Der Hobbit: Smaugs Einöde
Durchschnitts-Wertung
4,2
3195 Wertungen

111 User-Kritiken

5
18 Kritiken
4
42 Kritiken
3
25 Kritiken
2
13 Kritiken
1
10 Kritiken
0
3 Kritiken
Sortieren nach:
Die hilfreichsten Kritiken Neueste Kritiken User mit den meisten Kritiken User mit den meisten Followern
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 2. Januar 2014
Grandios!!! Ich hätte niemals gedacht, dass der zweite Teil so geil wird!!!
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 31. Dezember 2013
Langsam aber stetig sicher geht die Luft aus. Die Bilder sind durch die technische Entwicklungen auch in 3D gestochen scharf, jedoch wirken die Schauspieler dadurch sehr entblößt. Dem Fortschritt der Technik kann die gesamte Story nicht mehr folgen. Sie verbleibt in den bekannten Mustern und Abläufen aus Angst, Plan, Hinterhalt, Kampf, Sieg, Mut, Angst, Plan, Hinter… Werde mir den dritten Teil zum Abschluss trotzdem ansehen, aber ich weiß bereits was mich erwartet: Enttäuschung.
Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 31. Dezember 2013
Teilweise hat der Film ganz nette Stellen, Kostüme, Szenenbild und Landschaften sind grandios, und die Nebenhandlung mit Dol Guldur ist ganz interessant für Leute die nicht nur den Hobbit, sondern auch noch das Silmarillion gelesen haben. Außerdem wäre der Film ja sonst völlig plotleer. Die Einführung neuer Figuren wie Legolas und Thauriel und eine schwülstige Liebesgeschichte (Wobei mich gar nicht stört, dass hier Zwerg und Elbe anbandeln, sonder wie. Die zwei führen einfach eine dumme Unterhaltung über Sternenlicht.) kann man auch verkraften, auch wenn sie jetzt nicht soviel beitragen. Frech und einfallslos finde ich aber, einfach szenen aus dem HdR wieder aufzuwärmen. Ich meine damit z.B. die Anlehnung an die Frodo-Arwen Szene, als Tauriel auch anfängt zu leuchten. Was mich aber am meisten gestört hat - wie schon am Hobbit 1 -, war die monotone Action. Als zum gefühlt Mal Legolas gegen die Ork-Verfolger (die sich durch Rückschläge nicht abschrecken lassen) antritt, bin ich geistig ausgestiegen. Wenn Legolas nicht einmal pro halbe Stunde was cooles macht, sondern permanent durchs Bild flick-flackt und sonst nur blöd schaut, dann verliert der elbische Kampftechnik etwas an Reiz für mich als Zuschauer. Für mich ist das der Resident Evil Effekt, wenn Actionszenen den Film nicht mehr spannender machen, sondern langweiliger. Ganz im Gegensatz zu einem Bond-Film (mit wenigen Ausnahmen). Da weiß man ja auch, dass die Hauptfigur überlebt, und ist trotzdem ein Genuß, ihm dabei zuzuschauen, wie er das macht. spoiler: Da für Teil 3 nur noch 2 Endkämpfe anstehen (Drache gegen Seestadt und die Schlacht um den Erebor - oh und Befreiung von Gandalf)
werde ich mir den Film wohl nicht mehr im Kino anschauen. Nicht nur, dass ich keine Lust auf weitere Idiotien wie eine Schubkarrenfahrt auf flüssigem Metall habe, 2,5 Stunden animierter Krieg ist mir zu lame und zuhause kann ich wenigstens nebenbei Wäsche zusammenlegen.
Mal ne Frage, da ich mich da nicht auskenn: Ist es teurer, den Großteil der Charaktere zu animieren oder Komparsen, Stuntmen und Maskenbilder zu bezahlen?
Kino:
Anonymer User
1,5
Veröffentlicht am 31. Dezember 2013
Ich möchte versuchen, diesen zweiten Teil der Hobbit-Trilogie ohne jeden Vergleich mit "Eine unerwartete Reise" oder der "HDR-Trilogie" zu bewerten...

