Man Of Steel
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Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 6. Juli 2013
Man of Steel. Die Namen Nolan und Snyder stehen ja eigentlich für Qualität, die ihresgleichen sucht. Hier aber hat Nolan wohl nur seinen Namen gegeben und Snyder Angst gehabt, dass er eine mögliche Fortsetzung nicht machen darf. Zu vollgestopft und durcheinander wirkt der Film.
Sicher, die Vorgeschichte Supermans ist schon oft erzählt und verfilmt worden, aber deshalb muss man doch nicht auf einen Charakterentwicklung vollkommen verzichten. Der Film bietet genug Handlungsansätze für 2 Teile, die aber nun in diese 142 Minuten gepresst werden mussten. Alles in allem besitzt der Superman-Franchise sicherlich wesentlich mehr Potenzial, wird aber in diesem Film komplett durcheinander gewürfelt. Clarks Vergangenheit wird immer mal wieder in Flashbacks angerissen, aber eigentlich vollkommen außer Acht gelassen... spoiler: dazu eine Lious Lane, die bereits nach einer gefühlten halben Stunde die Identität von Superman locker selbst herrausgefunden hat (gut, jetzt kann manch einer sagen, dass die wohl ausgeklügelste Verkleidung der Comicgeschichte, eine einfache Hornbrille, natürlich auch nciht wirklich überzeugen kann).

Und die Actionszenen und Wackelkamera tun ihr Übriges. Natürlich sind einige Szene auf das 3D Feature zugeschnitten, aber muss man aus einem Film, der soviel Möglichkeiten zur Charakterentwicklung und Entfaltung geboten hätte ein sinnloses Action-Spektakel ala Michael Bay machen?
Alles in Allem war der Film leider eine echte Enttäuschung und ich bin Froh, dass ich ihn für günstiges Geld in einem kleinen Kino in 2D gesehen habe. Verschenktes Potenzial an allen Ecken, so kann es leider nicht mehr als 2 Sterne für den eigentlichen Star der DC Comics geben.
Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 4. Juli 2013
"Man of Steel" wählt die richtigen Grundthemen, aber Snyder hat nicht genug Vertrauen in die Figur Superman, um aus ihr eine mythische Lichtgestalt in einem aufregenden Abenteuer zu machen. Meine Analyse zum Film findet ihr in meinem Blog (siehe Link).
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 3. Juli 2013
Ein Regisseur wie Zack Snyder macht keine Filme mit dem Gedanken „hoffentlich gefällt er jedem“. Nein, sonst hätte er nicht auf die ihm mit „300“ vorgeworfene Schwulenfeindlichkeit geantwortet, dass "300" der schwulste Film aller Zeiten sei.

Zack Snyder erzählt mit "Man of Steel" eine Geschichte mit außerordentlich guten Schauspielern und zeigt Bilder, wahnsinnig beeindruckende Bilder, die selbst die etwas flache Story wieder zu einem Kinoerlebnis der besonderen Art machen. Außerdem erfindet er altes neu, aber nimmt dabei nicht nur, sondern bereichert.

Wann sonst haben sich so viele Menschen darüber unterhalten, dass ein erwachsener Mann endlich seine Unterhose unter den normalen Klamotten trägt?

„Man Of Steel" Gewinnspiel
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 3. Juli 2013
„Man of Steel“ heißt bekanntlich der neue Superman-Streifen. Der eher unbekannte Superman-Darsteller Henry Cavill wird unterstützt von einigen bekannten Gesichtern wie Amy Adams, Diane Lane, Laurence Fishburne und vor allem von den Hollywood-Größen Russel Crowe und Kevin Costner. Als Nichtkenner der Comics und Grobwissender über die alten Superman-Streifen, stellte sich mir die Frage: Kann das gut gehen? Wenn du auch so jemand bist oder genau so denkst, lass dich inspirieren, doch zunächst der Plot in aller Kürze:

