Man Of Steel
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Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 20. Juni 2013
Irgendwo zwischen zusammenstürzenden Häusermeeren, explodierenden Sternen und krachenden Laserkanonen versteckt sich tatsächlich auch Superman. Und in den Szenen, in denen Superman im Mittelpunkt steht, und nicht das Schaulaufen der Spezialeffektfirma, ist er wirklich so stark, wie sein Protagonist. Er kommt ernst daher, ohne unfreiwillig komisch zu sein, was bei einer Comicadaption ja durchaus eine Gefahr ist und die Schauspieler agieren mit genau der richtigen Dosierung von unaufdringlichem, aber zur richtigen Zeit pathetischen Mimenspiel.
Das Problem sind dann allerdings die Materialschlachten, die schnell langweilen, ähnlich wie bei Transformers: Es ist einfach zu viel. Ja es sieht verdammt gut aus und ja, die Schauwerte sind teilweise mitreißend. Allerdings ist hier soviel Gigantomanie auf die Leinwand gebannt, dass es keine Szenen mehr gibt, die einen wirklich umhauen; mehr als explodierende Städte und Planeten während, alles aus Laserkanonen schießt und vor irren Panoramen Tränen in die Kamera weint, geht eben nicht, und wenn das alle paar Minuten geschieht, hat man sich tatsächlich irgendwann satt gesehen.
Das nächste Problem ist eher eines, das auf der Figur an sich beruht, und sicherlich wie alles andere in dieser Kritik sehr von subjektivem Empfinden abhängt: Superman ist - um es mit einem Wort der Gamercomunity zu besehen - absolut imba. Dieser Superheld hat im Prinzip keine Schwächen. Er ist unverwundbar, superstark und kann fliegen. Wo soll da die Spannung herkommen? Thor hat das deutlich besser hinbekommen, ohne ähnlich wie Iron Man als (tolle!) Komödie daherzukommen.

Freunden der ernsten Comic-Action, die Zack Snyder versucht hat zu fabrizieren, werden nach wie vor bei der Dark Knight Trilogie besser aufgehoben sein, nichts destotrotz ist Man of Steel gute Kinounterhaltung, bei der im Bezug auf die Effekte weniger deutlich mehr gewesen wäre.

Man Of Steel Gewinnspiel
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 20. Juni 2013
Im Gegensatz zu allen bisherigen Superman Verfilmungen präsentiert "Man of Steel" dem Zuschauer eine interessante Fragestellung: Wie fühlt sich ein Außenseiter mit gottgleichen Kräften, der sein ganzes Leben lang nach Antworten auf seine vielen Fragen sucht?

Dieser Ansatz ist eine völlig neue Herangehensweise und ich bin sehr froh, dass Zack Snyder genau diesen Weg geht und einen radikalen Neuanfang wagt, anstatt ein Relikt aus den 70er Jahren aufzugreifen, wie Singer es mit "Superman Returns" vor einigen Jahren tat.
Snyders Werk ist meiner Meinung nach kein Film von der Stange im herkömmlichen Sinne, der nach einem altbewährten Schema aufgebaut ist. Alleine die Tatsache, dass der Film Clarks Geschichte durch geschickt eingeworfene Rückblicke erzählt, anstatt auf chronologische und altbewährte Erzählstruktiuren zurückzugreifen, die dem typischen Popcornkino entsprechen, ist fast schon eine kleine Revolution.
Es mag sich komisch anhören, aber nach dem Lesen einiger Kritiken der Fachpresse denke ich, dass sich die Autoren nicht genug Zeit genommen haben, um die augenscheinliche Oberflächlichkeit zu durchdringen. Dem Film wird öfter mal vorgeworfen, kein Herz zu haben und die Charakterzeichnung von Clark zu vernachlässigen und stattdessen den Schwerpunkt auf die Action zu legen. Diesen Kritikpunkt kann ich zwar nachvollziehen, aber ich möchte an dieser Stelle die (meines Erachtens) größten Irrtümer über den "Man of Steel" widerlegen:

