Barbie
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vodkamartini
vodkamartini

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3,0
Veröffentlicht am 31. Juli 2023
„Life in plastic - it’s fantastic“

Bis vor zwei Wochen waren alle schlauen Analysten und Box Office Experten davon ausgegangen, dass Superstar Tom Cruise seine 2022 so glorreich gestartete Mission zur Rettung der globalen Kinokultur zum krönenden Abschluss bringen würde. Mit seiner siebten unmöglichen Mission würde er das Unmögliche möglich machen, so die Theorie. Nun, es kam bekanntlich anders und dass das an der verflixten 7 lag, dafür getrost bezweifelt werden. Ironischerweise wurde ihm von einer Altersgenossin (sie erblickte lediglich 3 jähre früher das Licht der Glamour-Welt) den Rang abgelaufen, die ebenfalls durch absoluten Perfektionismus und ein strahlendes Peroxid-Lächeln zur Ikone aufgestiegen war. Die Rede ist natürlich von der Barbie-Puppe, die 2023 endlich ihren eigenen Kinofilm beschert bekam.

Aktuell zertrümmert der bonbonbunte Streifen jedenfalls sämtliche Rekorde mindestens seit Corona und es wird spannend sein zu beobachten, ob er auch die „Top Gun: Maverick“ Schallmauer des vergangenen Jahres durchbrechen kann. Bösartiger formuliert könnte man sagen, dass nach dem letztjährigen Siegeszug der Macho-Kultur nun die Feminismus-Keule zurück schlägt. Aber im Prinzip überwiegen die Gemeinsamkeiten, die ein erhellendes Bild des aktuellen Zeitgeist zeichnen. So gibt es offenkundig eine unstillbare Nostalgiesehnsucht, die - sofern sie an den richtigen Stellen geschickt modernisiert daher kommt - so etwas wie Halt und Geborgenheit in gefühlt immer unsichereren Zeiten gewährt.

Also präsentiert man eine der Macho-Ikonen der hedonistischen 80er als reflektierten und gereiften Hitzkopf, der Verantwortungs- und Mitgefühl zeigt, dessen ikonische Stärken aber im großen Finale nach wie vor dringend gebraucht werden. Eine solch sinnvolle und glaubwürdige Charakter(weiter)entwicklung ist bei einer Platsikpuppe natürlich nicht möglich. Aber genau wie Pete „Maverick“ Mitchell steht sie für etwas und genau wie beim berühmtesten Jetpilot der Filmgeschichte gilt es die zu hinterfragen.

Vor diesem Hintergrund war das Engagement der Indie-Regisseurin Greta Gerwig eine fast schon logische Wahl. Bekannt für ihre feministische Haltung schien sie wie geschaffen, den Nimbus einer Popikone zu dekonstruieren, die sich von Beginn an dem Vorwurf ausgesetzt sah, ein gefährlich idealisiertes und konservatives Frauenbild zu propagieren und so Generationen junger Mädchen negativ zu beeinflussen. Schon im Vorfeld war deshalb das Geschrei oder die Euphorie (je nach Standpunkt) groß, dass „Barbie“ ein bitterböser Abgesang auf tradierte Rollen- und Geschlechterklischees werden sowie aktuelle Themen wie Wokeness oder Metoo prominent verhandeln würde.

Dass dieser Erwartungshaltungs-Battle nun eher als familienfreundlicher Schaukampf verläuft, kommt wenig überraschend, sofern man sich mit der Finanzierung des Films beschäftigt hat. Bei einem Budget von 150 Millionen Dollar riskiert man keine gnadenlose Sarkasmus-Breitseite, die wohlmöglich ein Gros des potentiellen Publikums verschreckt. Und schon gar nicht zieht man ein weltbekanntes Spielzeug in den Schmutz, wenn der Hauptfinanzier exakt die Firma ist, die dieses Spielzeug seit mehr als 6 Jahrzehnten produziert. Womit wir wieder bei dem bis ins kleinste Detail durchkalkulierten und vorprogrammierten Erfolg wären.

