Der Hobbit: Smaugs Einöde
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Kino:
Anonymer User
1,0
Veröffentlicht am 22. Dezember 2013
Ich habe mir den Film in der 3D-Fassung angeschaut und muss gestehen, dass ich es nicht über die gesamte Distanz geschafft habe. Etwa 35 Minuten vor dem Ende musste ich, zum Glück nicht allein, geradezu fluchtartig den Saal verlassen. Beim Versuch meinen "VIP-Platz" in der Mitte der letzen Reihe zu verlassen, bin ich über die ausgestreckten Extremitäten schlafender Kinobesucher gestolpert. Dies allein beschreibt den Charakter dieses "Kinoerlebnisses". Dieser Film langweilt den Besucher stundenlang mit schwülstigen und vollkommen sinnfreien Dialogen vor einer Kulisse ebenso sinnfreier und teilweise sehr schlecht animierter Bilder. Ein logischer Handlungsstrang ist nicht zu erkennen. Wahrscheinlich muss man vor dem Besuch dieses Films das Buch zum Film lesen, um einen Sinn in dem zu erkennen, was da auf der Leinwand geschieht. Aber wer tut sich so etwas freiwillig an? Die schauspielerischen Leistungen der Darsteller lassen sich angesichts der grotesken Kostüme und Masken nicht beurteilen. Schade um das Geld, schade um die Zeit. Absolut nicht empfehlenswert.
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 21. Dezember 2013
Auch ich muss mich leider in die Riege der kritischen Stimmen einreihen.
Vorab: Smaugs Einöde ist kein schlechter Film. Er kann sogar für den einen oder anderen ganz hervorragend sein. Echte Mittelerde Fans werden jedoch enttäuscht.

Das hat folgende Gründe:
Da ist zum einen Anbiederung an das Popcorn Kino. Wo Herr der Ringe noch mystisch, episch und ein Wagnis war, fehlt hier vollkommen die Charakterzeichnung. Die Komplexität geht verloren.
Geradezu exemplarisch dafür muss der Charakter Legolas herhalten.
Es stört nicht sonderlich, dass dieser nun im Gegensatz zur Buchvorlage plötzlich auftaucht. Aber hier wurde die Möglichkeit verschenkt etwas über ihn zu erfahren: Wo kommt er her? Was ist seine Geschichte? Alles was wir erfahren ist, d spoiler: ass er es offenbar auf die Waldelbin Thauriel abgesehen hat (30 Sekunden), der Sohn des Königs der Waldelben ist (10 Sekunden)
und verdammt gut schießen kann (Gefühlt eine halbe Stunde). Der Fokus liegt zum Großteil auf Action, Action, Action. Legolas erschießt mit einem Pfeil zwei Orks auf einmal. Legolas köpft einen Ork in der Luft und behaelt den Kopf auf seiner Klinge, Legolas ersticht mindestens 10 Orks in seinem Rücken, Legolas...Die Liste ließe sich endlos weiterführen. Was in den Ringe Teilen zumeist noch wohldosiert auf eine Szene aufgeteilt wurde: Schildritt bei Helms Klamm, Ottifanten-Ritt vor Minas-Tirith verkommt hier zum Running Gag.
Als scheint es, als würden Thauriel und Legolas einen Wettbewerb im besonders kreativen und unbekümmerten Weg Orks auzsuschalten ausfechten würden.
Dies geht zumeist auf Kosten der Spannung. Niemals hat man das Gefühl als könnten die Orks eine echte Bedrohung darstellen.
Natürlich weiß man, dass Legolas die Kämpfe überleben muss und auch die Zwerge spoiler: irgendwie den Berg erreichen müssen
aber derart wenig war ein Zuschauer noch nie über das Wohlergehen der Zwerge besorgt.

Fraglich ist hingegen, wieso eine hochkomplexe und insbesondere ambivalente Figur wie Beorn dagegen nur wenige Sekunden Screentime bekommt. "Ich mag keine Zwerge, aber ich hasse Orks."
Das muss herhalten um diesen Charakter zu verstehen. In der Buchvorlage muss Gandalf erst sein ganzes diplomatisches und listiges Geschick anwenden um Beorn für seine ungebeteten Gäste zu erwärmen.