Der Planet Krypton steht kurz vor der Zerstörung. Supermans leibliche Eltern Lara Lor-Van und Jor-El senden ihren neugeborenen Sohn Kal-El in einer Raumkapsel zur weit entfernten Welt der Menschen. Dort wächst er unter dem Namen Clark bei Jonathan und Martha Kent auf. Auf der Suche nach seiner Herkunft und seinem Sinn durchreist er die Welt und kommt der Antwort ein großes Stück näher, als er von einer uralten Raumfähre im Eis erfährt. Dort trifft er auf die Reporterin Lois Lane, die sich um Aufklärung der für Menschen seltsamen Ereignisse um die Person Clark Kent bemüht. Kurze Zeit später erreicht der Gegenspieler General Zod mit seinen Getreuen die Erde und fordert Kal-El alias Superman auf, sich zu ergeben. Ein packender Kampf um sein Leben und um das Leben der Welt beginnt.

Der zurückhaltende Beginn bringt die Story (Drehbuch: David S. Goyer und Christopher Nolan) langsam ins Rollen, führt die Charaktere und ihre Positionen ein und baut den Spannungsbogen auf. Der packende Mittelteil vertieft die Charaktere und konzentriert sich zunehmend auf den Hauptcharakter. Das Finale hat den ohnehin nahezu Fulltime-Action-Film die Krone verpasst. Regisseur Snyder bringt nicht nur den Helden in epischer Form zurück auf die Leinwand, sondern inszeniert ein Bild- und CGI-gewaltiges Action-Feuerwerk. Dabei verleiht die düstere Atmosphäre dem Ganzen die nötite Echtheit und Ernsthaftigkeit, wobei der selten eingebrachte Humor an seinen Stellen durchaus passt. Während des ganzen Films erklingt immer wieder die imposante Filmmusik Hans Zimmers, die mit ihrer Kraft und Dramatik den Film sehr gut untermalt.
Die Story packt einen von vorne bis hinten, auch wenn manches innerhalb der ersten Stunde langatmig wirkt. Doch gerade das bietet einen gelungenen Gegenpol zur Action-Schlacht: Das Mitfühlen für den zweigeteilten Helden.

Die Geschichte um den jungen Clark Kent wird immer wieder in Rückblenden erläutert und man nimmt Henry Cavill den brennenden Kampf ab, dass er sein Geheimnis hüten muss und doch nicht zusehen kann, wie Menschen sterben und sich dadurch eben doch ein Stück offenbart. Als ihm als Superman dann freier Lauf gelassen wird, setzt er dies schauspielerisch ebenfalls sehr gut um. Amy Adams spielt ihre Rolle durchweg überzeugend und als Sterblicher fühlt man einfach mit ihr. Kevin Costner als liebender, ernster und demütiger Vater spoiler: , der das Geheimnis seines Sohnes höher priorisiert als sein eigenes Leben,
hat es ebenso wie Diane Lane als Mutter echt in sich. Die beiden geben ein wunderbares Film-Ehepaar wieder und kämpfen leidenschaftlich für ihren Sohn. Russel Crowe überzeugt erwartungsgemäß spoiler: , doch leider ist er als lebende Person nur kurz zu sehen und die Computer-Fiktion, die anscheinend alles kann, nimmt dem Film etwas an Größe
. Michael Shannon (General Zod) spielt seine Antagonisten-Rolle geradlinig, ernst und unnachgiebig bis zum Ende. Zur Freude der deutschen Fans muss man auf jeden Fall noch die fantastische Schauspielerleistung der Sächsin Antje Traue (Faora) erwähnen. In „Man of Steel“ bekommt sie einige Leinwand-Minuten und kann in einem packenden Kampf und in den Dialogen überzeugen.
Eine negative Erinnerung ist und bleibt die etwas übertriebene Superman-Flug-Einlage, nach dem Treffen mit seinem Vater, welche Erinnerungen an alte Superman-Filme weckt.

Für Filmfans sind vielleicht noch – kurz aufgelistet – die Parallelen zur „Dark Knight“-Trilogie, insbesondere des „Batman Begins“-Streifens, interessant: Rückblenden zur Kindheit, Entdecken der Fähigkeiten, Leben ohne echte Eltern, hinaus in die Welt um sich zu finden, das Geheimhalten der Identität, der düstere Anstrich, die packende Filmmusik, …!

