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Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 20. Oktober 2017
Grandios. Der Film ist besser als das Original und das war schon klasse. Wer einen heftigen Horrorfilm und Splatter erwartet, ist hier falsch. Viel mehr geht es um Freundschaft und Ängste. Die Kinder sind alle unglaublich authentisch und machen ihre Arbeit gut. Bin kurz davor,mir den Film nochmal anzusehen und kann Kapitel 2,kaum erwarten.
Also großer Fan der TV-Verfilmung waren die Erwartungen auch bei mir nicht niedrig. Als Kind der 80er konnte man mich allein durch das Setting natürlich schnell abholen, und das ist auch durch und durch gelungen. Dadurch ändert sich vielleicht das ein oder andere in Bezug auf die Buchvorlage und man fühlt sich zwangsläufig (nicht zuletzt auch durch Finn Wolfhard) ins Städtchen Hawkins versetzt, aber allein der NKOTB Running-Gag und der Soundtrack sind es wert.
Bill Skarsgard‘s Pennywise braucht sich hinter dem von Curry nicht zu verstecken. Auch wenn die Fußstapfen groß sind, weiß Er diese gekonnt auszufüllen und verpasst der Figur eine eigene Note. Das diabolische Grinsen ist zuweilen sogar noch furchteinflößender. Jedoch stiehlt Ihm der tolle junge Cast tatsächlich fast die Show, allen voran Sophia Lillis (Beverly), auch wenn diese auf mich hin und wieder einen wesentlich erwachseneren Eindruck hinterlässt, als der Rest der Verlierer. Nun gut, man sagt ja immer, dass Mädchen den Knaben immer 2 Jahre in der Entwicklung voraus sind. Die Chemie stimmt aber durchgehend. Anders als bspw. bei der letzten Kingverfilmung mit Kinderdarstellern, Dreamcatcher (auch wenn diese natürlich weniger Screentime inne hatten).
Was es mir besonders angetan hat, war die Atmosphäre des Films. Einerseits natürlich die tolle Ausstattung aber auf der anderen Seite schafft Muschietti dieses ständige Gefühl der Bedrohung, was einem zum einen jederzeit mit den Figuren mitfiebern lässt und zum anderen dafür sorgt, dass der Film selten langatmig wird. Der Film hat auch bei abgestumpften Horrorfans wie mir hin und wieder für eine Gänsepelle gesorgt und auch die jump scares sitzen. Wobei ich bei Lezteren zugeben muss, dass sich diese zum Ende hin dann doch etwas abgenutzt haben.
Von einem Meisterwerk würde ich hier auch nicht sprechen wollen, aber zumindest war es bisher der beste Film, den ich 2017 gesehen habe und definitiv eine sehr gute Kingverfilmung.
Also, ich kann nicht glauben, was ich hier lese! Hat hier irgendjemand das Buch gelesen??? Ich bin soo enttäuscht von dieser Verfilmung! Mit den heutigen Möglichkeiten, was "Special Effects" angeht, ist absolut mehr drin! Ich weiß, dass ein Buch nicht immer 1:1 verfilmbar ist und "Es" schon gar nicht, aber was da lieblos und seelenlos hingeklatscht wurde, spottet jeder Beschreibung! Die Figuren haben vielleicht noch die Namen der Figuren im Buch, das war es aber! Die Verfilmung von 1990 hat vielleicht ihre Schwächen, ist aber wärmer und liebevoller. Das Drehbuch ist flach und die Dialoge haben keinen Tiefgang. Eine der Kernaussagen, des Buches, nämlich: Haltet zusammen, dann könnt ihr alles packen!, ist verdammt schlecht umgesetzt. Ganz zu schweigen von den globalen Abweichungen. Alles, was die Charaktere ausgemacht hat: Eddie`s Asthma, Stan`s Vögel, Bill´s schwere Sprachstörung, Beverly`s langes rotes Haar oder Richtie´s Stimmenimitationen sind wenig bis gar nicht berücksichtigt. Mein Fazit: Teenager-Grusel mit ganz leichten Stephen King-Elementen. Ob`s der zweite Teil rausreißt, darf bezweifelt werden. P.S. Wenigstens konnte man endlich die Plastikstatue von Paul Bannion im Hintergrund sehen.. ;-)