Zunächst 4 Aspekte, die für "Smaugs Einöde" sprechen:
1. Der Grundton ist in seiner Gesamtheit sehr stimmig.
2. Optisch gibt es absolut nichts auszusetzen. Ja, es sieht fantastisch aus.
3. Es gibt einige Momente, die atemberaubend inszeniert sind.
4. Kein Eier-Schaukeln, rascher Beginn. Und so geht es auch weiter.

Nun 4 Aspekte, die gegen "Smaugs Einöde" sprechen:
1. Zu viele Charaktere bzw nicht ausreichend charakterisiert.
2. Überflüssige (weil belanglose) Lovestory.
3. Viel zu überdrehte Action-Szenen.
4. Ein vergessenswerter Score.

Ich würde demnach ausgeglichene 2,5 geben. Allerdings wurde mir im Kino ein mittlerweile über 10 Jahre altes Rezept verabreicht. Gandalf muss woanders hin und taucht (in einer für den Rest der Truppe äußerst kritischen Situation) wieder auf und beschert die Rettung in letzter Sekunde (Ja, hier nicht, aber der Zauberer ist einmal mehr nicht bei der Truppe). Wunderschöne Landschaftsaufnahmen, wo ein paar Zwerge und Co drüber rennen. Gigantische Treppen in einem Berg gepaart mit etwas Feuer... Öhhh

Mich würde brennend interessieren, wie der Hobbit unter Guillermo del Toro ausgesehen hätte...
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 31. Dezember 2013
Hallo liebe Filmgemeinde,
heute möchte ich meine offene und ehrliche Meinung zum Hobbit Smaugs Einöde abgeben.
Ich muss gestehen ich habe den Film schon sehr oft gesehen und ich muss auch sagen; ich kriege nicht genug von diesem Film.
Ich habe mir auch negative Kritiken durch gelesen und muss ganz ehrlich sagen; ich verstehe diese Leute nicht. Solche Leute kann man wohl nicht zufrieden machen, selbst wenn sie ein Meisterwerk vor der Nase haben, so wie hier.

Aber von vorne:

Ich werde diese Kritik in 4 Teile aufteilen:
Gesamteindruck
Bestimmte Passagen
Gefühle und Emotionen während des Schauens
Fazit

GESAMTEINDRUCK:
Der ganze Film an sich ist erste Sahne. Der Film beginnt in Bree wo uns erst mal Sir Peter Jackson durchs Bild läuft. Alleine die düstere Umgebung und die Stimmung im "tänzelnden Pony" sind sehr gut umgesetzt worden.
Ich fand es interessant zu erfahren wie Thorin überhaupt Gandalf kennen gelernt hat und wie es dazu kam, dass er auf die Reise ging und warum er das eigentlich tut. Sehr nett. Ich find das sehr gelungen für einen Einstieg in ein episches Abenteuer.
Dann springen wir 12 Monate weiter und sind auf der Flucht vor Azog und den Orks, dort sehen wir auch Beorn in seiner Bärengestalt das erste mal. Hier muss ich sagen; bin ich ein bisschen enttäuscht. Ich hatte mir Beorns Bärengestalt anders vorgestellt, weniger Wolfähnlich, mehr Bär.

Intro an sich ist einfach perfekt gelungen und im ersten Abschnitt macht der Film einen flüssigen und geordneten aber doch spannenden Eindruck.
Die Zeit in Beorns Haus bis zum Düsterwald sowie die Reise durch den Düsterwald fand ich persönlich viel zu kurz. Hier geht ein Abschnitt in den nächsten Über und das mit harten Kanten und Ecken. Die Reise durch den Düsterwald wir ganz schnell abgehandelt und auch die Gefangenschaft bei den Elben. Sehr schade. Wäre ausbaufähig gewesen.
Vielleicht bekommen wir mehr davon zu sehen wenn die Extended DVD raus kommt? Ich hoffe es doch sehr. Das ist aber für mich kein Grund, einen Stern Abzug zu geben, nein, denn diesen Fehler macht der Film an anderen stellen locker wieder wett.

Die kleine Flirterei zwischen Kili und Tauriel fand ich persönlich so toll und perfekt! Später mehr dazu.