Fazit: Alles in allem ist „Man of Steel“ ein mehr als gelungener Reboot einer der wohl bekanntesten Superhelden-Figuren. Schauspielerisch, Screen-technisch und musikalisch völlig überzeugend. Auch wenn manche wie Supermans Vater über Superman und nun schon wieder ein Film mit ihm denken: „Er war überzeugt, dass die Welt noch nicht bereit ist!“ ist doch die Frage: „Was denkst du?“. Ich persönlich glaube, dass die Welt für „Man of Steel“ und ebenso für Teil 2 bereit ist!

"Man Of Steel" Gewinnspiel
Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 3. Juli 2013
Der Trailer hat viel versprochen. Gute Schauspieler, gute Effekte und eine gute Storry. Der Film selber war leider viel zu schnell und zu hektisch. Ist ja schön, daß mit den ganzen Spezial-Effekten. Aber man braucht auch Zeit, das alles auf sich wirken zu lassen. Werde in mir nochmal anschauen müssen, um alles zu erleben. Das nächste mal etwas bessere Storry und nicht ganz so viele "Speed-Effekte", dann wirds auch wieder mal ein guter "Man of Steel", denn sterben soll er bitte noch lange nicht, der Held meiner Jugend. "Man Of Steel Gewinnspiel".
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 3. Juli 2013
So. Da war er also. Man of Steel. Heiß erwartet von meinem Freund. Da geht man dann natürlich auch brav mit in Kino, wenns dem Männchen solch eine Freude macht. Nachdem ich vom letzten Batman überraschender weise doch selbst auch sehr angetan war, erhoffte ich mir großes. Schließlich haben ja viele Filmportale schon im Vorfeld geschreiben, dass die Geschichte neu erzählt wird und viel düsterer sein soll. Ich steh auf düstere Sachen... Aber ich wurde enttäuscht. Einige Szenen waren ganz gut, aber grundsätzlich war die Story alt bekannt -dann reißt mich das auch nicht so mit. Und den gebrochenen Helden habe ich ihm am Ende auch nicht so ganz abgenommen -der Umschwung kam zu plötzlich.
Naja, einmal anschauen kann man ihn schon.
Man of Steel
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 3. Juli 2013
Man of Steel- epischer Blockbuster mit starken Darstellern und einer wichtigen Botschaft

Was hatte ich mich auf diesen Film gefreut! Die Erwartungen waren hoch, als ich meine Kinokarte gelöst hatte, denn ich bin bereits ein treuer Fan der Smallville-Reihe. Und, ich kann sagen, ich wurde nicht enttäuscht.

Schon die Anfanggsequenz ist bombastisch und zeigt den Zuschauern, dass wir hier mehr zu erwarten haben als bloßes Actionkino, sondern eine Geschichte mit Tiefgang und Herz. Wir sehen, wie Clark Kent die ersten Schritte auf der Erde geht, wie er sich mit den normalen Problemen eines nicht ganz so normalen Kindes auseinandersetzten muss.

Wir sehen, wie er zu einem jungen Mann heranreift, der erst im Beginn ist, seine Bestimmung im Leben zu finden. Ständig getrieben und von einem Ort zum anderen hetztend, noch auf der Suche nach etwas, für das sich dieses Leben zu leben lohnt.

Schon bald Treffen Figuren in sein Leben, die ihn dazu zwingen, aus seiner "Höhle" herauszukommen, sich seinem Schicksal zu stellen.
Das sind bedrohliche und weniger bedrohliche Gestalten, ist doch das Aufkeimen von Liebe genau so neu für ihn wie das plötzliche "Gebrauchtwerden" von der Bevölkerung, die sich einem schier übermächtigen Gegner stellen muss.

