Barbie
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3,0
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Loreto
Loreto

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0,5
Veröffentlicht am 21. Juli 2023
Sinnlose und schlechte Handlung.
Keinen Kinder film, schlechte Witze,
Zeit Verschwendung.
Keine lern anekdotisch oder Kritik für die Gesellschaft sondern komplett leer.
Feminismus sehr dumm übertragen (Frauen regieren nur in eine sinnlose Welt)
Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

11 Follower 354 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 20. Juli 2023
„I´m a Barbie Girl, in a Barbie… oh wait!“

Nachdem „The Lego Movie“ 2014 die Kinolandschaft aufrüttelte, wollten auch andere Spielzeugfirmen mitmischen in der Filmbranche. Ein richtig guter Spielfilm über die eigene Marke kann wahre Wunder bewirken und die Firma vielleicht sogar zu neuem Leben erwecken. Mit Lego hatte das Experiment eingeschlagen wie ein Komet, bei Playmobil jedoch ging man peinlichst unter. Nun wollte Mattel es wissen und brachte 2023 den „Barbie“-Film in die Kinos. „Barbie“-Filme gab es aber bis dato schon einige, man erinnere sich nur an die grauenvollen 3D-Animations-Alpträume der 2000er. Doch bei diesen „Filmen“ bediente man die Marke auf eine geradezu plumpe Art. Dieser neue Film jedoch bringt eine ganz neue Ebene in die Welt von „Barbie“. Das haben wir vor allem Greta Gerwig und Noah Baumbach zu verdanken. Gerwig ist als Regisseurin gerade durch „Ladybird“ und „Little Women“ bekannt geworden und drehte nun auch diese Spielzeugadaption. Ihr derzeitiger Partner, Noah Baumbach, begeisterte mich 2019 mit dem großartigen Film „Marriage Life“ und schrieb für „Barbie“ mit Gerwig das Drehbuch. Allein deswegen war ich interessiert an diesem Film, denn ansonsten hatte ich in meiner Kindheit nahezu keine Berührung mit Barbie. Und was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt! „Barbie“ ist ein wirklich unterhaltsamer, facettenreicher und sehr witziger Film, den ich jedem ohne Weiteres empfehlen kann.

Barbie ist eine von vielen Barbies in einer perfekten Barbie-Welt. Mit dabei sind die Kens und viele tolle Klamotten zum Anziehen. Doch für Barbie ändert sich alles als sie die „echte“ Welt entdeckt und erkennt, dass sie nur eine Spielzeugpuppe ist…

Parallelen zu „The Lego Movie“ und „Toy Story“ sind definitiv da und ich hatte Angst, dass der Film diese beiden Meisterwerke versucht zu kopieren. Doch „Barbie“ schafft eine eigene Welt, in der es eben die echte Welt und die der Barbies gibt. Und das hinterfragt niemand, sondern wird einfach hingenommen. Das hat mir sehr gefallen. Der Film berührt auch die Schattenseiten von Mattels Blondine, gerade die Anfänge von Barbie und die kontroversen Puppen werden beleuchtet. Dennoch konzentriert sich der Film natürlich mehr auf die positiven Aspekte von Barbie als sich zu sehr mit Selbstkritik beschäftigen.

Stattdessen kritisiert der Film andere Dinge, zum Beispiel die von Männern dominierte Welt. Der Feminismus im Film ist allerdings größtenteils gut gehandelt, ganz im Gegensatz zu Disney… Trotzdem hat der Film einige Momente, die sehr belehrend wirken und das hat mich manchmal raus gehauen aus dem Erlebnis. „Barbie“ hätte das in meinen Augen nicht nötig gehabt, sondern auf etwas mehr Dezenz setzen können. Viele werden diese Momente aber sicherlich lieben und das ist ok. Nur mir war es manchmal too much.

Ansonsten greife ich gern das Wort von eben auf: Erlebnis. „Barbie“ ist ein Erlebnis. Es gibt einige sehr spannende Aspekte in der Story, die mit erstaunlich viel Tiefgang punkten können. Ansonsten ist „Barbie“ aber vor allem eine Explosion an überzogenem Humor, der perfekt mit den Klischees von Spielzeugpuppen und deren recht beschränkter Welt spielt. Das ist auch zum größten Teil wirklich hervorragend gemacht und hat mich so oft zum Lachen gebracht. Der Star war für mich dahingehend vor allem Ryan Gosling als Ken. Sein Charme und sein komödiantisches Timing sind absolutes Gold und machen den Film so unterhaltsam!

Doch natürlich muss auch Margot Robbie gelobt werden, die eine erneut starke Performance abliefert. Der restliche Cast überzeugt auch. Leider haben einige Figuren, wie die von Will Ferrell (witzigerweise spielte er auch in „The Lego Movie“ mit) nur wenig zu tun und wirken stellenweise recht überflüssig.