Der Film an sich geht nach der Flucht sehr schnell in die Seestadt; dort finde ich geht es alles in schönen Bahnen und läuft schön ineinander über.
Esgaroth finde ich so schön umgesetzt und die Kinder von Bard finde ich auch sehr gut. Die ganze Stimmung in Seestadt ist wunderbar umgesetzt!
Und dann der Erebor! Einfach perfekt! Mehr sag ich später dazu.

FAZIT: Auf mich macht der 2 Teil der Hobbit Reihe einen fast perfekten Eindruck, hier und da ein paar Kanten aber sonst ist der Gesamteindruck einfach Hammer. Sehr empfehlenswert.

KILI UND TAURIEL:
Ich finde die Idee, eine Liebesgeschichte zwischen Zwerg und Elbin sehr interessant und habe die ganze Zeit das Gefühl gehabt das dass passt! Das ist wahre Liebe! Das merkt man schon im Düsterwald, als Kili verletzt wird und Tauriel in Sorge ist und wie sie ihm folgt. Ich finde das nicht überflüssig und ich finde auch Tauriel nicht überflüssig.
Auch sehr schon umgesetzt wie Kili Tauriel seine Liebe gesteht und sie Händchen halten. Für alle die Kilis Satz nicht realisieren:
Tauriel hat Kili im Kerker erzählt das sie oft im Sternenlicht wandern geht und Kili glaubt er träumt, das Tauriel nicht wirklich da ist, noch kann er es nicht glauben und daher der komische Satz von ihm. Das hat nichts mit einer anderen Zwergin zu tun, wie viele das behaupten nur weil sie Kili das nicht gönnen.

THRANDUIL UND THORIN:
Kann Hassliebe schöner sein? Nein! Ich finde diese Szene im Düsterwald einfach sehr gut und es zeigt uns nochmal warum Thorin so einen Hass auf die Elben hat. Bei Thranduils Art zu Reden und zu Betrügen kann ich Thorin total verstehen. Ich hoffe doch das wir noch erfahren was es mit Thranduils komischer Narbe auf sich hat. Sehr interessant.

THORIN; FILI UND KILI:
Ein weiterer toller Moment war wie Thorin Kili in Seestadt zurück lässt, nicht weil Kili eine Last wäre, nein, Thorin hat Dis vermutlich versprochen seine Neffen gesund zurück zu bringen und deshalb soll Kili dableiben; er ist verletzt; Thorin weiß das und will seinen Neffen nicht in noch mehr Gefahr bringe. Sehr tolle Idee und wunderbar Umgesetzt! Ganz ehrlich! Auch wenn Kili das nicht so ganz zu verstehen scheint.
Und Filis Satz: "Ich gehöre zu meinem Bruder" bei mir hat das ganze Kino aufgestöhnt, dass war nicht schnultzig oder so, das war total toll und ergreifend!

SMAUG:
Smaug ist ein genialer designeter Drache! Und die Stimme (Original) tut sein Übriges. So treffend,passend perfekt! mehr muss ich glaube ich zu Smaug nicht sagen.

GEFÜHLE UND EMOTIONEN:
Ich muss sagen, bei mir und vielen anderen Zuschauern haben sich Spannung, Angst, Sorge, Liebe, Freude, Lachen und Weinen abgewechselt. In diesem Film ist einfach alles perfekt vertreten. Man findet von Anfang an Spannung pur; Humor als Bombur das rotierende Fass spielt; als Legolas von Kopf zu Kopf springt um über den Fluss zu kommen. Angst als Kili verletzt wird, Angst weil die Zwerge nicht entkommen können; zu Erst. Liebe und ein entspanntes Gefühl als Kili mit Tauriel und umgekehrt geflirtet hat.
Als sie in den Erebor kommen, kommen den ersten ein paar Tränen oder als Thorin Kili bittet in Seestadt zu bleiben, dort laufen die ersten Tränen, als Kili leidet und Fili auch, Tränen.

Es war einfach alles perfekt vertreten. Eine sehr gute Mischung aus Spannung, Action, Tränen und Humor.

