Godzilla
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Kino:
Anonymer User
1,0
Veröffentlicht am 25. Mai 2014
Amerikanischer Godzilla-Versuch Nr. 2 – klappt es denn diesmal?
Achtung: Diese Kritik enthält Spoiler!

Nachdem Roland Emmerich 1998 die Godzilla-Lizenz verhunzt hat, war die Nachricht, dass die USA
sich schon wieder an das japanische Kultformat ranwagen, für Fans eine eher schlechte Nachricht.
Aber hey, nach dem Debakel wäre ja ein Reboot eine sinnvolle Maßnahme, oder? Gerade heutzutage mit den nötigen Effektmöglichkeiten.
Und Hand auf's Herz: Das Artwork der Kinoplakate, die Trailer (die nicht viel zeigten, aber durchaus
gut gemacht waren) und die Tatsache, dass Bryan Cranston mitspielt, waren eher Hinweise darauf,
dass aus dem Film was Gutes werden kann.
Schlimmer als 1998 kann es doch schließlich nicht werden, oder?
Doch, kann es...

Der Zuschauer zahlt erstmal einen horriblen Preis dank 3D (was sich natürlich mal wieder als absolut überflüssig entpuppt) und Überlängenzuschlag.
Aber hey, es ist schließlich ein Monsterfilm! 3D kann funktionieren, wie Pacific Rim bewiesen hat und
Überlänge heißt ja letztendlich: Mehr Zerstörung und mehr Godzilla-Action!
Und dann beginnt die Misere. Ein absolut langweilig geschriebenes und inszeniertes Fukushima-Anti-Atom-Propaganda/Familien/Militär-Drama, wie es in den 80'ern und frühen 90'ern hätte nicht schlechter geschrieben werden können.
Die Hauptcharaktere und ihr Dialog sind völlig austauschbar und egal. Ich konnte mich am Ende des Films nicht mal mehr an ihre Intention, geschweige denn Namen erinnern.
Schöne Grüße von "Star Force Soldier"...
Und der groß angekündigte Bryan Cranston, Breaking Bad-Star, der legendäre Heisenberg - na, wie lange kommt er wohl in dem Film vor?
Natürlich nur in den ersten Filmminuten! Weil er direkt am Anfang des Films sterben muss.
So macht man das!
Und wer perfekte Schauspielkunst à la Breaking Bad erwartet, kann sich schon mal warm anziehen.
Bryan Cranston sieht wieder aus wie Hal aus ,,Malcom mittendrin" (hat aber wieder die Tennstedt-Synchronstimme aus Breaking Bad) und hat Dialoge auf RTL2-nach-22-Uhr-Actionfilm-Niveau.
„Was ist mit meiner Frau?", „Was habt ihr getan?", „Ich glaube euch nicht".
Von Schauspiel kann man kaum reden, weil sein Dialog und seine Rolle das einfach nicht hergibt.
Zudem wirkte die deutsche Synchro die ganze Zeit so, als sei der Ton etwas zu der Lippenbewegung verschoben, was die banalen Texte nochmal zusätzlich unterstrichen hat.

Da man Bryan Cranston schon mal abschreiben kann, wie sieht es denn mit anderen Charakteren aus?
Und wie bringen sie die Geschichte nach vorn?
Die Antwort lautet natürlich: Gar nicht.
Der Film ist und bleibt langweilig. Kein roter Faden, kein Spannungsaufbau, keine Action.
Der Fokus liegt auf dem Cranston-Sohn, der natürlich zum Militär geht (USA! USA!),
Verschwörung der Regierung hier, Verschwörung vom Militär dort und überall plump gestrickte
Endzeit-Stimmung. Für alle auftauchenden Personen, entwickelt man sofort Gleichgültigkeit – egal ob Wissenschaftler, Soldat, Ehefrau oder Kind.
Nee danke, die Schauspieler haben ungefähr das Charisma einer Schaufensterpuppe.
Kaum zu glauben, aber: Da wünscht man sich wirklich Matthrew Broderick mit seiner Trottelperformance und Unmengen Fischberge zurück!
Zum Plot: Auch hier - belanglos, austauschbar, worum ging's nochmal?
Kann jetzt endlich mal was mit Monstern passieren?
Warum hieß der Film noch mal Godzilla?
Nun, erstmal schaut der Zuschauer auf seine Uhr, um zu erfahren, wieviel Filmklischees, unnötige Blenden und Langeweile er schon überbrückt hat. Oh! Gute Nachrichten: Knapp die Hälfte des Films ist bereits um und es ist noch nichts mit Godzilla und Monsterkämpfen passiert.
Höchste Zeit, Godzillas Gegner vorzustellen:
CLOVERFIELD!

