Der fremde Sohn
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Jimmy v
Jimmy v

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4,0
Veröffentlicht am 31. Mai 2014
Auch nach dem zweiten Schauen, fand ich "Der fremde Sohn" stark. Überrascht war ich, dass der Film neben sehr viel guter Kritik auch ziemlich herbe Schläge abbekam. Dabei kann ich nicht verstehen wie man z.B. Christine Collins als Hauptfigur schlecht findet, nur weil - das war einer der Kritikpunkte - man sie nur als leidende Frau kennenlernt. Mir hat es vielmehr angenehm gut gefallen, dass diese Frau wirklich "nur" eine leidende Mutter war. Es gab keine hanebüchene Liebesgeschichte für sie und dergleichen, womit sie auch gleich diesen bekannten Kulturtest besteht, der anzeigen soll, ob Frauen nun entscheidend für den Film sind oder nicht. Angelina Jolie zeigt eine sehr gute Leistung in allen Facetten. Manchmal sieht sie mir allerdings noch etwas zu herausgeputzt aus, gerade am Anfang des Films, was erst einmal schon nicht recht zu einer allein erziehenden Mutter passen will.
Es ist allerdings gut, dass "Der fremde Sohn" sich später etwas von der Hauptfigur löst und elegant andere Stränge mit dieser Geschichte verbindet, so eben um Polizeikorruption oder das eigentliche Verbrechen. Was sich hier zeigt, ist teils tieftraurig, doch sehr genau mit Kamera & Co. eingefangen. Allerdings muss man auch sagen, dass sich mit der Zeit zwar keine Längen einschleichen, aber manche Fäden, die einfach etwas besser hätten ausgeführt gehört. So gehen sie unter. Was macht beispielsweise Christine Collins im Laufe der Jahre? Sie sucht weiter nach ihrem Sohn, natürlich. Ein, zwei Szenen über andere Seiten ihres Lebens wären aber noch hilfreicher gewesen. Und was passiert mit dem jungen Komplizen des Mörders? Wie sieht sein weiteres Schicksal aus? Dazu fragt man sich auch, warum Collins eigentlich keinen Privatdetektiv oder dergleichen engagiert? Diese Frage sprang mir jedenfalls die ganze Zeit im Kopf herum. Hier hätte das Drehbuch etwas mehr bedenken können.
Der Film zeigt wie belastend es sein kann, wenn sich die Welt gegen einen verschwört. Sie zeigt aber auch, dass man dort draußen einige Verbündete hat. Der Film zeichnet das alles vornehmlich schön grau, nur manchmal etwas schwarz/weiß. John Malkovich ist toll in seiner Rolle als feuriger Prediger, aber der Charakter gibt nicht so viel her.
Fazit: Ein intensives, trauriges und umfassendes Drama, welches so viel Interessantes erzählt, das leider einige wichtige Stränge untergehen und sich auch die ein oder andere Logiklücke einschleicht. Trotzdem sehr empfehlenswert!
MrFits
MrFits

13 Follower 49 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 26. Dezember 2010
schon lange im regal gehabt, trotzdem bin ich nie dazu gekomm den zu sehn.
und nun hab ich den mit meiner freundin am we gesehn. und wir beide sind der meinung: ein thema hart an der grenze zum grausamen - selbst zum verfilmen. aber gerade deswegen und der nicht zu verachtenen leistung angelina jolies ein hervorragender film.

