Cleveres Science-Fiction-Drama mit starkem Sam Rockwell!
Das Sci-Fi-Drama „Moon“ von 2009 fühlt sich wie eine Adaption von Andy Weir an. Weir schrieb unter anderem die Romane „Der Marsianer“ und „Der Astronaut“, zwei Werke, die äußerst erfolgreich in Hollywood verfilmt wurden. Doch „Moon“ stammt von Duncan Jones. Ironischerweise ist Jones der Sohn von David Bowie, der sich selbst als Starman gesehen hat…
Für Jones war dies sein erster Film als Regisseur. Und mit einem wirklich geringen Budget von Millionen Dollar, spielte das Werk immerhin das Doppelte ein. Zudem erhielt der Film zahlreiche positive Kritiken, weswegen ich äußerst interessiert war. Und tatsächlich ist „Moon“ ein sehr spannendes und teilweise berührendes Space-Drama mit einem tollen Sam Rockwell.
Sam Bell arbeitet auf einer Station auf dem Mond und muss dort Helium-3 abbauen, was jedoch zum Glück große Maschinen erledigen. Dennoch benötigt es einen Menschen auf der Station und Sams Aufgabe ist äußerst wichtig, denn die Menschen auf der Erde sind auf das Helium angewiesen. Nach drei Jahren soll Sam nun endlich abgelöst werden und er kann zu Frau und Tochter zurück kehren. Doch kurz vor dem Ende seiner Schicht trifft er auf einen Fremden, der genau so aussieht wie er…
„Moon“ ist ein intimer und wirklich clever gemachter Film, über den man am besten so wenig wie möglich wissen sollte. Die Grundidee des Films erinnert an andere Sci-Fi-Klassiker und die Einflüsse durch Filme wie „2001“ oder eben die Weir-Romane sind klar erkennbar. Doch „Moon“ schafft es ein eigenes, rundes Werk zu sein und fühlt sich nicht selten nach einer „Black Mirror“-Folge an, die jedoch mit etwas mehr Production Value daher kommt. Der Film hat mich anfangs zwar nicht so gekriegt, doch mit jeder weiteren Minute entfaltete sich die äußerst spannende und düstere Idee der Story. Stellenweise ist das Ganze auch sehr mitreißend und auch tragisch, aber ich möchte nicht zu viel verraten!
Sam Rockwell stemmt diesen Film praktisch alleine mit einer starken Performance… oder eher zwei starken Performances. Kevin Spacey ist zudem als KI-Roboter GERTY zu hören.
Optisch sieht man dem Film zwar sein geringes Budget an, doch „Moon“ profitiert in meinen Augen von einer dennoch einprägsamen Optik. Die Kameraarbeit von Gary Shaw ist sehr solide und die Arbeit mit Miniaturen für die Rover und Mondstationen geben dem Ganzen einen wundervollen Retro-Look. Der Score von Clint Mansell gefällt mir ebenfalls, hätte aber hier und da auch gern etwas weniger sein können, da manche Szenen ohne Musik sicherlich noch etwas kraftvoller gewesen wären.
Dennoch konnte mich „Moon“ am Ende nicht komplett umhauen, da mir unter anderem die Auflösung des Films dann doch etwas zu abrupt und überraschend positiv war. Nicht, dass ich ein optimistisches Ende mögen würde, aber die Idee des Films ergab dahingehend irgendwie nicht so viel Sinn, was ich aufgrund des Vermeidens von Spoilern nicht erläutern kann…
Fazit: „Moon“ ist dennoch ein sehr empfehlenswerter Film für alle Sci-Fi-Fans, die etwas mehr Substanz in ihren Werken wollen. Angeführt von einem tollen Sam Rockwell und einer spannenden Idee, bietet Duncan Jones´ Film intelligente Unterhaltung. Zudem ist der Film mit seinen knappen 97 Minuten super entspannt zu schauen!