Na gut, es heißt Muto. Sieht aber aus wie Cloverfield und kann ungefähr genau so viel:
Schreien und durch die Gegend laufen.
Im Ernst, wie faul ist bitte so ein Monsterdesign?
Statt ein cooles neues Monster in den Filmkanon einzufügen, wird sich dreist von Cloverfield bedient?
Ein insektoides, atombombenfressendes Etwas, was im Seitenprofil wie das Thundercats-Logo aussieht,
soll nun Godzillas Gegner sein?
Und weil es eher wie ein unkreativ gestalteter Videospielendgegner aussieht, müssen die Augen auch noch ROT leuchten?
Damit man sieht, wie BÖSE es ist?

In den Trailern hat man für Bruchteile einer "fliegenden Kreatur" gesehen.
Die Fans waren natürlich gehypt! Godzilla kämpft also nicht alleine - sondern vielleicht gegen Rodan? Mothra? Sogar vielleicht gegen King Ghidorah?
Kommen vielleicht sogar noch mehr Monster vor?
Natürlich nicht!
Cloverfield-Muto hat dank seinen ausklappbaren Dumbo-Ohren natürlich gelernt zu fliegen.
Und weil das Monsterdesign so klasse ist, kommt das selbe Vieh noch mal im Film vor.
Nur größer. Weil Männchen und Weibchen. Und sie brüten. Nest muss gefunden und vom Militär gesprengt werden. Kommt mir irgendwie bekannt vor...
So spart man auch Geld, indem man das 3D-Modell recycelt und einfach größer skaliert.
Höchste Zeit, dass aus dem Nichts Godzilla unspektakulär auftaucht!
Und keine Sorge: Godzilla bleibt nicht nur im Trailer ein Mysterium. Auch im Film.
Es gibt kein wirklich klares Bild von ihm. Wenn man mal was von ihm sieht,
dann sieht er aus, wie ein dickes Kind.
Na ja...ist halt ein amerikanischer Godzilla.
Natürlich hat Godzilla auch nicht seinen ikonischen Schrei.
Sondern irgendeine Mischung aus Schrottpresse, Elefant und einen leichten Nachhall der GANZ entfernt daran erinnert.
Aber diese Version kommt nur beim Aufmarsch vor. Den Rest des Films über hat Godzilla ein völlig austauschbares, runtergepitchtes Tiersample. Löwe, Elefant, Pferd...alles auf einmal mit viel Pitchshifting und Hall – fertig! Das Gängige eben.
Apropos Sounddesig:. Während die Japaner sich immer Mühe gegeben haben, ihren Kultmonstern die passende Sounduntermalung zu geben (Lederhandschuh auf einem Kontrabass, manipulierte Adlerschreie, gepitchtes Saxophon usw.)
wird sich hier wohl von einer Skrillex-Sample-CD bedient.
Modernes Dubsteb-Geknarze, nervige Subbässe, Transformer-Gerassel.
Alles schon x-mal gehört und nur nervig für die Ohren.
Das fasziniert vielleicht pubertäre Ohren, die eh aufgeblähte Konsumware wie Dubsteb oder Transformers-Filme geil finden, ein gutes Sounddesign ist trotzdem meilenweit entfernt.
Für's Gehirn ist nichts dabei, für die Ohren ist nichts dabei. Wie sieht's mit den Augen aus?
Hier wären wir beim einzigen Pluspunkt des Films. Gut aussehen tut er – bis auf eine Sache:
Der Film ist in einem kompletten Graustich gehalten.
Glasklare CGI-Städte mit einem schönen Rohbau-Filter drauf.
Hauptsache düster und endzeilich! Das lieben Kids heutzutage!
Und? Werden diese Tribute-to-Bitterfeld-CGI-Städte wenigstens von Godzilla und
Mr. und Mrs. Cloverfield ordentlich zerstört?
Was erwartet ihr denn von GODZILLA? Natürlich nicht.
Wenn was zerstört wird, dann von den Mass Effect-Kakerlaken. Godzilla ist ihr Prügelknabe.
Godzilla ist halt ein dickes Kind, was nichts drauf hat.
Sein Atomstrahl ist ein Witz und dient dazu, die Cloverfield-Klone auf Distanz zu halten.
Das einzige was man sieht, was in Richtung "Action“ geht, ist eine pummlige CGI-Echse (Godzilla),
die zwei Standard-Monster durch die Gegend schubst - in einer eh bereits zerstörten, größtenteils verlassenen Computerspiel-Stadt.
Ach so, und ich schreibe bereits vom langersehnten, finalen Endkampf.

