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Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 16. Mai 2014
Ich mache es kurz und schmerzlos: Wer Pacific Rim, also zwei Stunden "Heavy Metal Auf's Maul" erwartet, wird bitter enttäuscht.
Ja, der zweite Akt wirkt eher wie ein zweiter erster Akt und ja, auch ich hätte etwas mehr überdrehtere Action erwartet. Und nein, Godzilla ist nicht der Böse, wie es von Plakaten und Werbung suggeriert wird.
Aber die Natürlichkeit und Selbstverständlichkeit, in der all diese riesige Kreaturen das Szenario bestimmen, ist für mich die große Stärke des Films. Die Parallelen zu Monsters, also Gareth Edwards fantastischem Erstlings (und von ihm komplett selbst kreiertem) Erstlingswerk, sind immer wieder erkennbar. Und oh mein Gott, dieses Sounddesign, die stillen Passagen... wow!
Was nicht gut war: Das 3D. Und wer behauptet, es sei "schön", "gut", oder "cool", hat leider wirklich wirklich keine Ahnung und sollte nicht mitreden. Zumindest was 3D angeht. Denn in diesem Film ist NICHTS stereoskopisch gefilmt, was schon die Credits zeigen. Alles nur Pappaufsteller. Gebt die Kohle nicht aus für Fakes, Freunde. Schaut lieber nocheinmal Dredd!
Ich kann mich der Meinung nicht anschließen, dass es in diesem Film zu wenig Monster zu sehen gibt. Das Monster, das am meisten gezeigt wird ist eben nicht Godzilla, ja, aber dafür hat er trotzdem die Hauptrolle inne, denn sobald er auftaucht, konzentriert sich alles auf ihn. Hier wurde eine Legende nicht für Special Effect Zwecke missbraucht, sondern wunderbar in die Moderne übersetzt. Die Schauspieler gefallen mir sehr gut und der gesamte Spannungsaufbau ist in meinen Augen herausragend gelungen, Der ganze Film fühlt sich wunderbar realistisch an und das obwohl es um gigantische Urzeitmonster geht, das muss man erstmal schaffen. Hinzu kommt, dass viele der Bilder, die Edwards hier auf die Leinwand zaubert atemberaubend sind und definitiv im Gedächtnis hängen bleiben. Dieser Film ist gewaltig und mitreißend und hey, er hat 9/10 beim Slant Magazine bekommen, sowas habe ich ja noch nie gesehen :D!
[...]Edwards scheitert unterm Strich kläglich daran, die Sensations- und Bildergeilheit eines Monsterkloppe-Blockbusters mit einem Familiendrama, allegorischem Subtext und generischer Militäraction kombinieren zu wollen, denn das alles ist vor allem eines: uninteressant.[...]Das in den seltensten Momenten diese defibrilatorpflichtige Intensität der Trailer erreicht wird liegt zudem an Desplats Score, der überpowert vom ersten Takt an und es würde kaum verwundern, wenn sich mitten im Kampf mal eines der wütenden Urungetüme zur Kamera dreht und mit beschwichtigender Geste sagt »Sachte Mann, wir machen das schon…«. Die vergnügliche Doofheit der zum Teil kolossal albernen „Gojira tai…“-Filme (also „Godzilla vs…“) bekommt Edwards nicht annähernd in sein härter, echter, realistischer-Korsett gequetscht und um das für sich stehend oder als direkte Reminiszenz an den Ton des ’54-Originals durchzupauken ist dann wiederum vieles an anderer Stelle seines „Godzilla“ zu blöd, zu plump, zu beliebig. Und obwohl er sich strukturell ganz eng an zahlreiche seiner Vorgänger lehnt verdient der Film im Grunde nichtmal seinen Titel, gemessen an der Häufigkeit ihres Auftauchens und der perspektivischen Unabdingbarkeit, die Edwards ihnen damit einräumt, müsste der eigentlich ganz anders heißen: „The Brody Bunch“…[...]