Ein weiteres großes Manko ist die völlige Abwesenheit von Details.
Damit sind nicht die visuellen Details gemeint, denn diese sind wie immer Oberklasse. Herumfliegende Bienen, Morghulpfeile und eine fantastische Schatzkammer bilden wirklich einen visuelle Augenschmaus.
Vielmehr sind es die inhaltlichen Details die insbesondere Fans stören dürften.
Das mag an manchen Stellen vielleicht übertrieben anmuten, aber Mittelerde funktioniert genau deshalb.
Beispiel:
spoiler: Wie ist es möglich, dass ein drei Elben nach dem Genuss von 2 Flaschen Wein einschlafen und somit die Flucht der Zwerge in den Fässern ermöglicht wird?
Dabei hätte es nur einer kurzen Kamerafahrt auf mindestens 10-20 herumliegende Flaschen gebraucht und der Zuschauer hätte wohlweislich geschmunzelt. Wer sich an das Trinkspiel zwischen Gimli und Legolas erinnert, für den sind solche Details eben unverständlich.

Gerade zu ad absurdum wird jedoch die von Tolkien erdachte Welt geführt, spoiler: als die ELBIN Tauriel mit dem ZWERG Kili anbandelt.
Das ist nicht nur ein klarer Verstoß gegen die Regeln dieser Welt, sondern auch vollkommen unglaubwürdig in Szene gesetzt. spoiler: Die knallharte Waldelbin Taureil die sich über Jahrhunderte zur Hauptfrau der Wache hochgearbeitet hat, wirft einen Blick auf einen Dreikäsehoch der ihr nach 1 Satz von seiner toten Frau erzaehlt und sie fließt dahin.
Das ist weder traurig, noch herzzerreissend, sondern einfach nur unglaubwürdig und kitschig.

Zum großen Finale muss nicht mehr viel gesagt werden. Smaug ist wirklich atemberaubend in Szene gesetzt, aber auch hier findet mehr als nur ein Eingeständnis an das Popcornkino statt. Das wohl interessanteste Gespräch Mittelerdes zwischen eines der kleinsten, friedfertigsten wortmächtigen Geschöpfe Mittelerdes und dem entsetzlichsten und mächstigsten Geschöpf bildet leider nur eine Durchgangsstation für eine weitere Achterbahnfahrt in der die Gemeinschaft gefühlt 39 mal um Haaresbreite hinter einer Säule schutz findet, bevor der Drachenatem sie erreicht. Größer könnten in der Folge Buchvorlage und Film nicht auseinander liegen.

Fazit: Peter Jacksons Vision von einem Dreiteiler muss meines Erachtens als gescheitert beurteilt werden.
Jackson opfert die Authenzität Mittelerdes für seine Dramaturgie und setzt klar auf die Erfolgselemente eines typischen Hollywood Blockbusters. Dabei gelingt es nicht den eigentlichen Charme der Welt einzufangen und lässt den Film beliebig schauwertorientiert wirken. Schade.
LuciusSeverus
LuciusSeverus

