sowas lasse ich bei Expandables durchgehen aber nicht bei so einem Film. Grausam! Ich hoffe das die Heimkinoversion hier durch HD und kleinerem Bild ansehnlicher wird.

Alles in allem ist der Film ein netter Blockbuster. Für einen Dark Knight reicht es noch lange nicht!
Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 23. Juni 2013
Den Vergleich zu Christopher Nolans Dark Knight Trilogie hält Zack Snyders „Man of Steel“ nicht stand. Der Film versucht in der erste Hälfte die Erzählweise von Batman Begins zu kopieren. Dies gelingt relativ gut weißt aber doch die ein oder andere Länge auf. Aber spätestens ab der Mitte wird das Ganze zu einer völlig übertriebenen Action-Orgie. Es wird geballert und Bombardiert was das Zeug hält. Von einer Handlung ist nicht mehr zu merken. Das Ganze ist schon so grotesk übertrieben das es keinen Spaß mehr macht. Weniger wäre hier mehr gewesen. Von den massiven Logiklöchern mal ganz zu schweigen. Das Ganze ist obendrein noch völlig Hektisch gefilmt und auch geschnitten, was wohl pseudo Künstliche Action erzeugen soll aber einfach nur ermüdend wirkt. Leider ist für mich Man of Steel bisher die Enttäuschung des Jahres da man sich nur Leute wie Christopher Nolan im Titel viel mehr erhofft hatte. Hoffen wir das es im 2ten Teil um die Figuren gehen wird und nicht die pure Action.
Man Of Steel Gewinnspiel
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