Man Of Steel
Durchschnitts-Wertung
3,7
1644 Wertungen

185 User-Kritiken

5
18 Kritiken
4
75 Kritiken
3
52 Kritiken
2
28 Kritiken
1
9 Kritiken
0
3 Kritiken
Sortieren nach:
Die hilfreichsten Kritiken Neueste Kritiken User mit den meisten Kritiken User mit den meisten Followern
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 21. Juni 2013
Der Film an sich ist gut gemacht... aber an Christopher reeves Filme kommt keiner ran.
Das ist nun mal ein Kultfilm den man nicht vermurksen sollte wie es hier geschehen ist.
Wieder mal eine Neuauflage eines Klassikers. Braucht keiner , will keiner !!!
Superman gibt es nun mal nur als Comic und als Film aus den 80s :-)
Meowan
Meowan

31 Follower 42 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 22. Juni 2013
Das Drehbuch bietet keine Konstante und keinen Tiefgang. Es wird nur eine Action-Szene nach der anderen abgehandelt und dabei ständig in der Zeit hin und hergesprungen. Viele unlogische Sachen: spoiler: Superman rettet den Schulbus aus dem Wasser. Schiebt ihn einen Abhang hoch und lässt ihn los. Wie durch ein Wunder rollt er nicht zurück. Schwerkraft? Völlig aus dem Nichts kann der kleine Superman in der Schule alle Eindrücke um ihn herum nicht mehr ertragen. Die Zeit davor konnte er wohl ohne Probleme zur Schule gehen, dabei soll er aber schon immer von allen Eindrücken übermannt worden sein. Irgendwie unsinnig. Im Raumschiff des Vaters bekommt Superman seinen Anzug. Kurz darauf fliegt er damit ne Runde und hatte noch die Zeit sich vorher zu rasieren. Und das kann man jetzt noch eine A4 Seite so weiter machen.

Alles in allem sehr gute Unterhaltung auf Basis eines sehr unausgereiften Drehbuchs.
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 21. Juni 2013
Man of Stil?
spoiler:


Den Trailern zufolge, vor allem durch den Letzten, ließ sich ein durchkomponiertes Snyder Epos erwarten. Die Zusammenarbeit mit Christopher Nolan ließ zunächst erhoffen dass sich hier ein Traumpaar gefunden hätte. David S. Goyer´s Beteiligung, der auch bereits Batman neu aufleben ließ sollte das Trio perfekt machen.

Bei der Geschichte, die unter anderem mit Hilfe von Nolan verfasst wurde, schien eine realistische Darstellung des Mannes aus Stahl vorprogrammiert. Trotz erfreulicher Einblicke in die Welt von Krypton und Augenmerk auf ernstzunehmende Charaktere geling dies meiner Meinung nach trotzdem nicht.

Mit Glücksgefühlen und hohen Erwartungen im Gepäck war der erste Eindruck im IMAX Kinosessel erfreulich. Charaktere stehen trotz Action im Vordergrund und zumindest in Englischer Sprache gut klingende Dialoge führen uns hinein in das Universum über dem Daily Planet. Aufgrund der, gerade bei den wichtigen Szenen, schlechten deutschen Synchro werden Momente und Emotionen die in englischsprachigen Trailern aufkamen gänzlich eliminiert. Dasselbe Erlebnis im Originalton steigert die Eindrücke erheblich. Durch den Kamerastil mancher Actionsequenzen, ist die Spannung so interessant wie das Ende von Transformers 3. Und auch hier liegt der Fehler im System Snyder-Nolan. Die alte Handschrift, die durch 300, Watchmen & Sucker Punch bekannt geworden ist, dringt diesmal nicht durch. Doch warum gerade DIESMAL, bei gerade diesem Film. Dies liegt wahrscheinlich auch an der neuen Besetzung hinter der Kamera: Amir Mokri, DOP von Transformers 3. Einzelne Szenen die echt schöne Momente zeigen, wurden durch extrem wackelige Handkamera komischerweise komplett entmenschlicht.

Die visuelle Auflösung der Szenarien außerhalb der Action ist wahrhaft ernüchternd. Die visuellen Effekte überzeugen an einzelnen Stellen nicht wirklich, doch über weite Strecken sind sie dennoch eine anständige Arbeit.