Superman, das war schon immer auch Gesellschaftskritik, ein Mahnmal an die Menschheit, die immer wieder "Andersartige" verstößt, sie so lange versucht, zu biegen, bis sie brechen. Nicht aber der Man of Steel, denn Stahl gibt nicht so einfach nach.

Dies alles macht Man of Steel richtig. Die Darsteller sind glaubwürdig, die Beziehungen tiefgründig.
Auch die obligatorische Liebesgeschichte darf natürlich nicht fehlen.

Im Showdown geht es dann auch actionmäßig richtig zur Sache.

Schön ist auch, dass die Szenen nie zu ernst bleiben. Witzige Dialoge sorgen immer wieder für die nötige Dynamik.

Ich kann es kaum erwarten, die weiteren Teile zu sehen!

"Man Of Steel" Gewinnspiel
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 3. Juli 2013
Superman- Man of Steel- hält tatsächlich das, was der Titel verspricht.
Nur leider nicht das, was der Trailer versprochen hatte. Warum man ihn als Action-Fan trotzdem nicht verpassen sollte, erfahrt ihr hier:

Um es gleich vorweg zu nehmen: wer hier einen Film im Stil der Batman-Trilogie und mit
ähnlich tiefgründigen Anklang erwartet, der sollte sollte diese Erwartungshaltung auf jeden
Fall ablegen, bevor er den Kinosaal betritt.

Man of Steel, das ist harte Action mit phänomenalen Computereffekten und finsteren Gegnern, die keine Gnade kennen.
Leider ist auch das Spiel der Protagonisten und die Beziehungen untereinander ähnlich kalt wie Stahl, was dazu führt, dass es extrem schwierig ist, sich hier für das Schicksal der Charaktere zu interessieren oder mit ihnen zu sympathisieren.

Wo Iron Man und Konsorten noch mit einer gehörigen Portion Humor glänzen, fehlt es dem "Man of Steel" komplett daran. Die Hintergrundgeschichte von Clark Kent wirkt konstruiert und gezwungen "tragisch", die Dialoge plump.

Zum Glück hält sich der Film nicht lange mit dem auf, was seine größte Schwäche ist-den Charakteren und deren Beweggründe und Geschichten. Nein, schon nach kürzester Zeit zeigt er, WO seine größte Stärke liegt- in brachialer Action, deren 3D-Effekte einem aus dem Staunen nicht mehr herauskommen lassen..
Da gehen ganze Welten zu Bruch, es wird gekämpft und das durchgängig bis zum Schluss. Das macht richtig Spaß! Auch die "Bösewichter" wissen einfach zu gefallen. Wo Superman farblos und charakterlos bleibt, reicht ein einziger Blick einer Fhaora, um zu wissen: da geht was vor in dieser Figur, sie wird für ihr Ziel kämpfen und sie hat ihre Gründe.

Trotzdem kann und will ich dem "Man of Steel" nicht die volle Punktezahl geben. Warum? Ich habe einfach einen anderen Film erwartet. Einen, der auf die Figuren eingeht, auf die Beziehungen. Es muss ja nicht GZSZ in Smallville sein, aber wenigstens das klitzekleine Aufblitzen von NICHT gezwungenen Gefühlen, das hätte ruhig drin sein können. Laut Trailer hatte ich einfach einen Film im Stil von Batman 3 erwartet. Wer kann es mir verdenken? Es wurde ja sogar Herr Nolan wiederholt beworben. Ich hatte einen Film erwartet, der seinen Protagonisten am Boden und dann über sich selbst hinauswachsen sieht.

Nun gut, als Fazit kann man sagen: Superman ist nicht der tiefgründige und sinistre Batman und auch nicht der humorvolle Iron Man. Superman ist einfach Superman. Und das sogar ziemlich "super".

Allen, die keinen großen Wert auf viel Handlung legen, sondern denen es reicht, wenn ein Film unterhält,
dem sei Man of Steel wärmstens ans Herz gelegt. Alle anderen warten lieber auf Teil 2, der dann wahrscheinlich noch mal ausbalancierter daherkommt.