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2,0
Veröffentlicht am 7. Januar 2014
Ja... hmmm... naja... hmmmmmmmm...
So in etwa war die Reaktion meiner Kinobegleitung und mir nachdem wir Smaugs Einöde sahen. Wir sind eingefleischte Herr der Ringe Fans und waren im Gegensatz zu einigen anderen hier vom ersten Teil des Hobbit durchaus sehr begeistert.
Ich fand es eine gelungene Anknüpfung an vorherige Leistungen. Ich muss dazu sagen, die Herr der Ringe Trilogie habe ich gelesen, den Hobbit leider noch nicht. Ich denke jedoch nicht, dass das an meinem Eindruck vom Film etwas ändern wird.
Herrliche Landschaftsbilder, herrliche Portraits unglaublich interessanter, geheimnissvoller und anmutiger Figuren in der Herr der Ringe haben mich beeindruckt. Ausgereifte Geschichten und ein unverwechselbarer Charme machen die drei Filme tatsächlich in meinen Augen sogar so außergewöhnlich, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben sage: Hier schlägt der Film (fast?) das Buch. Selten wurde ein literarisches Werk so überzeugend umgesetzt. Wie gesagt, der erste Teil des Hobbit knüpft in meinen Augen daran durchaus noch an.
Dementsprechend hoch waren die Erwartungen an Smaugs Einöde. Die Vorfreude konnte kaum größer sein. Die wurde leider recht bitter enttäuscht. Anstatt eines anmutigen, eleganten, erhabenen Legolas findet man hier fast einen Macho wieder, der leider nur durch Sprüche und die Hinschlachtung zahlreicher Orks auffällt. Nichts ist geblieben von seinen geheimnisvollen, bedeutungsschwangeren Aussagen und seiner Weitsicht aus der Herr der Ringe. Was Tauriel betrifft... ich sehe die Notwendigkeit ihrer Figur nicht, die sehe ich allerdings bei zahlreichen anderen Charakteren hier auch nicht. Dass sie sich dann noch in einen Zwergen verliebt... ach menno... können wir die Kirche mal im Dorf lassen? Nu mal ehrlich. Diese Pseudo-Liebesgeschichte trägt zur Story des Films ebenso wenig bei, wie die eeeendlose Reise der Zwerge und die zig anderen kleinen Geschichten, die darin - warum auch immer - verwoben sind. Hier wird einfach so wahnsinnig viel Unnötiges hineingepresst, so dass für das wichtige, das Charakteristiche aus den vorherigen Filmen nichts mehr übrig bleibt.
Wirklich tolle Effekte aus der Herr der Ringe, als Legolas auf einem Schild eine Treppe "hinuntersurft" und dabei Orks erschießt, werden hier aufgewärmt und fast lächerlich gemacht. Hier schnappt er sich dann doch statt eines Schildes gleich mal einen Ork und surft auf diesem einen Berg hinunter. Naja, Abklatsche dieser Art gab es noch so manch andere.
Was mich auch ganz besonders gestört hat, ist die Darstellung der Elben. Mag sein, dass es dem Buch des Hobbit entspricht (?) doch aus der Herr der Ringe kenne ich die Elben als königliches, edles, erhabenes und stolzes Volk. Hier findet man sich auf einmal wieder inmitten einer Meute betrunkener abstoßender Möchtegernelben, die einen an besoffene Kneipengänger erinnern. Wer seinen Job hier wirklich gut macht, ist der Elbenkönig. Ganz klasse. Legolas büßt viel seiner Eleganz und Mystik ein, schade. Seine schimmernden Augen haben ja schon was, das geb ich zu, aber sie dürfen nicht den Charakter ersetzen. Das funktioniert nicht.
Der Zwergenkönig... hach mensch ja, wir habens ja verstanden. Stolz und so. Viel zu viel des Guten. Es nervt. Man ist irgendwann ja fast gegen ihn. Naja, ja ich wars. Tatsächlich mochte ich Smaug. Der war neben einer wunderbaren Optik doch wirklich mal ein Charakter mit etwas mehr Tiefe, hinter dem man sich deutlich mehr vorstellen konnte und mit dem man eigentlich fast mehr mitgefiebert hat, als mit den Zwergen. Er ist irgendwie charmant.
Und Gandalf, ja wo war der denn eigentlich? Es gab nur wenige Stellen mit ihm, und ich wäre dankbar gewesen, hätte man - wenn ein Synchronsprecherwechsel denn nötig ist - nicht unbedingt die Stimme von Arthur aus King of Queens gewählt. Ich konnte den Arthur einfach nicht mehr aus meinem Hirn bekommen.
Was ich ganz schlimm fand: UNZÄHLIGE Stellen, an denen etwas lustig sein sollte, aber partout nicht war! Es wurden schmerzende Lücken gelassen nach ungelungenen und unpassenden 'Scherzen', in denen aber auch wirklich KEIN EINZIGER Kinogast auch nur ein müdes Lächeln hervorbrachte. Beim Herrn der Ringe wurden ganz gelegentlich und auch nur passend humoristische Stellen eingebaut, die einen wirklich, inmitten des Mitfieberns, mal kurz entspannen ließen. Das gelingt hier nicht. Hier wirkt alles gezwungen.
Und irgendwie... ja... der (tut mir leid, da ich das Buch noch nicht gelesen habe, sind mir die Namen teils noch nicht geläufig) Helfer, der sie in die Seestadt bringt und bei seiner Familie wohnen lässt... der ist zwar hübsch anzusehen... aber so richtig verstehe ich seine Rolle nicht.
Der merkwürdige Gehilfe des Bürgermeisters erinnert leider auch viel zu sehr an Grima Schlangenzunge. Dat hatten wir doch nun schon.
Ich weiß nicht ich weiß nicht. Viele unnötige Handlungsstränge, eine viel viel viel zu lange Reise, Charaktere, die ich weder verstehe noch für nötig halte und leider teils eine Rückentwicklung der Charaktere, zu dringend gewollte Komik... all das lässt mich leider auch mit Wohlwollen nur zwei Sterne verteilen.
Ich werde mir den dritten Teil dennoch ansehen, weil ich einfach muss. Ich bin insgesamt einfach ein zu großer Fan.
Ein kluger Schauspieler aus den Harry Potter Filmen sagte jüngst über die Harry Potter Reihe: Ich bin froh, dass nach dem letzten Film nicht noch künstlich versucht wurde, die Geschichte auszureizen. So etwas geht selten gut.
Das hätte der Peter, der Jackson, sich evtl. vorher auch mal anhören sollen. Ich bewundere ihn für seine Leistung zuvor, ich verneige mich vor ihm! Doch hiermit tat er sich, der Geschichte und den Fans keinen Gefallen.
Die extrem positive Kritik der Presse ist mir ziemlich schleierhaft. Wirklich schade. Das habe ich nicht gern geschrieben.
Jimmy v
Jimmy v