Gesamtfazit:
Die Schauspieler quer durch die Reihe haben ihren Job mehr als perfekt gemacht. Es wirkte alles sehr stimmig und Emotionen kamen nicht zu kurz.
Die 3D Technik gab einem das Gefühl als wäre man mitten drin, als könnte man einige Dinge sofort berühren, man fühlt sich als ein Teil von Mittelerde. Die Musik war an einigen Stellen zu laut, man hat dann den Text nicht mehr wirklich verstanden, schade aber das kam zum Glück nicht ganz so häufig vor.

Ich kann diesen Film jeden ans Herz legen, dieser Film ist ein Meisterwerk und ich bin mir sicher das auch der 3 Film wieder genau so genial wird wie die ersten 2 Filme.

Ansehen und weiter sagen, denn DIESE 3 Teile sind die Besten Filme die du in naher Zukunft finden wirst, alles andere ist dagegen billiger Müll. Tut mir Leid ist so
Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 30. Dezember 2013
Technik ist halt eben nicht alles. Der Streifen lässt schlichtweg "das Gefühl" auf der Strecke und befriedigt versucht sich darin die Gier nach perfekten Effekten zu befriedigen. Was nutzt mir eine 4k Auflösung im iSense-Saal, wenn die Effekte so unansehnlich präsentiert werden.
Es mag Zuschauer geben, die dies schätzen, mir gefällt dieser Stil nicht.
Irgendwie wirkt das Werk auf mich unfertig und auf den letzten Drücker produziert.
Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 31. Dezember 2013
Was habe ich nach der Enttäuschung der "Unerwarteten Reise" auf diesen zweiten Teil gehofft. Doch kurz gesagt: Auch das war nix. Das Gute vorweg: Der Film ist visuell eindrucksvoll, HFR und 3D funktionieren diesmal deutlich besser, die Bilder sind toll und Peter Jackson bemüht sich streckenweise redlich, logische Löcher der Vorlage zu stopfen. Doch das reicht nicht. Nie wird man so in den Film hineingesogen wie in die Ringe-Trilogie, immer bleibt man als Zuschauer an der Oberfläche. Kurz gesagt: Auch wenn der zweite Teil des Hobbits besser ist als der erste, ist er immer noch nicht gut. Nur: Warum war "Der Herr der Ringe" so toll und warum ist "Der Hobbit" so viel schlechter?

Kern des Unterschiedes: Der Herr der Ringe war realistisch. Der Hobbit ist es nicht. Wie bitte, Realismus? Ringgeister, Orks und Trolle, Zauberer und Elben sollen realistisch sein? Ja, zumindest in den ersten beiden Teilen der Ringe-Trilogie wirkten sie so. Man hatte das Gefühl, es mit einer realen Welt zu tun zu haben, in der sich phantastische, aber "echte" Kreaturen tummeln, die Überbleibsel einer mystischen Urgeschichte darstellen. Erreicht wurde das durch einen unglaublichen Sinn für die Stimmigkeit von Details und einen geschickten Umgang nicht nur mit dem zugrunde liegenden Roman, sondern dem literarischen Gesamtwerk Tolkiens, das die Drehbuchautoren kreativ und zielgerichtet plündern durften. Peter Jackson selbst äußerte sich damals während des Drehs so, dass er an das ganze Projekt nicht wie an einen Fantasy-Film, sondern wie an einen Historienfilm herangehen wolle, und genau so sah das Ergebnis aus.
Davon sind wir jetzt meilenweit entfernt. Man hat nicht mehr das Gefühl, es mit realen, glaubhaften Figuren zu tun zu haben, die etwas nachvollziehbares machen, dabei nachvollziehbare Probleme lösen und nachvollziehbaren Gefahren trotzen müssen. Im "Hobbit" fühlt sich einfach nichts echt und glaubhaft an, der Film wirkt nicht "geerdet", sondern wie ein überkandidelter Comic. Deshalb kann man auch nicht richtig mitfiebern, wenn zwei Elben gefühlt dreihundert Fallobst-Orks den Garaus machen. Was in "Die zwei Türme" noch sehr dosiert vorkam und in "Rückkehr des Königs" schon störte, dort aber wenigstens noch ironisch gebrochen wurde ("Der zählt trotzdem nur als einer!"), wird nun zum Dauerzustand: Heldenfiguren überwinden alle Grenzen der Logik, des gesunden Menschenverstandes und der Physik und führen schwerelose CGI-Stunts vor, die an einen Animationsfilm erinnern. Die omnipräsenten Orks sind keine üblen, grobschlächtigen, gefährlichen Typen oder insektenhaften, durch Überzahl bedrohlichen Schwarmwesen mehr, sondern zeigen sich als parodiehaft überzeichnete Comicfiguren mit CGI-Gummihaut, denen Metall aus dem Körper wächst und die bei einem kurzen Knuff tot umfallen. Die wuchtige Körperlichkeit der Nahkämpfe aus "Die Gefährten" geht völlig verloren, der Zuschauer wird davon distanziert. Nie scheint einer der "Guten" wirklich in Gefahr zu schweben oder echte Schmerzen zu leiden, Tod und Verstümmelung werden zu einem ästhetisierten Scherz, zu einem Ballet für vier Messer und zwei Bögen.