1. Dem Film fehlt Herz

Wenn man nicht offen für eine unkonventionelle Art des Storytellings ist, kann ich diesen Punkt nachvollziehen. Aber beim näheren Hinsehen kann man ihn locker entkräften, da es nur subjektiv gesehen so ist. Objektiv gesehen bietet "Man of Steel" tiefere Einblicke in Clarks Herz als je eine Superman Verfilmung zuvor. Im Unterschied zu schmalzgeladenen Dramen, in denen oft durch Dialoge und eine sehr suggestive Wortwahl der Protagonisten dieser Effekt erreicht wird, benutzt Snyder Bilder. Wie ich an dieser Stelle anmerken möchte: perfekte Bilder von einer photogaphischen Raffinesse, die ich so selten bzw. noch nie in der Form gesehen habe.
Ob eine Tür ins Schloss fällt, eine Holzschaukel langsam im Wind vor und zurück wiegt oder ein junger Clark Kent sich ein Tischtuch zu einem Cape umfunktioniert und durch das Gras läuft: Die Bilder sprechen Bände und sind schlichtweg wunderschön und technisch perfekt. Jeder Bildausschnitt, jede Kamerabewegung - ja selbst jeder Schärfewechsel - ist genauestens durchdacht und auf hohem künstlerischem Niveau. Das Grading und der bombastische und teils melancholische Soundtrack runden das Ganze ab und verleihen den Bildern unglaubliche Tiefe.
Kurz: Man kann Emotionen über Worte und über Bilder transportieren. Snyder verwendet Bilder.

2. Dem Film fehlt jegliche Ironie

Comicverfilmungen müssen nicht zwangsläufig ironisch oder gar komödiantisch sein. Das funktioniert im Fall von "Iron Man" prima, aber seien wir doch mal ehrlich: Hat Superman Grund zur Freude?
Im Gegensatz zu Tony Stark ist Clark Kent kein millionenschwerer Playboy, genialer Ingenieur und wortgewandter Egomane. Er schlicht und einfach eine einsame Person! Im Film ist er 33 Jahre alt und sein ganzes Leben lang war er anders und auf der Suche nach einer Erklärung dafür. Wäre so eine Person in der Realität zwangsläufig ironisch und hätte immer einen lockeren Spruch auf den Lippen? Ich denke eher nicht.
Nebenbei erwähnt war die aufgesetzt lustige Art von Clark Kent bisher immer einer meiner Kritikpunkte in den bisherigen Filmen. Mir persönlich gefällt die Idee eines mit sich selber hadernden Mannes deutlich besser.

3. Der Film bietet nur plumpe Action

Auf den ersten Blick bietet der Film tatsächlich viel Action und man hat kaum Zeit für eine Verschnaufpause. Aber mal ganz ehrlich: Es ist doch genau das, was wir alle wollten! "Superman Returns" war vom Actiongehalt her extrem überschaubar und wirkte eher wie ein lustiges Bühnenstück und nicht wie eine Comicverfilmung über einen Mann, der übermenschliche Kräfte besitzt.
Der springende Punkt ist folgender: Die in "Man of Steel" gezeigten Actionsequenzen würden absolut nicht zu einer Batman Verfilmung, einer Spider-Man Verfilmung oder anderen Helden passen. Selbst für die "Avengers" wären sie lächerlich übertrieben. Aber sie sind genau das, was man erwartet, wenn man an Superman denkt! Superman ist das stärkste Wesen weit und breit und übertriebene Action ist meiner Meinung nach die einzig logische Konsequenz. Wenn ein Held schon in Überschallgeschwindigkeit fliegen kann und stärker ist als jedes Material der Welt, dann möchte man das auch sehen. Sonst wäre es doch irgendwie witzlos, oder?
Darüber hinaus sind die VFX von Weta Digital meines Erachtens so ziemlich das Beste, was es in dem Bereich bisher gab und stellen selbst die Zerstörungsorgien der "Transformers" in den Schatten. Erstens sind die Kämpfe perfekt choreographiert und dynamisch in Szene gesetzt und zweitens sind Detailgrad und Qualität der Zerstörung einfach so lächerlich gut, dass man sich fragt ob die VFX Artists überhaupt noch Zeit zum Essen hatten.