kurz zur handlung:
L.A. 1928
christine collins springt für eine kollegin auf der arbeit ein und kommt dazu auch noch ein wenig später nach hause. ihren sohn musste sie allein zuhause lassen, da sie alleinerziehend ist und niemanden auftreiben konnte, der auf ihren sohn aufpasst. sie gibt sofort eine vermissten-anzeige auf. die polizei von l.a. findet gut 5 monate später einen jungen. mutter samt presse erwartet ihren sprössling am bahnhof. nur bekommt sie nicht ihren wirklichen sohn, sondern einen fremden jungen, der sich als ihr sohn ausgibt in die hand gedrückt. sie redet immer wieder auf die zuständigen agents ein, das ist nicht ihr sohn. doch sie zweifelt langsam an ihrer eigenen zurechnungsfähigkeit da der zuständige cop j.j. jones sie bewusst iritieren will um von dem fehler der polizei abzulenken. darauf wird sie aufgrund panischer sowie wütender ausbrüche per fingerschnipp in eine anstalt eingeliefert. ein kampf gegen die justiz beginnt. der kirchliche gustav briegleb (john malkovich) stet ihr seit beginn der suche nach ihrem jungen zur seite und kämpft seit geraumer zeit eh schon gegen das korrupte l.a.p.d.. das es sich eventuell um eine entführung handeln könnte verspielt die polizei, als sie versucht sich aus diesem selbst eingebrocktem fall der verwechslung heraus zu lotsen. nebenher beobachtet einer anderer agent einen anderen fall, der mit dem vermissten kind vielleicht zusammenhängt: die wineville farm gilt als verlassen, trotzdem geschieht dort grausames.

mitlerweile großer eastwood freund, bin ich aber zu der erkenntnis beim sehen des filmes gekomm, dass dieser irgendwie aus der reihe der spitzen eastwood filme raussticht. dieser film ist komplexer, weiträumiger und vielschichtiger als seine meisten anderen filme. man nehme gran torino oder million dollar baby aus der jüngesten schaffensphase des meisters, welche eher millieu-gebunden sind und still und ruhig vor sich hin erzählen und dabei eine ganz eigene spannung und erzählweise aufweisen. eastwood ist so ziemlich bei jedem seiner filme sozialkritisch oder spricht wenigstens ein thema aus der richtung an und hällt sich auch gern in der vergangenheit auf und lässt geschichtsträchtiges auferleben wie in etwa letters from iwo jima und flags of our fathers. so auch geschehen bei der fremde sohn. und das der magnetisch anziehende satz "based on a true story" gerne mal zur verwurstung und wichtigtuerei benutzt wird ist zwar bekannt aber bei diesem film drückte es mir noch einmal die heftigkeit des themas mitten ins gesicht und ich musste mehrere male extrem schlucken um überhaupt zu verarbeiten, dass dies wirklich so mal geschehen ist und das es solche zustände tatsächlich einmal gab. man nehme nur die korruption des LAPD, welches wehrlose frauen in die anstalt lieferte weil sie gerade nicht in ihrem rahmen funktionierten oder "austickten". oder eben das einreden von geisteskrankheiten der hauptperson (jolie). pures entsetzen und verständnislosigkeit enstand in mir - ja fast schon zorn und hass dem versaubeutelten machenschaften einer staatsgewalt gegenüber. und da ist clint eastwood einfach spitze. er schafft es im zuschauer gefühle hervorzurufen, die man nicht kontrollieren kann um so dem gesehenden die gewollte aufmerksam zu schenken. und wäre angelina jolie nicht so perfekt für diese rolle, wäre sie wahrscheinlich ein minuspunkt gewesen, da ich persönlich wenig mit der frau anfangen kann. doch ihr spiel machte erst diese emotionen in mir lebendig. und gott sei dank gibt es noch regiesseure, die auf blöde klischeés verzichten, genauso wie auf happy ends der marke "herzschmerz und schmalz". natürlich handelte es sich um eine wahre geschichte - trotzdem wäre es sicher für viele andere filmemacher ein einfaches gewesen, ein für den zuschauer zufrieden stellendes ende zu zimmern um am ende nicht allzu sehr auf der endless-drama schiene zu fahren. aber nicht so eastwood. er ließ mich zwar mit einem relativ positiven gedanken das ende sehen - doch nichts desto trotz zermalmt er kurz vor abspann alle positiven gedanken mit den obligatorischen texttafeln, welche die schicksale einzelner personen und hauptfiguren schildern. kein wirkliches happy end. dafür ein wunderbarer film, der auf die magengrube schlägt und gefühle hervorruft die selten ein film stämmen kann.
crimson
crimson