Spektakulär ist die Optik des Films! Die Sets sind umwerfend und wirken wie ein großer Freizeitpark in der Welt von Barbie (könnte das die nächste Idee von Mattel sein?) und die Kamera von Rodrigo Prieto ist toll. Besonders die Farben knallen richtig schön. Die Musik von Mark Ronson und Andrew Wyatt ist ebenfalls gut, es gibt sogar ein paar unterhaltsame und wirklich solide Musical-Nummern.

Fazit: „Barbie“ ist ein wirklich unterhaltsamer und kurzweiliger Trip voller Spaß, bunten Farben, abgedrehten Kostümen und starken Darstellern. Die Message des Films ist mir manchmal zu offensichtlich und plump rübergebracht, aber dennoch hatte ich immensen Spaß mit Gerwigs Werk. Für mich ist „Barbie“ ein Film, den ich eigentlich jedem empfehlen kann, sogar jüngeren Zuschauern, denn gerade die können vielleicht auch viel Positives aus diesem Film mitnehmen.
Cursha
Cursha

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4,0
Veröffentlicht am 31. Juli 2023
Ich habe mich ja zunächst gefragt, wer es für eine gute Idee hielt zur Puppe Barbie einen Film zu schaffen. Doch schon als bekannt wurde wer für das Projekt verantwortlich ist, wurde ich immer neugieriger. Mit Greta Gerwig sitzt eine Frau im Regiestuhl, die mit "Lady Bird" und "Little Woman" zwei bezaubernde, witzige und clevere Geschichten über Frauen in der Gesellschaft geschaffen hat. Mit Noah Baumbach schrieb zudem der Autor und Regisseur von "Marriage Story" mit. Doch blieb eine gewisse Skepsis nach wie vor bestehen. Schließlich war die Firma, die für die Puppen verantwortlich ist, Mattel, ebenfalls an der Entstehung beteiligt. Wie kritisch kann also ein solcher Film sein, im Hinblick auf ein Produkt, welches schon mehrfach in der Kritik stand? Und auch diese Sorge hat sich mit dem Erscheinen verflüchtigt. "Barbie" ist ein wunderschönes, witziges, Kreatives, wie auch kritisches Stück Film geworden, das sich absolut lohnt.
Kurz zur Handlung: Eigentlich ist in Barbie-Land alles gut. Barbie und die anderen Barbies machen Föhnpartys, Tanzen, sehen gut aus, regieren und sind glücklich. Die Kens sind auch irgendwie noch da. Doch plötzlich scheint irgendwas nicht mehr zu stimmen und Barbie sieht sich gezwungen hinaus in die "echte Welt" zu gehen um herauszufinden was mit ihr gerade los ist. Begleitet wird sie dabei, nicht ganz freiwillig, von ihrem Ken und so stehen schon bald beide vor den Toren von Mattel.
Rein vom visuellen Standpunkt ist der Film ein Meisterwerk. Die gesamten Szenen in Barbie-Land bieten die nötige Plastikoptik, die durch die gigantischen Sets der Marke aufgebaut werden. Dabei fühlt man sich ein wenig an "Die Truman Show" erinnert. Gerade diese Szenen bestechen und lösen mit ihren bunten Farben ein reiner Zuckerschock aus. Was die Ausstattung, das Licht und die Kamera angeht, ist dieser Film absolut hohe Kunst. Zudem hat man sich im Film immer wieder schöne kreative Ideen einfallen lassen, die nachhaltig im Kopf bleiben. Sei es die Reise in die echte Welt oder Werbespots, die in dem Film eingespielt werden. Highlight sind dann auch die vielen Musicalnummern. Auch diese versprühen nicht nur gute Laune, sondern sind wundervoll choreographiert und voller kreativer Ideen, so dass man sich gar nicht mehr aus der Fantasiewelt verabschieden will. Ein großer Teil trägt der großartige Score bei, der aus Popsongs, aktueller Stars besteht und dabei ebenso herrlich viel Spaß macht, wie auch stilistisch passt.
Darstellerisch hat man dazu ebenfalls alles richtig gemacht. Mit Margot Robbie ist nicht nur eine Darstellerin gefunden, die optisch gut in die Rolle passt, sondern auch eine unglaublich gute Schauspielerin ist. Sie spielt die Attitüde der Puppe charmant und hat dabei oft sogar was künstliches an sich, trägt aber auch die emotionalen Szenen. Damit unterstreicht sie weiterhin ihren Status als eine der großen weiblichen Stars in Hollywood. Scene-Steeler ist dann aber Ryan Gosling als Ken. Mit perfektem stählerndem Body und perfektem Grinsen, hat der Kanadier sichtlich Spaß an seiner dünmlichen Rolle, die in Barbies Welt eigentlich nichts zu melden hat. Er schneidet Grimassen, tanzt und bringt sogar die emotionalen Szenen rüber, dabei kann man Gosling hier kein mangelndes Charisma vorwerfen. Eine Nominierung für den Oscar sollte für beide drinnen sein. Erwähnen sollte man außerdem noch Michael Cera als Alan. Er spielt eine einzigartige männliche Barbie, die nicht so recht ihren Platz in dieser Welt findet und sich daher sogar am besten mit den identifizieren kann, die sich emanzipieren müssen. Seine Figur ist gerade im Hinblick auf die Botschaft des Filmes von immenser Wichtigkeit, da sie losgelöst vom "Patriarchat" ist und sich ebenfalls wie jemand anfühlt, der für seine Rechte eher kämpfen muss, als seine anderen männlichen Kollegen. So verwundert es auch nicht, dass er sich mit den weiblichen Barbies verbündet. Hauptbotschaft des Filmes bleibt aber die feministische Aussage. Schon in der ersten Szene, die damals schon im Trailer verpackt wurde und eine Anspielung auf Kubricks "2001: Odyssee im Weltraum" verpackt wurde, macht schon deutlich, dass Mädchen eben früh in die Rolle der werdenden Mutter gedrängt wird. Im weiteren Verlauf kritisiert Gerwig zum einen den Einfluss, der perfekten Barbie, die in ihrer Illusion alles erreichen kann und dreht in Barbie-Land den Spieß um. Dort füllen Frauen alle Positionen aus, die in der echten Welt von Männern getragen werden und Männer übernehmen die Rolle der Frau. Dabei verurteilt sie aber diesen Punkt nicht von Grund auf, sondern macht auch deutlich, dass diese Figur eben schon früh junge Mädchen ermutigen kann für ihr Ziel zu kämpfen. Dabei geraten alle in immer wieder unangenehme Situationen, die aber leider immer noch sehr real sind. So ist das Ende des Filmes auch ein unangenehmer Kompromiss, der eben aufzeigt, dass es noch ein weiter Weg ist, bis zur Gleichstellung. Und gerade am Ende kommt eben dann auch eine ruhige und emotionale Komponente hinzu, die eben dann doch ein klares Fazit zieht ,welches aber nicht gespoilert werden soll.
Kurz: Ja "Barbie" ist schrill und bunt, aber auch herzlich, tiefgehend und mit einer starken feministischen Botschaft, die sich immer auf dem richtigen Grad bewegt. Neben den unzähligen Musicalnummern, sind es vor allem die Darsteller die Punkten, allen voran Margot Robbie und Ryan Gosling, der sich auf Oscarkurs begibt.
Jonnathan
Jonnathan