"Man Of Steel" Gewinnspiel
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 3. Juli 2013
Superman ist der Inbegriff des klassischen Superhelden, sozusagen der „Prototyp“ für das Bild des strahlenden Übermenschen, der sich für das Wohl Anderer einsetzt. Im Universum der DC-Comics gibt es nur einen Helden, der ihm in Sachen Popularität ebenbürtig ist: Batman. Nachdem der dunkle Rächer bereits 2005 seine Modernisierung durch den massiv erfolgreichen Reboot von Mastermind Christopher Nolan erlebte, kehrt nun auch der „Man of Steel“ in neuem Gewand und neuer Prämisse auf die Kinoleinwand zurück. Und so verwundert es auf den ersten Blick auch kaum, dass man neben „300“-Regisseur Zack Snyder mit Nolan und David S. Goyer eben jene Kreativen mit an Bord geholt hat, die auch Batman so triumphal wiederbelebten. Doch der Schein trügt. Denn obwohl auch „Man of Steel“ sehr viel von der sogenannten „nolanschen Ernsthaftigkeit“ besitzt, beschränkt sich das Autorenduo im Gegensatz zum beinahe-Meisterwerk „The Dark Knight“ letztendlich doch eher auf die guten, alten Tugenden des klassischen, amerikanischen Sommerblockbusters.