Actionszenen davor werden dreisterweise AUSGEBLENDET!
Das ist einfach nur schamlos von den Filmemachern.
Da fehlen mir einfach die Worte...
Godzilla kommt in 120 Minuten Filmzeit ganze zwei Minuten vor.
Seine größte Tat: Ein bisschen Insekten rumschieben und eines mit dem Atomstrahl töten.
Was so effektvoll ist, wie ein schlechtes Tischfeuerwerk zu Silvester.
Godzilla ist ein dicker Lurch, der dauernd auf's Maul bekommt und gefühlte zwei Male im Film stirbt, und dann (Klischee, Klischee) zu Ende wieder aufersteht und apathisch zurück ins Meer torkelt.
Schade, dass es in seiner Größe kein Segway oder Shopping Scooter gibt.
Absolute Frechheit und enttäuschend für jeden Godzilla-Fan.

Hier wird Potential ohne Ende verschenkt.
Aber man hätte schon bei Drehbuchschreiber und Regie stutzig werden müssen.
Bisherige "Erfolge": Doom, The Expendables und Monsters.
Dann eine heilige Filmlizenz wie Godzilla in der Hand, und dann sich nicht mal Mühe geben, aus dieser Filmographie der Scham herauszukommen.
Obwohl man genau weiß, wie Fans auf den Emmerich-Godzilla reagiert haben...
Und dann das ganze Ding noch mehr vergeigen?
Wenn ich Toho wäre, würde ich meine Lizenz nur noch an Guillermo del Toro herausgeben.
Toho für Toro! Merkt euch diesen Satz, Amerika!
Godzilla mit Hollywood-Budget drehen kann doch nicht so schwer sein!
Es fehlt an Humor und Over-the-Top-Orgien, der Film versucht zwingend düster, pseudo-episch und
ernst zu sein. Und fliegt dabei, wie Godzilla im Film, einfach mal richtig auf die Fresse.
Da hat Roland Emmerich 1998 wenigstens noch sein Handwerk verstanden und dem Zuschauer wenigstens etwas Unterhaltung geboten...
Dieser Film ist in allen Belangen schlecht, sein Geld und seine Lizenz einfach nicht wert.
Cloverfield und Pacific Rim haben gezeigt, wie der Monsterfilm-Standard heuzutage (mindestens) auszusehen hat und dann kriegt man diesen pubertären Schinken ohne Inhalt und Action geboten.
Godzilla bleibt auch 2014 wieder einmal nur "Zilla" in Amerika...
Laura W.
Laura W.

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4,0
Veröffentlicht am 6. November 2014
die effekte sind wirklich gut und machen den film sehenswert. am anfang zieht sich der film sehr hin, aber es lohnt sich nicht abzuschalten.
Marcus B.
Marcus B.

