Der Film ist zwar mit 3 Stunden sehr lang aber packend und sehr spannend. Die Schauspieler spielen ihre Rollen alle sehr gut, aber Kevin Costner als Bezirksstaatsanwalt Jim Garrison sticht hier nochmal höher hinaus.
Da Lee Harvey Oswald von Jack Ruby niedergeschossen wird und Ruby 1967 verstarb, hatte Garrison keinen Verdächtigen bzw. Zeugen mehr, der über das Attentat auspacken hätte können. Clay Shaw, der von Garrison vor Gericht gezerrt wurde, konnte man keine Schuld am Attentat nachweisen, deshalb scheiterte Jim Garrison vor Gericht, trotz seines langen, packenden Schlussplädoyers. Der Fall gilt weiterhin als nicht gelöst. Daher gibt es seitdem zwei verschiedene Lager, die einen sehen Lee Harvey Oswald als Einzeltäter, die anderen sehen es als eine Verschwörung an, mit mehreren Schützen.
Es wurde Untersuchungen durch die Warren Kommission angeordnet, die aber nicht sehr genau und unzuverlässig waren. Man ging von Anfang an nur vom Einzeltäter Oswald aus. Die Theorie sollte belegen, dass Lee Oswald 3 Schüsse auf JFK abgegeben hat. Der erste Schuss traf nicht JFK und auch nicht Connally. Der zweite Schuss, die sogenante magische Kugel soll insgesamt 7 Wunden, bei JFK 2 Wunden und bei Connally 5 Wunden hinterlassen haben. Der dritte Schuss traf JFK am Kopf und war damit dann der tödliche Schuss. Es wurde 52 mm Carcano- Patronen der Western Cartridge Company, bekannt als CE-399 benutzt und diese können tatsächlich mehrere Körper durchschlagen ohne extrem zu verformen.
Man muß aber auch noch sagen, dass der Oliver Stone Film JFK ungenau war und nicht beachtet hatte, dass JFK und Connally versetzt sassen und Conally seinen Oberkörper drehte während geschossen wurde.
Jetzt noch zur Theorie der magischen Kugel.
Bei Kennedy war es Einschussloch am Rücken und Austrittsloch Hals. Bei Connally war es Eintrittsloch Schulter, Austrittsloch Brust, dann Eintrittsloch Handgelenk, dann Austrittsloch Handgelenk und abschließend Eintrittsloch Oberschenkel.
Es wurde die magische Kugel auf der Bahre von JFK völlig intakt abgelegt und aufgefunden. Meiner Ansicht nach passt die Theorie der magischen Kugel nicht, weil die Chancen, dass eine Patrone 6 mal Fleisch passiert, ohne auf Knochen zu treffen, ohne zu verformen und ohne stecken zu bleiben, äusserst unwahrscheinlich ist. Dazu hätte es mehrerer Schützen gebraucht. Die Ein und Austrittswunden wurden durch die Ärzte und Rechtsmediziner nur unzureichend und ungenau abgeklärt. Die Lage der Ein und Austrittslöcher variierten mal höher und mal tiefer. Auch Aufzeichnungen auf die Lage der Wunden gab es nicht, oder wurden nicht erlaubt genauer aufzuführen.
Für mich ist damit nachgewiesen, dass es eine Verschwörung gab. Man hatte sich nunmal auf einen Einzeltäter Oswald festgelegt und eine weitereichende Untersuchung auf mehrere Schützen wurde abgelehnt. Auch Zeugen, die Schüsse gehört hatten vom Güterbahnhof, oder vom Grashügel wurden erst gar nicht gehört und auch nicht vernommen. Einige sagten aus mehrere, bis zu 6 Schüsse, gehört zu haben.
Viele glauben an den Einzeltäter Oswald. Ich denke dabei aber eher an eine Verschwörung mit mehreren Schützen.
Es gibt immernoch zwei verschiedene Lager, der Einzelschütze, oder eine Verschwörung mit mehreren Schützen.
Er ist eben immer noch nicht gelöst, der Kriminal- Fall JFK.