4. Hans Zimmer hat sich beim Soundtrack von John Williams Vorlage losgesagt

Was ist daran schlimm? Klar, das alte Theme kann jedes Kind mittlerweile pfeifen. Aber "Man of Steel" ist ein Reboot und der alte Sound würde absolut nicht zur neuen Herangehensweise passen. Darüber hinaus ist Hans Zimmer eines der größten musikalischen Genies, die auf dieser Erde wandeln und der neue Sound ist in jeder Szene stimmig und passt perfekt zu den Bildern.

5. Der neue Anzug sieht unfreiwillig komisch aus

Bitte? Seit Äonen fliegt Superman mit einem quietschbunten Kostüm durch die Gegend, dessen I-Tüpfelchen aus einer knappen, roten Unterhose besteht und niemand macht sich über die Lächerlichkeit Gedanken. Der "Man of Steel" besitzt kein peinliches Höschen mehr und der Anzug sieht stattdessen wie eine flexible und äußerst edle Rüstung aus und das Geschrei ist groß. Für mich völlig an den Haaren herbeigezogen und unverständlich.

Fazit:
Ich kann jedem Fan von Comicverfilmungen den "Man of Steel" ans Herz legen. Mir persönlich hat er sehr, sehr gut gefallen und ich gebe ihm 4,5/5 Sternen!

Man Of Steel Gewinnspiel
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 20. Juni 2013
echt super gemacht
kleine Abweichungen zu der Story die wir kennen
aber toll umgesetzt
freue mich auf der sequel
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 20. Juni 2013
Insgesamt fand ich den Film sehr gelungen. Die Darsteller waren sehr überzeugend, vor allem die, die die bösen Rollen verkörpert waren, und auch die Story fand ich sehr gut. Was mich jedoch gestört hat, war die viel zu lange und heftige Kampfszene am Ende. Sie war meiner Meinung nach zu übertrieben und zu sehr in die Länge gezogen. Für das endgültige Ende hätte ich mir etwas ruhigere und ernsthaftere Töne (wie die Szene am Grab des Vaters oder gemeinsame Rückblicke mit der Mutter auf Jugend und Kindheit) gewünscht. Die Szene in der Redaktion war mir als Abschluss etwas zu albern. Außerdem ging mir der Sprung von der Zeit, in der er sich noch nicht seiner Supermann-Kräfte bewusst war (längere Haare und unrasiert) zum Supermann-Image (gegelt und gut rasiert) etwas zu schnell.

Man Of Steel Gewinnspiel
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 22. Juni 2019
Als ich davon hörte, dass Christopher Nolan und Zack Snyder den neuen Superman übernehmen und dann auch noch die sehr guten und ernster wirkenden Trailer gesehen habe, ging ich mit dem entsprechend hohen Erwartungen in den Film.
Leider konnten diese Erwartungen jedoch nicht erfüllt werden, da der Film eben nicht (oder zumindest wenig) diese Ernsthaftigkeit und den Tiefgang enthält. Die erste Hälfte des Films wechselt zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart. Dabei sind die Szenen aus der Vergangenheit, bevor Clark zu Superman wird die stärksten des Films und hätten meiner Meinung nach länger behandelt werden sollen, da sie dem Film eine düstere und für die Superman filme neue Atmosphäre verschaffen. Anstatt dessen wird in der zweiten Hälfte des Films das Augenmerk auf einen Endkampf nach dem anderen gesetzt und alles von der Ernsthaftigkeit geht verloren.
Jedoch muss man dazu sagen, dass wen man mit nicht allzu hohen Erwartungen in den Film geht man ihn gut finden wird da es trotz der oben genannten Schwächen der stärkste Superman aller Zeiten ist.