1 Follower 13 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 25. Mai 2014
Der Neustart für Godzilla ist absolut gelungen und Regisseur Gareth Edwards schafft es mit überragenden Monster-Effekts, realisierte Zerstörungsszenarien und aktuellen Plot all dies macht Godzilla zum besten Monsterfilm aller Zeiten. In Gegensatz zu seinen Vorgänger Roland Emmerich oder Jackson´s King Kong wirkt Godzilla und die Muto´s wirklich bedrohlich und werden als Naturkatastrophen für die Menschen dargestellt. Dies wird besonders bei der Zerstörung von San Francisco deutlich. Der Ton ist über den Film düster und ernst, auch dass man zuerst nur kleinen Blick auf die Monster und die Zerstörung werfen kann ähnlich wie Cloverfield. Das wird sehr realistisch und dies erhöht das Interesse und die Spannung. spoiler: Bemängeln kann man, dass mit Brian Cranston die eigentlich menschliche Hauptfigur(Joe Brody) stirb
spoiler: t,
Aron Taylor Johnson als Joe´s Brody und Soldat. In den Actionsequenzen als Helfer für Godzilla und Retter der Mensch überzeugt er mich. Elizabeth Olsen als Elle Brody besorgte Ehefrau und Krankenschwesterpasst zum Film, ein bisschen Herzschmerz gehört wohl zu einen Blockbuster dazu. Meine Enttäuschung des Film ist eindeutig ist Ken Watanabe als Dr. Ichiro Serizawa, der mit seinen Sätzen und Ansichten klingt als wolle Wahlkampf für die Grünen machen. Hier wäre die Figur Joe Brody meiner Meinung nach interessanter. Der Plot ist mit dem Thema Atomkraft, gerade nach Japans Atomkatastrophe, brisant und Hochaktuell. Die Muto´s ernähren sich im Film von Atomkraft ein Fingerzeig von Edwards. Der Ton des Films ist Oscarreif!! Die Musik jedes Mal wenn Godzilla ins Bild kommt sowie sein Schrei sorgen für Gänsehautmomente. Das Finale mit gigantischen Monsterkampf, der nur so vor Power und Wucht strotzt ist schon die Kinokarte wert.
All das macht Godzilla für mich zum besten Monsterfilm aller Zeiten!!!
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 24. Mai 2014
Ziemlich belangloser Film. Bei mir hat der nicht wirklich Spannung aufgebaut. Kann man sich reihn ziehen wenn man gar nichts zu tun hat. Von den Effekten war er aber gut
Hilde1983
Hilde1983

68 Follower 197 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 24. Mai 2014
Godzilla beginnt am Anfang eine gute Story zu erzählen, auch die Freude, auf Godzilla zu warten wird daher gut geschürt. Der Film driftet dann allerdings in einen Monsterfilm ab, in dem Godzilla nur die Nebenrolle spielt. Die eigentlichen Hauptfiguren des Filmes sind die Mutos. Mir persönlich hätte es wesentlich besser gefallen, wenn sich die Story mehr um Godzilla selbst gedreht hätte. Auch der Kampf der Menschen gegen Godzilla wäre interessanter gewesen als die Prügelei zwischen Monstern, in denen Godzilla fast schon die Beschützerrolle der Menschen einnimmt und das Bild und Setting in zu dunkler rauchiger Umgebung stattfindet. Letztlich sehr viel verschenktes Potenzial mit gutem Sound und ein paar tollen Bildern. Leider nicht der ich bin Godzilla und mach euch alle platt Film.
Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 23. Mai 2014
Nach den genialen Trailern bin ich heute mit hohen Erwartungen in den Film gegangen.
Aber leider wurde ich enttäuscht.
Die komplette Story ist einfach nur schwach, soweit sie überhaupt vorhanden ist.
Eigentlich wartet man den ganzen Film nur darauf das endlich Godzilla auf die anderen Monster trifft.
Die Schauspieler haben aber leider auch wenig Möglichkeiten zu überzeugen, da es nicht wirklich eine Handlung gibt. Was aber vlt in einem Godzilla Film auch zuviel verlangt ist.
Der einzige der überzeugen kann ist Bryan Cranston.
spoiler: Der aber leider viel zu Früh den Filmtod stirbt.

Man muss auch anerkennen das die Monsterkämpfe genial umgesetzt sind und somit auch das beste an dem ganzen Film darstellen.

Einen wirklichen "Must-See-Effekt" löste der Film wahrlich nicht bei mir aus.
Kino:
Anonymer User
1,5
Veröffentlicht am 23. Mai 2014
Der Film ist eine Katastrophe. Ich vergebe trotzdem 1,5 Sterne, da im IMAX 3D der Sound und das Bild überragend waren. Wenn was passiert dann ist das ziemlich beeindruckend in Szene gesetzt.

