Der Soldat James Ryan
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Tobias Poschner
Tobias Poschner

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5,0
Veröffentlicht am 26. Dezember 2025
Steven Spielbergs Der Soldat James Ryan ist ein Meilenstein des Kriegsfilms – roh, kompromisslos und zutiefst menschlich. Schon die Landung in der Normandie setzt Maßstäbe: selten wurde Krieg derart schonungslos, chaotisch und entheroisiert gezeigt. Die Kamera zwingt den Zuschauer mitten ins Grauen und lässt keinen emotionalen Rückzugsort zu.

Doch der Film erschöpft sich nicht im Spektakel. Im Zentrum steht eine moralische Frage von zeitloser Wucht: Was ist ein einzelnes Leben wert im Angesicht des Massensterbens? Tom Hanks verleiht Captain Miller eine stille Würde und Menschlichkeit, die den Film trägt, während das Ensemble durchweg glaubwürdig und präzise agiert.

Spielberg verbindet technische Brillanz mit emotionaler Tiefe und verweigert einfache Antworten. Der Soldat James Ryan ist kein Kriegsfilm, der verherrlicht – sondern einer, der erinnert, mahnt und nachhallt.
Thomas Bergmann
Thomas Bergmann

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3,0
Veröffentlicht am 4. November 2025
Wenn man mal überlegt, dass die Amerikaner nur in den 2. Weltkrieg eingegriffen haben, um den den Sowjets nicht Europa zu überlassen, macht das den ganzen Patriotismus und das ganze Pathos schnell zunichte. Der Film ist zwar fulminant gefilmt und die ganzen Action-Kriegs-Szenen hauen richtig rein, aber die Botschaft ist völliger Bullshit. Schade dass sich so viele Top Schauspieler für so einen Müll verwursten lassen. Wahrscheinlich hat die Gage mehr als gestimmt. Und wahrscheinlich machen alle bedingungslos mit, wenn ein Steven Spielberg dabei ist....Der ganze Film ist wie ein schlechter Western...... wie die glorreichen Sieben, auch wenns hier Acht sind, aber das Prinzip ist das Gleiche. Da lob ich mir lieber Filme wie 'Der schmale Grat' von Terrence Malick, das ist ein ECHTER Anti-Kriegs-Film
Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

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4,0
Veröffentlicht am 12. Juli 2025
Technisch meisterhaftes Kriegsepos mit etwas viel Patriotismus!

Steven Spielberg wurde spätestens Anfang der 90er unsterblich durch „Jurassic Park“ und „Schindlers Liste“, beide im selben Jahr (1993) erschienen. 1997 brachte Spielberg wieder zwei Filme heraus, einer davon war die Fortsetzung zu „Jurassic Park“ („The Lost World“), der andere wieder ein Drama („Amistad“). In dem Genre fühlte sich Spielberg offenbar mittlerweile deutlich wohler, denn 1998 kam „Der Soldat James Ryna“ in die Kinos. Das Kriegsdrama basiert auf echten Ereignissen, darunter das Schicksal der Niland-Brüder, und wurde bei den Oscars für insgesamt elf Trophäen nominiert. Gewonnen konnte das Werk insgesamt fünf Academy Awards, darunter die beste Regie für Spielberg. Kein Wunder, denn der Film ist auch heute noch ein erschreckendes Werk über die Abgründe des Krieges… zumindest zum großen Teil. Daneben war der Film der zweiterfolgreichste des Jahres und gilt im Genre als einer der besten. Bei den Oscars 1999 konkurrierte der Film übrigens gegen eine andere Kriegsstory: „Der schmale Grat“ von Terrence Malick.
Doch wie gut hat sich Spielbergs Kriegsdrama bis heute gehalten, immerhin ist „Der Soldat James Ryan“ bereits über ein Vierteljahrhundert alt?

1944, D-Day, Omaha Beach: Cpt. Miller und seine Einheit kämpfen sich durch die Kriegshölle am französischen Strand. Als der Kampf fürs Erste gewonnen ist, soll Miller mit seinen Männern einen jungen Soldaten ausfindig machen und ihn nach Hause bringen: James Ryan. Dessen drei Brüder sind alle im Kampf gefallen und nun möchte man der Mutter nicht noch mehr zumuten und ihren letzten Sohn lebendig in die Heimat bringen. Doch wie fair ist diese Mission, wenn knapp zehn Leute ihr Leben für einen riskieren?

Diese moralisch komplexe und auch verwerfliche Frage, bildet das Zentrum der Geschichte und sorgt immer wieder für hitzige Streitereien in den eigenen Reihen von Miller. Zurecht, immerhin ist Ryan sicherlich nicht der einzige Mann, der schwer vom Schicksal getroffen wurde. Doch der Befehl kommt von oben und einige der Männer auf dem Schlachtfeld sind bereit jedem Befehl Folge zu leisten. Es ist eine kraftvolle, aber auch subtile Kritik an den moralischen Entscheidungen, die im Krieg getroffen werden.

