Barbie
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3,0
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Isabelle D.
Isabelle D.

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5,0
Veröffentlicht am 30. Juli 2023
"Barbie" von Greta Gerwig ist ein quietschpinker Spaß mit ernsten Untertönen - die jedoch mit so viel Charme, Humor und Leichtigkeit in die Handlung eingewoben sind, dass der Film nie nervig-moralinsauer wird. Wobei: Das scheinen "Konservative" in den USA ja anders zu sehen, die sich - nachdem die Tobsuchts- und Trotzanfälle infolgedessen, dass die kleine Meerjungfrau in der Realverfilmung nicht die von ihnen bevorzugte Hautfarbe aufwies, wieder abgeebbt sind - gar fürchterlich darüber echauffieren, dass es im Film "Barbie" vor allem um Barbie geht. Genauer: darum, wofür Barbie steht, nämlich eine selbstbestimmte Frau, der alle Möglichkeiten offen stehen und die selbst für sich entscheidet, was sie aus ihrem Leben machen will. Das ist jedoch nicht alles. Denn Barbie kommen Selbstzweifel, sie gerät in eine Sinnkrise und muss sich auf den Weg in die echte Welt machen, um den Ursachen für ihre düsteren Todesgedanken und plötzlich anatomisch korrekten Füße auf den Grund zu gehen. Im Schlepptau: Ken, der ihr treu ergeben überall hinterher dackelt.

Nun ist in der echten Welt aber nichts so, wie Barbie es sich vorgestellt hat. Die Frauen können nicht selbstbestimmt zwischen allen möglichen Optionen frei wählen. Sie zerreiben sich zwischen Arbeit, Familie und ihren eigenen Zielen, das Sagen haben die Männer, sie haben die Macht und bestimmen alles. Was wiederum Ken gefällt, war es doch in Barbie-Land umgekehrt. Und so bringt Ken das Patriarchat nach Barbie-Land und die Kens reißen die Macht an sich. Dabei ruinieren sie alles, machen alles kaputt und müssen die Barbies zu hohlen Dummchen gehirnwaschen, damit diese sie anhimmeln und sich von ihnen mies und respektlos behandeln zu lassen. Doch es regt sich Widerstand ...

Fazit: Am Ende ist Barbie ein urkomisches, liebenswertes, buntes und wunderbares Plädoyer für die Gleichberechtigung, Chancengleichheit, gegenseitigen Respekt und gegenseitige Unterstützung. Da muss man wohl schon ein ziemliches A****loch sein, um deswegen trotzige Wutanfälle zu bekommen. Nicht verpassen!
Breite Masse im Hintergrund
Breite Masse im Hintergrund

12 Follower 86 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 24. Juli 2023
Die Verfilmung von Barbie geistert gefühlt schon seit einer halben Ewigkeit in der Branche herum. Nachdem das Thema bei so ziemlich jedem Major außer Disney auf dem Tisch lag, war es am Ende Warner, die den Mut aufbrachten, der ikonischen Puppe endlich Leben einzuhauchen. Und auch wenn hinter Barbie natürlich die starke Marke steht, so bleibt nach den ganzen zahlreichen Franchise-Fortsetzungen in den letzten Monaten nur eins zu sagen: DANKE WARNER, DANKE GRETA, DANKE NOAH, DANKE MARGOT, DANKE RYAN!!!

Barbie entführt uns nach Barbieland, wo jeder Tag aufs neue der perfekte Tag für alle Barbies und Kens ist. Die Sonne scheint, das imaginäre Essen schmeckt, die allabendliche Party steht, Ken ist einfach Ken. Doch die Stimmung trübt sich, als der stereotypischen Barbie plötzlich Gedanken nach dem Tod kommen und ihre gesamte Fußsohle den Boden berührt. So muss Barbie in die echte Welt, um den Problemen auf den Grund zu gehen. Begleitet wird sie dabei von Ken, der seine ganz persönliche Epiphanie in der echten Welt erlebt.

