William Shakespeares Romeo & Julia
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BrodiesFilmkritiken
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11.853 Follower 5.015 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 30. Dezember 2017
Ich schwöre: nachdem ich diesen Film im Kino gesehen habe hatte ich 3 Tage lang Depressionen. Was einen hier erwartet ist aber auch immens: der Film verlegt Shakespeares Vorlage in die Gegenwart, behält aber die Dialoge und die komplizierte Sprache bei und wird von Regisseur Baz Luhrmann („Moulin Rouge“) zu einem sinnesbetäubenden Bilderrausch hochgepusht. Der Film kommt daher wie ein Trip. Inmitten des gigantisch lauten Epos stehen Leonardo DiCaprio und die geniale Claire Danes als unglückliches Liebespaar … ach verflucht, ich werd doch nicht wirklich jemanden finden der den Streifen nicht kennt, oder? Gigantischer, lauter und üppiger wärs hierbei nicht gegangen und ich bin mir sicher daß sich jeder schon mal von diesem Werk hat begeistern lassen.Fazit: Schmerzhaftes Drama in gigantischer Ausstattung und mit atemberaubenden Bildersturm!
Philm
Philm

36 Follower 313 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 16. Dezember 2021
Ich liebe die Sprache und die Umsetzung in eine moderne andere Welt ist einfach genial gemacht. Tolle Bilder, super Schauspiel und wunderbarer Soundtrack.
schonwer
schonwer

1.387 Follower 728 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 23. November 2018
Dass es in einer Verfilmung zu "Romeo und Julia" etwas kitschig/schmalzig zugehen kann, sollte einem klar sein. Doch was Baz Luhrman aus dem Stoff macht ist wieder einmal grandios.

Die Inszenierung ist der Wahnsinn. Ein krasser Bilderrausch, begleitet mit großartiger Musik. Wie Baz Luhrman Shakespeares Stück an die Neuzeit anpasst ist erfrischend und sehr gelungen. Manche Szenen erlangen gar epische Dimension. Der Film ist fabelhaft besetzt außer vielleicht einer Figur: Claire Danes als Julia fand ich nur mittelmäßig. Shakespeares Dialoge wurden beibehalten, dass ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, trägt aber gleichzeitig zu dieser Verrücktheit des Films bei!

Fazit: Shakespeare in der Neuzeit, mit den Originaldialogen, wildem Musikmix, und ein typischer Bilderrausch aus dem Hause Luhrman - großes Kino!
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Luhrmanns Versuch, Shakespeares altbekanntes Stück wie frisch aus dem Grab zu heben, wird von vielen als die bis jetzt beste Modernisierung des Stoffes angesehen. Dabei drückt sich Luhrmann gekonnt vor der schwierigsten aller Aufgaben : Die Dialoge werden 1:1 übernommen und stehen im krassen Gegensatz zu der überbordenden MTV-Ästhetik mit der der Film stets zu protzen weiß.

In meinen Augen ist aber gerade das der Knackpunkt, der den Film mit Bravour scheitern lässt. Bedeutet Modernisierung wirklich nur, den Schauplatz zu ändern? Sind nicht gerade die Dialoge das alles entscheidene, an denen der Zahn der Zeit am meisten nagt? So bleibt nur eine farbenprächtige Umsetzung, die den einen wegen ihrer Opulenz zusagt und die anderen wegen ihrer Befremdlichkeit abstößt- womit Luhrmanns Ziel einer uneingeschränkten Zugänglichkeit an seine Grenzen stößt und letztendlich auf den letzten Metern röchelnd den Geist aufgeben muss.
wufreak
wufreak

16 Follower 78 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Unübertroffene Romeo und Julia Verfilmung. Der Soundtrack ist oscarverdächtig, schon die Eröffnungsszene fesselt den Zuschauer.

Und selbst die eigenwillige Sprachweise der Darsteller kann den Zuschauer nicht abschrecken, im Gegenteil!!



Die Wahl der Darsteller ist perfekt, genau wie die Leistung selbiger.



Dieser Film ist definitv Pflichtprogramm, und nicht nur für Frauen geeignet.
Lisa D.
Lisa D.