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3,5
Veröffentlicht am 20. Dezember 2013
Leider kann ich mich dem eher positiven Tenor der Filmkritikerschaft nicht anschließen. Grundsätzlich finde ich es sehr gut, dass man aus dem Hobbit eine Trilogie gemacht hat, um so mehr Zeit für die Dinge zu haben. Finanzieller Gewinn hin oder her, ich sehe das einfach im Vergleich zu den alleinstehenden Fantasy-Abenteuerfilmen wie z.B. "Kampf der Titanen", die mit ihrem Durchhetzen überhaupt keine Stimmung aufkommen ließen. Zweitens finde ich es auch gut, dass man Brücken zu HdR schlägt und sich manch künstlerische Freiheiten herausnimmt, umdeutet usw.
Allein nun, die Umsetzung: Dass das Ganze nach dem selben Schema abläuft (reisen, vor Orks flüchten statt sie zu plätten, bei Elben chillen/sich mit denen rumstressen, weiterreisen), ist erst einmal geschenkt. Aber z.B. bereits der Einbau von Legolas, oder die Einführung von Tauriel für ein weibliches Publikum, obwohl sie dann doch nur Männersachen macht, geraten unglücklich. Gerade in der zweiten Hälfte, mit den getrennten Zwergen, der Giftsache, dieser angedeuteten Romanze, und Bard, mit seinem Ballistenpfeil: irgendwie kennt man das alles schon, irgendwie ist es nicht gut eingebunden. Gandalfs Ausflug war halbwegs interessant, aber eben auch nur das übliche Gandalfzeugs. Am meisten hat mich freilich die comichafte Action gestört. Die Szene am Wasserfall war an sich cool, aber in ihren Ausschweifungen einfach zu übertrieben. Letztlich hätte man die zusätzliche Zeit - und die künstlerische Freiheit! - mehr für die Charakteristika dieser Gruppe, weniger Seestadt und besser eingebundene Elben nutzen sollen, egal wieviel das Buch hergibt, und auch gerade um es auszubessern.
Natürlich hat es der Mittelteil einer Trilogie immer schwer. Am Stück gesehen wirkt's vielleicht alles anders. Und Stärken hat der Film ja auch, besonders optische, finde ich. (Der Soundtrack ist leider nicht so gut geraten wie im ersten Teil.) Smaug fand ich sehr toll, genauso wie mir Bilbo auch besser gefiel. Aber ein fader Nachgeschmack bleibt zurück.
Fazit: Comic-actionlastiger, auf "gutem" Niveau enttäuschender Mittelteil, der seine zusätzliche Zeit besser und geschickter invenstiert hätte. Teil 1 ist besser, hat aber auch seinen Auftakt-Bonus.
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 30. Dezember 2013
Vorab: Man kann es nicht oft genug sagen - Filme sind und bleiben Geschmacksache. Und was für den einen ein Meisterwerk sein kann, ist für den anderen der vielleicht letzte Dreck.

