The Long Walk - Todesmarsch
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Isabelle D.
Isabelle D.

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2,5
Veröffentlicht am 19. September 2025
"The Long Walk" von Francis Lawrence hätte ein richtig guter Film werden können. Leider haben Drehbuchautor und Regisseur die Chance vertan, Stephen Kings dystopischen Roman aus den 70er Jahren einem zeitgenössischen Update zu unterziehen und die Geschichte für aktuelle Gesellschaftskritik zu nutzen. Stattdessen latschen die jungen Männer halt sehr lange, sehr weit durch die Gegend und einer nach dem anderen stirbt. Waren es in der literarischen Vorlage noch Jungs zwischen 14 und 17 Jahren, sind es hier erwachsene junge Männer ab 18 Jahren. Diese Abweichung vom Buch fand ich nicht nachvollziehbar - es zeigt doch viel mehr die Grausamkeit dieses Militärregimes, wenn Kinder für so eine grausame Tortur herhalten müssen.

Der Cast ist zwar diverser als im Roman, aber in Bezug auf Misogynie und Homophobie hätte der Film auch in den 70ern gedreht worden sein können. Es hätte sich doch angeboten, dass in einer dystopischen nahen Zukunft von 2025 aus gesehen, auch Mädchen/Frauen sich für den Todesmarsch bewerben können. Und selbst wenn es nur junge Männer sind, kann man die Geschichte auch ohne sexistische Fantasien und homophobe Beleidigungen erzählen. Dass der Major und der Antagonist unter den Läufern frauenverachtende und queerfeindliche Sprüche klopfen und andere entsprechend beleidigen, passt ja zu ihrem Charakter. Aber die Sympathieträger unter den Läufern wären auch ohne das ausgekommen. Nun ja, Jungs sind eben Jungs, nehme ich an.

Davon abgesehen ist der Film zwar nicht schlecht gemacht, bleibt aber an der Oberfläche und die Handlung außerhalb des Marschs wird nur erzählt, aber nicht wirklich gezeigt. "Show don't tell"? Fehlanzeige. So bekommen leider auch die Figuren wenig Tiefe und man fühlt nicht wirklich mit. Wenn einer von ihnen stirbt, ist das zwar schade, aber ich habe nicht Rotz und Wasser geheult wie beim Lesen des Romans. Dagegen können auch die ansonsten guten Schauspieler nicht anspielen.

Fazit: Verschenktes Potenzial, sehr schade. Lest lieber das Buch.
chagall1985
chagall1985

28 Follower 113 Kritiken User folgen

2,0
Veröffentlicht am 21. Oktober 2025
Hat mich absolut nicht abgeholt.
Die ganze Sinnlosigkeit und Verachtung wird ab und zu in verschiedenen Varianten angedeutet.
Das wars aber auch schon.
Die latschen da lang, werden erschossen, mal durch Dummheit, mal sinnlos, mal aufgrund Pech oder Krankheit, mal selbstmörderisch mal völlig unglaubwürdig und mal absolut nicht nachvollziehbar.
Das war es im Grunde.
Das Ende ist dann schlicht und ergreifend völlig unrealistisch, unglaubwürdig und dumm.
Soll natürlich aber die letzte Hoffnung endgültig dem Nihilismus opfern.
Nur packt einen das eben auch keine Sekunde.
The Dark Knight
The Dark Knight

2 Follower 120 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 23. September 2025
Der Film kommt bei weitem nicht an das Buch heran. Recht langweilig, ohne Emotionen umgesetzt und keine Tiefe in den Charakterbeschreibungen. Einmal schauen und vergessen.
Rob T.
Rob T.

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3,5
Veröffentlicht am 18. September 2025
100 Menschen, und nur einer kann gewinnen. 99 werden verlieren - und sterben. Es gewinnt, wer überlebt.
Sie müssen laufen. Immer weiter laufen. Sie dürfen nicht stehenbleiben. Wer stehen bleibt, wird verwarnt. Einmal, zweimal, dreimal. Dann ist Schluss.
Es ist ein barbarischer Wettbewerb, dem sich 100 junge Männer stellen. Er findet jedes Jahr statt, in einer nahen Zukunft, in der in den USA ein repressives Regime an der Macht ist.
Ray Garraty (Cooper Hoffman) ist einer von den Jugendlichen, die sich freiwillig zum Marsch anmelden. Er ist angelockt vom Versprechen, dass sich im Siegesfall das ganze Leben ändere.
Mehr und mehr freundet er sich mit peter (David Jonsson), der ebenso zäh wie wie er selbst. Sie stacheln sich gegenseitig an beim Laufen, aber sie müssen der Wahrheit ins Auge sehen: Einer von ihnen wird sterben.

Es war Stephen King, der diese Story einst geschrieben hat. Das war 1979. Es dauerte 46 Jahre, bis die Film-Adaption ins Kino kam: "The long Walk - Todesmarsch".
Es ist ein spannender Thriller, der an sich mit ganz einfachen Mitteln auskommt: Wir begleiten eine Gruppe von Menschen, die laufen. Die um ihr Leben laufen. Um den Sieg. Stundenlang, tagelang, viele hundert Meilen.
Dass die Verlierer sterben, wird den Läufern erst bewusst, als es das erste Mal knallt. In der Hinsicht ist der Film unerbittlich, wir sehen fast jeden Mord in Großaufnahme, das Blut spritzt fast jedes Mal. Ob das wirklich nötig ist, sei dahin gestellt.
Ansonsten laufen wir mit der Kamera immer mit, wir lernen die Männer kennen, was sie umtreibt, warum sie dabei sind, wie sie ticken. Und wie sie leiden. Und laufen. Und sterben. Und weiterlaufen.
Das ist spannend, nervenzehrend, auch emotional.
Aber irgendwie auch nicht immer so glaubwürdig. Kann man wirklich tagelang laufen und reden, ohne außer Atem zu sein? Manchmal wirkt das alles bei einigen irgendwie kaum angestrengt - dafür hat man bestimmten Figuren im Film, oder es gibt spezielle Momente, wo das gezeigt wird.
Deshalb hat der Film dann doch auch einige Längen, was ihn am Ende aber trotzdem sehenswert bleiben lässt.
Birgitakrause
Birgitakrause

