Absolut geniale Sci-Fi der alten Schule (OmU) und ein ebenso genialer Sam Rockwell den ich seit Galaxy Quest schätzen gelernt habe. Versteht sich von selbst, dass dies nur ein Independent Produktion sein kann und ich befürchte, sollte Hollywood wieder seine klebrigen Finger dazwischen bekommen, dann wird die geplante Trilogie (ähnlich wie Matrix) entweder wieder zu einer verwässerten CGI Orgie oder wenn im gleichen Stil weiterverfolgt, zu blutleerem Mainstream verkommen.
Angesichts der von den USA u. anderen Staaten weiter vorangetriebener Spielereien am menschlichen Genom (zwecks Profit unter dem Deckmantel der medizinischen Forschung) bezweifel ich auch, dass Hollywood eine in diesem Sinne stringente Fortsetzung zulassen würde.
Im Licht aktueller politischer Machenschaften und Krisen (z.B. auch die Erschliessung alternativer Energien) werden sich besonders auch diejenigen stark von diesem kleinen Meisterwerk berührt fühlen , die sich intensiver mit der sog. NWO beschäftigt haben.
Allein der Schlusskommentar (Radio-bzw TV-Show Kommentar zu den Anschuldigungen eines Klons ) spricht Bände.
Vielen Dank Duncan Jones ;)
Endlich mal wieder intelligente Sci-Fi Unterhaltung ohne Krachbumm :)
Super Film. Mal wieder was ganz anderes als was man sonst so geboten bekommt. Die Story kommt ganz ohne visuelle Effekte aus. Alles erinnert ein bisschen an die Science-Fiction-Filme, die mein großer Bruder in den 80ern mit mir geschaut hat. Echte Kulisse und ne gute Story, anstatt laute Musik und Computer-Animationen am Luafenden Band.
Lange versteht man nicht genau, wo die Geschichte hinführt. Aber nach und nach löst sich das Rätsel um den "Mann auf dem Mond", der seit drei Jahren einsam seinen Dienst verrichtet und sich mit einem Computer unterhält. Er freut sich daruf, endlich wieder zu seiner Frau und seiner Tochter auf die Erde zurückzukehren. Doch das ist nicht so ganz im Sinne seiner Firma....
Das Ende lässt einige Ungereimtheiten übrig...Leider. Aber es soll ja angeblich eine Fortsetzung geben. Vielleicht werden diese Themen dann im nächsten Film geklärt.
Der Film war wirklich gut, hat aber leider mit dem Problem zu kämpfen, das vieles schnell offensichtlich ist und das dann auch so Eintritt wie man es erwartet. Ein paar Überraschungen und Wendungen hätten dem Film gut getan. Die schauspielerische Leistung von Sam Bell, äh Rockwell war wirklich ausgezeichnet. Sehr authentisch und bestimmt nicht einfach zu Spielen gewesen.
"Moon" ist ein stilistisch sehr schöner Film, den man gerne mögen möchte - aber leider an einer inhaltlichen Unglaubwürdigkeit krankt.
Die Atmosphäre der Arbeit des einsamen Protagonisten auf dem Mond ist zunächst beeindruckend. Vollkommen alleine arbeitet Sam in der Station zum Sammeln des begehrten Rohstoffes. Seine einzige Kommunikation erfolgt über zeitverzögerte Videos mit seiner Frau und mit einem intelligenten Stationsroboter, der von Kevin Spacey schon unangenehm freundlich gesprochen wird. Unaufdringlich und vom stimmigen Soundtrack unterstützt wird der Film eingeleitet.
Auch die ersten Zwischenfälle und Gedächtnissprünge sind sehr interessant - allerdings ist das große Problem des weiteren Filmes, dann der darauf aufbauende, frühe Twist des Filmes leider inhaltlich sehr unglaubwürdig und kaum plausibel ist. Er ist durchaus interessant und wirft auch sehr aktuelle Fragen auf, ist allerdings schlichtweg nicht realistisch - und da das Setting davon abgesehen sehr auf ein realistisches Szenario ausgelegt ist, stößt das leider störend auf. Die Grundlage für den Plottwist ist leider für die dahinterstehenden Akteure im Film absolut unplausibel.
Das nimmt dem Film leider einiges an seiner Intensität, obwohl die weitere Entwicklung und Dichte absolut spannend und überzeugend gespielt bleibt. Der Zuschauer erlebt den Charakter des Protagonisten sehr nah und wird von dessen Schicksal absolut getroffen. Auch das Ende ist im Rahmen der Handlung stimmig inszeniert.
Der Film bleibt somit über die gesamte zeit sehr schön anzusehen und fesselt aufgrund des mitreißenden und trotzdem zurückhaltend inszenierten Schicksals des isolierten Arbeiters entfernt von der Erde. Das sehr nüchterne Szenario leidet nach der großen Wendung leider unter Frage, weshalb dies so gestaltet sein sollte - es wären wesentlich sinnvollere Arbeitsmöglichkeiten auf der Station denkbar. Dennoch bleibt der Film bis zum Ende interessant und lebt von seiner beklemmenden Atmosphäre.
Ein sehr empfehlenswerter, gut gespielter Film, an dem sicher auch Leute, denen das Sci-fi Genre für gewöhnlich nicht zuspricht, Gefallen finden können.