Schade nur, dass diese Message nicht immer ihre Kraft behält, denn der Film schwimmt geradezu in seinem amerikanischen Patriotismus. Da ist dann die Frage nach richtig und falsch schnell beantwortet. Es gibt zwar immer wieder Momente, in denen die Figur von Jeremy Davies (er spielt Cpl. Upham) menschliches Mitgefühl für Kriegsgefangene zeigt, doch der Film lässt keinen Zweifel daran, was man mit feindlichen Soldaten am besten tun sollte. Spielberg macht es sich hier in meinen Augen ab und zu etwas zu einfach, indem er sich auf eine Seite schlägt, die der Amerikaner. Während er in „Schindlers Liste“ die Gräueltaten des Krieges und des Holocausts deutlich „neutraler“ abbildete, ist es hier mit mehr Patriotismus kaschiert. Als Jugendlicher habe ich natürlich mit den Soldaten, rund um Miller, mitgefiebert, heute, als Erwachsener, ist es schon schwieriger eine gute und böse Seite in dem Ganzen zu sehen. Aber Spielberg liebt seine Nazis als Bösewichte, das hat er in vielen seiner Werke gezeigt.

Was dem Film an Kritik zum Krieg fehlt, macht er mit sehr guten und charmanten Figuren wett. Die Dynamik der Truppe ist unterhaltsam und stellenweise rührend. Nur James Ryan (gespielt von Matt Damon) bleibt tatsächlich etwas blass zurück, nicht zuletzt weil seine Geschichte über seine Brüder nicht ganz so bewegen daherkommt, wie erhofft (eher das Gegenteil ist der Fall).

Schauspielerisch geben hier aber alle eine wirklich beachtliche Leistung. Tom Hanks als etwas mysteriöser Cpt. John Miller ist wirklich grandios, ebenso wie Tom Sizemore als Sergeant Mike. Selbst Vin Diesel gibt eine sehr gute Performance. Daneben gibt es viele kleine Rollen mit großen Größen besetzt. Da wären unter anderem Paul Giamatti, Giovanni Ribisi oder Nathan Fillion.

Doch das, was den Film so ausmacht, ist natürlich die ganze Präsentation: Nicht nur technisch besticht das Kriegsepos auch heute noch, sondern durch die famose Regie von Spielberg. Die alptraumhafte und schockierende Atmosphäre des Krieges wird immer wieder beachtlich eingefangen. Ein großes Lob geht hier natürlich an die Kamera von Janusz Kamiński, der mit Spielberg bereits bei „Schindlers Liste“ seine Karriere richtig startete und für „Der Soldat James Ryan“ zurecht mit dem Oscar ausgezeichnet wurde.
Vor allem die Actionszenen sind ein filmischer Augenschmaus mit einem perfektem Mix aus CGI und echten Sets und Stunts. Bis heute ist die Eröffnungsszene am Strang durch ihren blutigen Realismus ein Meisterwerk der Filmkunst!

Einzig die Musik hat mich enttäuscht, da sie oftmals den Szenen die Kraft genommen hat. Dabei ist der Score von John Williams nur selten im Film zu hören, verleiht den Szenen jedoch durch seinen patriotischen Sound einen etwas unnötigen Klischee-Faktor. Und das soll schon was heißen, wenn ich als extremer Williams-Fan sage, dass der Film ohne Score besser gewesen wäre.

Fazit: „Der Soldat James Ryan“ ist in meinen Augen nicht perfekt und versinkt manchmal mit seiner Message in seinem amerikanischen Patriotismus. Doch die schauspielerischen Qualitäten und besonders das visuelle Ergebnis machen den Film auch heute noch zu einem packenden und besonderen Kriegsdrama.
Andreas S.
Andreas S.

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5,0
Veröffentlicht am 1. Oktober 2022
Der Film hat mich in hohem Maße gestresst. Die Grausamkeit des Krieges, der Verlust so vieler Leben, die unvorstellbare Zerstörung so vieler Menschen, die das Inferno überlebt haben. Nachwirkungen gibt es über Generationen hinweg. Es ist unglaublich wie viel Leid und Elend ein paar Kriegstreiber mit ihren Parolen und merkwürdigen Machtphantasien über die Menschen bringen. Wahnsinn. Das Frustrierende ist, daß sich daran scheinbar nichts ändern wird. Was damals der Kampf in der Normandie war, spielt sich ständig irgendwo auf der Welt ab.
All diese Gedanken schießen mir durch den Kopf, wenn ich dieses markerschütternde Plädoyer gegen Krieg sehe. Ein Plädoyer für halbwegs friedliche Lösungen von Konflikten, wie auch immer diese geartet sein mögen. Denn so weit, wie bei dem Szenario, das Steven Spielberg ungeschönt in Saving Private Ryan vorführt, darf es nicht kommen. Das bekommt man hier wirklich fast drei Stunden lang mit hoher Schlagzahl eingebleut.
Tom Hanks führt ein großartiges Ensemble von Schauspielern an. Jeder versteht es, seiner Rolle große Intensität zu verleihen, aber niemand schwingt sich auf um über der Geschichte zu stehen. Ort und Nationalität sind austauschbar. Die Leute sind es auch. Es gibt hier keine Helden.