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1,0
Veröffentlicht am 13. September 2025
Über 100 Minuten sinnloses Gemetzel. Menschliche Beziehungen werden oberflächlich und am Rande dargestellt. Ein billiger Abklatsch von „Tribute von Panem“ . 100 Minuten Zeitverschwendung.
Karsten N.
Karsten N.

1 Follower 42 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 15. September 2025
The Long Walk ist eine herzzerreißende Mischung aus dem brutalen Rand von Stephen Kings Horrorgeschichten mit dem erhebenden und emotionalen Gewicht seiner dramatischeren Werke. Ein kraftvoller Film über Brüderlichkeit, die unseren Mitmenschen aufrichten und alle Hindernisse des Lebens überwinden. Ein Drama, was den Zuschauer bis zum Schluss erschüttert sowie auch fesselt.
Strombale
Strombale

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1,0
Veröffentlicht am 25. September 2025
Dieser Film ist KEINE Buchverfilmung. Er hat gefühlt nichts mit dem Buch gemeinsam und geht komplett an der Botschaft vorbei. Die Charaktere sind ein Schatten ihrer selbst und darüber hinaus auch noch schlecht besetzt. Vielleicht bin ich überkritisch, weil ich das Buch so liebe, aber an manchen Stellen wollte ich wirklich aufstehen und den Saal verlassen. Katastrophe.
Peter Pan
Peter Pan

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0,5
Veröffentlicht am 2. April 2026
Eine unverschämte Zeitverschwendung.

Man weiß überhaupt gar nicht wo man mit der Kritik bei dieser bodenlosen Frechheit eines "Filmes" anfangen soll.

Die Schauspieler: Das örtliche Grundschultheater bietet mehr Authentizität in der Darstellung.

Die Dialoge: Eine Mischung aus Ultra-Low-IQ Gesprächen nachdem sie mehrmals durch einen 2020er Jahre Übersetzer gelaufen sind. Unterirdisch.

Die Story: Das ist eigentlich die größte Sauerei. Etwas derart an den Haaren herbeigezogenes und flaches hat man schon lange nicht mehr gesehen. Weder macht man sich die Mühe die ganze Handlung auch nur mal für eine Minute in die Welt einzubinden, noch die Charaktäre und deren Motivation vorzustellen; noch ist das ganze gebotene Setting glaubwürdig.

Nichts, absolut gar nichts in diesem Unfilm ergibt irgendeinen Sinn und es ist wirklich eine Qual dem Film zu folgen. Wäre das Popcorn im Kino nicht so lecker und der Sessel so bequem gewesen, hätte das Gesamt-"Erlebnis" wirklich als Folter bewertet werden müssen. So bleibt zumindest der intellektuelle Schmerz.
Vera Poetzel
Vera Poetzel

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4,0
Veröffentlicht am 13. September 2025
The Long Walk ist ein intensiver und fesselnder Film, der mit seiner Mischung aus Spannung, Emotion und schonungsloser Grausamkeit beeindruckt.

Auch ohne die Buchvorlage gelesen zu haben, konnte mich die Verfilmung völlig überzeugen. Der Kampf ums Überleben und das Leiden der Figuren berühren und verstärken die bedrückende Atmosphäre, die bis zum Schluss anhält.

Meine Schwester, die das Buch kennt, findet die literarische Vorlage zwar stärker, doch für sich genommen ist der Film absolut sehenswert. Eine klare Empfehlung für alle, die düstere und packende Geschichten lieben.
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2,5
Veröffentlicht am 14. September 2025
Ich kam aus dem Film und war damit nicht zufrieden. Das liegt vor allem daran, dass die Erklärung der Umstände für den Todesmarsch entweder fehlt oder mehr als dürftig ist. 50 Jungs melden sich freiwillig für einen Marsch, bei dem am Ende nur einer überlebt. Und alle tun so, als ob sie sich sicher wären, dieser eine zu sein? Puh! Okay, am Ende winken dem Sieger viel Geld und ein Wunsch, aber warum lässt eine Gesellschaft zu, dass auf diesem Weg 49 Jugendliche erschossen werden? Begründung: Weil durch die Übertragung des Marsches (die offensichtlich abseits vom Zuschauer stattfindet) die Arbeitsmoral im Land wieder steigt und dadurch die Wirtschaft angekurbelt wird. Wow! Das ist schon so hahnebüchen, dass es nur so kracht. Und selbst wenn dem so wäre, woher bekommt man dann all diese Soldaten, die ohne mit der Wimper zu zucken ihre eigenen Kinder ununterbrochen in den Kopf schießen oder sie sogar mit dem Panzer überfahren? Das wirkt so surreal, dass ich die ganze Zeit den Film hinterfragt habe. Dazwischen hört man dann den teils pubertierenden Teilnehmern permanent beim Austausch ihrer "Lebensphilosophien" zu. Niveau: "Drei Dinge braucht man im Leben: 1. Eine gute Mahlzeit 2. Einen guten Fick. 3. Einen gepflegten Schiss". Dabei belasse ich es jetzt auch...
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