Vorweg: Das Buch sowie die Miniserie habe ich nicht gelesen bzw. geguckt, wodurch ich ohne jegliches Vorwissen ins Kino gegangen bin. "Es" hinterließ einen durchweg guten Eindruck und punktet mit interessanter Story sowie noch interessanterem Antagonisten , dem Clown Pennywise. Hier verbirgt sich eine der wenigen Schwächen des Films, denn Pennywise bekommt beinah gar keine Hintergrundgeschichte, obwohl diese in vielen Szenen gut hätte eingebaut werden können ( Stichwort: Bibliothek). Ich kann verstehen dass viele der offenen Fragen um den Clown im möglichen Sequel beantwortet werden , doch sehe ich beim Szenario "Kinder vs. Pennywise" verschenktes Potenzial, da eine genauere Auseinandersetzung der Kinder mit dem Ursprung von Pennywise der ohnehin guten Story gut getan hätte. Die Kinder hätten in diesem Fall neugieriger handeln sollen, was zum Beispiel in der Netflix Serie "Stranger Things" perfekt umgesetzt worden ist. Letztendlich sind es ja Kinder, und diese sollten schon neugierig eine Spur verfolgen und nach Antworten suchen. Pennywise´s Darstellung und die schauspielerische Leistung dagegen sind phänomenal, wofür man Bill Skarsgard, dem Darsteller von Pennywise, viel Lob zusagen muss. Wie vorhin erwähnt ist die Story ziemlich gut und durchweg interessant. Die Veranschaulichung der einzelnen Ängste der Kinder ist gelungen und nachvollziehbar. Dabei ist vor allem die Inszenierung und die Visualisierung zu loben. Außerdem finde ich es bemerkenswert dass die erwachsenen Charaktere des Films in einem ziemlich schlechten Licht stehen , da sie entweder böse oder unnatürlich handeln. Somit wird die Tatsache dass die Kinder beim Kampf gegen Pennywise auf sich alleine gestellt sind verstärkt. Zu den Horror- bzw. Schreckszenen lässt sich sagen dass die Kulisse kombiniert mit der Detailverliebtheit ein tolles stimmiges Bild hinterlassen, und somit eine gute Atmosphäre aufbauen. Jede Horrorsequenz ist auf seine Art und Weise besonders, und die Inszenierung samt Ton und Musik ist packend. Nur soll man nicht in den Film gehen und einen 100%igen Gruselschocker erwarten. Das ist „Es“ nicht, es ist eher ein Film über eine Truppe von Jugendlichen die neben dem Erwachsenwerden ein Monster zu bezwingen haben. Zu der Truppe der Jugendlichen lässt sich noch anmerken dass ein/zwei der Charaktere etwas blass im Vergleich zu den anderen geblieben sind, jedoch das Kollektiv der Jugendliche sympathisch wirkt und beim Zuschauer das Gefühl von „Sorge“ entfacht. Überraschend war der 80er Flair den der Film durch Musik und Bild hin und wieder aufleben lässt. In den Szenen wo dies eingesetzt worden ist, war es passend und machte Spaß angesehen zu werden. Sogar an Humor fehlt es dem Film nicht, welcher vielleicht nicht jedermanns Geschmack ist, mir persönlich aber gefallen hat. Und sogar Stephen King scheint diese Adaption gefallen zu haben, und das muss schon was heißen!
Ein Film der seinem Hype gerecht wird. Als erstes sollte man erwähnen das man hier keinen knallharten Horror erwarten darf, es ist ein coming of ages Film. Die Schauspieler sind wirklich super, Bill Skarsgard macht seine Rolle als ES wirklich hervorragend ( Die Augen die er in verschiedene Richtungen gucken lassen kann sind keine Animation .), und auch die Kinder machen ihre Sache alle richtig gut.
Die Kamerafahrten und Einstellungen der Jump scares sind auch alle sehr gut getroffen. Die Aufnahmen lassen einen ähnlich wie bei dem Film "Stand by me" die komplette Umgebung miterleben.
Der Film lässt einen mit den Kindern mitfiebern und auch mitlachen wenn vereinzelt derbe Sprüche von Richie kommen.
ES verinnerlicht viele Emotionen, Action , Drama, Horror, Thriller , Humor und alles mit einer Perfekten Dosis.
Ich habe die Bücher nicht gelesen und auch die Erstverfilmung von 1990 nicht gesehen. Von daher war der Film für mich sehr spannend bis zum Schluss und mich hat fast alles überzeugt. Es ist eine wirklich interessante Geschichte und kein typischer Horrorfilm. Der Film ist eine Mischung aus Coming of Age und Horror. Die Effekte waren toll und die Gruselszenen waren auch wirklich gruselig. Das einzige, was mir nicht so gefallen hat ist, dass manche Geschehnisse nicht ganz auserzählt wurde n, die einen interessiert haben. Man weiß beispielsweise nicht wirklich, woher ES kommt.