Man Of Steel Gewinnspiel
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 20. Juni 2013
Die vergangenen Marvel-Verfilmungen haben das Superhelden Herz durchaus verwöhnt. 5 verschiedene Comicverfilmungen, die dann in einem epischen Finale gipfelten. Nicht alle waren durchweg gute Filme, aber immerhin waren sie solide. Über 1 Mrd. konnte man mit „The Avengers“ im weltweiten Box-office erzielen und deshalb dachte man sich wohl bei DC was Marvel kann, können wir schon lange. Kurzerhand kündigte man mit der geplanten „Justice League“ Verfilmung ein ähnliches Projekt an. Spiderman, Iron Man und Hulk. Diese Marvelhelden sind immer für gute Einspielergebnisse zu haben. DC wiederrum hat mit Batman, Superman und Green-Lantern ebenfalls gute Eisen im Feuer. Trotz einiger herber Rückschläge („Green Lantern“, „The Amazing Spiderman“) klingeln immer ordentlich die Kassen. Christopher Nolan hat, wie kaum jemand bestreiten kann, mit der im letzten Jahr abgeschlossenen Dark Knight Trilogie etwas wirklich Großes erschaffen und einen soliden Grundstein für das DC Multiversum gelegt. Ein Superheld mit Ecken und Kanten, komplexe Charaktere und ein beeindruckender Einzug von Realität in eine sonst so comichafte Welt. Kein Wunder also das Nolan als Produzent und Ratgeber für das Superman Reboot zur Verfügung stand. Wenn man die Messlatte einmal so hoch gelegt hat, muss man damit rechnen auch an eben dieser gemessen zu werden. Ein direkter Vergleich zwischen Bruce Wayne und Clark Kent liegt also nahe. Die ersten Trailer versprachen das, was sich die Fans erhofft hatten: Nolans filmästhetischer Einfluss war spürbar und allgegenwärtig. Ein Superheld mit schwieriger Kindheit, mit Tiefgang. Nicht umsonst war der 2. Trailer einer der Besten der jemals auf die Leinwand gezaubert wurde.
Wenn man sich den fertigen Film nun ansieht, ist der Nolan’sche Einfluss auch weiterhin bemerkbar. Teils ungewöhnliche Einstellungen und ein Ansatz von vielschichtiger Handlung sind nur einige Merkmale. Leider ist es eben kein richtiger Christopher Nolan Film und am Ende sitzt da jemand auf dem Regiestuhl, den ich eher in Richtung Michael Bay verorten würde. Zack Snyder hat mit „Watchmen“ zwar schon sein Talent unter Beweis gestellt, doch „Man of Steel“ ist davon noch Meilen weit entfernt.
Trotz Laufzeit von über 2 Stunden wirkt der Film eher wie eine Kurzzusammenfassung zu Beginn einer neuen Serienstaffel. Man springt in einem unmenschlichen Tempo von einem Thema zum Nächsten und setzt Akzente an den falschen Stellen. Der im Trailer versprochene Tiefgang kann so niemals aufkommen. Hat man sich einmal an eine Zeit gewöhnt und es keimt zum ersten Mal so etwas wie charakterliche Entwicklung auf, springt man schon zur nächsten Zeitebene und lässt die Figuren so viel zu oberflächlich und blass. Das was Snyder zu erzählen hat passt locker in eine ganze Serienstaffel bzw. in mehrere einzelne Filme. Denkt man an „Batman Begins“ zurück, so hat Christopher Nolan dieses Problem perfekt gelöst. Er hat für den komplexen Charakter Bruce Wayne viel mehr Zeit zur Entwicklung gelassen und dadurch wirkt es viel stimmiger und ergibt am Ende eben ein großes Ganzes. Aufgrund des bisherigen Erfolgs des Films ist ein Sequel bereits in Planung und ich frage mich, was soll Snyder jetzt noch zeigen. Die Kindheit, das Teenager sein, der ausgestoßene Weltenbummler, die Vergangenheit auf Krypton, Loise Lane. Alles wurde in die 140 Minuten gepackt. Die Verfilmung scheitert an seinen eigenen Ambitionen. Snyder will zu viel erzählen und lässt den Tiefgang damit außen vor. Wir berichteten bereits vor ein paar Wochen, dass es im Film verschiedene Anspielungen auf kommende Handlungsstränge gibt. Nicht nur die „Justice League“ betreffend, sondern auch auf die persönliche Entwicklung von Superman bezogen. Die Entwicklung der Figur ist für mich jedoch schon jetzt nach Teil 1 abgeschlossen. Ich