„Barbie“ ist ein quietschbunter Comedy-Trip, der mit famosen Schauwerten und Showeinlagen grandios unterhält, aber unter seiner glitzernden Glitteroberfläche recht wenig zu sagen hat, jedenfalls wenig Substantielles. Eine eindeutige Zielgruppe ist nicht auszumachen, was paradoxerweise ein Baustein des großen Erfolgs ist. Die reihenweise eingewobenen Botschaften über Feminismus, Patriarchat, irreale Schönheitsideale oder Individualität triggern das erwachsene Publikum, sind aber entweder so versteckt oder so oberflächlich, dass sie die lieben Kleinen nicht verstören. Ähnliches gilt für Sprengstoff-Themen wie Misogynie und Männlichkeitswahn, die nie in die Tiefe gehen und immer durch einen Witz oder eine ironische Einstellung karikiert werden und so niemanden aufregen. Auf dieselbe Weise wird der Spielzeugkonzern Mattel präsentiert, was einer der cleversten Schachzüge des Films ist, zumindest marketingtechnisch. So besteht die Führungsetage ausschließlich aus trotteligen, sexistischen Männern (angeführt von Brachial-Komiker Will Ferell), die lediglich von Profitgier getrieben sind. Das ist dann dermaßen offensiv selbstironisch, dass der Konzern ultimativ sympathisch erscheint. Zumindest oberflächlich. Denn das absolute Kalkül strömt hier aus allen rosaroten Poren.

Apropos rosarot. Was Setdesign und Kostümabteilung hier aufbieten ist am wachsten Sinne eine Schau. Der Film hat nicht nur erzählerisch im ersten Drittel seine stärkste Phase, sondern vor allem auch optisch. In Anlehnung an verschiedenste Barbie-Figuren und deren Ausstattung (Autos, Häuser, Haushalts- und Schminkutensilien) wird hier eine knallige Parallelwelt namens „Barbieland“ erschaffen, die sämtliche Preise verdient, die es in den entsprechenden Kategorien zu vergeben gibt. Wir erleben diese Welt durch die Augen und den Alltag der „Stereotype-Barbie“, für dessen perfektes äußeres Erscheinungsbild Margot Robbie die ideale Besetzung ist. Zumal sie auch die Leere hinter der Beauty-Queen-Fassade sowie die künstliche Ausstrahlung der Puppe auf den Punkt bringt. Die anderen Barbie-Modelle spielen hier nur Nebenrollen, sind gewissermaßen Staffage, was dramaturgisch Sinn macht, aber der gesellschaftskritischen Kommentarfunktion nicht gerade dienlich ist.

Staffage sind im Barbieland auch die Männer, namentlich die „Kens“, ebenfalls durch ein Musterexemplar vertreten, das im Fokus steht. Ryan Gosling spielt diesen bemitleidenswerten „Beach-Ken“, ein wasserstoffblonder und Waschbrettbauch-gestählter Posterboy, der sein Dasein dadurch definiert, das Barbie ihn wahrnimmt. Aus dieser interessanten Konstellation hätte man sehr viel machen können, aber das Skript von Greta Gerwig und ihrem Mann Noah Baumbach opfert diese Steilvorlage auf dem Altar der campigen Comedy. Das ist schade und auch ein wenig feige, aber im Sinne der duschkalkulierten und produktorientierten Ausrichtung des Films unbedingt konsequent.

Und so wird ein auf komische Verwicklungen zielender Konflikt konstruiert, der unser Barbie-Ken-Pärchen in die echte Welt schickt, in der sie einen drastischen Kulturschock erleiden. Denn dort regiert unangefochten das Patriarchat, was die verstörte Barbie desillusioniert und den verunsicherten Ken motiviert. Zu allem Überfluss wird sie auch noch vom Spielzeugkonzern Mattel gekidnappt, der durch die „Zeitreise“ ernsthafte Konsequenzen für das eigene Erfolgsmodell befürchtet. Der Film verliert ab diesen Zeitpunkt seinen erzählerischen Fluss und mäandert relativ ziellos zwischen (greller) Satire, (plakativen) Botschaften und (ausgetretenen) Spannungsklischees. Dass diese Ungereimtheiten ausgerechnet von einem Mann mit dem vollen Farbeimer übertüncht werden, ist aber die wahre Ironie in „Barbie“.