Es kommt weitaus weniger Horror drin vor als wir erwartet haben. Viel gegruselt haben wir uns deshalb nicht. Auch die meisten geboten Szenen haben uns lediglich moderat erschreckt. Der wesentliche Kern der Story könnte ganz gut als klassischer Abenteuerfilm für Kinder/ Jugendliche mit 80ger Charme funktionieren. Eine Gruppe von Außenseitern die über den Sommer sich mit alltäglichen Sorgen rumschlagen( Familie, Schulschläger etc.) und sich zusammen einer großer Herausforderung ( das ES) stellen. Und so könnte man glatt vergessen, dass es sich hier um ein Erwachsenenfilm handelt, würden nicht einiger Gewaltszenen, derberer Witze und Randhandlung, dies in Erinnerung rufen. Meine bessere Hälfte und ich haben uns dennoch gut unterhalten gefühlt. Die schauspielerische Leistung ist gut, der Humor zündet meist und die Story ist kurzweilig.
Ja, die neue Version von "Es" ist verdammt gelungen. Ähnlich wie "The Conjuring" konzentriert sich der Film eben nicht nur auf die Primärtugenden des Horrorfilms, nämlich Angst und Schrecken zu erzeugen, sondern auch auf die sekundären Tugenden. Dazu gibt es sehr gut gespielte Figuren, eine wundersame, tolle Atmosphäre, die dem Coming-of-Age-Film nahesteht. In diesem Genre ist das keine Selbstverständlichkeit. Der Rest funktioniert übrigens auch. Besonders die einzelnen Monsterdesigns sind toll. Allein, für den Meisterwerk-Status reicht es nicht ganz, da viele der Schreckensszenen sehr ähnlich funktionieren und man den Aufbau erahnen kann. Zudem sind diese in der ersten Hälfte des Films nicht recht verknüpft. Erst als alle von Pennywise heimgesuchten Kinder beisammen sind, wirkt auch das Format konsistent. Stephen King hat einmal geschrieben: "Als Kind lernt man zu leben, als Erwachsener zu sterben." - Wenn der zweite Teil von "Es", der nur folgerichtig ist, dies einhält, dann wird das super weitergehen! Teil 1 hat nämlich schon gut vorgelegt. Fazit: "Es" ist eine rührende Geschichte, die sich um ihre Figuren kümmert und gerade deshalb heraussticht. Ansonsten weiterhin ein sehr guter Horrorfilm, der nur hier und da an der Inszenierung schwächelt.
Kenne den Film davor nicht und habe damals nur das Buch angelesen, Werte also nur den FIlm. Der Clown is am Anfang recht gruselig. Ich kann daher nicht zustimmen, dass er fluffig oder lustig und nicht gruselig aussah. Worin ich aber zustimme ist, dass man im Verlauf des Filmes immer mehr vom Clown zu sehen bekommt, wobei seine Attacken nach der Zeit schon recht seltsam wirken, man könnte durchaus komisch oder unpassend sagen. In der Geschichte fokusiert man sich vor allem auf eine Hand voll Kinder. Sofern ich mich an das Buch errinnere, bescheibt dieses auch andere Mörderfälle durch den Clown. Ich hätte es daher passend gefunden, wenn welche davon gezeigt worden wären, anstatt Flyer durchs Bild schwirren zu lassen, auf dem wieder mal ein Kind vermisst wird. Der Film ist auch anfangs recht spannend und hat eine gute Athmosphere. Jedoch werden die Geschichten der Kinder, wenn überhaupt, nur oberflächlich angekratzt, so dass die Kinder meines Erachtens nicht die gewünschte Tiefe bekommen. Deshalb wird es nach 1,5 Stunden doch etwas langweilig und langatmig. Dadurch, dass der Ckown auch mittlerweile schon so oft aufgetreten ist, ist der Clown auch, wie schon gesagt, nicht mehr so furchteinflößend. Zunehmend entwickelt sich die Geschichte auch etwas skurril. Man hätte sich lieber auf weniger Kids fokusieren sollen. Das Ende, naja... Im Großen und Ganzen ist der Film aber sehenswert und mal wieder etwas besseres an Horror Darstellung. Die Kinds Schauspieler machen auch gar nichts falsch, sondern erbringen eine sehr gute Leistung. Die mangelnde Tiefe der Charakteren ensteht aufgrund des Drehbuches. Schon allein diese Leistung, die die jungen Kinds erbringen, ist zu würdigen. Der Film ist solide, habe aber ein wenig mehr erwartet. Vor allem ein wenig mehr Tote, die nicht einfach als Vermisste auf einem Bild im Hintergrund auftreten.