Es wurde einfach so unnötig viel Potential verschenkt, unglaublich.
Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 23. Mai 2014
Euch steht mit "Godzilla" - wie nicht anders zu erwarten - das typisch amerikanische, actionorientierte Hollywoodkino bevor, dem es an Tiefe, Anspruch, Authentizität und Originalität mangelt. Der Film unterhält ganz gut, mehr aber auch nicht. Der ihm zu Grunde liegende, schon tausendfach kopierte Stil ist in der Welt der Unterhaltungsmedien des 21. Jahrhunderts wohl bald endgültig ausgelutscht. Hoffentlich stirbt er aus. Und Cranston gehört in den intellektuellen Film, und sonst nirgendwo hin.
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 21. Mai 2014
Godzilla. Die Götterechse, welche nun schon generationsübergreifend auf der Leinwand für apokalyptische Furore auf der Erde und Zerstörungs-Faszination vor den Bildschirmen sorgt, ist zurück.
Der stimmungsvoll inszenierte Trailer hat definitiv bei mir die Erwartungen an einen massiv unterhaltsamen Blockbuster nach oben geschraubt, doch leider konnte er dem letztendlich nicht im Ganzen gerecht werden.

Fangen wir mit dem an, weswegen man sich solche Filme nun mal anschaut. Man möchte sehen wie die Menscheit, welche sich als oberste Spezies auf diesen Planeten ja zu sehr prädestinieren möchte, und ihre Errungenschaften von etwas über das der Mensch keinerlei Kontrolle hat zerrieben werden.
Dem Menschen soll also mal tüchtig in den Allerwertesten getreten werden.

Das geschieht hier zweifelsohne, effektmäßig auf hohem Niveau und mit bombastischen Bildern.
Wenn Hochhäuser wie Karten zusammenfallen und somit zudem auch metaphorisch gesehen das stetige Streben der Menschen nach Höherem und Größerem dem Erdboden gleich gemacht wird erfreut das jeden (misanthropischen) Katastrophencineasten.
Es gibt somit einige sehr beeindruckende Szenen in denen gewütet wird und man seine zerstörerische Befriedigung findet.
spoiler: Auch der Halo-Sprung ist wirklich richtig große Klasse geworden und war eine bildgewaltige Szene zum Innehalten.


Dennoch wird man ziemlich lange hingehalten bis es letztendlich dazu kommt. Die zum Teil tragische Einleitung weckt durchaus Interesse und schürt die Spannung, sodass man sich freut auf das was da kommen möge.
Jedoch verliert sich der Film dann meiner Meinung nach in ein zu aufgedrücktes konstruiertes Familiendrama und auch storytechnisches Gewirr aus Kuriositäten, der Godzilla beinahe schon zum Nebencharakter erscheinen lässt.
Es ist verständlich dass man versucht Identifikationsfiguren in Filmen zu schaffen und Familien eignen sich ja besonders gut, denn nichts ist wohl schlimmer - vor allem im amerikanischen Film - als wenn eine Familie durch ein sonderbares Ereignis auseinandergerissen wird spoiler: geschieht ja zusätzlich auch mal kurz in einem Nebenplot, Stichwort: "japanisches Kind in U-Bahn"
. Aber wenn man so eine Geschichte einbaut muss man mit den Darstellern sympathisieren können und man muss nachempfinden können was sie tun und warum sie es tun.
Das was die meisten Darsteller den ganzen Film nicht schaffen, schafft aber Bryan Cranston im ersten knappen Drittel des Films, was aber auch an der schauspielersichen Leistung seinerseits liegt. Schauspielerisch hat er den Film soweit tragen können, spoiler: ab seinem Ableben
waren die Menschen nur noch durch und duch austauschbare hölzerne Schachfiguren. Einzig Ken Watanabe hat noch die Silhouette von schauspielerischem Können offenbart.

Da die Schauspieler und Menschen die Handlung somit nicht voranbringen konnten, einzig einige sehr wirre konstruierte Theorien durchzugehen, die mich erstmal in einen "What the Fuck"-Status versetzten - konnten dies nur Godzilla spoiler: und die überraschend aufgetretenen "Mutos - massive, unbekannte, terrestrische Organismen" (ich musste lachen als ich das gehört habe) überaus mutierte Starship-Troopers Bugs (wie schon einige festgestellt haben und ich dem nur beipflichten kann). Ich wusste erst nicht so recht was ich von diesen futuristischen Nuklearfledermausspinnen halten sollte, außer dass ich mir wünschte dass sie für einige Zerstörung und Menschendezimierung sorgten, was sie dann auch zum Glück größtenteils taten.