Waren vor allem in "Die Gefährten" Jacksons Eingriffe in Plot, Tempo und Figuren noch geradezu genial, versagt er in beiden Hobbit-Filmen auf diesem Gebiet kläglich. Passagen mit großem, erzählerischem Potential werden massiv gekürzt und verstümmelt, fremdes Material wird ohne Not, mit massiven Brüchen und kaum nachvollziehbar eingefügt. Wo ist der Düsterwald-Fluss hin? Was ist mit der im Buch wunderbaren Einführungsszene Beorns passiert? Warum sehen wir die spukhaften Festivitäten der Elben im Düsterwald nicht? Warum darf Bilbo nicht ein wenig im Verborgenen deren unterirdische Stadt erkunden?Figuren verhalten sich teilweise bizarr und gegen ihre innere Logik. Sämtliche Regeln Mittelerdes scheinen außer Kraft gesetzt. Die Krönung dieser Entgleisungen ist eine lächerliche und unglaubhafte Liebes- und Eifersuchtsgeschichte - und hier möchte ich übrigens anmerken, dass ich die Notwendigkeit einer Liebesgeschichte für einen Hollywood-Film irgendwie ja einsehe und Jacksons kreative Einbeziehung der Arwen-Figur in der Ringe-Trilogie großartig fand!
Im Finale glaubt der immer noch auf ein versöhnliches Ende hoffende Zuschauer dann mal kurz, dass Jackson die Kurve doch noch kriegt. Smaug ist wirklich eindrucksvoll, visuell sicherlich der grandioseste Drache der Filmgeschichte. Leider verhält sich der im Buch hochintelligente, charmante Bösewicht, der auf mich immer wie eine zu groß geratene, grausame Katze gewirkt hat, deren einzige Schwäche die Eitelkeit war, schlicht und ergreifend wie ein Trottel. Diesem Drachen-Deppen treten die Zwerge dann, die Vorlage völlig missachtend, mutig gegenüber, und tun Aberwitziges. An dieser Stelle erreicht das Realismus-Defizit, ja, der galoppierende Wahnwitz in Jacksons neuer Mittelerde einen traurigen, unfreiwillig komischen Höhepunkt. Was dem fassungslosen Zuschauer da für ein Unfug geboten wird, spottet wirklich jeder Beschreibung.

Insgesamt bleibt alles Oberfläche, nichts geht in die Tiefe. Die Dialoge: Arm, pathetisch und uninspiriert bis peinlich. Die Charakterzeichnung: Eindimensional und blass (eventuell einzige Ausnahme ist Thranduil). Gelang es Jackson in der Ringe-Trilogie noch, seine Schauspieler zu teilweise eindrucksvollen Leistungen anzuspornen, kann er hier selbst mit Vollblut-Profis wie Martin Freeman und Ian McKellen offenbar nichts mehr anfangen. Orlando Bloom scheint, wenn er gerade niemanden umbringen muss, verblüfft über seine eigene Langweiligkeit in immer gleicher Weise starr und CGI-blau an der Kamera vorbeizublicken, als wähne er sich, buchstäblich, im falschen Film. So wirkt er wie ein Roboter - spoiler: kein Wunder, dass die holde Elbenmaid ihn uncool findet und Zuflucht bei einem bartlosen und minderwüchsigen Mondscheinromantiker sucht.