Keineswegs fehlt es dem Film an bombastischer Action, jedoch erfreut man sich über jede kleine Pause, neben minutenlangen Explosionsorgien. Obwohl die Kampfsequenzen überzeugen, werden Diese nicht von der üblichen Magie Snyders am Leben erhalten und so mit der Zeit immer beiläufiger. Wer sich auf Kampfszenen á la 300 oder Sucker Punch freut, geht hier beinahe leer aus. Dies liegt vielleicht auch daran, dass das eingespielte Team Snyder + Larry Fong bekannt aus den eben genannten Filmen, diesmal nicht gemeinsam „zauberten“.

Der Spagat aus Nolan-Realismus und Snyder-Slowmo (die diesmal fehlt :)) zeigt uns wie Man of Steel in der Theorie hätte sein können, aber es aufgrund der unentschlossen wirkenden stilistischen Entscheidung nicht geworden ist. Wie vielen Filmen der letzten Jahre, vor allem denen die über 2 Stunden gehen, fehlt es auch Man of Steel etwas an Luft zum Atmen. Da hätte vielleicht der Erste, knapp 3 Stündige Erstschnitt Snyders gut getan. (Ich hätte ihn mir angeschaut :)) Unter der „Laufzeitoptimierung“ leidet sicherlich auch die Geschichte und dessen Rhythmus. Nolan gab früh nach dem Release bekannt das der gesamte Film die Handschrift Snyder´s trägt. Um sich von ihm zu distanzieren oder ihn zu loben ist dabei nicht eindeutig klar. Jedoch wirkt es, ob gewollt oder nicht, als hätte Zack Snyder nicht die Konsequenz gehabt sich seiner treu zu bleiben oder er ist nur mit Fong gemeinsam zu höherem fähig. Er nimmt sich Zeit, dies aber manchmal für die falschen Momente. Ob der Druck ein Drehbuch von Christopher Nolan zu verfilmen oder der Druck Superman! zu verfilmen auch bei Zack Snyder ankam, und wie sehr diese Last auf ihm ruhte, lässt sich nicht erahnen.

Eine chronologische Erzählweise der frühen Kindheit Clark Kents hätte mich um einiges mehr in seinen Bann gezogen als dasselbe verteilt auf einzelne Rückblenden. Der Fokus und das Interesse an ihm gehen dabei immer mehr verloren und auf die Nebencharaktere über. Somit wirkt ein äußerlich sehr solid wirkender Henry Cavill oft zu fremd für den Zuschauer, da zusätzlich der rasche Schnitt die zwischenmenschlichen Momente für die Charakterisierung gerade mal andeutet.

Der Trailer zeigt gut was das aufgenommene Material grundsätzlich hergibt, aber im Film nicht richtig in Szene gesetzt wurde. Manche Momente wirken sehr stark jedoch als würden sie zur falschen Zeit gezeigt. Die beinahe nur durch Rückblenden erzählte Kindheit von Kal-El und die gänzlich fehlende Jugend mitsamt Kräftefindung entkräftetet die Idee den Charakter ernst zu nehmen. Die Hochbesetzten Nebendarsteller sind gut in Szene gesetzt und wirken stark. Vor allem Michael Shannon alias „General Zod“ ist nicht nur ein ernstzunehmender Antagonist und interessanter Charakter sondern auch sein Schauspiel überzeugt voll und ganz. Obwohl man das von seiner deutschen Sprecherrolle nicht behaupten kann. Da können auch Hans Zimmer und ein überzeugendes Sounddesign nicht davon ablenken.

Trotzdem sich der Film selbst um einiges zu ernst nimmt und an Situationskomik, die ihm sicher gut getan hätte, spart, ist es doch ohne zu Lügen eine unterhaltsame Neuverfilmung und bereits eine Szene daraus besser als der letzte gesamte Superman Film… which hopefully never returns. :

*Man of Steel Gewinnspiel*
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 21. Juni 2013
Ich habe den Film am Mittwoch in Köln gesehen und fand ihn sehr gut. So stelle ich mir einen Superman-Film vor. Action, coole Flugszenen, Witz und einen charismatischen Darsteller. Kevin Costner als Jonathan Kent hat mir auch gefallen, der passt irgendwie dahin.
Einzig die kryptonischen Szenen waren ein wenig gewöhnungsbedürftig, da die Figuren dort sehr phantasievoll gestaltet waren. Wobei die büffelartigen Tiere exakt so aussahen, wie damals bei dem Stargate-Film.
Ich freue mich auf jeden Fall schon auf eine Fortsetzung der Man of Steel-Serie.