Denn trotz Margot Robbies treffender Interpretation einer weltberühmten Spielzeugpuppe, trotz eines durchgängig hohen Tempos und eines fantastischen Setdesigns bleibt vor allem eines in Erinnerung, oder besser gesagt einer. Ryan Gosling hat in mehreren Interviews betont, dass er zwar das Skript grandios fand (natürlich), seine eigentlicher Entschluss aber erst fest stand, als er im eigenen Garten eine Ken-Puppe seiner Tochter mit dem Gesicht nach untern in einer Pfütze liegen sah. Fortan beschloss er, dass diese Geschichte erzählt werden musste. „Mission accomplished“, würde Kinokonkurrent Ethan Hunt sagen.

Gosling liefert eine dermaßen engagierte, selbstironische, tragische und lustige Vorstellung als bemitleidenswerter Toy-Boy Beach-Ken, dass er zum eigentlichen Hauptdarsteller des „Barbie“-Films avanciert, mindestens aber zum eigentlichen Herz. So schmeißt er sich mit Verve in neonbunte Fitnessklamotten oder eine Sylvester Stallone Gadächtnisgarderobe aus seligen Rocky II-Tagen. So stolpert er als leicht debile Testosteron-Karikatur durch die reale Welt, weil er meint, dort reiche es, einfach nur ein Mann zu sein. Und als er damit nicht durchkommt, kreiert er mit ansteckend kindlich-dümmlichen Eifer ein mit Western- und Machomotiven vollgestopftes „Kenland“, um im Matriarchat Barbieland zu putschen. Einsamer Höhepunkt und Quintessenz all dieser Momente ist eine als Dance-Battle inzidierte Musical-Einlage, bei der Gosling inbrünstig die entlarvenden Textzeilen schmettert, die in endgültig in die Herzen sämtlicher Kinozuschauer katapultieren:

„Don´t seem to matter what I do, I’m always number two. (…) I’m just ken. Anywhere else I´d be a ten. Is it my destiny to live and die a life of blonde fragility? I’m just Ken, where I see love, she sees a friend. What will it take for her to see the man behind the tan and fight for me?"

In diesen zwei Minuten verschmilzt alles was den Film sehenswert und vor allem erlebenswert macht, zu einem plüschigen Feelgood-Peak mit Bohemian-Rhapsody Vibes: Camp, Tragik, Komik, Tempo und Tiefe.

Leider ist das nicht das eigentliche Finale und leider auch nicht die eigentliche Klammer. Die besteht - durchaus typisch für Herwig - in einer konfliktbeladenen Mutter-Tochter-Beziehung. Allerdings taugt diese nicht als emotionaler und narrativer Anker, dafür sind Ken Gosling und Barbie Robbie viel zu präsent und dominant, so dass die durch das menschliche Duo vermittelten und ausgesprochenen Botschaften nur Randaspekte bleiben und in Form einer Anklage seitens der Tochter gar aufgesetzt daher kommen.

Vielleicht wollte Gerwig auch zu viel, oder hatte zu viele Interessen unter einen pinken Hut zu kriegen. So ist dann auch „Barbie“ viel mehr Ausdruck wie Sinnbild eines vorherrschenden Zeitgeistes, als kluger Kommentar zu oder Auseinandersetzung mit ihm. Der zum Massenphänomen und Musstee-Event mutierte Siegeszug bestätigt diese These und ist bei einer seit über 60 Jahren erfolgreich vermarkteten Spielzeugpuppe dann auch wieder irgendwie stimmig. Im Rahmen eines solchen Entertainment-Monsters auch noch gesellschaftskritische Glanzlichter zu setzen oder klar kluge Diskurse anzustoßen war dann vielleicht doch eine unmögliche Mission. Bösere Zungen würden sagen "eine gar nicht gewollte Mission". Schöne neue Plastikwelt.
Un Artige Bilder
Un Artige Bilder

6 Follower 115 Kritiken User folgen

0,5
Veröffentlicht am 29. Juli 2023
Ich denke mal hier wurde einiges nicht verstanden. Der Film ist keine Satire.
Die Macher dieses geistigen Dünnschisses haben hier reine „Ideologie“ verwendet.
Sicher werden das viele zahlenden Kunden zu schätzen wissen.

