Prisoners
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4,4
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horrispeemactitty
horrispeemactitty

116 Follower 221 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 21. März 2014
Ein wirklich spannender Thriller mit guter Besetzung. Es geht um eine Entführung zweier Kinder und dessen Suche. Man weiß bis Ende nicht wer eigentlich der Schuldige ist, wird aber mit der Täter Opfer Rolle konfrontiert und man fragt sich, ist es gerechtfertigt jeden gleich zu beschuldigen?
Hugh Jackmann spielt seine Rolle als besorgter Familienvater sehr gut, während Jake Gyllenhaal seine Rolle als Polizist nicht ganz rüber bringt. Insgesamt ein wirklich spannender Thriller Bis zum Ende, auf jeden Fall zu empfehlen! 8/10
Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 21. Februar 2014
Handwerklich gibt es bei Prisoners wirklich nichts zu meckern, besonders die Kamera zeichnet atmosphärische Bilder. Leider zerbricht "Prisoners" gemessen an den hohen Erwartungen an allem anderen, besonders seiner kruden Dramaturgie.

Es folgen Spoiler.

Hugh Jackman und Jake Gyllenhaal machen ihre Sache durchaus solide, wenngleich beide Charaktere keinerlei besondere Entwicklung durchmachen. Gyllenhaals Detective darf mit seinen Tatoos protzen und gezwungen in die Kamera blinzeln um zu untermauern, dass er es in einem Heim für schwer Erziehbare scheinbar nicht leicht hatte. Mehr erfährt der Zuschauer nicht. Auch nicht bei Hugh Jackmans verzweifeltem Familienvater. Schnell wird am Anfang seine Religiosität abgesteckt, die allerdings im Verlauf des Films nicht weiter, als in Bibelphrasen beleuchtet wird. Die emotionale Wirkung, wenn Jackmann den vermeintlichen Entführer seiner Tochter foltert, bleibt aus. Zwar kann seine Verzweiflung logisch nachvollzogen werden, doch gelingt es Villeneuve nicht, durch den parabellartigen Überbau aus Religion und Selbstjustiz, die Emotionen und Motivationen seiner Charaktere plastisch werden zu lassen.

Besonders gravierend fällt dies am Ende des Films auf, wenn die vermeintlich gut ausgelegten Brotkrumen zum sinisteren Ziel führen sollen und nur entlarven, dass "Prisoners" eigentlich nichts zu erzählen hat. Wenn die verwitwete Tante des vermeintlichen Täters sich als Racheengel entpuppt, der mit der Entführung der Kinder Gott schädigen will, dann kann der Zuschauer zwar diese Motivation logisch verstehen, jedoch auf einer emotionalen Ebene nicht nachvollziehen. Man sieht und fühlt die Trauer nicht, die eine solch abstruse Tat rechtfertigen würde.

Mit dem Ende wird zudem offensichtlich, dass "Prisoners" gerne Thriller wäre, aber Drama ist. Da werden merkwürdigen Labyrinthe, Schlangen und Verrückte eingebaut, die eigentlich keine wirkliche Bedeutung für die Handlung haben. Der Detective stolpert mehrmals per Zufall über entscheidende Hinweise und nicht durch seine Ermittlungsarbeit. Und wenn am Ende der Fall nur aus einer Sackgasse kommt, weil per Zufall eines der Kinder - weder spannend aufgebaut, noch emotional in Szene gesetzt- entkommen kann, dann wirken die vermeintlich spannenden Momente aufgesetzt und versalzen ebenso die Drama-Suppe.

Was bleibt ist ein handwerklich gut gemachter Film ohne Höhepunkte, dem es nicht gelingt seine einzelnen Elemente zu einem stimmigen Ganzen zusammen zu führen.
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 13. Februar 2014
Was würden Sie tun, wenn ihre kleine Tochter oder ihr Sohn entführt werden würde? Würden Sie Tag und Nacht, ununterbrochen, nach ihrem Kind suchen? Würden Sie sich starr vor Angst im Bett verkriechen? Würden Sie der Polizei voll und ganz vertrauen oder sie verfluchen, weil deren Untersuchungen keine Ergebnisse bringen?

Das sind so die Fragen, die einen während Denis Villeneuves „Prisoners“ beschäftigen und die einhergehen mit den Fragen „Wer ist der Entführer?“ und „Leben die Mädchen noch?“

Dabei schafft es Villeneuve mit ruhigen, langen Kameraeinstellungen für Intensität und Spannung zu sorgen, während seine Darsteller, allen voran Hugh Jackman und Jake Gyllenhaal, schauspielerische Glanzleistungen abliefern. Ersterer zeigt nach „Les Miserables“ wieder eine hervorragende Darbietung und damit sein Repertoire fernab seiner Actionparaderolle als Wolverine. Seine Interpretation des sorgerfüllten Vaters, der auf der Suche nach seiner Tochter bis weit über die Grenzen des Legalen hinausgeht, ist äußerst sehenswert und erzeugt eine Ambivalenz des Mitgefühls und der Abscheu vor seinen Methoden. Auch Gyllenhaal überzeugt in seiner Rolle des ermittelnden Detectives. Gyllenhaal gehört für mich schon seit Jahren zu den Größen Hollywoods, die durchaus auch unterschätzt werden. Sein Spiel mit dem nervösen Augenzucken macht seine Figur des angespannten Polizisten noch greifbarer.
Überhaupt kann man aus der Mimik und dem Augenausdruck bei allen Akteuren ihre Gefühle und ihren jeweiligen seelischen Zustand perfekt ablesen. Die Sorge in Jackmans leerem Blick, die Verzweiflung bei Terrence Howard, die Machtlosigkeit bei Viola Davis usw. Ein Fakt, der mir bei diesem Film besonders aufgefallen und im Gedächtnis geblieben ist.