61 Follower 188 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 13. Mai 2017
Romeo und Julia. Ein sehr guter, spannender und emotionaler Film. Die Szene wo Romeo meint das Julia gestorben ist, ist sehr rührend gewesen. Der Raum in dem sie war, war sehr schön gemacht mit Kerzen und gedämpften Licht. Sie hat ausgesehen wie Schneewittchen. Die Sprache war auch sehr gut, weil es in der alten Shakespeare Sprache war.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 18. März 2010
Der Film fängt in den ersten Minuten stolpernd an und verwandelt sich dann in ein absolut grandioses Erlebnis. Die Bilder des Films sind einfach wunderschön und werden von der Musik gut begleitet. Man merkt richtig wie es zwischen Danes und Cabrio knistert. Die Szenen in den diCabrio und Danes sich treffen und sehen, sind so wunderschön, das es mir den Atem verschlagen hat. Ich wusste wie die Geschichte ausgeht (Wer kennt das Ende nicht?)und war deswegen schon traurig. Aber als es dann da war, habe ich sogar ein paar Tränen vergossen( Und das heisst schon was!!!!)Der Film ist eine geniale Neuinterpretation für die heutige Gesellschaft. Absolut gelungen. 10 Sterne.
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 3. November 2021
Romeo und Julia, eines der bekanntesten Dramen neu interpretiert-schon eine Herausforderung für die Filmemacher, was man im Film leider teilweise immer wieder gemerkt hat. Die Intention hinter dem Kombinieren altmodischer, originaler ,,Shakespeare-Sprache“ mit neumodischen, modernen Elementen wie Lichteffekten, Hawaii Hemden und Helikoptern ist nachvollziehbar, jedoch meiner Meinung nach nicht überall wirklich geglückt, so wirken viele Szenen etwas zu ,,gewollt“. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Tatsache, dass der Zuschauer kaum die Möglichkeit bekommt, eine emotionale Bindung zu den Charakteren aufzubauen, da die Handlung sehr schnell voranschreitet und mit spoiler: der Hochzeit von Romeo und Julia
(zu) schnell einen Höhepunkt erreicht. Daraus folgt aber auch der positive Aspekt, dass der Film nicht langweilig wurde und teilweise sogar unterhaltsam war- hier kommen wir auch schon zum ausschlaggebenden Punkt, warum dieser Film trotz der genannten Kritik sehenswert ist: Leonardo DiCaprio, der in diesem Film tatsächlich nicht nur durch seine schauspielerische Leistung glänzt, sondern auch und vor allem durch sein überragend schönes Gesicht, das einen immer wieder fesselt und zum Staunen bringt, dessen Wirkung jedoch von den teilweise recht trockenen Dialogen gemindert wird. Aus diesem Grund kann ich den Film abgesehen von der genannten Kritik weiterempfehlen, jedoch sollte man sich nicht zu viel erhoffen und den Film eventuell auf Englisch anschauen
Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

11 Follower 356 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 12. März 2026
Fürwahr, dies alberne Lustspiel ist ein Fiebertraum… Unterhaltsam, aber ein Fiebertraum!

Kaum ein Theaterstück, kaum eine Geschichte ist so bekannt, wie Shakespeares „Romeo und Julia“. Die tragische Liebesgeschichte hat die Welt bis heute geprägt und unzählige Male wurde diese Story auf Bühnen oder eben auf der Leinwand interpretiert. Eine der berühmtesten filmischen Interpretationen ist ohne Zweifel Baz Luhrmanns Werk von 1996. Dies war sein erster großer Durchbruch in Hollywood und machte ihn zu einem gefragten Regisseur. Seitdem sind jedoch viele Jahre vergangen. „Romeo + Julia“ ist mittlerweile 30 Jahre alt, das Originalstück sogar ganze 400 Jahre mehr. Ich persönlich habe sowohl zum Stück als auch zum Film eine nostalgische Verbindung, da ich selbst den Romeo in einer Theateraufführung spielte. Das hatte mein Leben damals verändert, da ich hierdurch zum Schauspiel gekommen bin. Doch je älter man wird, desto mehr fallen einem Dinge auf, die nicht gut gealtert sind. Das Originalstück selbst gilt zwar als Klassiker, ist aber eine recht frustrierende Geschichte voller Missverständnisse und toxischer Männlichkeit, in dem es mehr um Hass als um Liebe geht. Wie passend, dass Luhrmann diesen Stoff verfilmte. Seine Filme sind groß, pompös und schreien förmlich „Hey, ich bin große Kunst!“. Doch leider sind seine Werke eher anstrengend als unterhaltsam, auch wenn sich hier und da ein paar tolle Momente in den Filmen verstecken. „Romeo + Julia“ ist zumindest seine beste und stärkste Arbeit.

Di Story dürfte bekannt sein: Die Großmächte Montague und Capulet sind Erzfeinde und immer wieder bekriegen sich die Vettern dieser beiden großen Namen. In dem Streit entsteht eine Liebe zwischen dem Sohn Montagues und der Tochter Capulets, die aufgrund des gegenseitigen Vaterhasses nicht aufblühen darf…

Kurz vorweg: Ich werde etwas spoilern müssen (zumindest Shakespeares Original), aber wer bitte kennt nicht das Ende dieser Geschichte?