Der Film ist schwer zu ertragen, zu grauenvoll und brutal sind die Kriegsbilder, die hier auf die Zuschauer einprasseln. Der Film erzeugt eine intensive Reaktion. Bestenfalls trägt der Film dazu bei, daß man nachhaltig in seiner Meinung bestärkt wurde, daß Kriege einfach nur Scheiße sind.

Für mich ein Meisterwerk von Spielberg. Saving Private Ryan ist einer der härtesten, kompromisslosesten und somit wohl auch besten Kriegsfilme, der für mich gleichzeitig aber auch der aufwühlendste Antikriegsfilm ist. Bestie Krieg.
Balticderu
Balticderu

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5,0
Veröffentlicht am 8. Juni 2022
Ein grandioser Kriegsfilm mit sehr guten Schauspielern. Tom Hanks in bester Rolle.
Sehr fesselnd und mitreißend. Die Kriegsszenen wurden ebenfalls richtig gut verfilmt.
Ein Meisterwerk durch und durch.
JBaumBZ
JBaumBZ

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4,0
Veröffentlicht am 5. April 2022
Ein guter, amerikanischer Kriegsfilm.
Gutes Schauspiel, einprägsame Charaktere, geschichtsnahe Story und ein bewegendes Ende. Ein wirklich guter Kriegsfilm, aber für mich nicht mehr.
Trotzdem heißt es überhaupt nicht, dass dieser Film schlecht ist.
Empfehlenswert, ist ein absoluter Klassiker, für mich aber eindeutig nicht der beste Kriegsfilm, auch wenn er sehr stark ist.
Andrijas
Andrijas

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5,0
Veröffentlicht am 17. Februar 2021
Ein Meisterwerk von Steven Spielberg. Absolut realistisch gespielter Kriegsfilm mit einem überraschenden Tom Hanks in der Hauptrolle
Lord Borzi
Lord Borzi

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5,0
Veröffentlicht am 28. Dezember 2020
Mitreißendes, aber teils auch sehr drastisches Kriegsszenario mit Tom Hanks. In der Mitte gab es einige unnötige Längen, aber dennoch war der Film auf jeden Fall lohnenswert. Die sehr krassen Schusswechsel sind sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Die letzte Schlacht auf der Brücke war Hochspannung pur. Interessant war auch, dass einige bekannte Gesichter hier in ihren ersten großen Rollen zu sehen waren (u.a. Vin Diesel). Erschreckend realistisch gemacht.
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 23. Dezember 2020
Als ich diesen Film gesehen habe war ich noch etwas beeindruckt von dieser ersten 30 Min. Schlachtszene, aber ansonsten hat dieser film nur US Propaganda und US Pathos zu bieten.
(Zitat aus dem Film: "Komm mit, wir bringen dich zurück nach Hause!" - "Nein, ich muss hier
bleiben und die Brücke verteidigen!" - "Gut, dann bleiben wir auch hier
und helfen dir!")

Hervorragend inszeniert, gut gespielt aber inhaltlich total unglaubwürdig (auch wenn die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruhen soll - naja, wer´s glaubt) und vor allem wird auch hier wieder der amerikanische Patriotismus übertrieben hochzelebriert - und diese beiden Aspekte brechen einem Film, der anstrebt der beste Kriegsfilm aller Zeiten zu werden, das Genick und somit bleibt nur ein guter aber harter und intensiver Film übrig aus dem man noch viel mehr hätte rausholen können.
Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 2. Februar 2022
...dieser Film ist aus meiner Sicht mit so vielen beeindruckenden Momenten versehen, das man schon "sehenswert" sagen könnte...dem entgegen steht aber eine veraltete einseitige Sichtweise betreffs der beiden Gegner...auch eine Szene, die weder logisch noch nachvollziehbar ist, hat mich mehr als befremdet...kein Soldat, der gerade mal dem Tod entronnen ist, stürzt sich in das "Nest" des Gegners, nur um seinen Rassenhass zu befriedigen...man kann das Thema auch intelligenter verpacken, aber wahrscheinlich war da Steven Spielberg nicht mehr zu bremsen...auch wahrscheinlich, kann man dem US Amerikaner alles erzählen, er würde es glauben...ein exzellenter Tom Hanks in einem Drehbuch, was man hätte wirklich besser schreiben können...es ist wie ein saftiger Braten, der mit Sehnen durchzogen den Genuss einfach unmöglich macht...
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