"Man Of Steel Gewinnspiel"
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 21. Juni 2013
Nach langem Warten ist es nun tatsächlich so weit und ich konnte das fertige Ergebnis von Zack Snyders neuestem Werk bewundern. Die Appetithäppchen in Form von Trailern, die man vorab sehen konnte machten zwar Lust auf mehr, nichtsdestotrotz war ich mir nach dem Totalausfall Sucker Punch nicht sicher ob Zack Snyder der richtige Mann ist um diesen Film zu inszenieren. Wem dies ähnlich erging, dem kann ich Entwarnung geben: Man of Steel ist ist grandios!
Eine super Einführung in die Geschichte, vor Allem der Bezug zu Supermans wahrer Herkunft der in den letzten Verfilmungen gar nicht berücksichtigt wurde. Die Action ist grandios inszeniert worden, wenn sie zum Teil auch etwas ausufernd ist und dadurch die Charakterzeichnung in den Hintergrund fällt. Christopher Nolan sei Dank, hat der Film einen deutlich realistischeren Touch als die völlig überdrehten vorherigen Superman Filme.

Fazit: Die Neuerfindung Supermans auf der großen Leindwand ist ein voller Erfolg!

"Man Of Steel Gewinnspiel"
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 21. Juni 2013
Ich war zugegeben skeptisch, nachdem ich die ersten "Man of Steel"- Gerüchte aufgeschnappt hatte. Christopher Nolan und David S. Goyer hatten mit dem Batman-Reboot das Comicbuch-Filmgenre revolutioniert, es greifbarer, bodenständiger, menschlicher gemacht, währenddessen Zack Snyder der Welt seinen unverkennbaren visuellen Stempel aufdrückte. Und als Hauptdarsteller dann auch noch Henry Cavill, dem ich eigentlich schon die Rolle als Bond gönnte, der nun aber die Rolle spielen sollte, von der er immer geträumt hatte?

Das las sich surreal, zu perfekt, eigentlich schon zu viel des Guten...
Trotzdem war ich nach den ersten Trailern und nach den bisherigen Comicbuch-Verfilmungen eigentlich davon überzeugt, dass genau diesen Menschen gelingen könnte, was bisher - zumindest aus meiner Sicht - niemandem gelungen war: Superman zu einem interessanten Helden zu machen. Superman war nie der Held meiner Kindheit, er war mir zu perfekt, zu glatt und schon als Kind empfand ich es albern, dass eine Brille genügen sollte, um sich vor der Welt und ihrer Paranoia und ihren Ängsten zu verstecken. Kurz: Superman war für mich eigentlich gänzlich uninteressant, obwohl in ihm eigentlich Potential steckte. Und das Duo aus Nolan und Goyer hatte bis dahin bewiesen, dass sie auf subtile Art und Weise, genau solches Potential an die Oberfläche kitzeln können.

So ging ich also mit einer ordentlichen Portion Hoffnung, Neugierde, aber auch mit der Angst im Bauch enttäuscht zu werden ins Kino: Und ich sah meine Hoffnung bereits im Prolog zu "Man of Steel" langsam sterben. Keine Frage, in "Man of Steel" steckte durchaus viel Gutes, es gab Szenen, die mich tief berührten spoiler: (darunter die eigentlich einzige Rückblende, die ich gelungen fand: Nämlich der Moment, in dem Clark mit seinen Fähigkeiten konfrontiert wird und alle zugleich auf ihn einströmen und ihn erdrücken)
und andere, die mich schier sprachlos machten, aber das Gesamtwerk ließ mich kalt, wirkte wie eine leere Hülle, am ehesten noch wie ein kleiner Vorgeschmack auf das, was nach "Man of Steel" noch kommen könnte.

Der Prolog zeigt sehr gut, was ich an Zack Snyder schätze, aber bereits dort hat man für mich zu viel gewollt, hat man sich zu sehr ins Zeug gelegt und die anfängliche Atemlosigkeit, die einen als Zuschauer begleitet, driftet in eine scheinbar nicht enden wollende Zähigkeit ab. Und so geht es bis ungefähr zum letzten Drittel des Films weiter. Actionreiche Szenen, bei denen man mit dem Auge kaum noch erfassen kann, was gerade geschieht, wechseln sich mit zähen Rückblenden und Erinnerungen ab, die leider alles zeigen und nicht nur bloß andeuten. Warum raubt man dem Zuschauer hier jede Fantasie? Und wieso nimmt man sich so viel Zeit, alles zu erklären, versäumt es dann aber, sich auch Zeit für seine Charaktere zu nehmen? Denn Tiefgang vermisse ich bei fast allen Charakteren, vor allem aber natürlich bei Clark/Superman. Und das Drehbuch trägt auch nicht dazu bei, dass Henry Cavill diesen Missstand schauspielerisch wieder hätte gut machen können: Nein, stattdessen war er die meiste Zeit dazu verdammt grimmig oder verloren drein zu blicken - und vor allem damit, die Stirn zu runzeln. Das ist schade, denn wer "The Tudors" gesehen hat, weiß, dass in Henry Cavill durchaus das Zeug dazu gesteckt hätte, Superman/Clark mehr Facetten zu geben.