Die Geschichte rund um Clarke Kent alias Kal-El alias Superman beginnt bei dessen Geburt auf seinem Heimatplaneten Krypton. Zusammen mit dessen darauffolgendem Untergang und der Rettung Supermans durch seine Eltern Jor-El und Lara Lor-Van stehen diese Szenen bereits für alles was die Neuauflage des Franchises ausmacht: Eine beinahe beissende Ernsthaftigkeit, tricktechnisch perfekter Bombast und eine starke Bindung zu den Charakteren und damit verbunden mit der so wichtigen Frage der Entscheidung. Vor allem Letzteres ist seit je her ein zentrales Thema von Superheldenverfilmungen, dessen sich Nolan und Goyer in ihrer „The Dark Knight“-Trilogie besonders stark angenommen haben, und das auch bei „Man of Steel“ eine zentrale Rolle spielt. Daneben ist vor allem die Frage der eigenen Identität das Leitthema des Filmes. Dass es Clarke, bereits als Kind mit extremer körperlicher und sinnlicher Kraft ausgestattet, schwer fällt sich in die Welt der Menschen einzufügen, wird parallel über die Erlebnisse des erwachsenen und des heranwachsenden Clarke dargestellt, was sich als wunderbare Entscheidung entpuppt, da die verschobenen Zeitebenen im Gegensatz zu einer chronologischen Erzählweise die Handlung künstlich aufbrechen. Da es in der doch recht komplexen Welt des Superman Universums jede Menge Einführungsbedarf gibt, vor allem für Storyneulinge, vermeiden Snyder und die Autoren somit übermäßige Längen und stellen einen angenehm fluiden Erzählrhythmus ein.
Sobald die Geschichte jedoch beginnt den Fokus stärker auf die Wandlung von Clarke zu Superman zu legen, schleichen sich nicht nur einige, eigentlich vermeidbare, Logikfehler ein. Auch der Handlungsverlauf stolpert nun häufiger über merklich konstruierte Passagen und Belanglosigkeiten (Tornadoszene, Superman-Anzug, Weltenwandler).
Zudem nehmen sich Snyder, Nolan und Goyer zu viel Zeit für den massiven Showdown am Ende, der mehr als ein Drittel des Filmes einnimmt und in dem der Erzählfluss zugunsten monströser Kampfsequenzen beinahe vollkommen zum Erliegen kommt. Die vorangegangenen Fragen die der Film aufgeworfen hat, die guten Ansätze, gehen leider sehr stark verloren im Sog des überwältigenden Gigantismus den Snyder und sein Team an den Tag legt.
Die Krux an dieser Herangehensweise ist die Kombination mit dem Grundton des Filmes, der für sich alleine zu gefallen wüsste: düster, dreckig, humorlos. "Man of Steel" ist ernst. Sehr ernst.
Witzige Passagen gibt es wenige bis keine. Zusammen mit der im Endeffekt doch relativ einfach gestrickten Geschichte und der überbordenden Action, wäre es vielleicht doch klüger gewesen, eine humorvolle, witzige, leichtere Atmosphäre zu schaffen, wie es etwa mit „The Avengers“ hervorragend gelungen ist, da diese es dem Zuschauer leichter macht Drehbuchpatzer und Logiklücken zu übersehen bzw. zu tolerieren.
Dass sich das Drehbuch mit tiefgehender Charakterzeichnung stellenweise moderat zurückhält kann auch von den zumeist grundsoliden Schauspielleistungen nicht kaschiert werden. Zu sehr werden die Figuren in die beiden Richtungen „gut“ und „böse“ polarisiert.
Das beginnt bei Clarke Kent/Superman selbst. Zwar ist Kent ein durchaus menschlicher und nachvollziehbarer Charakter, doch fast durchgehend ein Gutmensch (bzw. Gutkryptonier) und mit Ausnahme einer gewissen Szene im Auto, gibt es auch keine Ausnahmen dieser Regel. Das bedeutet allerdings nicht, dass Kent kein glaubwürdiger Charakter wäre. Im Gegenteil: der innerlich zerrüttete, einsame Held, der nicht so recht weiß, wo er denn nun wirklich hingehört, ist der Prototyp für eine eingehende Identifikation, da es sich hierbei um menschliche Urgefühle handelt, die jeder kennt. Dass man mit Henry Cavill einen mehr als fähigen, optisch passenden Schauspieler gefunden hat, der diesen Charakter spielend trägt, ist natürlich mehr als förderlich. Nur wünscht man sich vielleicht für die kommende Fortsetzung etwas mehr Ecken und Kanten, da dieser Superman bisweilen sehr glatt wirkt.
Amy Adams' Lois Lane trifft es da noch um einiges schlimmer und das obwohl Adams zu den besten Jungdarstellern gehört und ihr Talent auch in jeder Gelegenheit ausspielt. Der gegebene Rahmen der Figur ist leider viel zu klein gesteckt und die recht blasse Charakterisierung beschränkt sich auf Ehrgeiz und letztlich doch einer großen Prise Liebenswürdigkeit. Teilweise läuft die Figur Gefahr sogar zu nerven, bekommt jedoch noch rechtzeitig die Kurve um dann doch wieder nur belanglos zu sein. Von so einer wichtigen Figur hätte ich mir mehr erwartet, und das obwohl die Chemie mit Cavill stimmt.
Dass Kevin Costner als Clarke Kents Ziehvater Jonathan Kent und Russel Crowe als Clarkes leiblicher Vater Jor-El beide relativ starke Rollen inne haben, tut dem Film merklich gut. Auch wenn es sich hier mit der Polarisierung ähnlich verhält, handelt es sich nun mal um die schauspielerischen Schwergewichte des Films und zusammen mit Diane Lane als Clarkes Ziehmutter Matha Kent, erden sie den Film und die Beziehung der Zuschauer zum Titelhelden.
Viele andere Nebenfiguren gehen dabei vollkommen unter, was teilweise auch dem wie bereits erwähnten überlangem Showdown geschuldet ist, der aufgrund seiner massiven Action keinen Raum für charakterliche Entfaltung lässt.
Nur Michael Shannon als General Zod profitiert von der Effekte-Ekstase gegen Ende und ist so ziemlich der einzige Charakter, der einen zweiten Boden bekommen hat. Natürlich ist er der Antagonist und im eigentlichen Sinne „böse“, doch genau überlegt kann man aufgrund seiner Motivation durchaus Verständnis für sein Handeln aufbringen, hat es doch eigentlich einen höheren und im Kern doch relativ edlen Gedanken. Allerdings hätte es dieser Figur ganz gut getan, einmal ein Paar ruhigere, emotionalere Momente zu erfahren, um den inneren Konflikt des General Zod besser transportieren zu können.