glaube nicht, dass sich Superman noch viel mehr verändern kann. Die Batman Trilogie durchzog ein roter Faden. Der dunkle Ritter entsteht, er fällt und erhebt sich wieder. Hier überspringt man diesen Teil einfach komplett und lässt überhaupt keinen Handlungsspielraum für kommende Entwicklungen. Außerdem überrascht die Zeit die Snyder seinem außergewöhnlichen Cast auf der Leinwand überlässt. Natürlich geht es in erster Linie um Superman selbst, aber Kevin Costner, Diane Lane, Russel Crowe und insbesondere den überaus fantastischen Michael Shannon auf der Ersatzbank versauern zu lassen zeugt entweder von unglaublicher Selbstüberschätzung oder unglaublicher Dummheit. Ich erinnere mich gerne an „The Dark Knight Rises“. Officer Blake gehörte knapp 60% der Handlung des letzten Films, und das obwohl es eigentlich hauptsächlich um Batman gehen sollte. Vielleicht ist es nicht fair die beiden Franchises andauernd miteinander zu vergleichen, doch hat sich DC selbst dazu entschieden diesen Vergleich anzustreben und muss sich so damit konfrontiert fühlen.
„Man of Steel“ ist mehr Materialschlacht als Superhelden-Drama. Bereits in der ersten, wie ich finde, vollkommen überflüssigen und absurden Szene auf Krypton wird die Dimension des Films deutlich. Effekthascherei und Konzentration auf den 3 dimensionalen Eindruck sind dem Regisseur wichtig. Die Geschichte kommt dadurch, wie so häufig, zu kurz. Beispielsweise kann ein Bösewicht wie General Zod niemals die diabolische Stärke eines Jokers erreichen, wenn man die Figur nicht nur extrem selten sieht, sondern dann auch meist nur in extrem gewaltigen, überladenen Actionsequenzen die keine Identifikation mit der Figur möglich machen. Dadurch ist der Vergleich mit einem „Transformers“ Film naheliegender als der direkte Vergleich zum DC-Kollegen Batman. Dass es einen guten Mittelweg gibt zwischen geregeltem CGI Einsatz und ansatzweiser tiefgehender Handlung konnte man vor wenigen Wochen bereits bei „Iron Man 3“ und „Star Trek: Into Darkness“ beobachten. Es ist also möglich die Film-Skala auf ein bombastisches Level zu heben und dem Zuschauer trotzdem nicht das Hirn zu verbraten.
Um fair zu bleiben muss ich aber auch sagen, dass nicht alles nur durchweg schlecht ist. Bild und Ton gehören sicherlich in die oberste Liga des Hollywood-Blockbusters. Das Setting ist einem (außerirdischen) Superman definitiv angemessen und man zerstört gar ganze Planeten um den Eindruck eines epischen Geschehens zu wahren. Der mit Sicherheit positivste Aspekt des Films ist wie bei Hans Zimmer üblich, die Filmmusik. Zimmer hatte es nicht leicht in die Fußstapfen des weltberühmten Themes zu treten, doch schafft das mit Bravour und liefert wieder einen erstklassigen Soundtrack. Zurzeit führt in Hollywood kaum ein Weg an diesem Ausnahmekomponisten vorbei!
Am Ende gibt’s von mir eine Kinoempfehlung mit Einschränkung: Bei wem die Euros locker liegen und Preise von weit über 10€ am Wochenende keine Bauchschmerzen auslösen, kann es sich durchaus erlauben den Gang zum Lichtspielhaus zu wagen. Allen anderen sei gesagt, dass es vielleicht in erheblicher Enttäuschung über den fertigen Film enden könnte. Wenn man den Anspruch hat und einen Christopher Nolan Film erwartet, geht mit der völlig falschen Einstellung ins Kino und kann nur enttäuscht werden. Als epochaler Actionfilm in größtmöglichem Scale funktioniert „Man of Steel“ allerdings einwandfrei und in dieser Hinsicht sicherlich eine Empfehlung. Ich bin gespannt, ob Snyder die Verfilmung besser fortsetzen kann oder gar in einem Batman Crossover gipfelt, aber jetzt heißt es erstmal abwarten. In den folgenden Wochen kommen noch einige andere Anwärter für den Sommerblockbuster 2013 in die Kinos und ich bin zuversichtlich das ein besserer Kandidat (u.a. „Pacific Rim“, „Elysium“) als „Man of Steel“ dabei sein wird. Man Of Steel Gewinnspiel
ChimpTown.com
ChimpTown.com