Umso bemerkenswerter ist es zu sehen, dass es bei "der Hobbit" offenbar zwei klare Lager gibt: diejenigen, die den Film feiern und diejenigen, die den Film hassen. Ich bewege mich irgendwo dazwischen.
Man kann von den Plänen, aus der Buchvorlage des Hobbits einen Dreiteiler zu machen, halten was man will - aber der Vergleich zum "Herr der Ringe-Epos" verliert das sogenannte Prequel.

Ganz allein schon deshalb weil die Vorlage zum "Herr der Ringe" ganz anders gelagert ist als "der Hobbit.
Tolkien hat mit "Herr der Ringe" nicht einfach ein Buch geschrieben - er hat ein Universum geschaffen: mit Historie, Mythen, Legenden und reichlich Verstrickungen. Er erfindet Sprachen und kulturelle Hintergründe.
Das alles fehlt in "der kleine Hobbit" komplett - wohl gemerkt: im Buch.

Daher ist es folgerichtig, dass sich Peter Jackson in einer Dreiteiler-Adaption auch anderer Quellen bedient - etwa dem "Silmarillion" oder "The History of Middle-earth".

Gerade was den Aufstieg des Nekromanten alias Sauron betrifft ist das ein bereicherndes Element der Filme.

Woran es im "Hobbit" vor allem krankt ist die dramaturgische und die visuelle Umsetzung.
Dass man einen Fantasyfilm im 21. Jahrhundert nicht ohne CGI angehen kann ist Konsens - dass es aber hin und wieder "hingeklatscht" aussieht, enttäuscht wirklich. Es ist sicher günstiger eine Stadt am PC entstehen zu lassen als wirklich zu bauen - aber genau darin lag ja das wunderbare bei "Herr der Ringe": als ich das erste mal Edoras in Rohan in "die zwei Türme" sah dachte ich nur: das haben die nicht wirklich gebaut ... aber das hatten sie.

Wie auch immer: "der Hobbit" hält nicht, was "Der Herr der Ringe" bieten kann - weder als Buch noch als Film. Es ist dennoch ein starker Film - für meinen Geschmack aber von einem cineastischen Meilenstein genaus weit entfernt wie von einem Meisterwerk.

Zuletzt ein Wort zu Smaug: technisch gesehen gibt es nichts auszusetzen - und er bekommt auch ordentlich Leinwandzeit. NUR: schwach finde ich, dass sein zunächst starker Charakter mit Auftauchen der Zwerge plötzlich einbricht ... denn als die Zwerge ihn durch sein eigenes Zuhause jagen, ist nichts mehr von seiner Verschlagenheit zu spüren ... schade.
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 20. Dezember 2013
Peter Jacksons „Der Hobbit – Smaugs Einöde“ endet mit dem Song „I See Fire“ von Ed Sheeran. Mit diesem Songtitel lässt sich der 2. Teil der Hobbit-Trilogie sehr gut beschreiben. In den 161 Minuten folgt Bildfeuerwerk auf Bildfeuerwerk. Schon in den ersten paar Minuten entwickelt das Fantasy Epos einen Sog, dem man nur schwer entkommen kann. Schuld daran ist zum einen die Kulisse, die Neuseeland bietet. Der Kamera-Mann Andrew Lesnie fängt sie mit einem unglaublichen Auge für Ästhetik ein. Galoppierende Ponies vor einer eindrucksvollen Bergkette und das alles in Zeitlupe, was in den meisten anderen Filmen zu Kitsch verkommen würde, passt in diese Welt der Faust großen Hummeln.
Die eingebauten Effekte fügen sich dabei nahtlos in die Geschehnisse ein. Die Inszenierung der Geschehnisse ist der weitere große Pluspunkt. Trotz parallel laufender Handlungsstränge verkommt das Ganze nicht zu einem Wirrwarr.