Für alle Fans der Godzilla Reihe ein absolutes muss. Wenn auch die Kampfszenen kurz waren, vielen sie dafür umso besser aus. Dramatik, Spannung, gute Story. Leider sind die zwei stunden viel zu schnell vorbeigegangen. Godzilla wurde super in Szene gesetzt auch wenn er zu kurz kam. Dafür sind die Momente mit ihm umso schöner. Fazit: Ich komme wieder und hoffe auf eine Fortsetzung.
Vorsich Spoileralarm! WAS? Das wars jetzt schon? Das muesste das Fazit des Films sein, denn wieder mal hat es Hollywood nicht geschafft Godzilla so in Szene zu setzen wie er es verdient und damit meine Ich nicht dass er zu wenig erscheint oder fast nicht kämpft. Godzilla kämpft eigentlich eine ganze Zeit lang und zwar gleich gegen mehrere MUTOS(auch wenn diese aussehn wie aus Starship Troopers geklaute und 10 fach vergrösserte Bugs). Serviert bekommt der Zuschauer aber jeweils nur Häppchen von dem was er so vermute ich jedenfalls eigentlich sehn will! Statt dem wirklich bildgewaltigen Kampf der Riesenmonster zu folgen zieht uns der Film sobald es spannend wird schön auf den voellig sinnfreien und in diesem moment für jeden im Kino auch unwichtigen Plot der menschlichen Darsteller bei denen Herr Cranston, den man ja so sehr in Trailern zeigen musste als wäre er der Hauptdarsteller, nicht mal lange im Film dabei ist! Godzilla wird hier leider finde ich zum Nebendarsteller degradiert da Hollywood sich lieber wieder auf eine 08/15 heldenhafter amerikanischer Soldat und seine Familie Story fixiert! So haette man den Film auch The Marine 2 oder 4 (oder wieviel Teile auch immer es schon gibt ) nennen koennen! Schade, schon wieder ein belangloser Godzillafilm aus Den Staaten 2,5/5 Sterne!
(...) Plump gesagt, handelt es sich bei “Godzilla” um einen Film, der mit Fingerspitzengefühl den Flair der alten Originale aufgreift, eine typisch oberflächliche Katastrophenfilmstory à la “Independence Day” hinzufügt, mit bombastischen visuellen und akkustischen Effekten wie bei “Pacific Rim” aufwartet und schließlich Roland Emmerichs kläglichen Versuch von 1998 endlich vergessen macht.
Leider konnte die Erwartung nicht gehalten werden. Die Trailer versprachen einen düsteren und bedrückenden Godzilla. Leider spielt die Titelfigur nur eine bessere Nebenrolle. Der Film fängt recht langsam aber spannend an. Die Spannung verfliegt jedoch nach einiger Zeit. Der Mittelteil ist bis auf ein paar Szenen viel zu lang geraten. Zum Ende hin gewinnt der Film wieder an Fahrt und kann einiges nachholen. Der Regisseur läßt die Zuschauer lange zappeln, bis Godzilla mal in den Mittelpunkt tritt. Die Idee find ich klasse. Aber 15-20 Minuten weniger hätten den Film besser gestanden. Was bleibt ist ein optisch toller Kracher. Pacific Rim ist zwar nicht so düster, aber dafür ohne Leerlauf. Somit bleibt Pacific Rim für mich der beste Megamonster Film der letzten Jahre. Das kann dann auch der König der Monster nicht ändern.
Der Filmstarts-Kritik möchte ich noch hinzuzufügen, dass die Monster-Kaempfe noch viel toller gewesen wären, wenn man bei all der Dunkelheit / Regen / Nebel mal etwas hätte erkennen können! Der Schluss kam etwas abrupt, von Logik wollen wir hier mal gar nicht reden. Dennoch: Ich fand den neuen Godzilla super spannend.