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4,0
Veröffentlicht am 20. Juni 2013
Um ihren Sohn zu vor der Vernichtung ihres Planten Krypton zu retten, schicken Jor-El (Russell Crowe) und Lara Lor-Van (Ayelet Zurer) ihren neugeborenen Sohn Kal-El zur Erde. Hier wird er von den Farmern Jonathan (Kevin Costner) und Martha Kent (Diane Lane) gefunden und als ihr Sohn aufgezogen. Doch schon früh merkt der Junge, dass er anders ist und hat Probleme sich anzupassen. Als der böse General Zod (Michael Shannon) plötzlich die Erde bedroht um ihn ausfindig zu machen, muss Clark (Henry Cavill) sich entscheiden, ob die Welt schon bereit ist sein Geheimnis zu erfahren. Nur er kann die Erde vor der Bedrohung durch Zod retten…

Nach den ersten vier Verfilmungen des ältesten Comic-Superhelden mit Christopher Reeves und eines Reboots aus dem Jahr 2006 mit Brandon Routh, widmen sich nun Regisseur Zack Snyder und Produzent Christopher Nolan dem Stoff und versuchen die Geschichte von Superman neu zu erzählen und zu dessen Wurzeln zurückzukehren.

Was man vorab schon in den Trailern sehen konnte kann ich jetzt bestätigen: Die Effekte sind überwältigend, so muss Bombast-Kino aussehen!! Den finalen Kampf kann man einfach in einem Wort beschreiben: EPIC! Locker kann Man of Steel hier die Messlatte der Avengers-Verfilmung erreichen und sogar noch etwas höher legen. Im zweiten Abschnitt fühlt man sich allerdings in manchen Szenen sogar fast verloren, so gewaltig geht es auf der Leinwand zu. Im Gegensatz dazu ist die etwas ruhigere erste Hälfte speziell in ihrer Erzählung wirklich klasse. Die mehrmaligen Rückblicke auf Clark Kents Jugend stellen die Entwicklung des Jungen, der zum Außenseiter verbannt ist, extrem gut dar.

Henry Cavill ist Superman! Dessen Besetzung war definitiv die richtige Wahl und sein frisches Gesicht passt perfekt zu seiner Rolle. Nur ungern hätte ich hier eine bereits bekannte Hollywood-Größe gesehen. Amy Adams ist toll, aber ihre Rolle der Daily Planet Reporterin Lois Lane wirkt den ganzen Film über seltsamerweise als Fremdkörper. Zu simpel und einfach steigt sie in das Geschehen ein und darf als Sensationsreporterin im Geschehen mitmischen. Michael Shannon als General Zod ist ebenfalls klasse, vielleicht etwas zu eindimensional, aber die Rolle des Gegenspielers steht ihm gut und er deutet zumindest mehrmals an was er kann.

Der Handlungsstrang rund um die Mitarbeiter der Zeitung Daily Planet und ihren Boss Perry White, gespielt von Laurence Fishburne, wirkt in weiten Teilen leider überflüssig. Und eben deshalb fiebert man bei deren Verwicklung in das Geschehen nicht wirklich mit. Hier hätte man sicherlich eine bessere Lösung finden können.