Barbie mag zwar ab sechs Jahren freigegeben sein, ist aber definitiv kein Film für Kinder. Das wüsste man auch, hätte man sich vor dem Film mit dem bisherigen Schaffen von Greta Gerwig beschäftigt. Wer eine quietschbuntfröhliche Komödie mit Wirbelnados und Feenstaub erwartet hat, wird bitter enttäuscht werden. Barbie ist eine bitterböse Gesellschaftskritik unter dem Denkmantel der heilen rosa Blütenwelt. Der Film prangert die, zugegeben hier sehr stark gezeichneten, Missstände bezüglich des Frauenbilds in der Gesellschaft an und kommentiert diese gnadenlos in Gestalt nicht etwa von Barbie, sondern von Ken. Ryan Gosling personifiziert extrem überzeichnet das Frauenbild der letzten 70 Jahre und geht sogar noch einen Schritt weiter. Zwar gibt es hier und da den einen oder anderen gut platzierten Gag, aber eigentlich gibt es nichts zu lachen. Wenn angeprangert wird, dass Frauen vielleicht in der Theorie die Möglichkeit haben, alles zu werden was sie möchten, sie aber bedingt durch das System mit den gegebenen männlichen Strukturen kaum in die Position kommen, dass auch so umzusetzen, dann mag das zwar an der einen oder anderen Stelle etwas zu schwarz gemalt sein, dennoch sollte man es als Feedback aufnehmen, und das ist schon schlimm genug.

Zur Leistung der Darsteller muss man nicht viel sagen, außer das alle durch die Bank weg überzeugen, vorneweg Ryan Gosling, der die Rolle und ihre Entwicklung perfekt verkörpert. Margot Robbie spielt gut, aber Ryan Gosling wird im Gedächtnis bleiben.

Barbie hebt also mahnend den Zeigefinger und verpackt ihn in rosa Bonbonpapier. Eigentlich kann man nur hoffen, dass der Film schlecht altert, denn dann hat sich vielleicht was getan in Sachen wahrer Gleichberechtigung. Bis dahin ist er ein sehr gelungenes, metaphorisches Zeugnis unserer Zeit.
Rob T.
Rob T.

7 Follower 358 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 24. Juli 2023
„I’m a Barbie girl in a Barbie world. Life in plastic, it′s fantastic!“

In Barbieland ist alles perfekt. Alles ist auf seinem Platz. Alles ist ordentlich. Alles ist gut. Barbie und die vielen anderen Barbies sind die, die das Sagen haben. Sie haben eine perfekte Frisur, die Kleidung sitzt, und zu- oder abnehmen kommt in dieser Welt auch nicht vor.
Barbie (Margot Robbie) fühlt sich in dieser heilen Welt ausgesprochen wohl. Auch wenn sich der eine Tag mit dem anderen gleicht. Sie ist unter den Barbies die stereotypische Barbie. Sie ist gewissermaßen die Barbie aller Barbies. Klar, dass der blonde Ken (Ryan Gosling) von ihr schwärmt und es liebt, in ihrer Nähe zu sein.
Aber sie beginnt, zu hadern. Plötzlich hat sie Gedanken an den Tod. Dabei gibt es doch so was wie den Tod gar nicht in Barbieland.
Sie sucht die seltsame Barbie (Kate McKinnon) auf, die irgendwo außerhalb wohnt, weil sie seltsam und deformiert ist. Sie sagt, Barbie müsse in der echten Welt nach Antworten suchen.
Die findet sie auch – allerdings mit fatalen Folgen für Barbieland.