Get Woke - Go Broke !
Carolin
Carolin

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3,0
Veröffentlicht am 29. Juli 2023
+ viele liebevolle quietschpinke Details, die jede/r die/der irgendwann einmal mit Barbie gespielt hat wiedererkennen wird

+ viele bekannte Retro Barbies die Erinnerungen wecken und nette Nebeninfos zur Geschichte der Barbie

+ insgesamt gelungene Darstellerwahl

+ unterhaltsam und gelungen bis etwa zur Hälfte des Films

- dann verliert sich der Film leider ziemlich in 2 Lagern, die Männer sind bösen, die Frauen die guten

spoiler: - das Matriachat ist die Lösung im Barbieland, trotzdem rennt Barbie am Ende in die patriachale Menschenwelt als x beliebige Arbeitskraft...


...und somit hinterlässt mich der Film insgesamt fragend, was man mir damit eigentlich sagen wollte. Die Chance zu einer differenzieren realkritischen Betrachtung dieses Gesellschaftsproblems, das aufgeworfen wurde, die Chance das ganze irgendwie inspirierend aufzulösen oder Dialog zu schaffen, wurde dann doch irgendwie verpasst und in eine seichte 0815 Handlung gepresst.

Fazit: Zwar besser als erwartet, aber insgesamt leider doch überbewertet!

Meine Altersempfehlung: ab 12 Ich sag nur suizidgefahrte Barbie, die über Todesgedanken redet, Feminismus und das Patriarchat als Kernthema, retro Barbies und historisches, jüngere Kinder sind definitiv nicht die Zielgruppe
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 31. Juli 2023
Schluss mit lustig ist für Barbies, wenn die Kens aufmucken. Der Film hat Momente fürs Auge und noch mehr via Dialog - und Barbie kann’s auf eigene Art mit Indy 5, M.I. 7 und Oppenheimer aufnehmen. Dazu muss man bekanntlich nicht ganz so viele Sterne in Reihe sehen. Mit einem Gosling, der zugeknöpfte Hemden trägt, wär für Frau natürlich schon etwas weniger geboten. Allerdings spielt auch Machart-Grips und Herz mit rein. Ich sehe jedenfalls kein Wunder, wenn Barbie Ende 2023 nicht nur alle o.g. Filme an der Kinokasse abgehängt hat - dank s|einem Publikum, das nicht gerade mit dem der andern drei Filme vergleichbar ist. Es lässt sich ganz einfach alberner Schrott zur Zeitverschwendung sehen. Oder ein annehmbarer und garantiert nicht alltäglicher Trip in eine rosarote Fantasie-Zone. Oder eine nicht schlecht wahr gewordene Schnapsidee in Filmform für Leute, die für vieles zumindest offen sind. In der echten Welt sollte Barbie keine Chance bei den Razzie-Awards haben.
Oneplay
Oneplay

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0,5
Veröffentlicht am 28. Juli 2023
Konnte einfach nicht mehr und musste denn Kinosaal verlassen , was soll das !!! Wie kann man so einen Film kreieren
Sabrina
Sabrina

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0,5
Veröffentlicht am 28. Juli 2023
Das ist mit Abstand der SCHLECHTESTE Film den ich je gesehen habe. Einfach nur purer Shit.... 2 Stunden meines Lebens im Kino vergeudet.
Eigentlich hätter er 0 Sterne verdient, aber man muss mindestens einen halben vergeben....
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass eine dieser 4 oder 5 Sterne Bewertungen von echten Usern stammt. Alles Fakebewertungen. Oder sie gaben einen andern Film gesehen.
Stephan Bönig
Stephan Bönig