Sicher werden manche zur Verteidigung des Regisseurs dieses einwenden: Der Hobbit sei ein Kinderbuch, das tatsächlich reich an logischen Lücken ist und dessen Stil und Inhalt sich nicht bruchlos mit dem Herrn der Ringe zur Deckung bringen lasse. Und tatsächlich: Nicht nur bei den Filmen, sondern auch in den Büchern verhält es sich so, dass der Herr der Ringe "realistisch" ist und der Hobbit nicht unbedingt - wie das in Kinderbüchern halt so ist. Ich persönlich werfe Peter Jackson aber vor, dass er diesen bekannten Konflikt extrem inkonsequent aufgelöst hat. Er hat Filme im visuellen Stil seines Herrn der Ringe geschaffen, ohne den Mut zu besitzen, die Geschichte und die Erzähltechnik diesem Stil tatsächlich anzupassen. So sitzt er für mich am Ende zwischen allen Stühlen mit seinem Kinderfilm im Kleid eines Schlachtengemäldes. Seine einzige wirklich gute, eigene Idee ist die Nummer mit spoiler: dem Arkenstein als eigentlichem Ziel der ganzen Unternehmung aufgrund seiner Eigenschaft als "Kronjuwel", das die sieben Zwergenvölker vereinen kann.
Das ist grundsätzlich ein guter Einfall, bleibt im Buch doch lange völlig unklar, was eigentlich der Plan und was genau die Aufgabe des "Meisterdiebes" ist, spoiler: dem im Erebor stehend aufgeht, dass er ja schlecht den ganzen Schatz am schlafenden Smaug vorbeitragen kann.
Verglichen mit dem Feuerwerk guter eigener Ideen aus Jacksons früheren/späteren Werken ist das aber viel zu wenig. Schade.
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 30. Dezember 2013
Wer gute und ehrliche Reviews zum Hobbit will, sollte mal bei IMDB nachschauen. Ich möchte hier nur ansprechen, was mich so aufgeregt hat, dass ich sachen nach der Leinwand schmeißen wollte:
Die Elben. (spoiler)
-Die Kerkerwachen besaufen sich und schlafen während der Wache ein (legolas hat nach 40 Bier der Finger gekribbelt, aber das sind ja nur statist-Elben und die Zwerge müssen ja schließlich irgendwie entkommen).
-Der neu erfundene Charakter Tauriel, läuft nervös auf und ab während eines gesprächs.
-15 Elben-Wachposten werden von 20 Orks abgeschlachtet, nur damit diese 20 Orks dann von Legolas im alleingang plattgemacht werden.
-Elb-Zwerg lovestory, die darin resultiert, dass die Elbin Legolas seinem Schicksal überlässt um lieber den Zwerg zu verarzten.