Greta Gerwig bringt „Barbie“ ins Kino. Als der Film angekündigt worden ist, herrschte eigentlich erst mal Augenrollen. Als Ryan Gosling bekannt gab, dass er Ken spielen würde, herrschte Gehüstel und Gelächter.
Aber jetzt ist der Film im Kino, und jetzt sehen wir: „Barbie“ ist sehenswert, macht über weite Strecken Spaß, ist oft selbstironisch, und eine Botschaft hat der Film auch noch.
Am Anfang wird das Barbie-Klischee voll ausgefahren und damit gespielt. Alles perfekt, Barbie tut nur so, als würde sie essen und trinken, Treppen steigen muss sie nicht, sei schwebt nach unten – wie es ja im, ähm, achten Barbie-Leben auch ist. Alles glitzert, Ken schleimt Barbie an.
Wenn Barbie und Ken dann in die echte Welt kommen, sind sie mit den Realitäten der Gesellschaft konfrontiert, und besonders bei Ken hat das Folgen – weil er sieht, welche Macht man als Mann haben könnte. Softie Ken wird zum Macho. Ryan Gosling spielt das urkomisch und ganz wunderbar.
Der Film erzählt etwas über Rollenbilder, Geschlechterklischees und davon, Unzulänglichkeiten ändern zu können.
Auch wenn das Ende irgendwie etwas lang geraten ist und seltsam „ausfranst“, ist „Barbie“ sehr unterhaltsam. Hauptdarstellerin Margot Robbie sagte in einem Interview, dass es das Ziel des Films sei, die Erwartungen zu untergraben und dem Publikum „das zu geben, was man nicht wollte“. Das ist gelungen.
Martin Tröstl
Martin Tröstl

1 Kritiken User folgen

0,5
Veröffentlicht am 24. Juli 2023
Sinnlose Handlung, einfach nur unlustig und übertriebener Feminismus wo Männer wie Idioten dargestellt werden, sorry aber das ist der absolut mieseste Film den ich je gesehen habe...
movie reviewer
movie reviewer

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0,5
Veröffentlicht am 22. Juli 2023
this movie is a misandrist movie that sais every man is bad, not recomended and it is 100% political
beco
beco

83 Follower 435 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 22. Juli 2023
Ein Film wie eine große Schachtel Pralinen. Alles ist sehr bunt und sehr hübsch anzusehen, da wird doch für jeden etwas dabei sein?
Und in der Tat, einige der Pralinen sind köstlich, nicht alle, aber viele. Dabei sind auch kleine Leckereien, die einen überraschen und erfreuen, aber wenn die Schachtel leer ist, bleibt doch eher ein etwas klebriger, süßer Gesamteindruck haften.
Alles in allem gute Unterhaltung, die ruhig etwas bissiger hätte sein können.
Knuckles
Knuckles

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0,5
Veröffentlicht am 21. Juli 2023
Sehr schlechter Film. Ich hätte echt mehr erwartet. Männer werden sehr in den Dreck gezogen und es ist viel zu übertriebener Feminismus überall im Film zu sehen. klar wird sowas öfter als Kritik gesehen aber ich muss leider dazu sagen das man heutzutage sowas ernst nimmt. Diese Menschen meinen das meistens ernst!
Würde den Film nicht empfehlen.
Gottselig
Gottselig

3 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 21. Juli 2023
Ein Film auf Droge - gab´s schon immer, nur dieses mal so dass es auch der 6-jährige merkt. Hab´ Erbarmen ob dieses speed.
Greta sollte eine Caroline Link fragen anstatt über fast zwei Stunden Plastik aufzubauen. Es fühlt sich nämlich an als hätte es die Länge von "Oppenheimer".
Fazit: Es bleibt alles wie es ist, sonst wär´s nicht Hollywood. Und die schwangere Barbie - sie kommt.
95 Minuten hätten für einen herausragenden Hollywood-flic mit Herzensbotschaft gereicht. So aber zerstört er sich selbst wegen nicht enden wollenden Wiederholungen, gedacht als Brutalo-Pädagogik.
Eigentlich Empfehlung, wegen handwerklicher Mängel aber nicht.
challengesbya.d.2k
challengesbya.d.2k

24 Follower 334 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 21. Juli 2023
Ein sehr gelungenes Meisterwerk. Finde den Film extrem gut, spannend, humorvoll und mal was anderes.
Die RUHRGESICHTER waren im Kino
Die RUHRGESICHTER waren im Kino

24 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 21. Juli 2023
Wir haben heute den härtesten Stoff seit mindestens zehn Jahren im Kino gesehen.