3 Follower 30 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 26. Juli 2023
Es ist schwierig etwas zu diesem Film zu sagen bzw. zu schreiben. Zunächst frage ich mich, welche Zielgruppe angesprochen werden soll. Kinder? Eher nicht, dafür gibt es viel zu viel Satire, die Kinder gar nicht verstehen würden (schon auf die erste Szene mit einer Anspielen auf Stanley Kubricks Odyssee würde jeden jüngeren Zuschauer gnadenlos überfordern). Erwachsene als Zielgruppe? Auch schwierig, denn dafür fehlt der ganzen Story Tiefgang, die o.g. Satire ist nicht bissig genug und fehlt an vielen Stellen leider ganz.
Zur Story: Finde ich wirklich schwach! Barbiewelt und reale Welt - das hatten wir alles schon bei Disney und die Umsetzung der Gegensätze fand ich da wesentlich besser. Auch die Barbiewelt an sich ist zwar auf der einen Seite authentisch aber holt mich doch nicht gänzlich ab. Da fehlt einfach mehr Witz und obwohl Ansätze da sind (man denke z.B. an das Essen und Trinken) wird viel Potential verschenkt. Den Beitrag der Mattell-Führungsriege habe ich nicht verstanden. Es bringt die Story nicht weiter und macht auch sonst keinen Sinn. Hier kommt wieder der komische Spagat zwischen Kinder- und Erwachsenenfilm zum Vorschein. Für Kinder wäre der Auftritt des Managements okay für Erwachsene ist er einfach zu albern.
Schauspieler: Margot Robby als Barbie ist top, viel mehr hätte man im Hinblick auf das Umfeld und die schwache Story wohl nicht herausholen können! Ryan Gosling als Ken - eher schwach und irgendwie ohne roten Faden. Emma Mackey als Barbies Spielgefährtin in der Realen Welt macht das ordentlich, leidet aber auch an der Story. Ihr filmische Tochter, weiß teilweise wohl nicht was sie tun soll. Die rebellische, pubertierende Tochter am Anfang hat zu wenig Ecken und Kanten - mehr geben Screentime und Story aber auch nicht her. Alles in allem viel durcheinander und viele Figuren, deren Schauspieler scheinbar nicht so recht wissen, was sie überhaupt spielen sollen. Bestes Beispiel hier auch Will Ferrell als CEO von Mattell. Er spielt den CEO in der realen Welt teilweise so albern, wie ich ihn mir in der Barbiewelt vielleicht vorgestellt hätte. Ich fand es schlecht!
Fazit: Ein Film der kurzweilig unterhält und auch für ein paar Lacher sorgt aber dem ganz viel Story, Witz und Bissigkeit fehlt. Würde ich mir nicht noch einmal anschauen. Als Zielgruppe könnte ich mir allenfalls Erwachsene vorstellen, die früher mit Barbies gespielt haben, da kommen dann wohl einige Witze noch besser rüber.
das Odeon
das Odeon

14 Follower 140 Kritiken User folgen

0,5
Veröffentlicht am 26. Juli 2023
ich habs versucht. ich habe dreimal versucht, mir den film anzusehen.
ich bin nur auf jeweils die hälfte des films gekommen. zeitversetzt. deswegen weiss ich, der film ist weder am anfang,
noch am ende irgendwie lustig oder unterhaltsam.
irgendwer im internet hat behauptet, dass der film eher was für erwachsene statt für kinder wäre...
ha! da lachen ja die hühner.

tja. aber alle kinosäle sind voll.
egal, wo man nachschaut. oft findet man nur sehr schwer zwei freie plätze nebeneinander.
also muss ich der irre geisterfahrer sein, der nichts schnallt und sich über hunderte entgegenkommende autos beschwert.
und ich schnall ja auch nix. ich hab den witz nicht verstanden, ich hab den humor nicht verstanden, gar nix.
ich hab nicht ein einziges mal geschmunzelt.

