Die Brücken am Fluss
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Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 8. April 2015
Derer Film ist jederzeit bemüht ist, den Widerstreit im Inneren der Protagonistin in Szenen und Dialogen darzustellen. Allerdings sind die im abendlichen Gespräch der beiden anklingenden, kritischen Töne über die rigidgen Vorstellungen ''amerikanischer Sozialethik'' nicht mehr als Koketterie. Zwar spielen Meryl Streep und Clint Eastwood mit Hingabe, allerdings ist die dargestellte Romantik sehr gewollt, reibungslos und kaum glaubhaft. Schließlich dann ist der Film ungeachtet seiner tragischen Töne keineswegs ein Drama über Freiheitsdrang und Erfüllung außerhalb gesellschaftlicher Normen. Vielmehr eine Liebesgeschichte, aufgeladen mit allerlei Ballast. Zu Beginn funktioniert dieses tatsächlich schöne Miteinander von Streep und Eastwood auch hervorragend. Mit zunehmender Laufzeit wirkt die gestelzte Figurenkonstellation aber nur noch konstruiert.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 19. Dezember 2010
Eastwood mal ganz sanft.Sehr bewegender und trauriger Film.top
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3,5
Veröffentlicht am 12. August 2026
Ich mag Clint Eastwood als Regisseur, aber um diesen Film habe ich immer einen großen Bogen gemacht, die Geschichte liest sich wie eine furchtbare Liebesschnulze und auch das Cover hat mich abgeschreckt. Naja, wie schon öfters haben mich meine Vorbehalte auf eine völlig falsche Spur geführt und „Die Brücken am Fluss“ entpuppt sich als bewegende, tragische Studie über die große Liebe und verpasste Chancen. Clint Eastwood und Meryl Streep haben eine unfassbar starke Chemie zusammen, ihr Schauspiel (von beiden!) ist nicht von dieser Welt!

Und auch die Inszenierung ist sehr behutsam und einfühlsam, die Annäherung der beiden läuft nicht über große Gesten oder Aufregung, sondern sehr subtil über feine Nuancen im Tonfall, einzelne Blicke und vor allem über die hervorragenden Dialoge. Allerdings ist der Film für meinen Geschmack am Ende auch etwas zu lang geraten, vor allem der Einstieg gestaltet sich doch ziemlich holprig. Die Rahmenhandlung in der Gegenwart, wenn Francescas Kinder in ihrem Tagebuch lesen ist sehr zäh und viel zu lange geraten. Dadurch kommt der ganze Film nur sehr zögerlich in Schwung. Dafür hat’s der Schluss nochmal ordentlich in sich. Die Regenszene am Ende ist wirklich sehr emotional und im besten Sinne heart-breaking. Wieviel Tragik und Emotion in einer einzigen kurzen Bewegung (die Hand auf der Türklinke) liegen kann – unfassbar!

FAZIT: „Die Brücken am Fluss“ ist alles andere als eine kitschige Liebes-Schmonzette. Vielmehr ist es ein zutiefst bewegender und berührender Film, der zeigt, wie sich innerhalb von nur 4 Tagen ein ganzes Leben auf den Kopf stellen kann. Und durch die allgegenwärtigen, zeitlosen Themen „die große Liebe“ und „verpasste Chancen im Leben“ regt er durchaus zum Nachdenken an. Und so ganz nebenbei bekommen wir hier mit Clint Eastwood und Meryl Streep noch ganz, ganz große Schauspielkunst geboten! Sehenswert! 
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