Man of Steel ist für mich ein Film der verpassten Chancen. Angefangen bei Clark/Superman selbst, den einige Szenen in der Gegenwart deutlich besser getan hätten, als so viele in der Vergangenheit, bis hin zu dem Drehbuch, bei dem man das Gefühl hatte, dass man dem Zuschauer viel bieten wollte, den Film dann aber auf Szenen, die in Extremen Zuhause sind, heruntergebrochen hat. Anders kann ich mir nicht erklären, wieso dieser Film fast nur aus Szenen besteht, in denen eine einschneidende Erfahrung nach der nächsten gezeigt wird - deren Auswirkungen aber - wenn überhaupt - meist nur erahnen kann.

Ich kann für Teil 2 nur hoffen, dass alle Beteiligten sich auf ihre Stärken zurückbesinnen und die Oberflächlichkeit von "Man of Steel" hinter sich lassen und diese stählerne, ernste Oberfläche durchbrechen und sich in die Tiefe vorwagen und auch Superman endlich zu einem Held wird, der er verdient zu sein. Das Potential ist da und war auch in "Man of Steel" hier und da zu erahnen oder teils greifbar.

"Man Of Steel Gewinnspiel"
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 21. Juni 2013
spoiler:


Ehrlich gesagt ein richtiger Supermanfan war ich nie. Der Charakter von Superman war mir immer zu langweilig. Er war immer nur gut, hatte nie Ecken und Kanten und hatte nie irgendwelche Probleme so wie Batman. Das war mir einfach zu langweilig. Dazu kam das mich viele Dinge an diesem Supermanuniversum störte. Wieso reicht Kent eine Brille um sich zu tarnen, warum zieht er seine Unterhose über seine Hose, wieso bemerkt keiner in Kents Umfeld die Ähnlichkeit zu Superman? Nee, da waren so viele Dinge dabei die mich zu sehr gestört haben. Die alten Filme mit Superman, zumindest die ersten drei, fand ich vergnüglich, aber nix besonderes. Superman Returns war ein überlanger, ärgerlicher Kitschfilm, dem selbst bei Warner offentsichtlich keiner mochte. Also kam es jetzt zum Reboot. Die Tatsache das Christopher Nolan, als Produzent fungiert und Zach Snyder die Regie übernommen hat, hatte ich Hoffnung, das dieser Film nicht so aalglatt und vorhersehbar werden würde, wie Superman Returns. Und so wurde es auch. Zwar reicht Man of Steel nicht an die Batmantrilogie heran, aber man merkt den Einfluss von Nolan auf diesen Film. Denn der Film ist durchaus ein ernsthafter Actionfilm geworden. Comichafte übertreibungen wie in Superman Returns sind nicht dabei. Die Darstellerriege ist wirklich großartig. Henry Cavill schafft, das was Brandon Routh nicht vermochte. Er hat seinen eigenen Aktzent. Toll finde ich, das Snyder Kent als Mann zeigt, der seine Kräfte eher als Hinderniss als Segen empfindet. Denn als Erwachsener führt er ein zurückgezogenes Leben und tritt nur, wenn es unbedingt sein muß, als Held auf. Nur um dann auch gleich zu verschwinden. Dann tritt eines Tages Lois Lane, die wunderbar gespielt wird von Amy Adams, in sein Leben. Als er sie auf einem Schiff seines Volkes vor einem Roboter rettet, beginnt damit seine Demaskierung. Obwohl Kent, Lois Lane davon überzeugen kann, ihn in Ruhe zu lassen, muß er sein zurückgezogenes Leben aufgeben, als Zord bei der Erde ankommt. Denn er droht damit, falls Kent sich ihm nicht ergibt, die Erde zu zerstören. Und das ist der Startpunkt für ein gewaltiges Actionspektakel, das zwar wuchtig ist, aber nie ermüdend wird. Auch finde ich es originell, das die Menschen gegenüber Superman, mißtrauisch bleiben und ihn nicht ständig anhimmeln. Amy Adams ist eine tolle Lois Lane. Zwar muß sie auch in diesem Film mehrmals gerettet werden, trotzdem ist Lois Lane ein viel stärkerer Charakter als in den anderen Filmen. Wie schon gesagt, der nolanschen Batmantrilogie kann Man of Steel nicht das Wasser reichen. Dafür waren die Charaktere noch um einiges besser ausgearbeitet als bei Man of Steel und man fiebert einfach mehr mit einem Superhelden ohne Superkräfte mit, als mit Superman. Obwohl der Charakter bei Man of Steel doch sehr geerdet ist. Jetzt bin ich doch noch ein Supermanfan geworden. Aber nur in der Version von Snyder und Nolan. Bitte weitermachen meine Herren.