„Prisoners“ schafft es trotz 153 Minuten Länge und minimalistischer musikalischer Untermalung, in jeder Minute spannend zu sein und erinnert an die Psychodramen David Finchers. Genauso wie dessen Filme bleibt auch „Prisoners“ lange nach Abspann im Gedächtnis und gehört, dank seinem bis in die letzte Rolle hervorragenden Casts, den toll fotografierten Bildern und den spannenden Storytwists zu den besten Filmen des letzten Jahres.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 15. November 2013
Sehr vielschichtiger Thriller! Sensationell gutes Kino! Die ausgesprochen ruhige Inszenierung und die schleichende Spannung machen diesen Film so großartig.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 12. November 2013
Prisoners ist eben dieser Film, aus dem man nicht herausgeht, ohne dass etwas hängen geblieben ist. Villeneuve schafft es, - wenn man es zulässt - den Zuschauer mit in den Film zu integrieren. Da geht es nicht nur um eigene Spekulationen, was den Täter angeht, verschiedene Hinweise und Indizien, aber darum, dass man dem Film und den dort gefällten Aussagen glaubt. Jeder Satz bleibt hängen, setzt sich fest und erstellt automatisch neue Ideen, was hinter all dem steckt; die menschliche Natur? Angst? Trauer? Hass? Oder gar die übermächtig wirkende, aber stets im Hintergrund befindliche Natur ihrerseits? Ein Rätsel, dass nicht ohne Weiteres und definitiv beantwortet werden kann.
Dafür ist die Berg- und Talfahrt durch Sturm und Regen, Lüge, Wut, Liebe und Verzweiflung, Tag und Nacht, Gott und Gesellschaft, Leben oder Tod zu ausgeklügelt.
Ein Meisterwerk, realisiert nicht nur durch Villeneuve, aber durch die atemberaubenden Kamerafahrten und die Bilder, die sie uns präsentiert, perfekt gesetzte und mitreißende Musik und nicht zuletzt einem Schauspielensemble, dass seines gleichen sucht. Jackman scheint nicht mehr zu spielen, sondern diesen Film und seine Rolle regelrecht zu leben und sein Herz daran zu zerreißen. Auch Gyllenhaal, Dano und Minette sind mehr als nur fantastisch!
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 10. November 2013
Habe lange nicht mehr einen so spannenden Film gesehen.
Hugh Jackman und Jake Gylenhaal spielen beide fantastisch, ebenso wie die Nebencharaktere.
Die Handlung lässt sich zur Abwechslung einmal nicht komplett vorhersehen, weshalb der Thriller bis zum Schluss nicht an Spannung verliert.

Zwar bleiben manche Fragen offen, insgesamt jedoch fabelhaft gedreht (vorallem der Kameraführung zu danken, die dem Film erst die Spannung verleiht) und gespielt.
Empfehlenswert!
Gato
Gato

10 Follower 49 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 3. November 2013
Die Erwartungen sind hoch, wenn man liest "bester Film des Jahres". Ich würde lieber sagen, interessantester Film des Jahres! Facettenreicher als die üblichen Entführungsgeschichten, erzählt er seine Geschichte konsequent bis zum Ende. Ich bin nicht ganz der Meinung, das der Zuschauer über das Thema Selbstjustiz selber entscheidet wie viele Kritiker meinen, denn im Grunde hat das Ende darüber entschieden! Andere Fragen beschäftigen mich am Ende viel mehr: Woher hatte der Selbstmörder im Gewahrsam seine Waffe? Wo und wie wurde das schwarze Mädchen gefunden? Und am Ende war auch schwer zu verstehen, warum der religiöse Fanatismus überhaupt so viele Kindermorde nach sich gezogen hat, oder die Frage, warum haben sie das erste entführte, offensichtlich schwachsinnige, aber "Führerscheininhaber" und "IQ10-Kind" nicht getötet? Letztendlich bleibt am Ende doch ein unausgegorener Film übrig, warum eigentlich, frage ich mich, weil er sich auf das Thema Selbstjustiz konzentriert hat?
MastahOne
MastahOne

79 Follower 216 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 28. Dezember 2013
Sehr spannender, tiefgründig inszenierter Thriller, der die Abgründe der Menschen schön offen legt. Auch wenn hierfür unterschiedlich und evtl. gut gemeinte Motive eine Rolle spielen. Dass Jake Gyllenhall zu so einer Leistung im Stande ist, hätte ich mir auch nicht erträumen lassen. Oscar-Kandidat! Im gesamten ein kleines Meisterwerk und einer der besten Filme des Kinojahres
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 2. November 2013
Der Film War ganz gut und gut zum nachdenken aber das Ende Beschissen...... weil mann nicht wirklich erkennen kann was passiert Blöd
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 26. Oktober 2013
Prisoners ist unwahrscheinlich atemberaubend. Man ist als Zuschauer so mitgerissen, obwohl die einzelnen Szenen sehr ruhig waren. An Langeweile war nicht zu denken. Er hat wahrhaftig die Abgründe vieler Menschen dargestellt, dass aber ohne die Grenzen zu sprengen und den Zuschauer zu verstören. Oft steht man zwar kurz davor los zubrüllen, doch diese Szenen werden gekonnt entschärft.
Auch die Schauspieler haben eine großartige Leistung vollbracht und haben so die großartige Stimmung des Filmes unterstützt. Das Ende rundet den Film optimal ab. Guckt ihn euch an, ihr werdet es nicht bereuen.
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