Lost Highway
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4,1
249 Wertungen

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Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 14. Januar 2017
Lost Highway ist ungefähr genauso abgedreht und verworren wie Mulholland Drive, und nicht minder schwer zu durchschauen. Allerdings schießt Lynch wieder komplett übers Ziel hinaus, indem er eine Armada an Symbolen und Andeutungen auf den Zuschauer los lässt. Am Ende hatte ich den Eindruck, dass der Film sich seiner eigenen Atmosphäre damit beraubt. Zu Beginn etwa, wo das kammerspielartige Element durch zu viel Hinweise auf eine folgende, schlimme Wendung zu nichte gemacht wird. Die Paranoia-Stimmung ist damit nicht dezent genug. Im Gegensatz dazu schleudert Lynch dann am Ende nur so so um mich mit seinen verstörenden Horror-Bildern. Dabei versetzt er seine Crime-Identitätsstory mit allerlei Küchenpyschologie. Schade, vor allen Dingen, weil Figuren wie der Mystery-Mephisto-Man einfach nur genial sind. Gerade durch die Mischung aus physischer Präsenz und grotesker Entrücktheit qualifiziert er sich als wundbarer Bösewicht, von dem ich gern mehr gesehen hätte. Im Übrigen ist es nicht nur der Wahn nach inhaltlicher Verwirrung, sondern auch nach effekthascherischer Übertreibung, der missfällt. Ob Lost Highway auch ohne Sex, Pornografie, Gewalt und Horror noch interessant wäre, lässt sich wohl bezweifeln. Denn die Substanz dieses Films ist kontrovers diskutierbar.
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 12. April 2010
Es ist bemerkenswert das in einem Film keine fundamentalen Andeutungen gemacht werden aber einige meinen eine "schlüssige" Interpretation zu haben. Da muss ich mal lachen da ich wenn ich mir den Film, welchen ich übriges mehrmals angeschaut habe, zusammenzukleben versuche immer nur auf offene Fragen gestoßen bin. Ich bin der Meinung das es keine schlüssige Interpretation gibt da sich im Film selbst, genügend Schlüssenmomente befinden, die ein entgegengesetztes Geschehnis, auflöst. Wenn man sich mal an das was man sieht und hört hält, so wird man schnell merken das Traumsequenzen, Teufelspackt, Mutation oder Paralleluniversum (da hat wohl einer zu oft Donnie Darko angeschaut) usw. nichts anderes als Mutmaßungen sind. Der Film selbst spricht nichts dergleichen an wo "eine einzige echte" Interpretation sein eigen genannt werden kann weil es so etwas nicht gibt.



Mulholland Drive hat eine schlüssige Interpretation, was von Lynch selber angedeutet wurde aber Lost Highway nicht.
Kino:
Anonymer User
1,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
ich hab den film überhaupt nicht verstanden..und hab auch immer auf eine wendung gewartet ..es kam mir nachher vor als wäre ich ihn 2 filmem..dann dieser misteriöse mann...

ich weiß nicht was ich davon halten soll und die vielen sexszenen hätten auch nicht sein müssen hab den film nach etwas über einer stunde ausgemacht die story hat mich nicht gepackt und es kam langeweile auf.



wer auf komplizierte schwierige filme steht sollte ihn sich ansehen..für meinen teil, wobei ich sowas eig sehr gerne mag, war der film leider nicht mehr wert als 3 punkte
Make it shine
Make it shine

33 Follower 97 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
@marlon

Deine Interpretation klingt unheimlich plausibel und gefällt mir sogar noch mehr als die Standartversion. Kannst du mir vielleicht auch sagen wie du auf die Interpretation gekommen bist?



Ich habe vor diesem Film schon "Mullholland Drive" gesehen und war deshalb auf diesen Film gespannt. Der Film konnte alle Erwartungen bei weitem übertreffen. Der Stil ist im Vergleich deutlich besser und die Geschichte wirkt auf den ersten Moment etwas strukturierter. Der Soundtrack ist einzigartig und die beiden Charaktere werden sehr überzeugend von wunderbaren Schauspielern verkörpert. Der Einfallsreichtum und die Symbolik kennt bei diesem Film keine Grenzen. Ich fand diesen Film einfach nur brillant. Für mich ganz klar Lynchs bestes Werk bisher.
Dmitrij Panov
Dmitrij Panov

25 Follower 99 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Mir scheint, der Film will einem etwas sagen. Keine Botschaft, nein. Eher eine Verhöhnung.



"Na, willst du wissen, wie´s weitergeht? So geht´s weiter. Ach, das macht keinen Sinn? Na, dann eben noch ein Zeichen, noch ein Symbol, noch ein Hinweis. Da, nimm ruhig. Du willst eine Auflösung? Jetzt warte doch, alles zu seiner Zeit! Lieber noch eine Wendung und noch eine Frage. Jetzt willst du aber wissen, was abgeht, wie? Ja, kann ich verstehen. Moment, gedulde dich noch. Siehst du, gleich kommtßs..ups, ich bin zu Ende. Na sowas aber auch. Nichts verstanden? Tja, selber schuld. Ich geh dann wieder. Mach´s gut und verzweifle nicht."



Man sitzt und fragt sich, was das gewesen ist. Wer, wieso, warum, wohin, zu welchem Zweck. Stille. Keine Antwort schallt aus der Dunkelheit. Man ist nicht schlauer geworden. Man fühlt sich betrogen, man ist vielleicht sogar etwas wütend. Wo blieb denn der Sinn? Wo war die Story und gab es überhaupt eine? Die Verlockung zum Hass ist groß, sehr groß.



Aber dann merkt man, dass es kein gewöhnlicher Film war. Gar kein "Film" im herkömmlichen Sinne. David Lynch wollte keine Geschichte erzählen, keine Botschaft vermitteln. Er wollte nichts sagen. Er wollte etwas zeigen. Etwas aus den Tiefen seiner Gedankengänge, für die Tiefen deiner Wahrnehmungskraft. Ein kleines Geschenk, aber kein materielles. Du kannst es nicht weiterverkaufen, du kannst es nicht auf ein Regal neben deine Pokale stellen. Du kannst es wegwerfen, wenn du willst, oder gar nicht erst annehmen.



Oder du kannst es behalten. Es in deiner Seele mit dir tragen, ihm einen Platz in deinem Bewusstsein geben. Du kannst es in deiner Erinnerung behalten, als etwas Unerklärliches, etwas, was glechzeitig nichts und alles sein kann. Es wird nicht die Vernunft sein, die dich dazu bringen wird, bei der Erinnerung an dieses Etwas in eine geistige Euphorie zu verfallen. Es wird ein Gefühl sein, eine Empfindung. Etwas, was da ist, auch wen du es nicht anfassen oder begreifen kannst.



Es sind nicht die Kameraeinstellungen und auch nicht die Schnitte. Nicht die Dauer und auch nicht die Qualität der Special Effects. Es ist weniger das, was du als "Film" definierst. Es ist ein Traum, ein berauschender Traum von David Lynch, an dem du teilhaben darfst. Ein faszinierender und scheinbar sinnloser Traum.



Scheinbar sinnlos. Vielleicht doch ein Alptraum? Oder eine Aussage, eine Studie? Es ist auch dein Traum, entscheide selbst.
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