Schlußfazit: Granatenmäßiger Supermanfilm. Endlich rockt das Ganze.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 21. Juni 2013
Bombastisch. Dies ist wohl der Ausdruck, den man am besten für diesen Film benutzen kann. Es kracht, explodiert und wumst an allen Ecken und Kanten. Die Action-Szenen sind großartig ausgefallen. Daneben ist neben der Musik auch die schauspielerische Leistung sämtlicher Darsteller zu loben. Im Vorfeld der Veröffentlichung wurde Man of Steel teilweise besser angepriesen als The Dark Knight. Dieser Vergleich hinkt allerdings: Die Story ist relativ flach ausgefallen. Es verhällt sich dabei wie mit der Action: Viele Aspekte werden angesprochen, aber eben nicht zu Ende auserzählt. Hierdurch wirkt das ganze nicht so rund wie bei The Dark Knight. Allerdings macht die Action diese Unlänglichkeit schnell wieder vergessen. Kindheit und Jugend von Clark Kent/Superman/Kal-El werden in Rückblenden erzählt. Dieses Stilmittel ist weder neu noch besonders innovativ. Die Platzierung dieser Rückblenden ist hingegen sehr gut gelungen: An Stellen, an denen sich der Superheld überwinden muss und an Grenzen stößt.
Innovativ an diesem Superman finde ich persönlich, dass er nicht der absolute Strahlemann ist. Sein Image wird angekratzt und am Ende hat er eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera zu treffen, die ihm sichtlich missfällt. Diesen neuen Zugang finde ich gut, da das ganze hierdurch vielschichtiger als beim mauen Superman Returns von Bryan Singer wirkt.
Mit welchen Comic-Verfilmungen kann man MoS nun vergleichen?! MoS kann mit der Dark Knight Trilogie aufgrund der fehlenden Tiefe der Geschichte nicht mithalten und ist nicht so rund erzählt. Zum Ton der Marvel-Filme wie Iron Man oder Avengers passt es ebenfalls nicht, denn diese Verfilmungen funktionieren vor allem aufgrund der Witzigkeit des Herausragenden Robert Downey Jr. Comedy blitzt bei MoS nur selten auf. Bleiben noch Vergleiche mit dem Hulk und Captain America. Hulk ist bisher zweimal sehr unterschiedlich interpretiert worden. Während die Version von Ang Lee vorallem als Drama im Comic-Gewand funktioniert hat, ist die Version mit Edward Norton in erster Linie ein Action Film. MoS ist eine Mischung aus beidem und liegt qualitativ zwischen beiden Versionen. Captain America - The First Avenger ist meiner Meinung nach an so ziemlich allem gescheitert woran man scheitern kann und daher keine Konkurenz für MoS. Gleiches gilt für die Grüne Laterne. Anders verhält es sich hingegen mit der Spiderman Trilogie von Sam Raimi. Hier stehen Drama und Comedy gleichwertig nebeneinander und ergänzen sich wunderbar. MoS kann da leider nicht ganz mithalten.
Wie schneidet MoS im Vergleich zu früheren Werken von Zack Snyder ab? MoS ist vom Design überragend, wie (fast) immer bei Zack. Watchmen und 300 waren meines Erachtens etwas besser und Sucker Punch war deutlich schlechter als MoS. (Ich habe die Legende der Wächter nicht gesehen!) Damit reiht sich MoS qualitativ etwa in die Mitte von Snyders Filmographie ein.
Ich durfte den Film in 3D bewundern: Es ist ganz gut umgesetzt, allerdings nicht überragend wie bei Avatar oder Tim und Struppi oder beim Hobbit. Die dritte Dimension ist jedoch viel besser umgesetzt als zum Beispiel bei Pirattes of the Caribbean: On Stranger Tides oder Prometheus.
Fazit: Ein alles in allem gelungener Auftakt zur anstehenden JL und hinreichend Potenzial das Niveau storytechnisch zu heben.
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 21. Juni 2013
1 Jahr ist es her, da wurde man schon mit voller Vorfreude auf den Film vorbereitet. Der Film hat mich allerdings nur halb überzeugt.
Die klassischen Gänsehaut Momente aus der Superman Story sind vorhanden und teilweise auch wirklich unglaublich fesselnd umgesetzt. Zwar sind die Dialoge irgendwo erhebend, aber im nächsten Moment wird man durch einen unpassenden Kommentar wieder auf den Boden geholt und denkt sich kurzer Flug. Kurzum das Screenplay war einfach in falschen Händen und hätte vom großmeister Nolan selber geschrieben werden sollen.
Die Regie von Snyder war übersichtlich und right on Target, ein Auge für Detail wird dem Zuschauer vermittelt und man bekommt einen irren Einblick wie es sein muss, wenn man Fliegen kann.
Die Cast hat mich auf voller Strecke überzeugt, wobei ich Amy Adams leider nicht als Lois Lane sehe, es passt irgendwie einfach nicht.
In meinen Augen ein must see, denn Superman ist und bleibt der Held der die Welt auf seinen Schultern trägt, was in diesem Film praktisch bildich umgesetzt wurde.
PS.: In OV gesehen, und ja man bekommt einen Mancrush ... Henry Cavill!
"Man Of Steel Gewinnspiel"
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 21. Juni 2013
Eingefleischten Fans von Superman wird die Story anfangs etwas befremdlich vorkommen, zumal der Superheld bisher nicht als streunender, von Job zu Job und Identität zu Identität springender Clark Kent bekannt sein dürfte. Auch das "Outing" als Superheld mit 33 Jahren wirkt zunächst so gar nicht typisch. Serien wie "Smallville" und "Superman - die Abenteuer von Lois und Clark" haben in der Vergangenheit etwas anderes vermittelt. Doch der Superman mit Anfang 30 wirkt bei seiner Suche nach sich selbst stets authentisch. Gut erkennbar ist auch der Wunsch, als Mensch trotz der Andersartigkeit akzeptiert zu werden, der den Clark Kent in diesem Film von Anfang an charakterisiert. Aber auch die zeitweise Verbundenheit zu General Zod, der nach eigenen Angaben nur für den Erhalt seiner Spezies existiert, ist gut erkennbar und kennzeichnet die Zerrissenheit von Superman, der zwischen der Rettung der Erde und seinen neu gewonnenen Erkenntnissen über seine Herkunft hin- und hergerissen ist.