Nachdem Man of Steel in Amerika mit super Einspielergebnissen gestartet ist, wurde die Fortsetzung bereits für nächstes Jahr geplant. Daraufhin soll dann ein Film über die Justice League entstehen, das Äquivalent zu Marvels The Avengers.

Fazit: Ob man ein Fan von Superman ist oder nicht, der Film ist absolut sehenswert, keine Sekunde langweilig und macht definitiv Lust auf mehr.

Man Of Steel Gewinnspiel
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 20. Juni 2013
Da ist er also, der neue Superman. Diesmal "vom Macher der Dark Knight Trilogie"..naja, ich denke hier wird mit dem Namen von Nolan mehr geworben, als dem Film gut tut. Wer hier ein philosophisches und tiefgründiges Meisterwerk wie TDK erwartet, der wird wohl über kurz oder lang enttäuscht werden. Zwar sind einige gute Ansätze vorhanden, um die Geschichte des Stählernen neu aufzurollen, doch macht Drehbuchautor Goyer daraus leider viel zu wenig. Sicherlich, die Action (von der es vor allem im letzten Drittel mehr als genug gibt) stimmt und sieht wie von Snyder nicht anders zu erwarten gigantisch aus; doch erzählerisch und auf emotionaler Ebene fehlt dem Film einfach das "Nolan-Batman-Feeling". Nichts desto trotz, der Film wirkt nicht zu lang und kann als Popcorn Film überzeugen. Man könnte sich halt nur an den durch die Trailer geweckten, falschen Erwartungen etwas (künstlerisch) unterfordert vorkommen. #Man Of Steel Gewinnspiel#
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 20. Juni 2013
Noch ein Superman-Film...Naja...Die letzten waren ja nicht so ganz nach meinem Geschmack gewesen. Aus diesem Grund war ich am Anfang etwas skeptisch und wusste nicht ob es sich lohnen wird diesen Film zu sehen.
Jedoch ist dieser Film ganz anders. Die Macher des Films sind ja schon des öfteren für Ihre FIlme hoch gelobt worden. Im Gegensatz zu den Verfilmungen der Marvel-Verfilmungen finde ich, dass dieser Film wahrlich einen höheren Grad an Realismus bietet - natürlich im Rahmen von Comic-Verfilmungen. Die Story wurde gradios umgesetzt und auch optisch macht der "Man of Steel" einiges her. Persönlich freue ich mich auf den zweiten Teil und auch auf die Zusammenkunft der Justice League.
Eine klare Empfehlung für alle die von Superhelden nicht genug bekommen können.

Man Of Steel Gewinnspiel
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 20. Juni 2013
Man of Steel Kritik

Zugegeben, meine Erwartungen an Man of Steel waren sehr hoch. Die Trailer waren unheimlich intensiv und bei der Kombination der Beteiligten, war ich sehr gespannt was für ein Werk entsteht.
Zack Snyder kann visuell beeindruckende Filme wie 300 oder Watchmen machen, das hat er bereits bewiesen, aber bei Man of Steel wäre weniger mehr gewesen...

Der Film ist eigentlich in zwei Hälften aufgeteilt.
Die erste Hälfte hatte Herz, Familie, Drama und wurde äußerst menschlich inszeniert. Die Geschichte von Clark Kent, welchen Henry Cavill gut verkörpert, wird originell erzählt und macht die Figur identifizierbar.

Leider ist die zweite Hälfte des Films das komplette Gegenteil. Hier wäre weniger mehr gewesen.
Ein fast einstündiges CGI Fest welches kaum Zeit zum Atmen lässt, macht für mich den Film etwas kaputt. Zwar ist alles visuell sehr beeindruckend, jedoch geht hier die Menschlichkeit der ersten Hälfte einfach flöten.

Nichtsdestotrotz ist Man of Steel ein wirklich sehenswerter Blockbuster, der so manchen Fan auch definitiv zufrieden stellen wird.

Liebe Grüße,

Lukas

Man Of Steel Gewinnspiel
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