´verwünscht´? hab ich gesehen und fand ihn lustig oder zumindest sehr unterhaltsam.
´the lego movie´? steht sogar als dvd hier im regal. die haben das irgendwie geschafft, das spiel zwischen der spielwelt
und der realen welt richtig auszukosten. bei ´barbie´ ist davon nur wenig zu bemerken.
der part mit barbie in der realen welt fällt irgendwie nicht so besonders doll auf.
feminismus? taucht mal kurz auf, aber nicht so richtig.
patriarchat als legitime gesellschaftsform? matriarchat als antwort darauf? ja, nein, vielleicht?
wird zum ende hin mal kurz thematisiert und sofort von so einer selbstfindungs-dingsbums abgelöst.
immer dann, wenn es mal was zum nachdenken / mitdenken gäbe, kommt sofort der pinke aufguss, der alles wieder kindgerecht macht.

kein thema wird wirklich angesprochen, also eindeutig ein kinderfilm!!! sage ich als geisterfahrer.
keine gags, nichts zum schmunzeln, kein wirkliches spiel zwischen real- und spielwelt.
eine handlung ist so gut wie nicht vorhanden. der film ist einfach nur pink. sonst nix.
L 488
L 488

1 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 25. Juli 2023
Der Film porträtiert die Probleme einer Frau wie Catcalling und zb. die Szene wo Barbie Ken tröstet, weil er eine Identitätskrise bekam und währenddessen hat er sie zweimal versucht zu küssen einfach weil sie Empathie zeigt. Eine Szene hat mich besonders berührt: Barbie entschuldigt sich bei Ken dafür, dass sie ihn nicht so geliebt hat wie er es wollte. Ken allerdings hat sich nie dafür entschuldigt, dass er ihr Haus gestohlen und demoliert hat, ihre Freundinnen eine Gehirnwäsche gegeben hat und das Staatssystem ändern wollte. Insgesamt hat der Film eine interessante Storyline und hatte keine Angst eine Nachricht zu senden
Kinobengel
Kinobengel

506 Follower 607 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 25. Juli 2023
Worlds

Barbie (Margot Robbie) hat Probleme mit ihrem schönen perfekten Leben. Die Lösung soll sie bei den Menschen finden. Ken (Ryan Gosling) ist dabei. Er schließt nach ersten Eindrücken darauf, dass die Männer in Barbieland die Oberhand haben sollten. Der CEO von Mattel (Will Ferrell) möchte den Ausbruch der beiden schnellstens rückgängig machen.

Die als Schauspielerin bisher aktivere Greta Gerwig fokussiert aus ihrer Position hinter der Kamera starke weibliche Charaktere, s. „Lady Bird“ (2017) sowie „Little Woman“ (2019), zwei Filme, die beste Kreativarbeit vorweisen. Nun also „Barbie“. Ist der US-amerikanischen Filmemacherin erneut ein Erfolg gelungen?

Die 1959 in Kalifornien von Mattel geschaffene Plastikdame erscheint als Monument. Sie nimmt den bisher mit Babydolls spielenden Kids ihre Bestimmung für die künftige Elternrolle und macht sie zu Lifestyle-Beratern. Soweit imitiert Gerwig eine Szene aus „2001: A Space Odyssey“ (von Stanley Kubrick, 1968). Das Kinopublikum wird daraufhin zur Besichtigung einer zuckersüß detailverliebten Puppenwelt in Pink entführt. Hier haben ausschließlich Frauen das Sagen. Am Ende jedes Tages ist Mädelsabend bei flotter Popmusik. So wird die rein platonische Beziehung zu Ken („My Job ist the Beach“) vorerst aufrechterhalten.

Die Regisseurin zeigt das Aufbegehren der Geschlechter. Sie hat dafür einen witzig ideenreichen FSK 6-Weg durch zwei zuwiderlaufend geartete Universen in bravem Englisch ohne F-Word gewählt. Die vielen Messages um Macht, Gleichstellung, Generationenkonflikte, Konsens und Rücksichtnahme wirken dann eher als Binsenweisheiten, die zum Teil konfus gestreut sind, Screwball eben. Aber in dem Durcheinander liegt auch die Genialität der Erzählung, denn es könnte vieles auf Mutter Erde einfacher sein, wenn... „Barbie“ ist also mehr für die Größeren gedacht.

Unterm Strich gibt’s den wohl unvermeidlichen Dauerdisput in 114 Minuten mit jeder Menge Spaß ohne eine Länge serviert. Ja, Greta Gerwig hat wieder eine Marke gesetzt.
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