Zu den universellen Fragen gesellen sich auch noch andere ethische Konflikte. Es taucht etwa die Frage nach dem Töten oder Nichttöten auf. Gerechtfertigt oder nicht, ist diese endgültigste aller Entscheidungen selbst für ein so gottähnliches Wesen wie Superman nicht leicht zu fällen. Zumindest dem Anschein nach. Denn obwohl in jeder Kampfszene mindestens ein Zivilist von Superman vor dem sicheren Tod bewahrt wird, wirft der Man of Steel seine Zweifel schnell über Bord, wenn es darum, geht sich mit seinen Landsleuten im überladenen Showdown durch eine millionenschwere Metropole zu boxen. Diese nach Analysten etwa 129.000 Toten sind leider nicht einkalkuliert im snyderschen / nolanschen Moraluniversum. Schade eigentlich.

Wo wir gerade beim Showdown sind. So viele Probleme das gewaltige Finale mit sich bringt, so viel Spaß macht es auch gleichzeitig. Was Snyder zusammen mit seinem Team da abfeuert, sucht ohne Übertreibung Seinesgleichen. Selbst die Transformers, selbst die Avengers und selbst Roland Emmerich werden sich in Zukunft schwer tun da noch einen drauf zu setzen. Dass die Effekte und das Color Grading dabei einen überwiegend sehr guten Eindruck machen, fügt sich gut mit der sehr soliden Kameraarbeit von Amir M. Mokri zusammen und bildet die Grundlage für eine sehr beklemmende, atmosphärische Oberfläche. Sowohl die Kamera als auch der Stil der Bildgestaltung atmen in beinahe jeder Szene, gestalten einen wunderbaren Fluß an hochwertigen, beeindruckenden Bildern und Eindrücken. Hier wurde wirklich viel Arbeit in das Zusammenspiel mit dem Erzähltem, dem Erlebtem, dem Gefühltem gesteckt und die Optik unterstreicht gekonnt beinahe jeden doppelten Boden, den die Geschichte hergibt.

Fazit:
„Man of Steel“ steckt durch die Verpflichtung der „Gralsbringer“ Christopher Nolan und David S. Goyer seine Erwartungen viel zu hoch und kann erzählerisch leider nur enttäuschen. Zwar entwickelt der Film gleich zu Beginn mehrere interessante Ansätze, verliert sich dann ab dem zweiten Drittel jedoch zu sehr in Belanglosigkeiten, gefolgt vom optisch zwar bahnbrechenden, erzählerisch jedoch beinahe statischen Finale. Dass Logiklücken und teilweise ungeschickt konstruierte Storypassagen, die leider zu beliebige Geschichte zusätzlich ausbremsen, kommt der Überladenheit des Filmes nicht zu Gute.
Geniale Effekte, bombastische, gut choreografierte Action und technische Raffinesse an allen Ecken und Enden können das nicht ausgleichen. Ein beinahe einwandfrei besetzter Cast mit vielen sympathischen Charakteren und eine durchdachte, atmosphärisch dichte Inszenierung schon eher. Allen voran Henry Cavill, Russel Crowe und Kevin Costner machen trotz wenig vielschichtiger Charaktere einen sehr guten Job.
Jedoch mangelt es der Geschichte an einer ähnlich komplexen Dramaturgie, wie man es von Christopher Nolans Werken vielleicht gewohnt ist und lässt viel zu viele dramaturgische Fäden im Sand verlaufen, meist zugunsten monströser Action und beißender Ernsthaftigkeit.
Was bleibt ist ein sehr unterhaltsamer, einfach gestrickter Sommerblockbuster, der alles bietet was man heutzutage von leichter Unterhaltung verlangt. Nicht weniger. Leider aber auch nicht mehr.
"Man of Steel" Gewinnspiel.
Bruce Willis
Bruce Willis

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2,0
Veröffentlicht am 3. Juli 2013
Trotz netter Action irgendwie langweilig und öde und der ausufernde Einsatz der Wackelkamera und der verkackte Schnitt geben dem Film den Rest
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