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4,5
Veröffentlicht am 31. August 2010
Clint Eastwood ist meines Erachtens ein besserer Regisseur als er Schauspieler ist. Auch wenn der Unterschied nur marginal ausfällt. Der Film ist wirklich sehr gut inszeniert, die dargestellte Epoche der 20/30er Jahre wurde hervorragend umgesetzt. Eastwoord nimmt sich viel Zeit, was dem Film nur zu Gute kommen kann. Die ruhigen Kamerafahrten und -einstellungen sind über jeden Zweifel erhaben und fangen die Geschehnisse optimal ein. Zudem ist die Geschichte natürlich auch sehr fesselnd, grade unter dem Gesichtspunkt das es tatsächlich genauso, oder doch zumindest fast so, abgelaufen ist. Die Schauspielerische Leistung ist bei jedem Schauspieler mehr als gut. Das gibt es selten...mir viel nicht ein Protagonist auf der negativ aus der Reihe getanzt hätte. Bei Angelina Jolie vergisst man gerne mal wie gut sie ihr Handwerk tatsächlich versteht. Die meisten ihrer bisherigen Filme stellen entweder ihre weiblichen Reize zur Schau, und/oder machen sie zur Superheldin und als solche gewinnt man weder einen Blumentopf, geschweige denn einen Preis für gutes Schauspiel. Sehr gut gefallen hat mir auch Jason Butler Harner, der den Mörder Northcott mimt. Er sieht dem Original sogar etwas ähnlich. Sein Spiel lässt erkennen was das für eine zerrüttete Persönlichkeit gewesen muss, und das obwohl er relativ wenig Raum bekommt. Diesen nutzt er allerdings optimal aus. "Der fremde Sohn" hat viel Vorzüge und trotzdem fehlt etwas zum Olymp der Filme. Ich kann allerdings nicht genau sagen was da fehlt. Eins steht jedoch fest. Clint Eastwood hat mal wieder bewiesen das er eine gute Nase hat...bei dem aussuchen der richtigen Schauspieler, der Story, der Kameraeinstellung, des Musikscores...na ja, beim Film-machen halt. Angucken!
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 6. Mai 2010
Ich muß ehrlich sagen alle Achtung Herr Eastwood. Dieser Film ist wirklich ausgezeichnet. Die Story ist hervorragend erzählt und fesselt einen bis zum Schluß. Diese wahre Begebenheit wird so hemmunslos und tiefgründig erzählt, dass ein normal denkender Mensch wirklich in Fassungslosigkeit gerät, wenn man sich überlegt, dass es so etwas wirklich gegeben haben sollte.

In eigener Sache:

Die Todestrafe ist nach wie vor verboten und das wird wahrschinlich auch immer so bleiben. Aber sehen sie sich den Film an und urteilen sie selbst, welche "Menschen" es auf unserer Erde gibt und versetzen sie sich in die Lage, dass es ihr eigenes Kind sein könnte.

Aufgrund der Schwere der Tat und auch der Grausamkeit wird in diesem Film laut dem Gericht die Todesstrafe vollstreckt, da diese zu der Zeit des Geschehens immer noch im Gesetz verankert gewesen ist.

Ich auf jeden Fall hatte keineswegs Mitleid mit dem Mörder. Das wollte ich nur einmal anmerken.
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 25. April 2010
Sehr gute Schauspielerleistung von A.Jolie, die Story geht definitiv ans Herz. Also der Herr Eastwood hat hier sehr gute Arbeit geleistet, sehr empfehlenswerter Streifen.
Lamya
Lamya

1.384 Follower 801 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
"Der Fremde Sohn" ist ein ziemlich guter Film. Tolle Besetzung, schöne Bilder. Eine sehr packende und gut erzählte Story. Eine sehr bedrückende Stimmung von Anfang bis zum Ende. Für mich der Film "Januar 2009". Sollte man sich mal anschauen!



