Top Squad
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Lemmiblog
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2,5
Veröffentlicht am 10. August 2026
DER MALAYSISCHE HOTTEN-TOTTEN-MAMBO

Warum werden Männer auf gefährliche Einsätze geschickt? Diskriminierung? Falsch. Männer sind stärker und schneller, aber nicht automatisch für jeden Auftrag die beste Wahl. Deshalb soll eine Eliteeinheit aus Frauen aufgestellt werden. Blöd nur, dass die Damen mehr Interesse an Männern und Party haben als daran, irgendwem die Fresse zu polieren. Also muss eine Ausbilderin her, die ihnen zeigt, wo der Hammer hängt.

Top Squad von 1988 geht ca. 90 Minuten und ist ab 18 Jahren freigegeben. Wir haben hier einen von Jackie Chan produzierten Actionstreifen, den man am einfachsten als weibliches Police Academy beschreiben könnte.
Das absolute Prunkstück ist die Action. Meine Fresse, was hier teils an Martial-Arts-Szenen rausgehauen wird, braucht sich vor keinem der männlichen Kollegen zu verstecken und damit meine ich nicht, dass ein paar Damen ihre langen Beine möglichst fotogen durch die Gegend schwingen. Hier wird gekloppt, getreten, gesprungen und ordentlich eingesteckt. Die Kämpfe sind kreativ, überraschend hart und richtig blutig.
Der Humor ist dagegen der deutschen Synchro zu verdanken. Die feuert Sprüche am Fließband raus und bewegt sich zwischen genialem Blödsinn und der Frage, was die Leute während der Aufnahmen geraucht haben. Da fallen Perlen wie „Du hast nicht mehr alle Höcker aufm Kamel“ oder völliger Unsinn der Marke „Ich glaub, mein Hamster bohnert den Boden“.
Die eigentliche Story ist dagegen ungefähr so gehaltvoll wie eine Reiswaffel. Besonders wenn Damen und Herren in die Disco gehen und versuchen, beim jeweils anderen Geschlecht maximal unangenehm zu landen, zieht sich das Ganze.
Cynthia Rothrock taucht in den ersten fünf Minuten auf und darf erst im Finale wieder ran. Den Großteil übernimmt Sibelle Hu und macht das durchaus ordentlich.
Unterm Strich bleibt ein Film, der als Geschichte kaum der Rede wert ist, aber seine spaßigen Momente besitzt und vor allem durch seine hervorragenden Kämpfe gerettet wird.

5/10 Punkten. In einer kurzen Blooper-Szene während des Abspanns sieht man, wie echt und saugefährlich diese Stunts tatsächlich waren.
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