Henry Cavill macht nicht nur in dem sehr gut gelungenen Superman-Dress eine gute Figur, er wirkt auch im Holzfällerhemd äußerst sympathisch. Sehr ausdrucksstark spielt er überzeugend jemanden, der seinen Platz in der Welt sucht. Ab und an fand ich, dass seine schauspielerischen Leistungen durch die recht actionreichen Szenen etwas überlagert wurden. Henry Cavill ist jederzeit präsent und als Actionheld eine mehr als akzeptable Besetzung und braucht sich hinter den Filmgrößen Kevin Costner, Russell Crowe und Michael Shannon nicht zu verstecken. Amy Adams als Lois Lane wird meiner Ansicht nach für den Zuschauer erst so richtig präsent, als sie in das Geschehen eingreift. Davor wirkt ihre Rolle eher blass, wenn auch nicht unwichtig für die weitere Handlung.

Mein Fazit: Zunächst war ich skeptisch, als ich die Kritiken gelesen und gehört hatte. Christopher Nolan und Zack Snyder haben mit diesem Film ein Experiment gewagt, dass Fans auf eine harte Probe stellt. Letztendlich ist es ihnen gelungen, eine bekannte Story in ein neues Gewand zu kleiden, dass zwar gewöhnungsbedürftig ist, den Zuschauer aber zu jeder Zeit abholt und mitnimmt. Die Starbesetzung trägt ihr Übriges zu diesem gelungenen Actionstreifen bei. Ich bin gespannt, ob Henry Cavill uns noch einmal als Superman begeistern wird.
Möchtest Du weitere Kritiken ansehen?
  • Die neuesten FILMSTARTS-Kritiken
  • Die besten Filme