Zum Feierabend kurzerhand verabredet: Mission Impossible sollte es sein. Leider lief der schon seit einer halben Stunde. Also in den anderen aktuellen Action Blockbuster: Barbie. 

Ca. 100 Mädels im Kino und wir 2 Männer. Ein Geschnatter, unfassbar. Der Film führte uns an den Rand des Wahnsinns und darüber hinaus; offensichtlich tief in die weiblichen Mysterien, zumindest wurde im Kino an Stellen gekichert, gelacht und -in Bezug auf Ken- zustimmend gemurmelt (und diverse eigene Spielsachen wiedererkannt), die allen (zwei) männlichen Kinobesuchern den Angstschweiß angesichts schröcklicher (Selbst-)erkenntnis über den Rücken bis in die Kimme laufen ließ.

Teils fassungslos betrachteten wir das pinke Treiben auf der Leinwand (& und im Saal) und wurden besser unterhalten, als wir zugeben sollten. Es war ein bisschen wie als Passant einen Hausbrand zu sehen: Man kann den Blick von der Katastrophe kaum abwenden. Neben absurdem Gedöns ist Barbie the Movie das großartigste Monument sinistrer Filmkunst seit ´"2001: Odyssee im Weltraum".
Wer die Sache mit dem Sein für sich und dem Sein an sich verstehen möchte ohne Sartre zu lesen und bei zuviel Popcorn Nietzsches Willen zur Macht und -sofern man den Film nicht nüchtern sieht- darüber hinaus sämtliche Probleme dieser Welt verstehen möchte, der setze sich die rosarote Brille auf, sei so tapfer wie möglich und erhalte einen tiefen Einblick in die menschliche Seele sowie in den dunklen Abgrund der Mysterien. Nebenbei erlebt er, worüber Mädels lachen, wenn sie sich "unter sich" wähnen.

Ernsthaft: Schauspielerisch top, zwischenzeitlich einige Längen, aber insgesamt eine gut erzählte Geschichte, die erschreckend tief über mehrere Stockwerke unterkellert ist und - sofern man die körperlichen Schmerzen als nicht Barbie-affine Person (früher bekannt als "Mann") überwunden hat- nicht nur als absurd-komisch-seichte Unterhaltung, sondern tatsächlich als Sprungbrett für eigene Überlegungen nutzen kann, ob diese nun gesellschaftspolitischer oder philosophischer Natur seien; selten wurden Konzepte von sich beeinflussenden Parallelwelten und der Emanzipation der Schöpfung gegenüber ihrem Schöpfer so unterhaltsam in pink getaucht, wie bei diesem Film. Möglicherweise muss man aber für derartige Überlegungen bereits vor dem Besuch des Films einen gewaltigen Schaden haben, zugegeben. spoiler: Danach ist es aber ohnehin zu spät
. :)

Wir jedenfalls sind nun tief mit unserer Anima ausgesöhnt; können es immer noch nicht fassen, was wir da grad gesehen haben (ich zumindest werde mich wohl in den Schlaf weinen) und rufen allen Männern (m/w/d) da draußen in der echten Welt zu: Jeder Schritt in das Kino könnte ein Pfad ohne Wiederkehr sein. Bedenkt das wohl, bevor ihr die Reise auf Inlinern in das pinke Herz der Mysterien wagt.

Es grüßen mahnend & nahezu nüchtern:
Euer Ken und Euer Ken (Survivors of Barbieland)
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