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1,0
Veröffentlicht am 21. Juli 2023
Die Barbe Stilistik wurde gut getroffen und der eine oder andere Witz ist ein Schmunzeln wert. Das wars aber auch schon. Es ist enttäuschend zu sehen, dass die Chance auf auf eine differenzierte Sozialkritik um Meilen verpasst wurde. Stattdessen werden die Frauen und Männer in zwei Lager aufgeteilt und ganz im Styl des Weltbildes eines sieben Jährigen gegeneinander aufgehetzt. Der Film greift zugleich weit an einer idealen Welt der Gleichberechtigung vorbei und schlägt lieber gleich das Matriarchat als Lösung aller Probleme auf. Wirklich schade.
Saskia
Saskia

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5,0
Veröffentlicht am 19. Juli 2023
Toller Film! Viele schöne Momente in einer pinken Welt, aber anders als erwartet. Sehr sehenswerter Film mit viel Liebe fürs Details.
Riecks-Filmkritiken
Riecks-Filmkritiken

34 Follower 212 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 17. Juli 2023
Von der ersten Sekunde an wird das Barbiefranchise und Spieluniversum bis zum Ergötzen ausgeschlachtet. Nachdem ein pinker Tsunami uns in die Barbiewelt eingeführt hat und auch dem Nichtkenner jede Absurdität des Figurenspektrums von Mattel präsentiert wurde, versucht Gerwig zeitweise sogar eine Story zu etablieren, die jedoch bis zum Schluss an Relevanz missen lässt. Im Stile von Disneys VERWÜNSCHT werden Realität und Parallelwelt miteinander verknüpft und bieten somit einerseits den Aufhänger des gesamten Films, der gleichzeitig aber wie ein MacGuffin über der sonstigen Idee schwebt und sogar für zeitweise Verwirrung sorgt, und andererseits wird auch hier die Kombination aus Musical und Realsatire hochgehalten. Doch genau um diese oberflächliche Story geht es auch nicht, sondern viel mehr um die schier unendliche Aneinanderreihung von exzessiven Geschlechtsbenachteiligungen, die durch Probleminvertierung regelrecht absurd wirken, einen Lacher nach dem anderen Provozieren und zeitgleich angesichts der Realsatire das Publikum in eine Schockstarre versetzen.

Die gesamte Kritik gibt es auf riecks-filmkritiken.de/barbie
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