Während so viele Menschen die tragische Liebe zwischen Romeo und Julia feiern, muss man doch anerkennen, dass beide in der Theorie unfassbar blass sind. Sie schwärmen voneinander, sie sind besessen von dem jeweils anderen, doch wirkliche Liebe ist das nicht. Es ist eine Lust, aber wie so oft bei Luhrmann und auch Shakespeare, weiß keiner von ihnen, was wirkliche Liebe ist, zumindest nicht in dieser Geschichte. Das heißt nicht, dass das Ende der beiden nicht tragisch ist, immerhin kann sich eine wirkliche Liebe zwischen den jungen Liebenden nie wirklich entwickeln und niemand weiß, was aus beiden hätte werden können. Doch zum einen ist diese Tragödie das Resultat dümmster Ereignisse und Missverständnisse, zum anderen dominiert in „Romeo + Julia“ vor allem der Hass. Die Montagues hassen die Capulets (und umgekehrt), Julia hasst ihre Eltern und Mercutio hasst den Streit zwischen den beiden Familien. Vor allem sind es die Männer, die in ihrem blinden Hass bereit sind zu töten, ungeachtet der Konsequenzen. Die Geschichte ist aus heutiger Sicht wirklich sehr problematisch und vermittelt konservative, romantisierte und völlig abstruse Botschaften. Shakespeare wollte um jeden Preis sein tragisches Ende, auch wenn er dafür Logik und Moral opfern musste.

Das bedeutet nicht, dass die Story keine guten Qualitäten hat, vor allem die filmische Umsetzung von Luhrmann holt viel aus dem Stoff heraus. Der beste Aspekt ist für mich die visuelle Umsetzung: Das Setting in Miami und Mexiko (hier wurde tatsächlich gedreht) gibt dem Film einen verrucht, ästhetischen Look. Dazu die knalligen Farben der verschiedenen Häuser und vor allem der Wechsel von Schwertern zu Pistolen ist einfach großartig. Selbst der überbordende Einsatz von christlichen Symbolen, wie Engel, Kreuze und Kirchen, passt gut in das Konzept. All das wird unterstützt durch eine überzogene, theatralische und fast schon alberne Art des Spiels des ganzen Casts, inklusive der Original-Übersetzung. Der Film strotzt nur so vor Emotionen, jede Figur geht in die Vollen und lässt ihren Gefühlen freien Lauf. Das Ganze ist wie ein Trip, ein bunter, wilder und manchmal auch aggressiver Trip. Über all dem schwebt ein toller und bombastischer Soundtrack von Craig Armstrong, Nellee Hooper und Marius de Vries, gemischt mit guten und passenden Songs aus den 90ern. Die Musik ist für mich ein Highlight des Films!

Der Cast ist ebenfalls beeindruckend mit Leonardo DiCaprio und Claire Danes in den Hauptrollen. Beide machen ihre Sache sehr gut und hatten hier ihre ersten großen Rollen, die sie zu Stars machen sollten, besonders DiCaprio drehte ein Jahr später „Titanic“. Die spannendste Figur ist natürlich aber Mercutio, energetisch gespielt von Harrold Perrineau.

Viele gute Qualitäten, die aus dem Stoff viel Gutes rausholen und manche Szenen deutlich verbessern. Doch der Film leidet unter dem typischen Baz Luhrmann-Problem: Dem Schnitt. Jill Bilcock war hierfür verantwortlich und erhielt später für „Moulin Rouge“ (ebenfalls von Luhrmann gedreht) sogar den Oscar. In dieser Kategorie hatte die Academy leider oftmals kein gutes Händchen. Und Bilcock ist in meinen Augen auch keine gute Editorin, ganz im Gegenteil. Der aggressive und unfokussierte Schnitt ruiniert einige Szenen, besonders die Actionmomente sind eine Zumutung. Viele Ereignisse werden filmisch so katastrophal erzählt, dass ich selbst nach dem hundertsten Anschauen des Films nicht genau weiß, was in manchen Momenten passiert. Allein deswegen wirkt „Romeo + Julia“ wie ein wilder und unkontrollierter Fiebertraum. Das ist jedoch Luhrmanns Stil und wer dieses hektische, wahnwitzige Tempo mag, wird hier seinen Spaß haben. Immerhin ist es nicht ganz so schlimm, wie in seinen späteren Filmen (siehe „Moulin Rouge“).

Fazit: „Romeo + Julia“ ist in manchen Punkten eine wirklich atemberaubende Verfilmung des verstaubten Theaterstoffes. Visuell und musikalisch trumpft das Werk auf und bietet einen tollen Cast. Auf der anderen Seite ruiniert der katastrophale Schnitt viele Momente und der teils alberne Grundton hilft dabei nicht wirklich. Viele gute Ideen, die leider nicht zu Ende gedacht wurden und eine Geschichte, die leider sehr schlecht gealtert ist.
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