Die Story lässt sich im Grunde schnell erzählen. Die Erzählung knüpft direkt an das Ende des 1. Teils an. Bilbo Beutling ist mit dem Zauberer Gandalf und 13 Zwergen weiterhin auf dem Weg zum Berg Erebor. Auf ihrer Reise begegnen der Truppe immer wieder Hindernisse. Da wären zum einen die riesigen Spinnen im Dunkelwald, die eigenwilligen Waldelben, sowie die allzeit präsenten Orks. Ohne große Atempausen lässt Jackson die verschiedenen Bewohner von Mittelerde aufeinander prallen. Die Szenen sind geprägt von bis ins Detail choreographierten Kämpfen. Selten hat sich besser nachvollziehen lassen, warum die in der Mehrzahl agierenden Bösen, hier in Gestalt der Orks, das Nachsehen haben. Vor allem bei der aberwitzigen Flucht der Zwerge aus der Elbenburg kommt dies eindrucksvoll zum Tragen.

Würde das Ganze nun „Die Zwergenreise – Smaugs Einöde“ heißen, gäbe es an diesem Teil der Saga, wenig bis gar nichts auszusetzen. Doch eigentlich geht es um den Hobbit Bilbo Beutling. Der aber hat das Nachsehen gegenüber anderen Figuren, wie dem Zwergenkönig Torin Eichenschild was Screentime und Charakterentwicklung angeht.
Lediglich die Endsequenz bietet dem Hobbit eine große Bühne. Hier begegnet er dem sprechenden Drachen Smaug, der die Zwerge einst aus ihrem Reich vertrieben hat. Die Animation dieser Bestie ist definitiv etwas noch nie Dagewesenes.
Alles in allem setzt Peter Jackson mit diesem Kino Epos erneut Maßstäbe. Die Effekte, die Besetzung der Charaktere, die Action. Der Hobbit ist fast perfektes Unterhaltungs-Kino, welches die Grenzen des technisch Möglichen auslotet und trotz der Spielzeit von über zwei ein halb Stunden nie langweilig wird. Ich sehe Feuer, kann man da nur sagen.
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 20. Dezember 2013
Ich fand den Film wieder mal wie bei Hobbit und HDR genial. EInfach nur pures KINO. Gefühle, Action, Tiefe, 3D... die Liebe zum Detail....alles stimmt. Ok ein paar Szene etwas langgezogen und ein paar zu kurz geraten. Aber ich erwischte mich oft am denken: WOW was heute Kino geworden ist, unfassbar.
Dailydead
Dailydead

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4,5
Veröffentlicht am 1. Januar 2014
"Der Hobbit: Smaugs Einöde" beginnt dort wo "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" aufgehört hat.
Bilbo, Gandalf und die Zwerge sind immer noch auf dem Weg zum Berg Erebor.
Meine Erwartungen zum 2. Teil waren nicht mehr so hoch, nach dem etwas langatmig geratenen ersten Teil. Der Anfang von "Der Hobbit: Smaugs Einöde" fängt recht ruhig an. Das Niveau des ersten Films machte sich bis zu den ersten 25 Minuten noch bemerkbar und ich dachte mir, och ne, nicht schon wieder.
Doch dann spätestens ab der 30. Minute wurde ich eines besseren belehrt, die letzten 2 Stunden, habe ich mich wieder wie zu Hause in Mittelerde gefühlt. Der Film hält sich nun auch zum Glück weitesgehend mit aufgesetzten Witzsprüchen und Albernheiten zurück, diesmal sind mir diese positiv aufgefallen, weil sie an der richtigen Stelle platziert wurden. Die Visuelle Gestaltung und die Effekte sind atemberaubend, außer einige am Beginn des Films auffallenden Schönheitsfehlern spoiler: (z.B dem Wald)
, man merkte sofort, das diese Bäume nur Requisiten waren. Das 3D in der Kombination mit High Frame Rate (48fps) überzeugte mich und machte besonders im technisch wahnsinnig gut gelungenen Ende sehr viel Spaß. Wo wir beim Ende sind, dieses wurde aber vielleicht etwas zu ausgedehnt, was den Drachen Smaug, nach einiger Zeit doch etwas von seiner Wucht nimmt, welche er, als man ihn zum ersten mal sah, entfacht hat. Der Zauberer Radagast ist immer noch die bekloppteste und unnötigste Figur im ganzen Film. Es gibt eins, zwei Szenen mit ihm, wo er mit Gandalf redete, allerdings war sein Auftritt überhaupt nicht die Rede wert, weil er so gut wie nichts Sinnvolles zu diesem Film beigetragen hat und dann auch einfach den Rest des Films verschwand. Die Szene mit Gandalf, spoiler: als er versuchte den Nekromanten zu finden (welcher der frühere Sauron ist),
war fantastisch und effektreich gestaltet worden. Außerdem ist eine meiner Lieblingsszenen im Film, spoiler: als Bilbo und die Zwerge aus dem Elbenreich in Weinfässern fliehen und daraufhin eine actionreiche sowie zeitgleich humorvolle Verfolgungsjagd mit Orks und Elben beginnt.