Diese darstellung der Elben ist eine schweinerei und der Film ist einfach nur Kinderkacke, die auf die 3-Fache länge hinausgezogen wird mit wirren Actionszenen, während sich die Story im Kreis dreht.
Enttäuschung pur.
Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 29. Dezember 2013
Wer geglaubt hat, schlimmer als bei Hobbit 1 würde es nicht gehen, der wurde bei Hobbit 2 eines besseren belehrt. Der Absturz in der zweiten Woche der Kinocharts spricht dabei eine deutliche Sprache und sagt alles. Es spricht sich halt herum, wie schlecht die Hobbit Reihe ist. Spekuliert wird dabei, ob Hobbit 2 die halbe Milliarde an Einnahmen knacken kann. Während sein Vorgänger eine knappe Milliarde eingespielt hat. Dabei war es Hobbit 1, der für eine sehr große Enttäuschung gesorgt hat. Der schlechteste Teil der gesamten Trilogie. Die Auswirkung von Hobbit 1 bekommt jetzt Hobbit 2 voll zu spüren. Dabei war Hobbit 2 nicht schlechter als Hobbit 1 aber auch nicht besser. Zusammenfassend kann man bei Hobbit 2 sagen: Nichts Neues auf Mittellerde, außer einem zahmen Drachen und einem zahmen Bären. Ein Overkill an CGI und ein durchgedrehter und amoklaufender Superelb Namens Legolas. Dem Hobbit fehlt einfach Herz und Seele. Es fehlen ambivalente Figuren wie in der OT zb Boromier, Gollum, Sam, Sauraman, Aragon usw. Die Würze in der Suppe und ohne Würze schmeckt die Suppe fad. Die Figuren sind einfach blass und uninteressant. Sie langweilen, wie die fehlende Story langweilt. Es fehlt nicht nur an einer Story, es fehlt an allem. Vor allem fehlen archaische Kreaturen, wie das Fehlen von Salz in der Suppe. Nach einem Balrog oder ähnlichen Gänsehaut Kreatur sucht man vergebens. Die Spinnen überzeugten überhaupt nicht, zumal sehr schlecht animiert, wie ein Videospiel. Kein Vergleich zu Kankra in Rückkehr des Königs, was bei mir Begeisterung auslöste. Waren in Hobbit CGI Amateure am Werk? Die einzig ambivalenten Figuren waren die Waldelben und ihr König, was zu gefallen wusste. Um was geht es eigentlich in Hobbit? Ach ja, den Drachen aus der Heimat der Zwerge vertreiben. Genaugenommen ist Hobbit hohl und leer. Ohne Inhalt, ohne Figuren und ohne Bösewichte. Die CGI Orks waren der Gipfel an schlecht animierten CGI´s. Richtige Masken, Kostüme und Kulissen kann CGI nicht ersetzen, was den Unterschied zwischen Hobbit und OT ausmacht und was man klar heraussehen kann. Am meisten nervte mich das dumme Geschwätz von Smaug. Obwohl ich mich am meisten auf ihn gefreut hab und wohlgemerkt der Grund meines Kinoganges zu Hobbit war. Vergebens hab ich darauf gewartet, dass Smaug Amok läuft. Das er wenigstens ein paar Zwerge in Stücke reisst. Ohne einen Kratzer lassen die Zwerge Smaug in Gold baden mit Null Konsequenzen weder für Smaug noch für die Zwerge. Smaug ist ein geschwätziger und zahnloser Tiger, zu blöd um ein paar Zwerge zu finden und zu fressen. Oder dass wenigstens der Bär ein paar Orks in stücke reisst. Die furchtlosen Orks drehen beim Bär ab, buuuuuuh. Stattdessen hirnloses Massenabschlachten von CGI Orks. Wie dumm ist das denn? Wie oft will uns Jackson damit langweilen? Hobbit 3 wird das garantiert toppen, weil es wie erwartet ein Krieg geben wird. Dann werden noch mehr CGI Orks abgeschlachtet, gääääääähn. Wer in diesem Krieg etwa außergewöhnliche Kreaturen erwartet wie Trolle oder Nazguls in OT, sollte nicht zuviel erwarten. Der Gipfel an dummen Plot war wohl das Ende mit dem flüssigen Gold. Wie blöd ist das denn? Hobbit 3 muss ich mir echt überlegen, ob ich ihn mir ansehe. Da muss schon mehr kommen als in Hobbit 1 und 2. Es hat sich trotzdem gelohnt ins Kino zu gehen, warum? Weil vor dem Film zwei Werbefilme liefen, die ich einfach geil gefunden hab. Der Eine von Mercedes mit den Hühnern und der Stabilität. Und der Zweite die Werbung für das Auto Smart. Beide sehr originell und lustig. Das Eintrittsgeld hat sich am Ende doch gelohnt.
Kino:
Anonymer User
1,5
Veröffentlicht am 29. Dezember 2013
Lang, jump and run im Film, sah aus als laufen sie durch einen Freizeitpark.
Möchtest Du weitere Kritiken ansehen?
  • Die neuesten FILMSTARTS-Kritiken
  • Die besten Filme