Jetzt wo sich die Zerstörungskräfte erstmal richtig schön offenbart haben und die dumpfen Menschen in die Ecke gedrängt haben, dachte man es kann ja richtig losgehen, doch was wohl ein spannungsaufladendes Stilmittel des Regisseurs sein sollte ging meinerseits in die Hose. Da bahnt sich die massivste Schlacht an und dann - CUT - zurück zur Familie und den Menschen, die immer noch nichts beitragen konnten. Das war nur ärgerlich und hat den Film sehr getrübt.
Im letzten Drittel geht es dann zum Glück vermehrt zur Sache.

Die Story ist jetzt nicht die beste, wobei ich da immer relativiere bei derlei Filmen, aber gewisse Handlungen waren mir schon nicht schlüssig. spoiler: Der Zug der die Mutos gefüttert hat - Warum musste Mister Möchtegernsuperheld dort mitfahren - Warum muss jemand sowieso gleich kämpfen wollen obwohl er nur zur Familie will - Das plumpe Vorgehen der Armee und der Evakuierungen - Atomexplosion am Schluss. Die trashige Aufarbeitung der Mutos nehme ich jetzt mal so hin, hätte man aber vlt. auch simpler gestalten oder weglassen können. Das war ein wenig zu kurios.

Godzilla kam mir alles in allem zu kurz. spoiler: Und dass er zum Schluss auch noch vermenschlicht wurde nehme ich dem Film schon übel. Hat nur noch ein Kuss mit dem langweiligen Hauptcharakter am Schluss gefehlt.

Der japanische Doktor hat zudem gesagt, spoiler: dass Godzilla das Gleichgewicht der Natur wiederherzustellen vermag - okay - aber dann sollte Godzilla das auch richtig machen und wenn er das tun würde, wäre schon längst kein Mensch mehr auf dem Planeten.

Aber Godzilla war wohl zu sehr damit beschäftigt von Sushi auf amerikanisches Fast Food umzusteigen, denn was er auf den Knochen hatte, war schon vielleicht etwas übertrieben - wahrscheinlich eine Anpassung an die amerikanische adipöse Gesellschaft.

Zum Schluss noch zum Sound und 3D-Effekt.
Sound war größtenteils sehr gut - nur kam er im Kino nciht ganz so gut rüber, da es viel zu leise war meiner Meinung nach. Eine richtig gewaltige Szene spoiler: mit einem Muto
gibt es, da brillierte der Sound und hüllte einen in die wahrhaftige Bedrohlichkeit dieses Wesens - spoiler: auf der Eisenbahnbrücke
. Auch der typische Godzilla-Schrei - gigantisch! Was habe ich mich darauf gefreut.
Der Soundtrack...nichts herausragendes - zum Teil wirkt er etwas übermotiviert - ohne ersichtlichen Grund.
Der 3D- Effekt - nicht vorhanden, kein typischer Effekt! 2D reicht da vollkommen.

Als Fazit kann man sagen, dass jeder Godzilla-und Katastrophenfilm-Fan sich den Film anschauen kann, da man zwar hingehalten wird, aber wenn etwas stattfindet dies widerum optisch sehr reizvoll ist.
Godzilla ist wirklich großartig gelungen (bis auf seinen Bierbauch). spoiler: Die Mutos sind eigentlich auch herrlich "böse" (zumindest aus menschlicher Sicht). Aber dennoch auch ungewohnte Trash-Opfer.

Schauspielerisch bis auf Bryan Cranston (und evtl. Ken Watanabe) komplettes Versagen - solche langweiligen uninteressanten Leute hab ich selten gesehen.
Story mau, da zum einen Teil Thema verfehlt, zum anderen Logiklöcher - bei dieser Art Film sollte man jedoch wohl auch nie zu viel erwarten...
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 21. Mai 2014
Im Imax ist der Film ein Erlebnis. Der Sound dort fegt einen Weg. 3D auch toll. Logig braucht man bei Godzilla nicht erwarten
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