Der Sountrack des 2. Teils ist auch wieder schön mit anzuhören. Sie wirkt nie deplatziert und sorgt so für eine noch bessere Athmosphäre, welche der Film auch so schon hat.

Fazit: "Der Hobbit: Smaugs Einöde" ist das was ich von einen Hobbit Film erwartet habe. Der 2. Teil ist so viel besser, genialer und epischer als sein Vorgänger. Der Anfang erreicht die erste halbe Stunde immer noch gerade so das Niveau seines Vorgängers, dann ist der Film, bis auf ein paar winzige Ausrutscher zweifellos zurück auf Peter Jacksons Meisterwerkniveau, so wie wir es auch schon aus "Der Herr der Ringe" kennen. Vielleicht noch nicht so stark, aber immerhin schon sehr nahe dran.
Mit dazu ist das Ende ein bildgewaltiges Abenteuer, was vor aufwendig inszenierten Effekten nur so strotzt
und uns mit dazu noch mit einen Cliffhanger, den Kinosaal verlassen lässt, der es wahrlich in sich hat.
Außerdem hat Gandalf mir in diesem Film auch besser gefallen. (Im ersten Teil kam es mir so vor, als wenn er nur den Zwergen hinterher läuft, aber nicht wirklich selbst auch was in die Reihe kriegt. So als seinen eigenen Charakter, würde ich ihn ja auch so akzeptieren, aber nicht nachdem ich mich an den Gandalf von der Herr der Ringe gewöhnt hab ...

Bewertung: 4,5 / 5
Flipnett
Flipnett

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4,5
Veröffentlicht am 18. Dezember 2013
Und wieder geht es kurz vor Weihnachten nach Mittelerde. War der Hobbit im letzten Jahr, in meinen Augen, ein toller Film mit Schwächen, so ist der neuste Teil noch besser. Die Story geht schnell vorran und die 160 Minuten fliegen nur so dahin. Die Schauwerte gegenüber der ersten Films sind höher wobei mir die zweite Filmhälfte in der Seestadt und dem Berg am besten gefallen haben. Überhaupt sehen wir hier endlich mal einen tollen Drachen. Ich möchte hier nicht auf Details eingehen. Was jedoch immer noch etwas stört sind die vielen CGI-Effekte. Auch ist der Film besonders in der ersten Hälfte sehr hektisch und episodenhaft, was aber auch dem Buch geschuldet ist.
Ein Kinobesuch lohnt sich!
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 17. Dezember 2013
Mich hat der Film gut unterhalten! Aber leider kommt er nicht an Teil 1 heran. Er hat zwar wesentlich mehr Action als Teil 1, aber leider geht dadurch die Atmosphäre verloren. Der "Tiefpunkt" war ein Legolas auf Speed ;-)
Ich hoffe das alle drei Teile einen grossen bzw. grossartigen Film ergeben!
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