8/10
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Um es kurz zu fassen möchte ich lediglich auf einen mir persönlich sehr wichtigen Punkt eingehen der diesen Film so unglaublich emotional und dramatisch macht ohne dabei weiter auf wichtige Details wie großartige Darsteller oder subtil meisterliche Kameraführung einzugehen (an beidem mangelt es diesem Film nicht im mindesten). Dieser Film berührt, weil er an das Individuum appeliert und Subjektivität als eine universelle Moral beschreibt, derer der Mensch leider immer weniger Vertrauen entgegen bringt. In Eastwoods Film wird das besonders am Verhalten der Polizeibehörden oder sogar noch mehr bei den Wärtern der psychiatrischen Klinik deutlich, denen sich die herzergreifend gespielte Protagonistin mit aller Kraft ihrer eigenen Intuition entgegenstellt. Aus diesem Grund verdient dieser Film für mich viel Lob und Beachtung.
Meowan
Meowan

31 Follower 42 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 23. April 2010
Clint Eastwood macht hier alles richtig. Er schafft einen Film der sich ohne Scheu ein Meisterwek nennen darf. Neben THE GREEN MILE einer meiner Lieblingsfilme nun. Sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Der Film ist ruhig und mit sehr viel Gefühl und Dramatik inszeniert. Er kann aber auch nur so viel an Informationen bieten, wie die Originalgeschichte nach wahren Ereignissen zulässt. So muss man sich mit manchen offenen Fragen am Ende einfach zufrieden geben und sich denken: Ich kenne auch nicht jedes Datail, und dennoch akzeptiere ich den Umstand.
Flibbo
Flibbo

13 Follower 64 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Was "L.A. Confidential" in einen genialen Thriller verpackt, wird hier, in keiner geringeren Qualität, als packendes Drama präsentiert: Korruption mit fatalen Folgen. "Der fremde Sohn" ist das bestürzende Portrait einer Gesellschaft, aber in erster Linie die wahre Geschichte einer außergewöhnlichen Mutter und ihres verschwundenen Sohnes.



Mit viel Aufwand und Liebe zum Detail, aber ohne zu dick aufzutragen, bringt Clint Eastwood das Jahr 1928 auf die Leinwand. Das Zentrum des Films: Angelina Jolie. Mit ihren großen Augen und mehr als sinnlichen Lippen tanzt die Schöne mit ihrem bloßen Erscheinungsbild wohl immer etwas aus der Reihe. Doch das sollte man nicht mit einer Fehlbesetzung oder Overacting verwechseln. Jolie ist die ideale Besetzung für die besorgte Mutter und stellt ihr ganzes Können unter Beweis, wobei ihr ihre privaten Erfahrungen als Mutter sicherlich die größte Hilfe waren. Weitere große Namen findet man nur in Nebenrollen. John Malkovich spielt solide, hat aber gar nicht die Zeit seine große Präsenz zu zeigen. Geoffrey Pierson, Star der Sitcom "Auf schlimmer und ewig", etabliert sich mit seinem kleinen Auftritt als Anwalt endgültig im seriösen Genre.



Dank der facettenreichen und mit einigen Überraschungen gespickten Geschichte werden die stolzen 142 Minuten, trotz der für Eastwood typischen ruhigen Inszenierung, nicht zäh. Beginnend mit einer geheimnisvollen Spannung werden später neue Handlungsstränge eingewoben, die sich schließlich zu einer erschütternden Auflösung zusammenfügen. Durch die guten schauspielerischen Leistungen und vor allem durch die stete Lebensnähe der Geschichte schafft "Der Fremde Sohn" es, den Zuschauer zu packen und tief zu berühren.



Clint Eastwood gelang mit "Der fremde Sohn" wieder mal ein starkes, spannendes Drama, das den Vergleich mit Oscar-Abräumern wie "Million Dollar Baby" nicht scheuen muss.
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Clint Eastwood hat wieder mal bewiesen, dass er es drauf hat hervorragende und packende Filme zu machen.
Die 140 min. vergehen so schnell ohne ein bischen langweilig zu werden(ich habe nicht einmal auf die Uhr geschaut). Die Story ist echt spannend geworden dank des Drehbuches.
Angelina Jolie hat so emotional echt gespielt, dass man ihr ohne weiteres die kÃmpfende mutter, die ihren Sohn sucht, abkauft(ich hoffe sie gewinnt den Oscar).
Der Fremde Sohn gehoert definitiv zu den besten Filme dieses Jahres(zumindest Fruehjahres).
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